| Energieeffizienzklasse (Skala A bis G) | 30/100 | A = 10 · B = 8.5 · C = 7 · D = 5.5 · E = 3.5 · F = 2 · G = 0 Punkte | Ein Gefrierschrank läuft rund um die Uhr und hält gegen eine größere Temperaturdifferenz als jedes andere Haushaltsgerät — er ist damit der Dauerverbraucher im Haushalt, und die Effizienzklasse entscheidet über einen Kostenblock, der zehn bis fünfzehn Jahre lang mitläuft. Sie ist außerdem der einzige Wert dieses Vergleichs, der bereits auf den Nutzinhalt normiert ist: Ein 366-Liter-Gerät bekommt seine Klasse nicht geschenkt, nur weil es mehr Raum kühlt. Zu lesen ist sie immer mit dem Spektrum: Seit März 2021 gilt die Skala von A bis G ohne Plus-Zeichen und wurde bewusst so streng neu geeicht, dass die Klasse A zunächst fast leer blieb — ein heutiges E ist nicht die zweitschlechteste Ware am Markt, sondern in dieser Kategorie der Normalfall. |
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| Nutzinhalt Gefrierteil | 20/100 | Skala 100–400 l, mehr ist besser | Der Nutzinhalt ist der Grund, warum überhaupt ein zweites Gerät angeschafft wird: Das Gefrierteil einer freistehenden Kühl-Gefrier-Kombination liegt in unserem Vergleich bei 70 bis 200 Litern, hier beginnt das Feld bei 200 und reicht bis 366. Nach der EU-Verordnung 2019/2016 ist der ausgewiesene Nutzinhalt der tatsächlich nutzbare Rauminhalt bei herausgenommenen Ablagen, nicht das Bruttovolumen — deshalb liegen die Zahlen auf dem Label unter dem, was manche Händlerlisten angeben. Eine Einschränkung gehört dazu: Mehr Liter sind nur so lange besser, wie der Platz da ist und das Gerät auch gefüllt wird. Ein halb leerer Gefrierschrank kostet dieselbe Grundlast wie ein voller. |
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| Gefriervermögen | 15/100 | Skala 10–30 kg/24 h, mehr ist besser | Diese Zahl beantwortet die Frage, die der Nutzinhalt offenlässt: wie viel frische, ungefrorene Ware das Gerät innerhalb von 24 Stunden tatsächlich auf Lagertemperatur bringt. Sie entscheidet an genau den Tagen, an denen es darauf ankommt — halbes Schwein aus der Direktvermarktung, Erntetag im Garten, Großeinkauf vor dem Urlaub. Wer mehr einlegt, als das Gerät schafft, senkt die Temperatur des bereits gelagerten Guts mit ab, und angetautes Fleisch darf nicht erneut eingefroren werden. Die Angabe ist nach EU 2017/1369 definiert und deshalb zwischen Herstellern vergleichbar; sie steht auf kaum einer Verkaufsseite, aber in jedem Produktdatenblatt. |
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| Lagerzeit bei Störung | 15/100 | Skala 8–32 h, mehr ist besser | Sie gibt an, wie viele Stunden das Gefriergut nach einem Stromausfall oder Gerätedefekt unter der kritischen Temperatur bleibt — praktisch: ob ein Ausfall am Freitagabend das Wochenende übersteht oder nicht. Bei einem gut gefüllten Gerät hängen daran schnell mehrere hundert Euro an Lebensmitteln, weshalb wir diesen Wert genauso hoch gewichten wie das Gefriervermögen. Der Wert steht im EU-Produktdatenblatt, nicht auf dem Label und selten in einem Angebotstext. Unsere Skala reicht bis 32 Stunden, weil Truhen und große Geräte diesen Bereich erreichen; das Feld hier bleibt zwischen 9 und 14 Stunden, was für aufrechte Schränke typisch ist. Die Tür währenddessen geschlossen zu lassen, verlängert die Zeit erheblich — jedes Öffnen verkürzt sie. |
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| Geräuschwert | 10/100 | Skala 32–45 dB(A), weniger ist besser | Der Geräuschwert eines Kühlgeräts ist nach EU-Verordnung 2019/2016 normiert ermittelt und auf dem Energielabel ausgewiesen — man vergleicht also nicht Marketingmodi, sondern denselben Messwert. Wir gewichten ihn hier niedriger als bei Kühlschränken, und das hat einen sachlichen Grund: Ein Gefrierschrank steht deutlich häufiger im Keller, in der Garage oder im Hauswirtschaftsraum, wo drei Dezibel niemanden stören. Wer ihn dagegen in die Wohnküche stellt, sollte die Spalte einzeln lesen statt auf die Gesamtpunktzahl zu schauen. Auf dem Label steht neben dem Dezibelwert zusätzlich eine Geräuschemissionsklasse von A bis D; die nennt keine der hier zitierten Produktseiten im lesbaren Text. |
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| NoFrost (kein Abtauen nötig) | 10/100 | Ja = 10 Punkte, Nein = 0 Punkte | NoFrost hält das Gefrierteil dauerhaft eisfrei, indem ein Ventilator trockene Luft umwälzt — man muss nie wieder abtauen, und das ist die unangenehmste wiederkehrende Arbeit an einem Gefriergerät, weil der gesamte Inhalt währenddessen zwischengelagert werden muss. Der Zielkonflikt gehört dazu und wird selten betont: Die Technik braucht Platz für Verdampfer und Luftkanäle, kostet also Nutzinhalt bei gleichen Außenmaßen, verbraucht zusätzlich Strom für Ventilator und Abtauheizung und trocknet unverpacktes Gefriergut schneller aus. Wir bewerten deshalb nur den Nutzen — die Kosten stehen bereits in den anderen Spalten. Ehrlich gesagt gehört dazu: In diesem Feld bieten alle zehn Geräte NoFrost, das Kriterium trennt hier also niemanden; es markiert den Standard, den ein Neugerät dieser Größenklasse erfüllen sollte. |
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| Höhe | 0/100 | Skala 850–2.000 mm, weniger ist besser | Die Höhe entscheidet, ob das Gerät an seinen Platz passt — unter eine Kellerdecke mit Rohren, neben eine Küchenzeile, in eine Nische —, und sie erklärt zugleich einen Teil der Volumenunterschiede. Genau deshalb geht sie mit null Gewicht in die Rechnung ein: Eine niedrigere Höhe ist weder besser noch schlechter, sie ist eine Randbedingung des Raums; sie zu bepunkten hieße, die Volumenspalte ein zweites Mal zu bewerten. Wichtig ist, den Transportweg mitzumessen: Ein 191 Zentimeter hohes Gerät muss auch durch das Treppenhaus und um die Kellerecke, und Kühlgeräte dürfen nur begrenzt gekippt transportiert werden. |
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| Breite | 0/100 | Skala 500–950 mm, weniger ist besser | Die Breite trennt dieses Feld in zwei Gruppen, die man nicht gegeneinander abwägen sollte, ohne den Stellplatz zu kennen: 600-Millimeter-Geräte passen in jede Küchenzeile, die 700 Millimeter breiten Modelle bringen mehr Volumen mit, brauchen dafür aber einen eigenen Platz — und mit 780 statt 650 Millimetern Tiefe stehen sie zusätzlich 13 Zentimeter weiter vor. Bewertet wird die Breite nicht, weil breiter weder besser noch schlechter ist. Sie steht in der Tabelle, weil sie zusammen mit der Tiefe darüber entscheidet, ob das Gerät überhaupt an seinen Platz kommt. |
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