Stand: · 11 Produkte · 6 gewichtete Kriterien + 1 nur zur Information · kein Labortest
Waschmaschinen sind die seltene Gerätekategorie, in der die wichtigsten Zahlen gesetzlich vorgeschrieben und einheitlich gemessen sind: Seit März 2021 muss jedes in der EU verkaufte Modell nach der Verordnung (EU) 2019/2014 dieselben Werte ausweisen — Energieeffizienzklasse auf der Skala A bis G, Stromverbrauch pro 100 Waschzyklen, Wasserverbrauch pro Zyklus, Schleuderwirkungsklasse, Luftschallemissionen in dB(A) und die Dauer des Eco-40-60-Programms.
Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten
Genau diese Werte stehen im Laden trotzdem selten nebeneinander, dafür umso lauter Zahlen, die auf keinem Label auftauchen: Umdrehungen pro Minute, Programmnamen, Dampf- und KI-Funktionen. Wir haben elf in Deutschland erhältliche Frontlader ausschließlich über Herstellerangaben verglichen — von den Produktseiten der Hersteller oder aus dem EU-Produktregister EPREL, in das jeder Hersteller seine Label-Werte selbst und rechtsverbindlich einträgt; jede Zahl mit Quellen-URL. Auffällig ist dabei vor allem, was die Label-Werte über den Alltag verraten und die Werbung verschweigt: Alle elf Geräte brauchen im sparsamen Eco-40-60-Programm zwischen 3:25 und 3:59 Stunden — die Effizienz wird mit Zeit bezahlt. Einen Preis nennt weder ein Hersteller auf seiner Produktseite noch das Register; deshalb steht bei uns überall „k. A.“ statt eines Marktpreises, der in zwei Wochen falsch wäre.
Die kurze Antwort
LG F4WX7012
8,5von 10 · Platz 1 von 11
Die größte Maschine des Vergleichs und zugleich die zweitsparsamste: 11 Kilogramm Nennkapazität bei 31 kWh je 100 Zyklen und nur 46 Litern Wasser je Zyklus — das beste Verhältnis von Trommelgröße zu Verbrauch im Feld.
Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.Die Produktspalte bleibt beim seitlichen Scrollen stehen.
Waschmaschinen: 11 Produkte, bewertet über 6 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
Produkt
Scorevon 10
Energieeffizienzklasse (Skala A bis G)Gewicht 25/100
„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. „Direkt bei …“ ist unvergütet. Wie wir rechnen →
Die Kilowattstunden oben sagen wenig, solange sie nicht in Euro stehen. Über zehn Jahre ist der Unterschied zwischen zwei Geräten oft größer als beim Kaufpreis. Betriebskosten für Waschmaschinen ausrechnen →
Worauf kommt es Dir an?
Der Gesamtscore gewichtet 6 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.
Mir ist Nennkapazität am wichtigsten→LG F4WX701211 kg · Gesamt 8,5/10
Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.
Das Ergebnis in drei Sätzen
◆Stand September 2026 ist LG F4WX7012 der Vergleichssieger unter 11 verglichenen Produkten der Kategorie Waschmaschinen — mit 8,5 von 10 Punkten aus 6 gewichteten Kriterien.
◆Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Energieeffizienzklasse (Skala A bis G) mit 25 von 100 Gewichtspunkten: Die Energieeffizienzklasse ist der einzige Wert am Gerät, der nach einer für alle Hersteller verbindlichen Methode ermittelt wird — sie beruht auf dem Energieeffizienzindex des Programms Eco 40-60 und ist auf die Nennkapazität bezogen, vergleicht also gleich große mit gleich großen Maschinen. Wichtig beim Lesen ist die Skala: Seit dem 1. März 2021 reicht sie von A bis G, die alten Stufen A+, A++ und A+++ gibt es nicht mehr, und A ist heute selten und teuer statt Standard. Wer eine alte A+++-Maschine mit einer neuen A-Maschine vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Skalen — und wer die Klasse ganz ignoriert, kauft einen Verbrauch, der über zehn Jahre Nutzung mehr kostet als der Preisunterschied beim Kauf.
◆Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.
Einordnung der Redaktion: Warum der Rechensieger nicht für jeden der richtige ist
→Der LG F4WX7012 gewinnt die Rechnung knapp — nicht weil er der sparsamste ist, sondern weil er 11 Kilogramm Trommel mit niedrigem Verbrauch, wenig Wasser und leisem Schleudergang verbindet. Für einen Einpersonenhaushalt ist er trotzdem die falsche Wahl: Alle Label-Werte gelten für die volle Trommel, und eine 11-Kilo-Maschine, die halb beladen läuft, verschenkt genau den Vorsprung, für den sie hier Punkte bekommt. Ab drei Personen oder bei viel Bettwäsche dreht sich das Argument um.
→Die Samsung Bespoke AI WF90F09C4SU2 liegt knapp dahinter und ist beim reinen Stromverbrauch das mit Abstand beste Gerät: 22 kWh je 100 Zyklen sind gut ein Drittel des schwächsten Werts im Feld. Wer aber einen Trockner hat, sollte zweimal hinsehen — beim Schleudern erreicht sie nur Klasse B, die feuchtere Wäsche verschiebt einen Teil der eingesparten Energie also hinter die Waschmaschine. Unsere Punkteverteilung bildet das nicht ab: Sie kennt den Trockner im Haushalt nicht.
→Der LG F4WV7090 ist eines von zwei Geräten mit Schleuderwirkungsklasse A und landet trotzdem in der unteren Hälfte, weil er mit 63 kWh je 100 Zyklen der durstigste A-Kandidat ist. Für Haushalte mit Wäscheständer ist das die schlechtere Wahl, für Haushalte mit Trockner womöglich die bessere — genau diese Abwägung kann eine Gesamtpunktzahl nicht treffen, weshalb die Spalten einzeln lesbar bleiben sollten.
→Eine Schwäche unserer eigenen Rechnung, die wir offenlegen: Wir bewerten den absoluten Stromverbrauch, was systematisch kleine Trommeln bevorzugt, und gleichzeitig die Nennkapazität, was große bevorzugt. Beides gegeneinander aufzurechnen wäre nur mit einem Wert je Kilogramm Wäsche sauber — den veröffentlicht aber kein Hersteller, und ihn selbst auszurechnen und als Datenblattwert auszugeben, kommt hier nicht in Frage. Wer den Vergleich schärfer will, teilt in der Tabelle selbst: 47 kWh bei 8 kg gegen 31 kWh bei 11 kg ist ein anderes Bild als die Rohzahlen.
→Bemerkenswertester Fund: Zehn der elf Geräte tragen dieselbe Energieeffizienzklasse A und unterscheiden sich im Verbrauch trotzdem um den Faktor knapp drei (22 gegen 63 kWh). Wer nur auf den Buchstaben schaut, hält zehn sehr verschiedene Maschinen für gleich sparsam. Die Klasse sagt, dass ein Gerät eine Grenze unterschreitet — nicht, um wie viel.
→Zwei Marken fehlen noch, obwohl sie den deutschen Markt prägen: Miele und Beko. Bosch, Siemens und AEG stehen dagegen inzwischen im Feld — ihre Werte stammen aus den technischen Datenblättern der Hersteller oder aus dem EU-Produktregister EPREL, in das jeder Hersteller seine Label-Werte selbst und rechtsverbindlich einträgt. Aus Händler-Listings übernehmen wir nichts, weil Händlerangaben in dieser Kategorie nachweislich voneinander abschreiben. Lieber ein Feld ohne diese Namen als eine Tabelle, deren Zahlen wir nicht belegen können.
→Zu keinem Gerät steht bei uns ein Preis, weil weder eine Herstellerseite noch das EU-Register einen nennt. Damit fehlt dieser Kategorie ein Preis-Leistungs-Urteil — ein echter Nachteil, den wir nicht durch geschätzte Marktpreise überdecken.
Einordnung auf Basis der in der Tabelle verlinkten Herstellerangaben — Produktseiten abgerufen am 05.08.2026, Einträge im EU-Register EPREL am 11.09.2026. Eigene Messungen gibt es nicht — wir betreiben kein Labor; die Strom- und Wasserkostenrechnungen sind als Näherungen gekennzeichnet.
So haben wir gewichtet — alle 7 Kriterien mit Begründung›
Kriterium
Gewicht
Messung
Warum kaufentscheidend
Energieeffizienzklasse (Skala A bis G)
25/100
A = 10 · B = 8.3 · C = 6.7 · D = 5 · E = 3.3 · F = 1.7 · G = 0 Punkte
Die Energieeffizienzklasse ist der einzige Wert am Gerät, der nach einer für alle Hersteller verbindlichen Methode ermittelt wird — sie beruht auf dem Energieeffizienzindex des Programms Eco 40-60 und ist auf die Nennkapazität bezogen, vergleicht also gleich große mit gleich großen Maschinen. Wichtig beim Lesen ist die Skala: Seit dem 1. März 2021 reicht sie von A bis G, die alten Stufen A+, A++ und A+++ gibt es nicht mehr, und A ist heute selten und teuer statt Standard. Wer eine alte A+++-Maschine mit einer neuen A-Maschine vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Skalen — und wer die Klasse ganz ignoriert, kauft einen Verbrauch, der über zehn Jahre Nutzung mehr kostet als der Preisunterschied beim Kauf.
Stromverbrauch (Eco 40-60)
25/100
Skala 20–90 kWh/100 Zyklen, weniger ist besser
Dieser Wert ist die Klasse in Zahlen — und er sagt etwas anderes als sie: Die Klasse ist auf die Trommelgröße normiert, der kWh-Wert ist der absolute Verbrauch. Eine 11-Kilo-Maschine der Klasse A kann deshalb mehr Strom pro Waschgang ziehen als eine 8-Kilo-Maschine derselben Klasse und trotzdem effizienter arbeiten, weil sie mehr Wäsche bewegt. Für die Stromrechnung zählt trotzdem der absolute Wert, weil kaum jemand die Trommel jedes Mal randvoll füllt; deshalb gewichten wir beide Größen gleich hoch und weisen die Nennkapazität als eigene Spalte aus, damit die Zahl einordbar bleibt.
Schleuderwirkungsklasse (Skala A bis G)
18/100
A = 10 · B = 8.3 · C = 6.7 · D = 5 · E = 3.3 · F = 1.7 · G = 0 Punkte
Die Schleuderwirkungsklasse beschreibt, wie viel Restfeuchte nach dem Schleudern in der Wäsche bleibt — und sie ist die Zahl, die beim Trockner ankommt: Je nasser die Wäsche aus der Maschine kommt, desto länger und teurer läuft der Trockner, und desto länger hängt die Wäsche auf dem Ständer. Deshalb ist sie die einzige Angabe, die Folgekosten außerhalb der Waschmaschine verursacht. In der Werbung wird sie fast immer durch die Umdrehungszahl ersetzt, die auf keinem Energielabel steht und nichts über das erreichte Ergebnis sagt: Die beiden LG-Geräte im Vergleichsfeld bewegen sich beide im Bereich von rund 1.350 bis 1.400 U/min und erreichen trotzdem unterschiedliche Klassen — A beim einen, B beim anderen.
Wasserverbrauch (Eco 40-60)
14/100
Skala 35–70 l/Zyklus, weniger ist besser
Der Wasserverbrauch je Zyklus steht ebenfalls verbindlich auf dem Label und ist der zweite laufende Kostenblock — bei Wasserpreisen inklusive Abwasser von rund vier bis sechs Euro je Kubikmeter macht selbst der Unterschied zwischen 40 und 52 Litern — die ganze Spanne dieses Vergleichs — bei 150 Waschgängen höchstens rund zehn Euro im Jahr aus, deutlich weniger als der Strom. Genau deshalb gewichten wir ihn spürbar niedriger, statt eine Ersparnis groß zu rechnen, die im Alltag bei höchstens rund zehn Euro pro Jahr liegt. Wichtig ist der Wert trotzdem, weil er zeigt, wie sparsam die Maschine mit Teilbeladung umgeht: Sparsame Geräte messen die Wäschemenge und ziehen bei halber Ladung deutlich weniger Wasser.
Luftschallemissionen beim Schleudern
12/100
Skala 68–82 dB(A), weniger ist besser
Anders als bei vielen anderen Geräten ist die Lautstärke hier vergleichbar, weil alle Hersteller denselben Betriebszustand angeben müssen: den Schleudergang, also den lautesten Moment. Das ist der Wert, der über Nachtwäsche in der Mietwohnung und über eine Maschine in der offenen Küche entscheidet. Die Skala täuscht dabei: Zwischen 69 und 79 dB(A) liegen zehn Dezibel, und genau so viel gilt als Faustregel der Akustik als etwa doppelt so laut empfunden — die lauteste Maschine im Feld klingt beim Schleudern also rund doppelt so laut wie die leiseste.
Nennkapazität
6/100
Skala 6–12 kg, mehr ist besser
Die Nennkapazität ist die Bezugsgröße des ganzen Labels: Alle Verbrauchswerte gelten für die volle Trommel, weshalb eine große Maschine nur dann sparsam ist, wenn sie auch voll wird. Wir werten mehr Kilogramm leicht positiv, weil weniger Waschgänge weniger Strom, Wasser und Zeit bedeuten — aber bewusst nur mit sechs Punkten Gewicht, denn für einen Einpersonenhaushalt ist eine 11-Kilo-Trommel ein Nachteil und kein Vorteil. Wer selten volle Ladungen zusammenbekommt, sollte diese Spalte beim Lesen umdrehen und stattdessen auf eine Mengenautomatik achten.
Dauer Eco 40-60 (volle Beladung)
0/100
unter 3:00 h = 10 · 3:00 bis 3:30 h = 7 · 3:30 bis 4:00 h = 4 · über 4:00 h = 1 Punkte
Die Programmdauer ist die Überraschung dieser Kategorie: Das sparsame Eco-40-60-Programm, auf dem alle Label-Werte beruhen, läuft bei jedem einzelnen Gerät dieses Vergleichs zwischen 3:25 und 3:59 Stunden — Effizienz entsteht dadurch, dass langsam und lange bei niedriger Temperatur gewaschen wird. Trotzdem geht dieses Kriterium mit null Punkten in die Rechnung ein, und dafür gibt es zwei Gründe. Erstens trennt es kaum: Zehn der elf Geräte liegen in derselben Spanne von 3:30 bis 4:00 Stunden, nur der AEG bleibt knapp darunter — ein Kriterium ohne Unterschied verteilt nur Punkte. Zweitens notieren die Hersteller unterschiedlich, LG sogar von Modell zu Modell — einmal 216 Minuten, einmal 3:38 Stunden, bei Samsung, Candy und Hoover durchgehend Stunden und Minuten —, weshalb wir in Spannen einordnen und den Originalwert bei jedem Gerät im Text nennen, statt eine gemeinsame Einheit vorzutäuschen.
Die 6 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Waschmaschinen redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →
Waschmaschinen: Bauarten und Alternativen im Vergleich
Alle Geräte dieses Vergleichs sind Frontlader — die Standardbauform, für die es das größte Angebot und die schärfste Preiskonkurrenz gibt. Daneben stehen Bauarten, die ein Platz- oder Komfortproblem lösen und dafür an anderer Stelle etwas kosten. Jede hat einen Nachteil, und der steht selten im Prospekt.
Variante
Typisch gewählt für
Einordnung
Frontlader, 60 cm breit, Standardtiefe
Der Normalfall: Bad, Keller, Hauswirtschaftsraum mit Platz vor dem Gerät
Größte Auswahl, beste Preise, meist die besten Label-Werte je Euro. Der Nachteil ist banal und wird oft übersehen: Die Tür schwenkt nach vorn auf, bei 60 cm Tiefe braucht man davor rund einen Meter freien Raum — in schmalen Bädern scheitert der Kauf an dieser Zahl, nicht am Datenblatt.
Schmaler Frontlader (rund 45 bis 48 cm Tiefe)auch: Slim, Slim Fit
Kleine Bäder und Nischen, in denen ein Standardgerät nicht steht
Gleiche Breite, geringere Tiefe — dafür sitzt die Trommel flacher. Nennkapazitäten über 9 Kilogramm gibt es kaum, und bei gleicher Klasse zahlt man für die schlanke Bauform meist Aufpreis. Wer die Tiefe nicht braucht, kauft hier bewusst weniger Gerät für mehr Geld.
Unterbaufähiger Frontlader
Küchenzeilen und Arbeitsplatten, unter die das Gerät geschoben wird
Meist rund 82 cm hoch mit abnehmbarer Deckplatte, damit die Maschine unter eine Standardarbeitsplatte passt — der Candy im Vergleich ist so ein Gerät. Der Preis dafür ist eine kleinere Trommel: 8 statt 9 Kilogramm sind hier die Regel, und ohne die Deckplatte fehlt eine Ablagefläche, die viele Haushalte täglich nutzen.
Toplader
Sehr schmale Stellplätze, Beladen ohne Bücken
Mit rund 40 cm Breite die platzsparendste Bauform, und man muss sich zum Beladen nicht bücken. Dafür lässt sich nichts darauf stellen und nichts darunterbauen, das Fassungsvermögen liegt meist niedriger, und ein Trockner lässt sich nicht als Säule darüber stapeln — genau das ist für viele Haushalte der Ausschlussgrund.
Waschtrockner (Waschen und Trocknen in einem Gerät)
Wohnungen, in denen für zwei Geräte kein Platz ist
Spart einen kompletten Stellplatz. Der Haken steht im Datenblatt: Die Trockenkapazität liegt fast immer deutlich unter der Waschkapazität, man muss die Wäsche also zwischendrin teilen — und ein Waschtrockner trägt zwei Energielabel-Werte, von denen der fürs Trocknen regelmäßig schlechter ausfällt als bei einem separaten Wärmepumpentrockner.
Vollintegrierte Einbau-Waschmaschine
Durchgehende Küchenfronten, Sichtschutz
Verschwindet hinter der Möbelfront. Dafür ist die Auswahl klein, der Aufpreis hoch, die Nennkapazität oft geringer, und bei einem Defekt oder Umzug ist die Maschine an die Küche gebunden. Auch die Geräuschwerte fallen selten besser aus, obwohl die Front zusätzlich dämmt — auf dem Label steht der Messwert des Geräts, nicht der der Küche.
Für die meisten Haushalte ist der 60-cm-Frontlader in Standardtiefe die sachlich richtige Wahl, weil er bei gleichem Preis die besseren Label-Werte liefert. Jede andere Bauart löst ein konkretes Platzproblem und bezahlt dafür mit Kapazität, Auswahl oder Preis. Wie die Geräte innerhalb der Standardbauform abschneiden, steht oben in der Tabelle.
Einordnungswerte
Zur Einordnung der Tabellenwerte — was die Label-Zahlen dieser elf Geräte im Alltag bedeuten. Alles, was wir selbst gerechnet haben, ist als solches gekennzeichnet.
Spanne beim Stromverbrauch im Vergleichsfeld
22 bis 63 kWh/100 Zyklen
Herstellerangaben für das Programm Eco 40-60 bei voller Beladung. Zwischen sparsamstem und durstigstem Gerät liegt fast der Faktor drei — bei Geräten, die auf dem Etikett nur eine Klasse auseinanderliegen (A und B).
Stromkosten pro Jahr bei 150 Waschgängen
ca. 12 bis 33 Euro
Eigene Rechnung aus den Herstellerangaben: 22 beziehungsweise 63 kWh je 100 Zyklen, hochgerechnet auf 150 Waschgänge im Jahr und mit 0,35 Euro je Kilowattstunde bewertet. Der Unterschied von rund 21 Euro im Jahr ist real, holt einen mehrere hundert Euro höheren Kaufpreis in zehn Jahren aber nicht herein — eine Rechnung, die Effizienzwerbung selten vorführt.
Wasserverbrauch pro Jahr bei 150 Waschgängen
ca. 6.000 bis 7.800 Liter
Eigene Rechnung aus den Herstellerangaben: 40 beziehungsweise 52 Liter je Zyklus × 150 Waschgänge. Bei Wasserpreisen inklusive Abwasser von rund fünf Euro je Kubikmeter sind das etwa 30 gegenüber 39 Euro im Jahr — der Grund, warum dieses Kriterium bei uns nur 14 von 100 Punkten trägt.
Was zwischen Schleuderklasse A und B liegt
53,0 % gegenüber 53,9 % Restfeuchte
Beides LG-eigene Angaben aus diesem Vergleich (F4WV7090 gegen F4WX7012). Weniger als ein Prozentpunkt Restfeuchte entscheidet über den Klassenbuchstaben — die Klasse ist also eine scharfe Grenze, kein weiter Bereich, und zwei Geräte derselben Klasse können unterschiedlich nah daran liegen.
Dauer des sparsamen Eco-40-60-Programms
3:25 bis 3:59 Stunden
Herstellerangaben aller elf Geräte — von den Produktseiten (LG notiert dort in Minuten, 216 und 218; Samsung, Candy und Hoover in Stunden und Minuten) oder aus dem EU-Register EPREL, das einheitlich Minuten führt. Nur ein Gerät, der AEG, bleibt knapp unter dreieinhalb Stunden: Das Programm, auf dem sämtliche Label-Werte beruhen, ist bei allen das langsamste des Geräts.
Lautstärke beim Schleudern
69 bis 79 dB(A)
Herstellerangaben, gemessen im Schleudergang. Zehn Dezibel Unterschied sind deutlich hörbar — als Faustregel der Akustik gilt eine Zunahme um zehn Dezibel als etwa doppelt so laut empfunden, und genau so weit liegen leiseste und lauteste Maschine hier auseinander. Der Wert beschreibt den lautesten Moment des Waschgangs, nicht den Durchschnitt.
Quelle: Herstellerangaben der elf verglichenen Geräte — von den Produktseiten der Hersteller (abgerufen am 05.08.2026) oder aus dem EU-Produktregister EPREL (abgerufen am 11.09.2026), sämtlich in der Tabelle verlinkt. Als „eigene Rechnung“ gekennzeichnete Werte sind Näherungen aus genau diesen Angaben; Strom- und Wasserpreise sind angenommene Durchschnittswerte und keine Herstellerangaben.
Die Produkte im Detail
Platz 1Vergleichssieger
LG F4WX7012
8,5von 10 Punkten
Die größte Maschine des Vergleichs und zugleich die zweitsparsamste: 11 Kilogramm Nennkapazität bei 31 kWh je 100 Zyklen und nur 46 Litern Wasser je Zyklus — das beste Verhältnis von Trommelgröße zu Verbrauch im Feld. LG gibt für dieses Modell außerdem als einziges an, mit dem EU Ecolabel ausgezeichnet zu sein. Die Kehrseite steht im selben Datenblatt: Schleuderwirkungsklasse B trotz 1.351 Umdrehungen, und die Eco-40-60-Dauer beziffert LG mit 216 Minuten.
Stärken
+ 11 kg Nennkapazität bei nur 31 kWh je 100 Zyklen — größte Trommel, zweitniedrigster Verbrauch
+ 46 l Wasser je Zyklus, gemeinsam mit einem weiteren Gerät der niedrigste Wert unter den 9- und 11-Kilo-Maschinen
+ Einziges Gerät im Feld, für das der Hersteller eine EU-Ecolabel-Auszeichnung angibt
Schwächen
– Schleuderwirkungsklasse B bei 1.351 U/min — eine kleinere LG-Maschine im selben Vergleich erreicht mit 1.360 U/min Klasse A
– 11 kg lohnen sich nur bei großen Haushalten; für kleine Ladungen ist die Trommel überdimensioniert
Energieklasse A bei 9 kg Nennkapazität und 25 kWh je 100 Läufen. Beim Schleudern liegt sie mit Klasse B und 71 dB im Mittelfeld — dort trennt sich das Feld.
Der mit Abstand sparsamste Datensatz im Vergleich: 22 kWh je 100 Waschzyklen sind weniger als ein Drittel dessen, was das schwächste Gerät im Feld braucht — Samsung selbst bewirbt das als „bis zu 55 % weniger Energie“ als der Grenzwert der Klasse A. Bemerkenswert ist, was daneben steht: Beim Schleudern erreicht dieselbe Maschine nur Klasse B, die nasse Wäsche verlagert also Energie in den Trockner. Die Eco-40-60-Dauer gibt Samsung mit 3:48 Stunden an, den Preis nennt die Produktseite nicht.
Stärken
+ 22 kWh je 100 Zyklen — sparsamstes Gerät im Vergleich, mit deutlichem Abstand
+ Luftschallemissionsklasse A bei 72 dB(A) im Schleudergang
+ Samsung nennt das Skalenspektrum ausdrücklich auf der Produktseite: A (höchste Effizienz) bis G
Schwächen
– Schleuderwirkungsklasse nur B — die Sparsamkeit gilt fürs Waschen, nicht fürs Trocknen
– Mit 3:48 Stunden die längste Eco-40-60-Dauer im Feld, gemeinsam mit drei weiteren Geräten
Klasse A beim Strom UND Klasse A beim Schleudern — die Kombination schafft im Feld sonst niemand. Die 42 kWh je 100 Läufen liegen dafür über dem sparsamsten Gerät.
Stärken
+ Energieeffizienzklasse A
+ Schleuderwirkungsklasse A — einziges Gerät mit A in beidem
+ 44 Liter Wasser je Lauf
Schwächen
– 42 kWh je 100 Läufe — mehr als der sparsamste im Feld
Die sparsamste Maschine beim Wasser und die leiseste beim Schleudern: 40 Liter je Lauf und 69 dB(A) sind die besten Werte im Feld, beides aus dem EU-Register. Dafür gehört die Trommel mit 8 kg zu den kleinsten hier — wer für vier Personen wäscht, greift eine Nummer größer.
Stärken
+ Energieeffizienzklasse A auf der Skala A bis G
+ 40 Liter Wasser je Lauf — der niedrigste Wert in diesem Vergleich
+ 69 dB(A) beim Schleudern — der leiseste Wert in diesem Vergleich, Geräuschklasse A
+ 38 kWh je 100 Eco-Läufe
Schwächen
– Schleuderwirkungsklasse B
– 8 kg Nennkapazität — die kleinste Trommelgröße in diesem Vergleich (wie bei Candy und AEG)
Der Stromverbrauch ist das Argument: 35 kWh je 100 Läufe bei 10 kg Trommel unterbieten hier nur zwei Maschinen, beide mit kleinerer Trommel (9 kg). Der Preis dafür steht in derselben Registerzeile — 52 Liter Wasser je Lauf sind der höchste Wert im Feld.
Stärken
+ 10 kg Nennkapazität
+ 35 kWh je 100 Eco-Läufe — und das bei 10 kg Füllmenge
+ Energieeffizienzklasse A auf der Skala A bis G
Schwächen
– 52 Liter Wasser je Lauf — der höchste Wert in diesem Vergleich
Das mittlere Samsung-Modell im Vergleich: Klasse A bei 44 kWh je 100 Zyklen, 50 Litern Wasser und 72 dB(A) im Schleudergang, dazu die Luftschallemissionsklasse A. Damit liegt es beim Strom rund doppelt so hoch wie das Bespoke-AI-Schwestermodell und trotzdem deutlich unter den beiden günstigeren Geräten des Felds. Beim Schleudern reicht es wie fast alle hier nur zu Klasse B; die Eco-40-60-Dauer nennt Samsung mit 3:48 Stunden, einen Preis nennt die Seite nicht.
Stärken
+ 44 kWh je 100 Zyklen bei Klasse A — solider Mittelwert im Feld
+ Luftschallemissionsklasse A und 72 dB(A) beim Schleudern
+ Samsung beziffert auf der Produktseite alle sechs Label-Werte vollständig
Schwächen
– Schleuderwirkungsklasse B — Restfeuchte höher als beim besten Gerät im Vergleich
– 50 l Wasser je Zyklus: gemeinsam mit dem Bespoke-AI-Modell der höchste Wert im Feld
Sparsam beim Wasser (43 Liter), aber nicht beim Strom: 47 kWh je 100 Läufe sind für Klasse A ein hoher Wert, und mit 74 dB(A) gehört sie zu den lauteren Maschinen im Feld.
Stärken
+ Energieeffizienzklasse A auf der Skala A bis G
+ 43 Liter Wasser je Lauf — nach Haier der zweitniedrigste Wert hier
Schwächen
– 47 kWh je 100 Eco-Läufe — im hinteren Drittel dieses Vergleichs
Die kleinste Maschine des Vergleichs und die einzige unterbaufähige: 8 Kilogramm Nennkapazität, 82 cm Höhe und 54 cm Tiefe bei 60 cm Breite, damit passt sie unter eine Arbeitsplatte. Mit 44 Litern je Zyklus verbraucht sie das wenigste Wasser im Feld, mit 47 kWh je 100 Zyklen liegt sie in der Klasse A im hinteren Mittelfeld — bezogen auf die kleinere Trommel ist das ein schwächerer Wert, als die absolute Zahl vermuten lässt. Laut mit 75 dB(A), Luftschallemissionsklasse B, Eco-40-60-Dauer 3:38 Stunden.
Stärken
+ 44 l Wasser je Zyklus — niedrigster Wasserverbrauch im Vergleich
+ Unterbaufähig mit 82 cm Höhe und 54 cm Tiefe: passt dort, wo eine Standardmaschine nicht hinpasst
+ Klasse A trotz Einstiegs-Segment
Schwächen
– 47 kWh je 100 Zyklen bei nur 8 kg Nennkapazität — je Kilogramm Wäsche der schwächste A-Wert im Feld
– 75 dB(A) beim Schleudern, Luftschallemissionsklasse B
Das einzige Gerät im Vergleich mit Schleuderwirkungsklasse A — LG gibt die Restfeuchte mit 53 Prozent an, gegenüber 53,9 Prozent beim eigenen 11-Kilo-Modell, das damit nur Klasse B erreicht. Wer die Wäsche in den Trockner gibt, spart hier an einer Stelle, die auf keiner Verpackung groß beworben wird. Bezahlt wird das beim Strom: 63 kWh je 100 Zyklen sind der höchste Wert unter den A-Geräten des Felds, die Eco-40-60-Dauer gibt LG mit 3:38 Stunden an.
Stärken
+ Einziges Gerät im Vergleich mit Schleuderwirkungsklasse A (53 % Restfeuchte laut Hersteller)
+ 71 dB(A) beim Schleudern, Luftschallemissionsklasse A — gemeinsam mit dem 11-Kilo-LG der leiseste Wert
+ LG nennt die Programmdauer für volle, halbe und viertel Beladung getrennt
Schwächen
– 63 kWh je 100 Zyklen — höchster Stromverbrauch unter den Geräten der Klasse A
– 48 l Wasser je Zyklus liegen über dem Wert der beiden günstigeren Maschinen im Feld
Das einzige Gerät im Vergleich, das nicht die Energieeffizienzklasse A erreicht: Hoover gibt Klasse B an, dazu 57 kWh je 100 Zyklen bei 9 Kilogramm Nennkapazität. Es zeigt damit, wofür die Skala überhaupt da ist — die Klassen sind nicht Dekoration, sondern trennen dieses Gerät um mehr als das Doppelte vom sparsamsten Modell des Felds. Mit 79 dB(A) und Luftschallemissionsklasse C ist es außerdem das lauteste hier; die Eco-40-60-Dauer beträgt laut Hersteller 3:48 Stunden.
Stärken
+ 46 l Wasser je Zyklus — trotz Klasse B einer der niedrigsten Wasserwerte im Feld
+ 9 kg Nennkapazität in der Einstiegsklasse, freistehend mit 60 cm Breite und 54 cm Tiefe
+ Hoover veröffentlicht alle Label-Werte vollständig auf der Produktseite, inklusive Prüfnorm EN 60704-3 für den Geräuschwert
Schwächen
– Energieeffizienzklasse B und 57 kWh je 100 Zyklen — höchster Stromverbrauch im Vergleich
– 79 dB(A) beim Schleudern, Luftschallemissionsklasse C: das lauteste Gerät im Feld
Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.
Energieeffizienzklasse immer mit der Skala lesen
Worauf achten: Auf dem Label steht die Klasse zusammen mit dem Spektrum A bis G. Steht in einer Anzeige „A+++“, stammt sie aus der alten Skala vor März 2021 und beschreibt kein heute verkauftes Gerät.
Warum: Die Skala wurde 2021 bewusst zurückgesetzt, damit oben wieder Luft ist: Ein heutiges A ist strenger als das frühere A+++. Wer beide Angaben nebeneinander sieht und für vergleichbar hält, kauft die schlechtere Maschine mit dem längeren Namen.
„A -30 %“ oder „A -55 %“ ist keine Klasse
Worauf achten: Solche Angaben stehen nie auf dem Energielabel, sondern in der Werbung daneben — und meist mit Sternchen, das auf den Energieeffizienzindex verweist.
Warum: Es ist eine Herstellerrechnung: Der Index liegt um den genannten Prozentsatz unter dem Grenzwert der Klasse A. Nachprüfen lässt sich das nur über die absolute Zahl kWh je 100 Zyklen — die steht auf dem Label und ist die einzige Angabe, die zwei Werbeversprechen vergleichbar macht.
Kilowattstunden immer neben die Nennkapazität legen
Worauf achten: Auf dem Label stehen beide Werte: der gewichtete Verbrauch je 100 Waschzyklen und die Nennkapazität in Kilogramm.
Warum: Die Klasse normiert auf die Trommelgröße, die kWh-Zahl nicht. Im Vergleichsfeld braucht eine 8-Kilo-Maschine 47 kWh und eine 11-Kilo-Maschine 31 kWh — je Kilogramm Wäsche liegen dazwischen Welten, in der absoluten Zahl kaum die halbe Klasse.
Worauf achten: Der Buchstabe der Schleuderwirkungsklasse steht auf dem Label, die U/min-Zahl nicht. Im Datenblatt findet sich zusätzlich die Restfeuchte in Prozent.
Warum: Die Drehzahl beschreibt, was der Motor tut, die Klasse, was in der Wäsche ankommt. Beide LG-Geräte im Vergleich liegen bei rund 1.350 bis 1.400 U/min und landen trotzdem in verschiedenen Klassen — Trommelgeometrie und Schleuderverlauf entscheiden mit, nicht die Zahl auf der Front.
Geräuschwert und Geräuschklasse zusammen prüfen
Worauf achten: Das Label nennt die Luftschallemissionen in dB(A) beim Schleudern und dazu eine eigene Buchstabenklasse — im Vergleichsfeld kommen A, B und C vor. Sie ist nicht dieselbe Skala wie die Energieklasse.
Warum: Nur so wird ein Wert einordbar: 75 dB(A) klingen für sich harmlos, entsprechen hier aber bereits Klasse B. Und weil der Wert für den Schleudergang gilt, beschreibt er den lautesten Moment — wer in einer Mietwohnung abends wäscht, sollte genau diesen und keinen Durchschnittswert vergleichen.
Vor dem Kauf die EPREL-Datenbank über den QR-Code prüfen
Worauf achten: Jedes Energielabel trägt einen QR-Code, der zum Eintrag des Modells in der EU-Produktdatenbank EPREL führt; dort liegen dieselben Werte in amtlicher Fassung.
Warum: Damit lässt sich prüfen, ob ein Händler-Listing die Werte korrekt übernommen hat — und ob das angebotene Modell überhaupt registriert ist. Für den Vergleich zweier Geräte ist das die einzige Quelle, die nicht vom Hersteller-Marketing formuliert wurde.
Ratgeber zum Thema
Waschmaschine kaufen: welche Angaben wirklich zählen
Die entscheidenden Zahlen einer Waschmaschine stehen seit dem 1. März 2021 verbindlich auf dem EU-Energielabel: Stromverbrauch je 100 Waschzyklen im Programm Eco 40-60, Wasserverbrauch je Zyklus, Schleuderwirkungsklasse und Geräusch beim Schleudern. Die beworbene Umdrehungszahl steht dort nicht — sie beschreibt den Aufwand, nicht das Ergebnis.
Was bedeutet die Energieeffizienzklasse A bei einer Waschmaschine?
Seit dem 1. März 2021 gilt für Waschmaschinen die Skala A bis G nach der Verordnung (EU) 2019/2014; die früheren Stufen A+, A++ und A+++ sind entfallen. Die Klasse beruht auf dem Energieeffizienzindex des Programms Eco 40-60 und ist auf die Nennkapazität bezogen, vergleicht also gleich große Trommeln miteinander. A ist heute die strengste Stufe und entsprechend selten — im Vergleichsfeld erreichen zehn von elf Geräten sie, eines liegt bei B.
Warum dauert das Eco-40-60-Programm drei bis vier Stunden?
Weil genau das der Trick ist: Das Programm heizt weniger und wäscht dafür länger, denn Heizen kostet den größten Teil des Stroms. Alle elf Geräte dieses Vergleichs liegen zwischen 3:25 und 3:59 Stunden bei voller Beladung. Wer stattdessen dauerhaft Kurzprogramme fährt, gibt den Effizienzvorteil zurück, für den er beim Kauf bezahlt hat — und misst sein Gerät an Werten, die es in diesem Betrieb nie erreicht.
Was heißt „A -30 %“ oder „A -55 %“ auf einer Waschmaschine?
Das ist keine Energieeffizienzklasse, sondern eine Herstellerangabe: Der Energieeffizienzindex des Geräts liegt um diesen Prozentsatz unter dem Grenzwert, ab dem die Klasse A beginnt. Auf dem Energielabel selbst steht in diesen Fällen schlicht A. Nachvollziehbar wird die Aussage nur über den absoluten Verbrauch in kWh je 100 Zyklen — im Vergleich reicht der von 22 bis 63 kWh, obwohl zehn der elf Geräte dieselbe Klasse A tragen.
Ist eine hohe Schleuderdrehzahl wichtig?
Weniger, als die Werbung nahelegt. Auf dem Energielabel steht nicht die Drehzahl, sondern die Schleuderwirkungsklasse — sie beschreibt die Restfeuchte, die tatsächlich in der Wäsche bleibt. In diesem Vergleich liegen beide LG-Modelle bei rund 1.350 bis 1.400 U/min, erreichen aber unterschiedliche Klassen — die Restfeuchte unterscheidet sich laut Hersteller um weniger als einen Prozentpunkt (53,0 gegen 53,9 Prozent), und genau daran hängt der Buchstabe. Wichtig ist die Klasse vor allem für Haushalte mit Trockner: Je nasser die Wäsche, desto länger läuft der Trockner und desto höher ist der Gesamtstromverbrauch.
Wie viel Strom kostet eine Waschmaschine im Jahr?
Aus den Label-Werten lässt sich das überschlagen: Bei 150 Waschgängen im Jahr und einem Strompreis von 0,35 Euro je Kilowattstunde kommt das sparsamste Gerät dieses Vergleichs (22 kWh je 100 Zyklen) auf rund 12 Euro, das durstigste (63 kWh) auf rund 33 Euro. Das ist unsere eigene Überschlagsrechnung aus Herstellerangaben, kein Messwert. Wer daraus einen Aufpreis rechtfertigen will, sollte ehrlich nachrechnen: 21 Euro Unterschied im Jahr sind in zehn Jahren gut 200 Euro.
8, 9, 10 oder 11 Kilogramm — welche Größe brauche ich?
Die Nennkapazität ist die Bezugsgröße aller Label-Werte, und sie gilt für die volle Trommel. Eine große Maschine spart nur dann, wenn sie auch voll wird; halb beladen verschenkt sie ihren Vorteil, selbst wenn eine Mengenautomatik gegensteuert. Statt einer Faustformel je Person hilft ein ehrlicher Blick auf die eigene Wäsche: Wer die Trommel regelmäßig voll bekommt, spart mit der größeren Maschine Waschgänge, Strom und Zeit; wer meist halbe Ladungen wäscht, kauft mit jedem zusätzlichen Kilogramm Trommelvolumen einen Vorteil, den er nie abruft — auch wenn eine Mengenautomatik gegensteuert.
Wie laut ist eine Waschmaschine wirklich?
Der Wert auf dem Label gilt für den Schleudergang, also den lautesten Moment. Im Vergleichsfeld reicht er von 69 bis 79 dB(A), dazu kommt eine eigene Geräuschklasse (hier A, B und C). Zehn Dezibel Unterschied sind deutlich: Als Faustregel der Akustik gilt eine Zunahme um zehn Dezibel als etwa doppelt so laut empfunden. Für Wohnungen mit Hellhörigkeit oder eine offene Küche ist das der Wert, auf den es ankommt — nicht die Angabe zum Waschen, die viele Hersteller zusätzlich nennen.
Warum steht in diesem Vergleich bei keinem Gerät ein Preis?
Weil kein Hersteller auf seiner Produktseite einen nennt und das EU-Register EPREL keine Preise führt — bei den Herstellern laden die Preisangaben erst im Shop-Bereich oder gar nicht. Wir tragen lieber nichts ein als einen Marktpreis, der in zwei Wochen falsch ist; alle Herstellerlinks in der Tabelle führen zum jeweils aktuellen Stand. Das hat eine Konsequenz, die wir offenlegen: In dieser Kategorie können wir kein Preis-Leistungs-Urteil rechnen, sondern nur Datenblattwerte gegeneinanderstellen.
Wie dieser Vergleich entstanden ist
Für die Kategorie Waschmaschinen haben wir 11 Produkte über 6 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Energieeffizienzklasse (Skala A bis G) mit 25 von 100 Punkten, auf Preisangaben haben wir mangels belastbarer Daten verzichtet. Im Labor getestet haben wir nichts, und jeder einzelne Wert trägt eine nachprüfbare Quelle. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →
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