Dunstabzugshauben tragen als eines der letzten Küchengeräte noch das alte Energielabel mit den Plus-Klassen: Die Skala reicht von A+++ bis D, und A ist hier nicht die Spitze, sondern die vierte Stufe von oben.
Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten
Wer das übersieht, hält ein A-Gerät für sparsam, obwohl drei Klassen darüber liegen. Wir vergleichen ausschließlich Werte, die der Hersteller vor dem Verkauf im EU-Produktregister EPREL hinterlegen musste — Energieklasse, Jahresverbrauch, Fettabscheidegrad, Fluiddynamik, Geräusch, Luftleistung und Beleuchtung. Selbst gemessen haben wir nichts. Zwei Dinge fallen dabei sofort auf: Der sparsamste Jahresverbrauch im Feld liegt bei 8,8 kWh, der höchste bei 24,8 — fast das Dreifache, alle in derselben Bestklasse A+++. Und der günstigste Kandidat erkauft sich seine Sparsamkeit mit der schlechtesten Fettabscheidung des Vergleichs, was in einer Küche mehr zählt als ein paar Kilowattstunden.
Die kurze Antwort
Miele DAS 4920
8,5von 10 · Platz 1 von 8
Das einzige Gerät im Feld, das Bestklasse A+++ mit dem besten Fettabscheidegrad A verbindet — genau die Kombination, auf die es in einer Küche ankommt, in der wirklich gebraten wird.
Nicht für jeden der richtige. Knapp dahinter liegt AEG DBK8990HG mit 7,9 von 10 Punkten. Welches Kriterium für Dich zählt, klärt der Kaufberater weiter unten.
Anzeige: Die Kauflinks sind Partnerlinks. An der Reihenfolge und am Ergebnis der Rechnung ändern sie nichts — wie wir damit umgehen.
Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.Die Produktspalte bleibt beim seitlichen Scrollen stehen.
Dunstabzugshauben: 8 Produkte, bewertet über 7 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
Produkt
Scorevon 10
Energieeffizienzklasse (Skala A+++ bis D)Gewicht 24/100
Stromverbrauch im Jahrin kWhGewicht 20/100
Fettabscheidegrad (Klasse A bis E)Gewicht 18/100
Fluiddynamische Effizienz (Klasse A bis E)Gewicht 12/100
Geräuschentwicklung auf höchster Stufein dB(A)Gewicht 12/100
Maximale Luftleistungin m³/hGewicht 10/100
Beleuchtungseffizienz (Klasse A bis E)Gewicht 4/100
„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. Wie wir rechnen →
Die Kilowattstunden oben sagen wenig, solange sie nicht in Euro stehen. Über zehn Jahre ist der Unterschied zwischen zwei Geräten oft größer als beim Kaufpreis. Betriebskosten für Dunstabzugshauben ausrechnen →
Worauf kommt es Dir an?
Der Gesamtscore gewichtet 7 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.
Mir ist Stromverbrauch im Jahr am wichtigsten→Klarstein 100474518,8 kWh · Gesamt 6,7/10
Mir ist Fettabscheidegrad am wichtigsten→Miele DAS 4920A · Gesamt 8,5/10
Mir ist Geräuschentwicklung auf höchster Stufe am wichtigsten→Miele DA 9299 W Screen53 dB(A) · Gesamt 7,8/10
Mir ist Maximale Luftleistung am wichtigsten→AEG DBK8990HG500 m³/h · Gesamt 7,9/10
Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.
Das Ergebnis in vier Sätzen
◆Stand September 2026 ist Miele DAS 4920 der Vergleichssieger unter 8 verglichenen Produkten der Kategorie Dunstabzugshauben — mit 8,5 von 10 Punkten aus 7 gewichteten Kriterien.
◆Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Energieeffizienzklasse (Skala A+++ bis D) mit 24 von 100 Gewichtspunkten: Die Klasse ist der einzige Wert an einer Haube, der nach einer für alle Hersteller verbindlichen Methode ermittelt und vor dem Verkauf amtlich registriert wird — sie ist damit die einzige zwischen Marken wirklich vergleichbare Angabe. Beim Lesen kommt es auf die Skala an: Dunstabzugshauben tragen noch das alte Label von A+++ bis D. Ein A ist hier also die vierte Stufe, nicht die beste, und liegt gut zwei Klassen unter dem, was heute üblich ist. Wer nur auf den Buchstaben schaut und die Pluszeichen übersieht, kauft ein Gerät, das im Betrieb das Doppelte zieht.
◆Für 1 der 8 Produkte fehlt mindestens eine Herstellerangabe (insgesamt 1 Wert); fehlende Werte gehen neutral mit 5,0 in die Rechnung ein und stehen in der Tabelle sichtbar als „k. A.“.
◆Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.
Warum unser Rechensieger nicht Ihr Sieger sein muss
→Unsere Rechnung gewichtet Energieklasse und Verbrauch mit 44 Prozent. Wer in einer offenen Wohnküche kocht, sollte das Geräusch höher gewichten — dann verschiebt sich die Reihenfolge deutlich, und die leiseste Haube im Feld rückt nach vorn.
→Der sparsamste Kandidat spart, indem er weniger leistet: geringste Luftleistung und schlechtester Fettabscheidegrad im Feld. Eine niedrige Kilowattstundenzahl allein ist kein Qualitätsmerkmal.
→Drei Geräte im Vergleich stammen erkennbar aus derselben Konstruktion und tragen identische Registerwerte. Wer hier den Preis vergleicht statt die Marke, bekommt dieselbe Technik günstiger.
→Wir bewerten ausschließlich, was im EU-Register steht. Verarbeitung, Bedienung, Ersatzteilversorgung und wie gut die Beleuchtung das Kochfeld wirklich ausleuchtet, fließen nicht ein — das lässt sich aus Dokumenten nicht ablesen.
→Vor jeder Kaufentscheidung steht die Bauform, nicht die Punktzahl: Wer eine Kochinsel hat, kann eine Wandhaube nicht montieren, und wer keine Maueröffnung herstellen darf, kommt an Umluft nicht vorbei.
https://eprel.ec.europa.eu/screen/home
So haben wir gewichtet — alle 7 Kriterien mit Begründung›
Kriterium
Gewicht
Messung
Warum kaufentscheidend
Energieeffizienzklasse (Skala A+++ bis D)
24/100
A+++ = 10 · A++ = 8 · A+ = 6 · A = 4 · B = 2.5 · C = 1 · D = 0 Punkte
Die Klasse ist der einzige Wert an einer Haube, der nach einer für alle Hersteller verbindlichen Methode ermittelt und vor dem Verkauf amtlich registriert wird — sie ist damit die einzige zwischen Marken wirklich vergleichbare Angabe. Beim Lesen kommt es auf die Skala an: Dunstabzugshauben tragen noch das alte Label von A+++ bis D. Ein A ist hier also die vierte Stufe, nicht die beste, und liegt gut zwei Klassen unter dem, was heute üblich ist. Wer nur auf den Buchstaben schaut und die Pluszeichen übersieht, kauft ein Gerät, das im Betrieb das Doppelte zieht.
Stromverbrauch im Jahr
20/100
Skala 8–90 kWh, weniger ist besser
Die Klasse fasst zusammen, dieser Wert beziffert. Er beruht auf einer genormten Annahme zur Nutzungsdauer und ist die Zahl, aus der sich die Stromkosten direkt ausrechnen lassen — anders als bei der Klasse sieht man hier auch Unterschiede innerhalb derselben Stufe. In unserem Feld liegen zwischen sparsamstem und durstigstem Gerät 8,8 und 24,8 kWh im Jahr, obwohl beide A+++ tragen. In Geld sind das bei 35 Cent je Kilowattstunde rund fünf Euro Unterschied pro Jahr: spürbar über die Lebensdauer, aber kein Grund, dafür eine schlechtere Fettabscheidung in Kauf zu nehmen.
Fettabscheidegrad (Klasse A bis E)
18/100
A = 10 · B = 7.5 · C = 5 · D = 2.5 · E = 0 Punkte
Der Wert, den die meisten Käufer übersehen und der im Alltag am meisten entscheidet: Er sagt, welcher Anteil des Fetts im Filter hängen bleibt statt sich auf Schränken, Fliesen und Decke niederzuschlagen. Eine Haube mit Klasse E lässt einen erheblichen Teil durch — das sieht man nach einem Jahr an den Oberschränken und riecht es in Textilien. Wer viel brät, sollte diesen Wert über den Stromverbrauch stellen: Eine gesparte Kilowattstunde kostet Cent, eine neu zu streichende Küchendecke deutlich mehr.
Fluiddynamische Effizienz (Klasse A bis E)
12/100
A = 10 · B = 7.5 · C = 5 · D = 2.5 · E = 0 Punkte
Beziffert, wie viel Luft die Haube je eingesetzter Watt bewegt — also wie gut Gebläse und Luftführung konstruiert sind. Eine schlechte Fluiddynamik heißt: Um dieselbe Menge Kochdunst abzuführen, muss das Gerät lauter und stromhungriger arbeiten. Der Wert erklärt damit, warum zwei Hauben mit gleicher Luftleistung völlig unterschiedlich laut sein können, und er ist der eigentliche Grund hinter einer guten Energieklasse.
Geräuschentwicklung auf höchster Stufe
12/100
Skala 45–75 dB(A), weniger ist besser
Der registrierte Wert gilt für die höchste normale Stufe — genau die, die man beim Anbraten braucht. Dezibel sind logarithmisch: 68 dB(A) werden ungefähr doppelt so laut empfunden wie 58. In einer offenen Küche, in der nebenan jemand fernsieht oder Hausaufgaben macht, ist das der Unterschied zwischen „läuft mit“ und „macht Unterhaltung unmöglich“. Wer eine Kochinsel im Wohnraum hat, sollte diesen Wert deutlich höher gewichten, als wir es hier tun.
Maximale Luftleistung
10/100
Skala 250–750 m³/h, mehr ist besser
Sagt, wie viel Luft die Haube in einer Stunde bewegen kann. Als Faustregel gilt Raumvolumen mal sechs bis zwölf — eine 20-Quadratmeter-Küche mit 2,50 Meter Höhe braucht also grob 300 bis 600 m³/h. Mehr ist nicht automatisch besser: Eine überdimensionierte Haube läuft auf niedriger Stufe und nutzt ihre Effizienz nie aus, und in luftdichten Neubauten kann starker Abzug zusammen mit einer Feuerstätte gefährlich werden. Deshalb steht dieser Wert bei uns bewusst nicht oben.
Beleuchtungseffizienz (Klasse A bis E)
4/100
A = 10 · B = 7.5 · C = 5 · D = 2.5 · E = 0 Punkte
Beziffert, wie viel Licht die Haube je Watt auf das Kochfeld bringt. Das Gewicht ist bewusst niedrig: Die Unterschiede sind in Euro betrachtet winzig, und wie gut das Licht wirklich ist, hängt mehr von Anordnung und Farbtemperatur ab als von der Klasse. Sie steht trotzdem in der Tabelle, weil zwei Hersteller im Feld hier gar keine Angabe machen — und eine fehlende Pflichtangabe ist eine Information über den Hersteller.
Die 7 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Dunstabzugshauben redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →
Bauformen — und was jede kostet
Die Bauform entscheidet vor allen Zahlen, welche Geräte überhaupt infrage kommen: Wer eine Kochinsel hat, kann keine Wandhaube montieren, und wer keine Maueröffnung herstellen darf, kommt an Umluft nicht vorbei. Jede Bauform hat einen echten Nachteil — und der steht selten im Prospekt.
Variante
Typisch gewählt für
Einordnung
Wand- und Kaminhaube
Der Normalfall: Kochfeld an der Wand, größte Auswahl, meist bestes Verhältnis von Leistung zu Preis
Sie hängt waagerecht über dem Kochfeld und fängt aufsteigenden Dunst deshalb gut ein. Der Preis dafür ist die Kopffreiheit: Wer sich über einen Topf beugt, stößt an. Genau daraus ist die Kopffreihaube entstanden.
Kopffreihaube
Wer täglich am Herd steht und sich viel über die Töpfe beugt
Die schräg angestellte Front fängt den Dunst vor dem Gesicht ab, statt darüber. Weil sie den Kochdunst nicht senkrecht abzieht, braucht sie für dieselbe Wirkung mehr Luftleistung — bei gleicher Leistungsangabe arbeitet sie also näher an ihrer Grenze.
Inselhaube
Kochinsel im Raum, oft zugleich ein Gestaltungselement
Ohne umgebende Wände entweicht der Dunst seitlich, bevor die Haube ihn erfasst. Sie muss deshalb deutlich stärker ausgelegt sein und ist in derselben Wirkungsklasse teurer und lauter als eine Wandhaube. Im Vergleichsfeld sieht man das an der Inselvariante, die bei identischer Leistung mehr Strom im Jahr braucht.
Muldenlüftung (Downdraft)
Offene Wohnküchen, in denen keine Haube im Sichtfeld hängen soll
Zieht den Dunst direkt am Kochfeld nach unten ab. Sie braucht erheblichen Platz im Unterschrank und trägt kein vergleichbares Energielabel — nach unserer Methode lässt sie sich deshalb nicht mit den Geräten dieser Tabelle vergleichen. Das ist keine Wertung, sondern eine Grenze unseres Verfahrens.
Umluft statt Abluft
Mietwohnungen und Neubauten, in denen keine Maueröffnung möglich ist
Die Luft wird über einen Aktivkohlefilter gereinigt und in den Raum zurückgeführt. Feuchtigkeit und Wärme bleiben damit in der Küche, und der Filter ist ein Verbrauchsteil mit laufenden Kosten. Wichtig beim Lesen der Tabelle: Das Energielabel gilt für den Abluftbetrieb.
Erst die Bauform klären, dann die Zahlen vergleichen. Eine Haube mit der besten Punktzahl nützt nichts, wenn sie über der Kochinsel nicht montiert werden kann.
Einordnungswerte
Zur Einordnung der Tabellenwerte — was die Registerzahlen dieser acht Geräte im Alltag bedeuten. Was wir selbst gerechnet haben, ist als eigene Rechnung gekennzeichnet und beruht auf offengelegten Annahmen.
Spanne beim Jahresverbrauch im Vergleichsfeld
8,8 bis 24,8 kWh im Jahr
Registrierte Herstellerangaben. Bemerkenswert daran: Beide Endpunkte tragen dieselbe Bestklasse A+++. Die Klasse allein sagt also nicht, wie viel ein Gerät wirklich zieht.
Stromkosten im Jahr (eigene Rechnung)
ca. 3 bis 9 Euro
Eigene Rechnung: Jahresverbrauch laut Register mal 0,35 Euro je Kilowattstunde. Über 15 Jahre Lebensdauer sind das grob 45 bis 130 Euro Unterschied — spürbar, aber kein Grund, dafür eine schlechtere Fettabscheidung zu kaufen.
Lautstärke zwischen leisestem und lautestem Gerät
53 gegen 68 dB(A)
Jeweils auf höchster Stufe, also der Stufe, die man beim Anbraten braucht. Weil die Dezibelskala logarithmisch ist, werden 15 Dezibel Unterschied ungefähr als dreifache Lautstärke empfunden.
Nötige Luftleistung für eine mittlere Küche
etwa 300 bis 600 m³/h
Eigene Rechnung nach der üblichen Faustformel Raumvolumen mal sechs bis zwölf: 20 m² Grundfläche bei 2,50 m Höhe ergeben 50 m³ Raumvolumen. Sechs der acht Geräte im Feld liegen in dieser Spanne.
Quelle: https://eprel.ec.europa.eu/screen/home
Die Produkte im Detail
Platz 1Vergleichssieger
Miele DAS 4920
8,5von 10 Punkten
Das einzige Gerät im Feld, das Bestklasse A+++ mit dem besten Fettabscheidegrad A verbindet — genau die Kombination, auf die es in einer Küche ankommt, in der wirklich gebraten wird. Dafür ist die Luftleistung mit 401 m³/h nicht die höchste hier, und einen Circa-Preis führen wir nicht, weil er sich täglich ändert.
Stärken
+ Fettabscheidegrad A — als einziges Gerät im Vergleich
+ Energieklasse A+++ bei 22,9 kWh im Jahr
+ Fluiddynamik A und Beleuchtung A: alle drei Nebenklassen auf Bestwert
Schwächen
– 401 m³/h Luftleistung — für große offene Küchen knapp bemessen
– 55 dB(A) sind solide, aber zwei Geräte hier sind leiser
Die stärkste Haube im Feld: 500 m³/h bei Bestklasse A+++ und 54 dB(A) — Leistung und Lautstärke gehen hier nicht auf Kosten des Verbrauchs. Der Fettabscheidegrad C ist die Schwachstelle, und wie bei allen Geräten hier führen wir keinen Circa-Preis.
Stärken
+ 500 m³/h — höchste Luftleistung im Vergleich
+ Energieklasse A+++ bei nur 21,3 kWh im Jahr
+ 54 dB(A) trotz der hohen Leistung
Schwächen
– Fettabscheidegrad C
– Wandhaube mit 90 cm — passt nur über entsprechend breite Kochfelder
Die Inselvariante derselben Baureihe: gleiche 500 m³/h, gleiche 54 dB(A), Bestklasse A+++ — nur der Jahresverbrauch liegt mit 23,6 kWh etwas höher, was bei einer frei hängenden Haube plausibel ist. Für eine Kochinsel die naheliegende Wahl in diesem Feld.
Stärken
+ 500 m³/h Luftleistung, ausgelegt für die frei hängende Montage
+ Energieklasse A+++, Fluiddynamik A, Beleuchtung A
+ 54 dB(A) auf höchster Stufe
Schwächen
– 23,6 kWh im Jahr — höher als die Wandvariante derselben Reihe
Die leiseste Haube im Vergleich: 53 dB(A) auf höchster Stufe, und das bei Bestklasse A+++ und dem zweitniedrigsten Jahresverbrauch der Premiumgeräte. Der Fettabscheidegrad C ist der Preis dafür — wer viel und scharf anbrät, ist mit der DAS 4920 besser bedient.
Stärken
+ 53 dB(A) — leisestes Gerät im Vergleichsfeld
+ Energieklasse A+++ bei 21,3 kWh im Jahr
+ Fluiddynamik A und Beleuchtung A
Schwächen
– Fettabscheidegrad nur C — in einer Bratküche der falsche Kompromiss
– 418 m³/h reichen für eine mittlere Küche, nicht für einen großen offenen Raum
Der niedrigste Jahresverbrauch unter den leistungsstarken Geräten: 13,2 kWh bei 471 m³/h und Bestklasse A+++. Der Haken steht in derselben Zeile — 68 dB(A) sind der lauteste Wert im Vergleich, und zur Beleuchtungseffizienz macht der Hersteller im Register keine Angabe.
Stärken
+ 13,2 kWh im Jahr — deutlich sparsamer als alle Markengeräte hier
+ 471 m³/h bei Energieklasse A+++
+ Fettabscheidegrad B
Schwächen
– 68 dB(A) — lauteste Haube im Vergleich, in offenen Küchen kaum erträglich
– Keine Angabe zur Beleuchtungseffizienz im Register
Ohne belegte Angabe (1): Beleuchtungseffizienz (Klasse A bis E) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.
Beleuchtungseffizienz (Klasse A bis E): keine belegte Quelle — Wert als „k. A.“ geführt
Platz 6
Bosch DWB97DN60
7,5von 10 Punkten
Solide Kaminhaube in 90 cm mit Klasse A++ und dem besten Geräuschwert der Mittelklasse. Wichtig zu wissen: Die baugleiche Siemens LC97BDN60 und die Neff D67BDN2S0B tragen im Register exakt dieselben Werte — hier entscheidet Optik und Preis, nicht die Technik.
Stärken
+ Fettabscheidegrad B — besser als alle A+++-Geräte im Feld außer der Miele DAS 4920
+ Fluiddynamik A und Beleuchtung A
+ 56 dB(A) auf höchster Stufe
Schwächen
– Energieklasse A++ statt A+++ und 24,5 kWh im Jahr — der höchste Verbrauch hier
– 399 m³/h — die geringste Luftleistung der Markengeräte im Vergleich
Die 60-Zentimeter-Variante derselben Konstruktion wie die Bosch — im Register mit identischen Werten hinterlegt. Sie steht hier, weil viele Küchen nur 60 cm Kochfeldbreite haben und die Entscheidung dann nicht zwischen Marken, sondern zwischen Breiten fällt.
Stärken
+ Passt über 60-cm-Kochfelder, wo die 90er-Hauben nicht infrage kommen
+ Fettabscheidegrad B, Fluiddynamik A, Beleuchtung A
Der sparsamste Kandidat im ganzen Feld — 8,8 kWh im Jahr, weniger als ein Drittel der Markengeräte, bei Bestklasse A+++. Diese Zahl ist aber die halbe Wahrheit: Der Fettabscheidegrad E ist der schlechteste im Vergleich, und 338 m³/h sind die geringste Luftleistung. Das Gerät spart Strom, indem es weniger tut.
Stärken
+ 8,8 kWh im Jahr — sparsamstes Gerät im Vergleich
+ Energieklasse A+++ und Fluiddynamik A
+ 58 dB(A) trotz kompakter Bauweise
Schwächen
– Fettabscheidegrad E — der schlechteste Wert im Feld; ein erheblicher Teil des Fetts landet in der Küche statt im Filter
– 338 m³/h — reicht nur für kleine, geschlossene Küchen
Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.
Die Pluszeichen auf dem Label mitlesen
Worauf achten: Dunstabzugshauben tragen als eine der letzten Gerätearten noch die alte Skala von A+++ bis D. Auf dem Label steht die Klasse zusammen mit diesem Spektrum.
Warum: Ein beworbenes „Energieklasse A“ ist hier die vierte Stufe von oben, nicht die erste — es liegt drei Klassen unter A+++. Wer nur den Buchstaben liest und die Pluszeichen überliest, kauft ein Gerät, das im Betrieb ungefähr das Doppelte zieht. Bei Waschmaschinen oder Kühlgeräten wäre dasselbe A dagegen die Spitze; die Klassen verschiedener Gerätearten sind nicht vergleichbar.
Fettabscheidegrad suchen, nicht nur die Energieklasse
Worauf achten: Auf dem Energielabel steht er als eigene Klasse von A bis E, meist rechts unten. In der Produktwerbung taucht er praktisch nie auf.
Warum: Er sagt, welcher Anteil des Fetts im Filter hängen bleibt statt sich auf Schränken, Fliesen und Textilien niederzuschlagen. Das ist der Wert, den man in der Küche am längsten spürt — und im Vergleichsfeld liegen zwischen bestem und schlechtestem Gerät vier Klassen. Wer viel brät, sollte ihn über den Stromverbrauch stellen: Eine gesparte Kilowattstunde kostet Cent, eine neu zu streichende Küchendecke deutlich mehr.
Geräusch immer auf der höchsten Stufe vergleichen
Worauf achten: Der im Register hinterlegte Wert gilt für die höchste normale Stufe. Herstellerangaben in Prospekten nennen häufig den Wert der niedrigsten.
Warum: Die höchste Stufe ist genau die, die man beim Anbraten braucht — auf der niedrigsten läuft eine Haube nur mit. Beide Angaben sind nicht falsch, aber nur die registrierte ist zwischen Marken vergleichbar. In einer offenen Wohnküche entscheidet dieser Wert darüber, ob nebenan noch ein Gespräch möglich ist.
Fehlende Pflichtangaben als Signal lesen
Worauf achten: Im Registereintrag stehen Energieklasse, Verbrauch, Fettabscheidung, Fluiddynamik, Beleuchtung und Geräusch. Prüfen, ob alle Felder gefüllt sind.
Warum: Die Registrierung ist vor dem Verkauf verpflichtend. Wenn ein Hersteller ein Pflichtfeld leer lässt — im Feld hier etwa die Beleuchtungseffizienz —, sagt das etwas über die Sorgfalt, mit der er seine Unterlagen führt. Für den Käufer heißt es zunächst nur: Dieser Wert lässt sich nicht vergleichen.
Bei Abluft an die Feuerstätte denken
Worauf achten: Gibt es in der Wohnung einen Kaminofen, eine Gastherme oder einen offenen Kamin, muss der Bezirksschornsteinfeger die Kombination mit einer Abluft-Haube prüfen.
Warum: Eine Abluft-Haube erzeugt Unterdruck. In dichten Wohnungen kann sie dadurch Abgase aus der Feuerstätte in den Raum ziehen. Übliche Lösungen sind ein Fensterkontaktschalter oder der Umstieg auf Umluft. Das ist keine Komfortfrage, sondern eine Sicherheitsfrage — und sie entscheidet vor jedem Zahlenvergleich, welche Geräte überhaupt infrage kommen.
Baugleichheit erkennen
Worauf achten: Registereinträge verschiedener Marken auf identische Werte vergleichen. Innerhalb eines Konzerns sind sie oft Zeile für Zeile gleich.
Warum: Drei Geräte in diesem Vergleich tragen exakt dieselben Registerwerte bei unterschiedlichen Markennamen. Wer das prüft, bekommt dieselbe Technik günstiger — und erkennt zugleich, wann ein Aufpreis nur die Blende und den Schriftzug bezahlt.
Ratgeber zum Thema
Dunstabzugshaube kaufen: worauf es wirklich ankommt
Die nötige Luftleistung ergibt sich aus dem Raumvolumen mal sechs bis zwölf; wichtiger als der Stromverbrauch ist der Fettabscheidegrad, weil er darüber entscheidet, wie viel Fett sich statt im Filter auf Schränken und Decke absetzt.
Abluft führt Fett, Feuchtigkeit und Wärme aus dem Raum und ist technisch klar überlegen. Sie braucht aber eine Maueröffnung, was in Mietwohnungen und vielen Neubauten ausscheidet. Umluft reinigt die Luft über einen Aktivkohlefilter und gibt sie zurück — Feuchtigkeit und Wärme bleiben im Raum, und der Filter ist ein Verbrauchsteil mit laufenden Kosten. Wichtig beim Lesen dieser Tabelle: Das Energielabel gilt für den Abluftbetrieb.
Wie viel Luftleistung brauche ich wirklich?
Als Faustregel gilt Raumvolumen mal sechs bis zwölf. Eine 20-Quadratmeter-Küche mit 2,50 Meter Höhe hat 50 Kubikmeter Volumen und kommt damit auf etwa 300 bis 600 m³/h. Mehr ist nicht besser: Eine überdimensionierte Haube läuft dauerhaft auf niedriger Stufe, nutzt ihre Effizienz nie aus und kostet im Kauf mehr. In luftdichten Neubauten kann starker Abzug zusammen mit einer Feuerstätte sogar gefährlich werden.
Warum tragen Hauben noch A+++, andere Geräte aber nur A bis G?
Die EU stellt die Energielabel seit 2021 schrittweise auf die Skala A bis G um — bei Kühlgeräten, Waschmaschinen und Geschirrspülern ist das erledigt, bei Trocknern seit dem 1. Juli 2025. Dunstabzugshauben stehen noch aus. Bis dahin gilt für sie die alte Skala von A+++ bis D. Die Klassen verschiedener Gerätearten lassen sich deshalb nicht miteinander vergleichen.
Was bedeutet der Fettabscheidegrad?
Er gibt an, welcher Anteil des Fetts aus dem Kochdunst im Filter hängen bleibt statt sich in der Küche niederzuschlagen, angegeben als Klasse von A bis E. Der Unterschied zeigt sich nicht am ersten Tag, sondern nach Monaten — an Oberschränken, Fliesenfugen und Textilien. Im Vergleichsfeld reicht die Spanne von A bis E, also über die gesamte Skala.
Wie laut darf eine Dunstabzugshaube sein?
Die Geräte in diesem Vergleich liegen zwischen 53 und 68 dB(A) auf höchster Stufe. Weil Dezibel logarithmisch sind, werden diese 15 Dezibel ungefähr als dreifache Lautstärke empfunden. In einer offenen Wohnküche sollte man deutlich unter 60 dB(A) bleiben; in einer geschlossenen Küche mit Tür ist mehr verkraftbar.
Muss der Schornsteinfeger einer Abluft-Haube zustimmen?
Wenn in der Wohnung eine raumluftabhängige Feuerstätte betrieben wird — Kaminofen, Gastherme, offener Kamin —, ja. Die Haube erzeugt Unterdruck und kann Abgase in den Raum ziehen. Der Bezirksschornsteinfeger prüft die Kombination und gibt sie frei; üblich sind dann ein Fensterkontaktschalter oder der Umstieg auf Umluft.
Wie oft müssen die Filter gewechselt werden?
Metall-Fettfilter sind spülmaschinenfest und werden gereinigt, nicht getauscht — je nach Kochhäufigkeit alle vier bis acht Wochen. Aktivkohlefilter im Umluftbetrieb sind Verbrauchsmaterial und halten üblicherweise sechs bis zwölf Monate. Diese Folgekosten stehen in keinem Kaufpreis und gehören in die Rechnung, wenn man Abluft und Umluft vergleicht.
Sind teure Marken technisch besser?
Nicht zwangsläufig. In diesem Vergleichsfeld hat das sparsamste Gerät zugleich den schlechtesten Fettabscheidegrad, und drei Markengeräte aus demselben Konzern tragen identische Registerwerte bei unterschiedlichen Preisen. Der Aufpreis zahlt oft Verarbeitung, Bedienung und Ersatzteilversorgung — Dinge, die im Datenblatt nicht stehen und die wir hier deshalb nicht bewerten.
Wie dieser Vergleich entstanden ist
Für die Kategorie Dunstabzugshauben haben wir 8 Produkte über 7 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Energieeffizienzklasse (Skala A+++ bis D) mit 24 von 100 Punkten, auf Preisangaben haben wir mangels belastbarer Daten verzichtet. Im Labor getestet haben wir nichts, und eine fehlende Herstellerangabe steht als „k. A.“ in der Tabelle, statt still ergänzt zu werden. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →
Schnelle Antworten zu Dunstabzugshauben
Eine Frage, eine belegte Antwort — für alle, die nicht die ganze Tabelle brauchen.
Anzeige: Diese Seite enthält gekennzeichnete Affiliate-Links (§ 5a Abs. 4 UWG). Beim Kauf darüber erhalten wir eine Provision — ohne Mehrkosten für Dich.
Amazon-Preise werden zum angegebenen Zeitpunkt abgerufen und können sich seitdem geändert haben. Maßgeblich ist der Preis, der beim Kauf auf amazon.de angezeigt wird. Die Circa-Preise der Vergleichstabelle sind davon unabhängig und stammen aus der dort angegebenen Quelle.