Stand: · 6 Produkte · 6 gewichtete Kriterien + 2 nur zur Information · kein Labortest
Beim Gefrierschrank entscheidet nicht das Volumen allein, sondern die Kombination aus drei Zahlen, die in kaum einem Angebotstext zusammen auftauchen: Nutzinhalt, Gefriervermögen in Kilogramm pro 24 Stunden und Lagerzeit bei Störung in Stunden.
Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten
Die erste sagt, wie viel hineinpasst, die zweite, wie viel frische Ware das Gerät auf einmal wirklich durchfrieren kann, und die dritte, wie lange der Inhalt einen Stromausfall übersteht — für ein Gerät, in dem oft mehrere hundert Euro an Lebensmitteln liegen, ist das keine Nebenangabe. Wir führen alle drei getrennt und rechnen mit offengelegten Gewichten aus Herstellerangaben; getestet haben wir nichts. Die Datenlage ist auch hier der Engpass: Von den großen Marken liefert nur der BSH-Konzern (Bosch, Siemens) seine Datenblattwerte als lesbaren Text aus, und mehrere ausgelesene Modelle sind inzwischen abgekündigt — geführt werden nur Geräte, die der Hersteller aktuell selbst listet. Wer nur gelegentlich etwas einfriert, braucht dieses Gerät nicht und ist mit einer Kühl-Gefrier-Kombination besser bedient (/vergleich/kuehl-gefrier-kombinationen); wer einen Gefrierschrank stellt, kombiniert ihn üblicherweise mit einem reinen Kühlschrank (/vergleich/kuehlschraenke).
Die kurze Antwort
Bosch Serie 6 GSN58AWDV
6,0von 10 · Platz 1 von 6
Das größte Gerät des Vergleichs und zugleich eines der beiden effizientesten: 366 Liter Nutzinhalt, Klasse D, 38 dB(A), NoFrost, 12 Stunden Lagerzeit bei Störung und 20,8 Kilogramm Gefriervermögen in 24 Stunden — der höchste Wert im Feld.
Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.Die Produktspalte bleibt beim seitlichen Scrollen stehen.
Gefrierschränke: 6 Produkte, bewertet über 6 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
Produkt
Scorevon 10
Energieeffizienzklasse (Skala A bis G)Gewicht 30/100
„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. „Direkt bei …“ ist unvergütet. Wie wir rechnen →
Worauf kommt es Dir an?
Der Gesamtscore gewichtet 6 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.
Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.
Das Ergebnis in vier Sätzen
◆Stand September 2026 ist Bosch Serie 6 GSN58AWDV der Vergleichssieger unter 6 verglichenen Produkten der Kategorie Gefrierschränke — mit 6,0 von 10 Punkten aus 6 gewichteten Kriterien.
◆Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Energieeffizienzklasse (Skala A bis G) mit 30 von 100 Gewichtspunkten: Ein Gefrierschrank läuft rund um die Uhr und hält gegen eine größere Temperaturdifferenz als jedes andere Haushaltsgerät — er ist damit der Dauerverbraucher im Haushalt, und die Effizienzklasse entscheidet über einen Kostenblock, der zehn bis fünfzehn Jahre lang mitläuft. Sie ist außerdem der einzige Wert dieses Vergleichs, der bereits auf den Nutzinhalt normiert ist: Ein 366-Liter-Gerät bekommt seine Klasse nicht geschenkt, nur weil es mehr Raum kühlt. Zu lesen ist sie immer mit dem Spektrum: Seit März 2021 gilt die Skala von A bis G ohne Plus-Zeichen und wurde bewusst so streng neu geeicht, dass die Klasse A zunächst fast leer blieb — ein heutiges E ist nicht die zweitschlechteste Ware am Markt, sondern in dieser Kategorie der Normalfall.
◆Preis-Leistungs-Sieger ist Bosch Serie 6 GSN51AWDV mit 5,5 von 10 Punkten bei einem Preis von ca. 849 € (Stand September 2026) — mechanisch ermittelt als bestes Verhältnis von Punktzahl zu Preis.
◆Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.
Einordnung der Redaktion: Warum der Rechensieger nicht für jeden der richtige ist
→An der Spitze steht kein einzelnes Gerät, sondern ein Paar: Bosch GSN58AWDV und Siemens GS58NAWDV teilen sich die höchste Punktzahl, weil sie in jedem einzelnen verglichenen Wert übereinstimmen — Maße, 366 Liter, Klasse D, 38 dB(A), 20,8 Kilogramm Gefriervermögen, 12 Stunden Lagerzeit, NoFrost. Unsere Formel kann sie nicht trennen, und wir tun es auch nicht künstlich. Getrennt werden sie nur vom Preis: 999 Euro beim Bosch, 1.139 Euro beim Siemens, beides Herstellerangaben. Wer keine markenspezifische Ausstattung braucht, zahlt beim Siemens 140 Euro für den Schriftzug.
→Der von unserer Formel ausgewiesene Preis-Leistungs-Sieger ist der Bosch GSN51AWDV — und diesmal trägt die Regel: Sie krönt das beste Verhältnis von Punktzahl zu Preis unter allen Geräten mit mindestens dem Median-Score, und der GSN51AWDV liegt mit 849 Euro genau dort, wo Effizienzklasse D, NoFrost und die längste Lagerzeit des Felds (14 Stunden) zusammenkommen. Nur drei der sechs Geräte tragen überhaupt einen Herstellerpreis; für die übrigen tragen wir lieber nichts ein als einen Marktpreis, der in zwei Wochen falsch ist.
→Die wichtigste Erkenntnis dieser Kategorie steht quer zur Punktzahl: Das Feld zerfällt in zwei Gruppen, die man nicht gegeneinander abwägen sollte, ohne den Stellplatz zu kennen. Die 70 Zentimeter breiten Geräte holen sich ihre besseren Werte über die Grundfläche — rund 55 Prozent mehr Stellfläche und 13 Zentimeter mehr Tiefe (unsere Rechnung aus den Herstellermaßen). In einer Küchenzeile sind sie schlicht keine Option, und dort gewinnt der beste 60-Zentimeter-Schrank, egal was in der Gesamtspalte steht.
→Effizienzklasse und Größe hängen anders zusammen, als der Bauch vermutet. Der Bosch GSN36AIEP mit 242 Litern verursacht laut Hersteller 93,60 Euro geschätzte Energiekosten pro Jahr — das 366-Liter-Gerät derselben Marke nur 88,80 Euro. Wer aus Sparsamkeit klein kauft, spart also unter Umständen gar nichts und hat nur weniger Platz. Genau deshalb gewichten wir die Klasse am höchsten: Sie ist bereits auf den Nutzinhalt normiert, die Kostenschätzung nicht.
→Was das Punktesystem strukturell nicht kann: Es kennt weder Ihren Stellplatz noch Ihre Einfriergewohnheiten. Für einen Haushalt, der zweimal im Jahr eine große Menge auf einmal einfriert, ist das Gefriervermögen wichtiger als alles andere — dann ist der Bosch GSN33VWEP mit 19 Kilogramm auf nur 225 Litern die passendere Wahl als das größere 242-Liter-Gerät derselben Marke, das nur 18 Kilogramm schafft. Und wer überhaupt nur gelegentlich einfriert, braucht dieses Gerät nicht: Für ihn ist das Gefrierteil einer Kühl-Gefrier-Kombination die günstigere und sparsamere Lösung, weil dort nur ein Kühlkreis läuft.
→Und ein Befund über die Hersteller, nicht über die Geräte: Von den großen Marken liefert nur der BSH-Konzern seine Datenblattwerte als lesbaren Text aus. AEG, Beko, Bauknecht, Miele, LG und Samsung beantworten den Abruf ihrer eigenen Produktseiten gar nicht, komprimiert unlesbar oder mit einem leeren Seitengerüst; Liebherr veröffentlicht nur wenige Werte. Mehrere ausgelesene BSH-Modelle sind zudem abgekündigt und deshalb nicht in der Rechnung. Uns bleibt ein Feld aus zwei Konzernmarken — weniger, als wir zeigen wollten, aber jede Zahl darin steht nachweislich auf der Seite des Herstellers.
Einordnung auf Basis der in der Tabelle verlinkten Herstellerangaben, abgerufen am 05.08.2026. Eigene Messungen gibt es nicht — wir betreiben kein Labor und geben keine Testurteile ab.
So haben wir gewichtet — alle 8 Kriterien mit Begründung›
Kriterium
Gewicht
Messung
Warum kaufentscheidend
Energieeffizienzklasse (Skala A bis G)
30/100
A = 10 · B = 8.5 · C = 7 · D = 5.5 · E = 3.5 · F = 2 · G = 0 Punkte
Ein Gefrierschrank läuft rund um die Uhr und hält gegen eine größere Temperaturdifferenz als jedes andere Haushaltsgerät — er ist damit der Dauerverbraucher im Haushalt, und die Effizienzklasse entscheidet über einen Kostenblock, der zehn bis fünfzehn Jahre lang mitläuft. Sie ist außerdem der einzige Wert dieses Vergleichs, der bereits auf den Nutzinhalt normiert ist: Ein 366-Liter-Gerät bekommt seine Klasse nicht geschenkt, nur weil es mehr Raum kühlt. Zu lesen ist sie immer mit dem Spektrum: Seit März 2021 gilt die Skala von A bis G ohne Plus-Zeichen und wurde bewusst so streng neu geeicht, dass die Klasse A zunächst fast leer blieb — ein heutiges E ist nicht die zweitschlechteste Ware am Markt, sondern in dieser Kategorie der Normalfall.
Nutzinhalt Gefrierteil
20/100
Skala 100–400 l, mehr ist besser
Der Nutzinhalt ist der Grund, warum überhaupt ein zweites Gerät angeschafft wird: Das Gefrierteil einer freistehenden Kühl-Gefrier-Kombination liegt in unserem Vergleich bei 70 bis 200 Litern, hier beginnt das Feld bei 200 und reicht bis 366. Nach der EU-Verordnung 2019/2016 ist der ausgewiesene Nutzinhalt der tatsächlich nutzbare Rauminhalt bei herausgenommenen Ablagen, nicht das Bruttovolumen — deshalb liegen die Zahlen auf dem Label unter dem, was manche Händlerlisten angeben. Eine Einschränkung gehört dazu: Mehr Liter sind nur so lange besser, wie der Platz da ist und das Gerät auch gefüllt wird. Ein halb leerer Gefrierschrank kostet dieselbe Grundlast wie ein voller.
Gefriervermögen
15/100
Skala 10–30 kg/24 h, mehr ist besser
Diese Zahl beantwortet die Frage, die der Nutzinhalt offenlässt: wie viel frische, ungefrorene Ware das Gerät innerhalb von 24 Stunden tatsächlich auf Lagertemperatur bringt. Sie entscheidet an genau den Tagen, an denen es darauf ankommt — halbes Schwein aus der Direktvermarktung, Erntetag im Garten, Großeinkauf vor dem Urlaub. Wer mehr einlegt, als das Gerät schafft, senkt die Temperatur des bereits gelagerten Guts mit ab, und angetautes Fleisch darf nicht erneut eingefroren werden. Die Angabe ist nach EU 2017/1369 definiert und deshalb zwischen Herstellern vergleichbar; sie steht auf kaum einer Verkaufsseite, aber in jedem Produktdatenblatt.
Lagerzeit bei Störung
15/100
Skala 8–32 h, mehr ist besser
Sie gibt an, wie viele Stunden das Gefriergut nach einem Stromausfall oder Gerätedefekt unter der kritischen Temperatur bleibt — praktisch: ob ein Ausfall am Freitagabend das Wochenende übersteht oder nicht. Bei einem gut gefüllten Gerät hängen daran schnell mehrere hundert Euro an Lebensmitteln, weshalb wir diesen Wert genauso hoch gewichten wie das Gefriervermögen. Der Wert steht im EU-Produktdatenblatt, nicht auf dem Label und selten in einem Angebotstext. Unsere Skala reicht bis 32 Stunden, weil Truhen und große Geräte diesen Bereich erreichen; das Feld hier bleibt zwischen 9 und 14 Stunden, was für aufrechte Schränke typisch ist. Die Tür währenddessen geschlossen zu lassen, verlängert die Zeit erheblich — jedes Öffnen verkürzt sie.
Geräuschwert
10/100
Skala 32–45 dB(A), weniger ist besser
Der Geräuschwert eines Kühlgeräts ist nach EU-Verordnung 2019/2016 normiert ermittelt und auf dem Energielabel ausgewiesen — man vergleicht also nicht Marketingmodi, sondern denselben Messwert. Wir gewichten ihn hier niedriger als bei Kühlschränken, und das hat einen sachlichen Grund: Ein Gefrierschrank steht deutlich häufiger im Keller, in der Garage oder im Hauswirtschaftsraum, wo drei Dezibel niemanden stören. Wer ihn dagegen in die Wohnküche stellt, sollte die Spalte einzeln lesen statt auf die Gesamtpunktzahl zu schauen. Auf dem Label steht neben dem Dezibelwert zusätzlich eine Geräuschemissionsklasse von A bis D; die nennt keine der hier zitierten Produktseiten im lesbaren Text.
NoFrost (kein Abtauen nötig)
10/100
Ja = 10 Punkte, Nein = 0 Punkte
NoFrost hält das Gefrierteil dauerhaft eisfrei, indem ein Ventilator trockene Luft umwälzt — man muss nie wieder abtauen, und das ist die unangenehmste wiederkehrende Arbeit an einem Gefriergerät, weil der gesamte Inhalt währenddessen zwischengelagert werden muss. Der Zielkonflikt gehört dazu und wird selten betont: Die Technik braucht Platz für Verdampfer und Luftkanäle, kostet also Nutzinhalt bei gleichen Außenmaßen, verbraucht zusätzlich Strom für Ventilator und Abtauheizung und trocknet unverpacktes Gefriergut schneller aus. Wir bewerten deshalb nur den Nutzen — die Kosten stehen bereits in den anderen Spalten. Ehrlich gesagt gehört dazu: In diesem Feld bieten alle sechs Geräte NoFrost, das Kriterium trennt hier also niemanden; es markiert den Standard, den ein Neugerät dieser Größenklasse erfüllen sollte.
Höhe
0/100
Skala 850–2.000 mm, weniger ist besser
Die Höhe entscheidet, ob das Gerät an seinen Platz passt — unter eine Kellerdecke mit Rohren, neben eine Küchenzeile, in eine Nische —, und sie erklärt zugleich einen Teil der Volumenunterschiede. Genau deshalb geht sie mit null Gewicht in die Rechnung ein: Eine niedrigere Höhe ist weder besser noch schlechter, sie ist eine Randbedingung des Raums; sie zu bepunkten hieße, die Volumenspalte ein zweites Mal zu bewerten. Wichtig ist, den Transportweg mitzumessen: Ein 191 Zentimeter hohes Gerät muss auch durch das Treppenhaus und um die Kellerecke, und Kühlgeräte dürfen nur begrenzt gekippt transportiert werden.
Breite
0/100
Skala 500–950 mm, weniger ist besser
Die Breite trennt dieses Feld in zwei Gruppen, die man nicht gegeneinander abwägen sollte, ohne den Stellplatz zu kennen: 600-Millimeter-Geräte passen in jede Küchenzeile, die 700 Millimeter breiten Modelle bringen deutlich mehr Volumen und die besseren Lagerzeiten mit, brauchen dafür aber einen eigenen Platz — und mit 780 statt 650 Millimetern Tiefe stehen sie zusätzlich 13 Zentimeter weiter vor. Bewertet wird die Breite nicht, weil breiter weder besser noch schlechter ist. Sie steht in der Tabelle, weil sie zusammen mit der Tiefe darüber entscheidet, ob das Gerät überhaupt an seinen Platz kommt.
Die 6 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Gefrierschränke redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →
Gefrierschrank, Truhe oder doch eine Kombination: die Bauformen mit ihren Nachteilen
Bevor die Marke zählt, entscheidet die Bauform darüber, wie viel Strom das Gerät zieht, wie gut man an das Gefriergut kommt und wie viel Stellfläche nötig ist. Jede hat einen Nachteil, und der steht selten im Prospekt.
Variante
Typisch gewählt für
Einordnung
Freistehender Gefrierschrank mit Schubladenauch: Standgefrierschrank, aufrecht
Der Standard und die Bauform aller sechs Geräte dieses Vergleichs
Übersichtlich, weil jede Schublade einzeln zugänglich ist, und platzsparend in der Grundfläche. Der Nachteil ist physikalisch: Beim Öffnen fällt die kalte Luft nach unten heraus, das Gerät muss anschließend nachkühlen — und die Schubladen und Luftkanäle kosten Nutzinhalt, den die gleich große Truhe nicht verliert.
Gefriertruhe
Keller und Garage, große Mengen, seltener Zugriff
Der beste Preis pro Liter, die längste Lagerzeit bei Stromausfall und der geringste Verbrauch, weil beim Öffnen kaum Kaltluft entweicht. Dafür braucht sie viel Grundfläche, der Zugriff geht nur von oben, und die unteren Lagen werden regelmäßig zum Archäologieprojekt. In diesem Vergleich taucht die Bauform nicht auf, weil die Hersteller, deren Datenblätter maschinell lesbar sind, aktuell keine Truhe mit vollständigen Werten führen.
Einbau-Gefrierschrank
Küchenzeilen, in denen das Gerät hinter der Front verschwinden soll
Optisch unsichtbar und meist leiser, dafür an die Nischenhöhe gebunden und bei gleichem Außenmaß deutlich volumenschwächer. Dazu kommen Montagekosten, und im Umzugsfall bleibt die Nische zurück — für ein Gerät, das ohnehin oft im Keller steht, ist das der teuerste Weg.
Kühl-Gefrier-Kombination statt zweitem Gerät
Haushalte, die nur gelegentlich einfrieren
Ein Gerät, ein Stellplatz, ein Anschluss — und der eindeutig kleinere Gefrierraum: In unserem Kombinationsvergleich liegen die Gefrierteile zwischen 70 und 200 Litern, hier beginnt das Feld bei 200. Wer nur Tiefkühlpizza und etwas Gemüse lagert, braucht keinen eigenen Schrank; wer eine halbe Ernte oder Fleisch vom Direktvermarkter einlagert, kommt damit nicht aus. Die gerechneten Werte stehen unter /vergleich/kuehl-gefrier-kombinationen, den passenden reinen Kühlschrank dazu unter /vergleich/kuehlschraenke.
NoFrost gegen manuelles Abtauen
Die Technikfrage innerhalb jeder Bauform
NoFrost erspart das Abtauen vollständig — beim Gefrierschrank die unangenehmste Arbeit überhaupt, weil der gesamte Inhalt währenddessen zwischengelagert werden muss. Bezahlt wird es mit Nutzinhalt für Verdampfer und Luftkanäle, mit Strom für Ventilator und Abtauheizung und mit schnellerer Austrocknung von unverpacktem Gefriergut. Wer bewusst ein Gerät ohne NoFrost wählt, bekommt bei gleichen Außenmaßen mehr Liter — und plant dafür ein bis zwei Abtauvorgänge im Jahr ein.
Die Bauform ist eine Entscheidung über Stellplatz und Zugriffshäufigkeit, nicht über die Qualität. Erst danach lohnt der Blick auf Effizienzklasse, Nutzinhalt, Gefriervermögen und Lagerzeit, wie ihn die Tabelle oben führt.
Einordnungswerte
Zur Einordnung der Tabellenwerte: was die Datenblattzahlen dieser sechs Geräte im Alltag bedeuten. Alles, was wir selbst gerechnet haben, ist ausdrücklich als solches gekennzeichnet.
Spanne beim Nutzinhalt
200–366 l
Vom schmalen 161er-Einstiegsgerät bis zum 191 Zentimeter hohen 70-cm-Modell. Zur Einordnung: Die Gefrierteile freistehender Kühl-Gefrier-Kombinationen liegen in unserem Vergleich bei 70 bis 200 Litern — der kleinste Gefrierschrank hier beginnt also dort, wo die Kombinationen aufhören.
Was das Gefriervermögen praktisch bedeutet
16 bis 20,8 kg in 24 Stunden
Herstellerangaben nach EU 2017/1369. Die Spanne wirkt klein, entscheidet aber am Erntetag oder beim Direktvermarkter-Einkauf: Zwischen dem schwächsten und dem stärksten Gerät liegen knapp fünf Kilogramm, die an einem Tag nicht zusätzlich durchgefroren werden können. Wer mehr einlegt, taut das bereits gelagerte Gut mit an.
Lagerzeit bei Störung
9 bis 14 Stunden
Herstellerangaben aus der Tabelle. Die vier schmalen Geräte kommen sämtlich auf 9 Stunden, die 70 Zentimeter breiten auf 12 und 14 — ein Ausfall am Freitagabend übersteht damit in keinem Fall das Wochenende. Die Tür geschlossen zu lassen, verlängert die Zeit deutlich; jedes Öffnen verkürzt sie.
Geschätzte Energiekosten laut Hersteller
80,40 bis 93,60 € pro Jahr
Alle sechs Geräte, sämtlich mit der ausgewiesenen Annahme von 0,40 Euro je Kilowattstunde: Bosch GSN51AWDV 80,40 €, Siemens GS29NVWEP 88,40 €, Bosch GSN58AWDV und Siemens GS58NAWDV je 88,80 €, Bosch GSN33VWEP 91,60 €, Bosch GSN36AIEP 93,60 €. Bemerkenswert: Das 366-Liter-Gerät kostet laut Hersteller weniger Strom als das 242-Liter-Gerät derselben Marke — genau das misst die Effizienzklasse, und genau deshalb gewichten wir sie am höchsten.
Zwei Geräte, ein Datenblatt
999 € gegen 1.139 €
Herstellerpreise von den verlinkten Seiten für den Bosch GSN58AWDV und den Siemens GS58NAWDV. Beide Geräte stimmen in jedem einzelnen Wert überein, den wir vergleichen: Maße, Nutzinhalt, Klasse, Geräusch, Gefriervermögen, Lagerzeit, NoFrost. Unsere Rechnung vergibt deshalb dieselbe Punktzahl — der Unterschied von 140 Euro steht in keiner Spalte.
Stellfläche der beiden Formate
600 × 650 mm gegen 700 × 780 mm
Herstellerangaben aus der Tabelle. Die breiten Geräte brauchen rund 55 Prozent mehr Grundfläche (unsere Rechnung aus den beiden Maßpaaren) und stehen 13 Zentimeter weiter vor — dafür liefern sie im Feld die längeren Lagerzeiten und die besseren Effizienzklassen. In einer Küchenzeile mit 60er-Schränken ist diese Gruppe schlicht keine Option.
Quelle: Herstellerangaben der sechs verglichenen Geräte, sämtlich in der Tabelle verlinkt, abgerufen am 05.08.2026. Als eigene Einordnung gekennzeichnete Aussagen sind keine Herstellerangaben.
Die Produkte im Detail
Platz 1Vergleichssieger
Bosch Serie 6 GSN58AWDV
6,0von 10 Punkten
Das größte Gerät des Vergleichs und zugleich eines der beiden effizientesten: 366 Liter Nutzinhalt, Klasse D, 38 dB(A), NoFrost, 12 Stunden Lagerzeit bei Störung und 20,8 Kilogramm Gefriervermögen in 24 Stunden — der höchste Wert im Feld. Bosch nennt 999,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer und schätzt die Energiekosten auf 88,80 Euro pro Jahr bei ausgewiesenen 0,40 Euro je Kilowattstunde. Der Preis dafür ist der Platzbedarf: 1910 Millimeter hoch, 700 breit, 780 tief.
Stärken
+ 366 l Nutzinhalt und 20,8 kg/24 h Gefriervermögen — beides Höchstwerte im Vergleich
+ Klasse D bei größtem Volumen: laut Hersteller 88,80 Euro geschätzte Energiekosten pro Jahr
+ Herstellerpreis öffentlich: 999,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer
Schwächen
– 700 mm breit und 780 mm tief — braucht einen eigenen Stellplatz, keine Küchenzeile
– 1910 mm Höhe: muss auch durchs Treppenhaus und unter die Kellerdecke passen
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Das Konzern-Geschwister des Bosch-Spitzenmodells und das lehrreichste Gerät dieses Vergleichs: identische Außenmaße, identischer Nutzinhalt, identische Klasse, identischer Geräuschwert, identisches Gefriervermögen, identische Lagerzeit — und 140 Euro mehr auf der Herstellerseite. Beide Geräte teilen sich auch die vom Hersteller geschätzten Energiekosten von 88,80 Euro pro Jahr bei 0,40 Euro je Kilowattstunde. Unsere Formel kann die beiden nicht trennen, weil sich auf dem Datenblatt kein Unterschied findet; der Unterschied liegt in Ausstattungsdetails und im Markennamen.
Stärken
+ 366 l Nutzinhalt und 20,8 kg/24 h Gefriervermögen — gleichauf an der Spitze des Felds
+ Klasse D und 38 dB(A) trotz größtem Volumen
+ Herstellerpreis öffentlich: 1.139,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer
Schwächen
– 140 Euro teurer als das baugleich bezifferte Bosch-Modell, bei identischen Datenblattwerten
– Wie das Schwestermodell: 700 mm breit, 780 mm tief, 1910 mm hoch
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Der kurze Bruder des Spitzenmodells: dieselbe Grundfläche von 700 mal 780 Millimetern, aber nur 1610 statt 1910 Millimeter hoch. Das kostet 76 Liter Nutzinhalt und bringt dafür die längste Lagerzeit bei Störung im Vergleich — 14 Stunden. Klasse D, 38 dB(A), NoFrost, 19,4 Kilogramm Gefriervermögen, 849,00 Euro laut Herstellerseite und geschätzte 80,40 Euro Energiekosten pro Jahr bei 0,40 Euro je Kilowattstunde: der niedrigste Verbrauchsbetrag unter den vier großen Geräten.
Stärken
+ 14 Stunden Lagerzeit bei Störung — der beste Wert im Vergleich
+ Klasse D bei 290 l und laut Hersteller nur 80,40 Euro geschätzten Energiekosten pro Jahr
+ 1610 mm Höhe: passt auch in Keller mit niedriger Decke oder Rohren
Schwächen
– 700 mm breit und 780 mm tief trotz geringerer Höhe — die Grundfläche bleibt
– 290 l: 76 Liter weniger als das gleich breite 191er-Modell derselben Baureihe
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Das Standardformat für die Küchenzeile: 600 Millimeter breit, 650 tief, 1860 hoch, 242 Liter Nutzinhalt, NoFrost, 18 Kilogramm Gefriervermögen und 9 Stunden Lagerzeit. Die Effizienzklasse E ist der Preis dieses Formats — Bosch schätzt die Energiekosten auf 93,60 Euro pro Jahr bei 0,40 Euro je Kilowattstunde und damit höher als beim deutlich größeren 366-Liter-Gerät derselben Marke. Einen Endpreis nennt die Herstellerseite nicht.
Stärken
+ 242 l in der 60-cm-Standardbreite — passt in die Küchenzeile statt in den Keller
+ NoFrost und 18 kg/24 h Gefriervermögen trotz schmalem Format
+ 1860 mm Höhe: gleiche Bauhöhe wie gängige Kühlschränke, für die Nebeneinanderstellung
Schwächen
– Klasse E: laut Hersteller 93,60 Euro geschätzte Energiekosten pro Jahr — mehr als beim größeren 366-l-Gerät
– 9 Stunden Lagerzeit bei Störung: fünf Stunden weniger als beim besten Gerät im Feld
Zehn Zentimeter niedriger als das 186er-Gerät und mit 225 Litern etwas kleiner, dafür mit dem zweithöchsten Gefriervermögen des Felds: 19 Kilogramm in 24 Stunden. Klasse E, 39 dB(A), NoFrost, 9 Stunden Lagerzeit; Bosch schätzt die Energiekosten auf 91,60 Euro pro Jahr bei 0,40 Euro je Kilowattstunde. Wer regelmäßig größere Mengen auf einmal einfriert, aber wenig Höhe zur Verfügung hat, findet hier die passendste Auslegung der schmalen Geräte.
Stärken
+ 19 kg/24 h Gefriervermögen — mehr als das größere 242-l-Gerät derselben Marke
+ 1760 mm Höhe bei 600 mm Breite: die kompakteste Aufstellung unter den schmalen Geräten
+ NoFrost auch in der günstigeren Baureihe
Schwächen
– 225 l Nutzinhalt — für eine Familie mit eigener Ernte oder Direktvermarkter-Ware knapp
– Kein Preis auf der Herstellerseite, Klasse E mit laut Hersteller 91,60 Euro Energiekosten pro Jahr
Der Einstieg im Feld und das einzige schmale Gerät mit öffentlichem Herstellerpreis: 679,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer für 200 Liter bei 1610 Millimetern Höhe und 600 Millimetern Breite, Klasse E, 39 dB(A), NoFrost. Das Gefriervermögen ist mit 16 Kilogramm in 24 Stunden der niedrigste Wert des Vergleichs, die Lagerzeit liegt bei 9 Stunden. Siemens schätzt die Energiekosten auf 88,40 Euro pro Jahr bei 0,40 Euro je Kilowattstunde — für 200 Liter ist das der ungünstigste Wert im Feld.
Stärken
+ Herstellerpreis öffentlich: 679,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer — der niedrigste im Vergleich
+ 1610 mm hoch und 600 mm breit: passt in Küchenzeile und Abstellraum gleichermaßen
+ NoFrost bereits in der Einstiegsbaureihe
Schwächen
– 16 kg/24 h Gefriervermögen — der niedrigste Wert im Feld, bei größeren Mengen auf einmal spürbar
– Laut Hersteller 88,40 Euro Energiekosten pro Jahr für nur 200 l: das ungünstigste Verhältnis im Vergleich
Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich. Preis ca. 679 € (Stand September 2026), bitte beim Händler prüfen.
Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.
Gefriervermögen und Lagerzeit im Datenblatt nachschlagen
Worauf achten: Zwei Zeilen, die auf kaum einer Verkaufsseite stehen: „Gefriervermögen (Vier-Sterne-Fach) (EU 2017/1369)“ in Kilogramm pro 24 Stunden und „Lagerung bei Stromausfall“ in Stunden. Beide finden sich im EU-Produktdatenblatt, das der QR-Code auf dem Label öffnet.
Warum: Der Nutzinhalt sagt nur, wie viel hineinpasst — nicht, wie viel frische Ware das Gerät an einem Tag durchfrieren kann und wie lange der Inhalt einen Ausfall übersteht. Genau diese beiden Zahlen entscheiden im Ernstfall, und sie unterscheiden sich zwischen ähnlich großen Geräten deutlich: In diesem Feld reicht die Lagerzeit von 9 bis 14 Stunden.
Energieeffizienzklasse nur mit Skala lesen
Worauf achten: Auf dem Label und in den technischen Daten steht die Klasse immer zusammen mit dem Spektrum A bis G. Steht irgendwo noch „A+“, „A++“ oder „A+++“, stammt die Angabe von vor März 2021 oder aus einem Restposten-Listing.
Warum: Die Skala wurde 2021 neu geeicht und bewusst so streng gesetzt, dass die Klasse A anfangs praktisch leer blieb. Für Gefriergeräte lohnt der Blick besonders: Weil sie gegen eine größere Temperaturdifferenz arbeiten, schlägt eine Klassenstufe hier stärker auf die Jahreskosten durch als bei einem reinen Kühlschrank.
NoFrost am Wortlaut erkennen, nicht am Marketingnamen
Worauf achten: Die eindeutige Zeile heißt bei BSH „Nie wieder abtauen: Ja/Nein“. Bezeichnungen wie „LowFrost“, „FrostSafe“ oder „Antifrost“ sind Produktnamen und bedeuten gerade nicht, dass das Abtauen entfällt.
Warum: Beim Gefrierschrank ist das der teuerste Irrtum: Abtauen heißt hier, den kompletten Inhalt für Stunden zwischenzulagern. Wer nur den Marketingnamen liest, kauft ein Gerät, das er ein- bis zweimal jährlich leeren muss — wer LowFrost bewusst wählt, bekommt dafür Nutzinhalt zurück.
Klimaklasse zum Aufstellort prüfen — bei Gefriergeräten doppelt wichtig
Worauf achten: Im Produktdatenblatt steht eine Kombination aus SN, N, ST und T. SN beginnt bei 10 °C Umgebungstemperatur, N erst bei 16 °C.
Warum: Gefrierschränke landen häufiger als andere Geräte in unbeheizten Kellern und Garagen — und genau dort scheitert ein reines N-Gerät im Winter: Ist es außen zu kalt, springt der Kompressor zu selten an, und das Gefriergut taut trotz Minusgraden im Raum an. Wer den Keller plant, braucht mindestens SN, besser ein ausdrücklich als kellertauglich ausgewiesenes Gerät.
Warnsignal bei Temperaturanstieg im Datenblatt suchen
Worauf achten: Die BSH-Seiten führen die Zeilen „Liste der Warnmeldungen“ beziehungsweise „Warnsignal bei Fehlfunktion“ — dort steht, ob das Gerät bei offener Tür und bei Temperaturanstieg warnt und ob sichtbar, hörbar oder beides.
Warum: Ein Gefrierschrank steht oft dort, wo man selten vorbeikommt. Fällt er aus oder bleibt die Tür einen Spalt offen, merkt man es ohne Alarm erst am Geruch — und dann ist der gesamte Inhalt verloren. Alle Geräte dieses Vergleichs führen entsprechende Warnmeldungen; bei günstigeren Baureihen anderer Marken fehlen sie regelmäßig.
Grundfläche und Transportweg vor dem Kauf messen
Worauf achten: Drei Zahlen aus der Zeile „Abmessungen des Gerätes (H x B x T)“: Höhe, Breite und Tiefe. In diesem Feld stehen 600 × 650 und 700 × 780 Millimeter nebeneinander.
Warum: Die Volumenunterschiede in dieser Kategorie kommen fast vollständig aus der Grundfläche, nicht aus besserer Technik. Wer nur auf Liter schaut, bestellt ein Gerät, das in der Küchenzeile 13 Zentimeter vorsteht — oder das nicht um die Kellertreppe kommt. Kühlgeräte dürfen zudem nur begrenzt gekippt transportiert werden und müssen nach dem Aufstellen stehen, bevor sie ans Netz gehen.
Ratgeber zum Thema
Gefrierschrank kaufen: drei Zahlen, die zusammen gelesen werden müssen
Der Nutzinhalt sagt, wie viel hineinpasst. Das Gefriervermögen sagt, wie viel frische Ware das Gerät an einem Tag wirklich durchfrieren kann. Die Lagerzeit bei Störung sagt, wie lange der Inhalt einen Stromausfall übersteht — für ein Gerät, in dem oft mehrere hundert Euro Lebensmittel liegen, ist das die wichtigste der drei.
Das hängt an der Frage, wofür er gefüllt wird, und dazu gibt es keine belastbare Herstellerangabe — verbreitete Literzahlen pro Person sind Faustregeln ohne Norm dahinter. Praktikabler ist der Blick auf den Anlass: Wer Tiefkühlware aus dem Supermarkt und Reste einlagert, kommt oft schon mit dem Gefrierteil einer Kühl-Gefrier-Kombination aus (70 bis 200 Liter in unserem Vergleich). Ein eigener Schrank lohnt sich, wenn regelmäßig größere Mengen am Stück kommen: Ernte aus dem Garten, Fleisch vom Direktvermarkter, Vorkochen für die Woche. Dann zählt neben dem Nutzinhalt vor allem das Gefriervermögen — wie viel das Gerät an einem Tag überhaupt durchfriert.
Was bedeutet das Gefriervermögen in Kilogramm pro 24 Stunden?
Es ist die Menge frischer, ungefrorener Lebensmittel, die das Gerät innerhalb von 24 Stunden auf Lagertemperatur bringt, gemessen nach EU 2017/1369. In diesem Vergleich reicht die Spanne von 16 bis 20,8 Kilogramm. Wichtig ist der Unterschied zum Nutzinhalt: Ein Gerät kann 366 Liter fassen und trotzdem nur rund 21 Kilogramm pro Tag einfrieren. Wer mehr auf einmal einlegt, verlängert nicht nur den Vorgang, sondern hebt die Temperatur im gesamten Innenraum an — bereits gelagerte Ware taut dabei an, und angetautes Fleisch darf nicht wieder eingefroren werden. Die Schnellgefrierfunktion hilft, weil sie das Gerät vorkühlt; sie erhöht das Gefriervermögen aber nicht.
Was ist die Lagerzeit bei Störung, und worauf sollte man achten?
Sie gibt an, wie viele Stunden das Gefriergut nach einem Stromausfall oder Gerätedefekt unter der kritischen Temperatur bleibt. In diesem Feld liegen die Werte zwischen 9 und 14 Stunden, wobei die 70 Zentimeter breiten Geräte deutlich besser abschneiden als die schmalen. Praktisch heißt das: Ein Ausfall am Freitagabend übersteht bei keinem dieser Geräte das Wochenende. Die wichtigste Gegenmaßnahme kostet nichts — die Tür geschlossen lassen; jedes Öffnen verkürzt die Zeit erheblich. Ein voll gefüllter Schrank hält zudem länger als ein halb leerer, weil die gefrorene Masse selbst als Kältespeicher wirkt.
Ist NoFrost bei einem Gefrierschrank Pflicht?
Pflicht nicht, aber der Komfortgewinn ist hier größer als bei jedem anderen Kühlgerät: Abtauen bedeutet beim Gefrierschrank, den kompletten Inhalt für Stunden zwischenzulagern — im Sommer praktisch nur mit einem zweiten Gerät oder Kühlboxen machbar. Bezahlt wird NoFrost dreifach: mit Nutzinhalt, weil Verdampfer und Luftkanäle Platz brauchen; mit Strom für Ventilator und periodische Abtauheizung; und mit schnellerer Austrocknung von unverpacktem Gefriergut, weil die umgewälzte Luft trocken ist. Wer luftdicht verpackt und ohnehin selten öffnet, kann mit einem Gerät ohne NoFrost mehr Liter fürs Geld bekommen. Alle sechs Geräte dieses Vergleichs bieten NoFrost.
Darf ein Gefrierschrank in den unbeheizten Keller oder die Garage?
Nur, wenn die Klimaklasse dazu passt — und das ist der häufigste Fehler bei genau dieser Aufstellung. Die Klassen geben den zulässigen Umgebungstemperaturbereich an: SN von 10 bis 32 °C, N von 16 bis 32 °C, ST von 16 bis 38 °C, T von 16 bis 43 °C. Zu kalt ist dabei genauso ein Problem wie zu warm: Sinkt die Raumtemperatur unter den zulässigen Bereich, springt der Kompressor zu selten an, und die Temperatur im Inneren steigt trotz Kälte draußen. Wer in einen ungeheizten Raum stellt, braucht mindestens SN oder ein ausdrücklich als kellertauglich beworbenes Gerät; die Angabe steht im EU-Produktdatenblatt, nicht auf der Produktseite.
Warum steht in dieser Tabelle keine Spalte mit dem Stromverbrauch in kWh?
Weil kein Hersteller diesen Wert auf seiner Produktseite als lesbaren Text ausliefert. Er steht auf dem Label und im herunterladbaren EU-Produktdatenblatt, auf der Webseite selbst nur in maschinenlesbaren Metadaten oder gar nicht. Was die Hersteller nennen, ist eine Kostenschätzung in Euro pro Jahr mit ausgewiesener Annahme von 0,40 Euro je Kilowattstunde; diese Werte führen wir im Text. Daraus die Kilowattstunden zurückzurechnen wäre möglich — aber eine selbst gerechnete Zahl als Herstellerangabe auszugeben ist genau der Fehler, den diese Seite nicht macht. Die Effizienzklasse leistet dasselbe besser, weil sie bereits auf den Nutzinhalt normiert ist.
Gefrierschrank oder Gefriertruhe?
Die Truhe gewinnt bei Verbrauch, Preis pro Liter und Lagerzeit bei Störung, weil beim Öffnen kaum Kaltluft entweicht — der Schrank gewinnt bei Grundfläche und Übersicht, weil jede Schublade einzeln zugänglich ist. Wer täglich etwas herausnimmt, wird mit einer Truhe unglücklich; wer einmal im Monat Vorräte holt und Platz im Keller hat, fährt damit günstiger. In diesem Vergleich stehen keine Truhen, weil die Hersteller mit maschinell lesbaren Datenblättern aktuell keine mit vollständigen Werten führen — das ist eine Lücke unserer Datenlage, kein Urteil über die Bauform.
Wie viel Strom kostet ein Gefrierschrank im Jahr?
Die Hersteller selbst schätzen für die sechs Geräte dieses Vergleichs zwischen 80,40 und 93,60 Euro pro Jahr, jeweils bei ausgewiesenen 0,40 Euro je Kilowattstunde — bei einem anderen Strompreis verschiebt sich der Betrag entsprechend. Aufschlussreich ist die Verteilung: Das größte Gerät mit 366 Litern liegt darin niedriger als das 242-Liter-Gerät derselben Marke. Volumen und Verbrauch hängen also weit weniger zusammen, als die Literzahl vermuten lässt; entscheidend ist die Effizienzklasse, die genau dieses Verhältnis abbildet. Wer ein 15 Jahre altes Gerät ersetzt, spart in der Regel deutlich mehr, als die Klassendifferenz zwischen zwei Neugeräten je ausmacht.
Wie dieser Vergleich entstanden ist
Für die Kategorie Gefrierschränke haben wir 6 Produkte über 6 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Energieeffizienzklasse (Skala A bis G) mit 30 von 100 Punkten, Preise sind Circa-Angaben mit Stand September 2026. Im Labor getestet haben wir nichts, und jeder einzelne Wert trägt eine nachprüfbare Quelle. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →
Schnelle Antworten zu Gefrierschränke
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