| Maximales Drehmoment (harter Schraubfall) | 45/100 | Skala 20–150 Nm, mehr ist besser | Das Drehmoment entscheidet, ob eine 8er-Schraube ohne Vorbohren in Konstruktionsholz geht oder ob die Maschine auf halbem Weg stehen bleibt und man mit dem Akkuschrauber am Griff hängt. Wir werten hier ausdrücklich den <strong>harten Schraubfall</strong> und nicht den weichen, und der Grund ist die Datenlage: Den harten Wert beziffern fünf der sechs Hersteller im Feld, den weichen nur vier — und Worx nennt gar keinen von beiden, sondern nur ein unqualifiziertes „Max. Drehmoment“. Was die Zahl bedeutet, muss man wissen: Der harte Schraubfall ist eine starre Verbindung, in der das Drehmoment schlagartig ansteigt; der weiche ist die nachgiebige Verbindung, wie sie beim Schrauben in Holz entsteht — also der Fall, den die meisten Käufer tatsächlich vor sich haben. Der harte Wert liegt regelmäßig beim Doppelten des weichen (Makita 130 zu 65 Nm, Metabo 65 zu 28 Nm, Bosch EasyDrill 32 zu 23 Nm). Wer also aus der Werbezahl auf die Kraft im Holz schließt, überschätzt seine Maschine systematisch. Noch eine Stufe höher liegt das Blockierdrehmoment (Makita 141 Nm, Bosch 110 Nm) — es steht in den Modellnamen und beschreibt gar keinen Schraubfall. Unsere Skala von 20 bis 150 Nm deckt das Spektrum vom kompakten Heimwerkergerät bis zum stärksten 18-Volt-Bohrschrauber ab. |
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| Einstellbare Drehmomentstufen | 20/100 | Skala 10–25, mehr ist besser | Die Rutschkupplung ist das Bauteil, das eine Schraube im Möbelbrett stehen lässt, statt sie zu versenken oder den Kopf abzudrehen — und je feiner sie gestuft ist, desto genauer trifft man den Punkt kurz vor dem Durchdrehen. Der Unterschied im Feld ist erheblich: 25 Stufen beim Bosch GSR 18V-110 C, 18 beim Worx WX102. Wer viel in Spanplatte, Gipskarton oder weiches Holz schraubt, merkt das bei jeder zweiten Schraube; wer überwiegend bohrt, kaum. Zwei Dinge gehören zur Ehrlichkeit dazu: Die Zahl sagt nichts über die Trennschärfe zwischen zwei benachbarten Stufen, und die von den Herstellern gern angehängte „+1“ ist keine Drehmomentstufe, sondern die Bohrstellung mit ausgeschalteter Kupplung — wir zählen sie nicht mit. Metabo nennt für den BS 18 L BL keine Stufenzahl, sondern nur den einstellbaren Bereich von 0,5 bis 9 Nm; dort steht „k. A.“, und das Kriterium geht neutral mit 5,0 von 10 Punkten ein. |
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| Leerlaufdrehzahl im 2. Gang (Höchstwert) | 20/100 | Skala 1.200–2.200 min⁻¹, mehr ist besser | Der zweite Gang ist der Bohrgang, und seine Drehzahl bestimmt, wie schnell ein Bohrer durch Holz oder Stahl kommt — bei kleinen Durchmessern arbeitet man fast nur dort. Unter etwa 1.500 min⁻¹ wird das Bohren in Metall zäh, weil die Schnittgeschwindigkeit fehlt; über 2.000 min⁻¹ liegt man auf dem Niveau der Profigeräte im Feld (Makita und Bosch Professional erreichen je 2.100 min⁻¹, der Bosch EasyDrill 18V-40 nur 1.630). Wir werten bewusst den zweiten Gang und nicht den ersten: Der erste Gang ist der Schraubgang, seine niedrige Drehzahl ist ein Vorteil und kein Nachteil — eine Spalte, in der weniger besser wäre, würde die Skala umdrehen und den Vergleich unlesbar machen. Alle Werte sind Leerlaufdrehzahlen, gemessen ohne Last; unter Last bricht jede Maschine ein, und wie stark, veröffentlicht kein Hersteller. Einhell nennt für den TP-CD 18/50 Li-i BL auf der Produktseite überhaupt keine Leerlaufdrehzahl, sondern nur die Schlagzahlen; dort steht „k. A.“. |
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| Gewicht ohne Akku (Herstellerangabe) | 15/100 | Skala 0,8–2,5 kg, weniger ist besser | Ein Akkuschrauber wird über Kopf gehalten, in Schrankecken gedreht und stundenlang in einer Hand geführt — 300 Gramm Unterschied merkt man nach der zwanzigsten Schraube in der Decke deutlicher als 20 Nm mehr Drehmoment. Wir gewichten das Gewicht trotzdem niedrig, und zwar aus einem Grund, der offengelegt gehört: <strong>Die Hersteller messen es nicht gleich.</strong> Metabo schreibt „Gewicht ohne Akkupack“, Bosch Professional „Gewicht exkl. Akku“, Worx „Gewicht ohne Akku“, Makita führt „Produktgewicht 1,7 kg“ neben „Gewicht inkl. Akku 2,3 – 2,7 kg“ — nur an dieser zweiten Zeile ist erkennbar, dass das Produktgewicht die nackte Maschine meint. Bosch nennt beim EasyDrill 18V-40 ausschließlich ein „Maschinengewicht mit Akku“ von 1,30 kg, Einhell nur ein „Produktgewicht“ von 2,02 kg ohne jede Angabe, worauf es sich bezieht. Beide Werte in dieselbe Spalte zu schreiben wie ein Gewicht ohne Akku hieße, einen Unterschied von 400 bis 700 Gramm zu verschweigen — deshalb steht bei diesen beiden Geräten „k. A.“. Dazu kommt: Ein schwereres Gerät ist nicht automatisch das schlechtere, das Metallgetriebe und das Vollmetallbohrfutter der Profigeräte wiegen genau das, was sie an Haltbarkeit bringen. |
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| Drehmoment im weichen Schraubfall (nur wo der Hersteller ihn nennt) | 0/100 | Skala 15–80 Nm, mehr ist besser | Das ist die Zahl, die dem tatsächlichen Schrauben in Holz am nächsten kommt — und sie bekommt bei uns null Punkte, weil zwei der sechs Hersteller sie schlicht nicht veröffentlichen. Ein Kriterium, das vier Geräte bewertet und zwei neutral durchreicht, wäre keine Messung, sondern eine Punkteverteilung nach Auskunftsfreude. Wir führen die Spalte trotzdem mit, weil sie den wichtigsten Sachverhalt dieser Kategorie sichtbar macht: Makita nennt für den DHP492 130 Nm hart und 65 Nm weich, Bosch für den GSR 18V-110 C 85 hart und 47 weich, Metabo für den BS 18 L BL 65 hart und 28 weich. Das Verhältnis liegt bei rund zwei zu eins — beim Metabo sogar bei mehr als zwei zu eins. Wer zwei Geräte vergleicht und bei einem den harten, beim anderen den weichen Wert liest, vergleicht Zahlen, die um mehr als das Doppelte auseinanderliegen. Wichtig für die Einordnung: Die 8 bis 9 Nm, die eine Rutschkupplung im Schraubbetrieb tatsächlich freigibt (Metabo beziffert den einstellbaren Bereich mit 0,5 bis 9 Nm), liegen noch einmal weit unter beiden Werten. Die großen Zahlen beschreiben, was die Maschine kann, wenn die Kupplung ausgeschaltet ist. |
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| Akkuspannung (Schreibweise des Herstellers) | 0/100 | 18 V = 5 · 18,0 V = 5 · 20 V Max = 5 Punkte | Diese Spalte vergibt bei uns keine Punkte, und das ist keine Bequemlichkeit, sondern die einzig ehrliche Lösung: <strong>18 V und 20 V MAX bezeichnen in aller Regel dieselben Akkuzellen.</strong> Ein Lithium-Ionen-Pack mit fünf Zellen liefert im Leerlauf kurz 5 × 4,0 = 20 Volt und unter Last dauerhaft 5 × 3,6 = 18 Volt. Wer die Leerlaufspannung auf den Karton schreibt, bekommt die größere Zahl, ohne dass ein einziges Watt dazukäme. In diesem Feld schreibt Worx „20 V Max“, während Makita, Metabo und Einhell „18 V“ und Bosch „18,0 V“ notieren — bei vergleichbarer Bauart. Deshalb zeigen wir die Schreibweisen nebeneinander, statt sie zu Punkten zu verrechnen: Eine Spalte, in der Worx besser dasteht, weil der Hersteller anders misst, wäre genau der Fehler, den diese Seite vermeiden soll. Praktisch heißt das: Die Voltzahl taugt zur Unterscheidung von 12-Volt- und 18-Volt-Klasse, aber nicht zum Ranking innerhalb einer Klasse. Aussagekräftiger ist die Kapazität des Akkupacks in Amperestunden — und die hängt nicht am Werkzeug, sondern am Set, das man kauft. |
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| Größte Bohrfutterspannweite | 0/100 | Skala 10–13 mm, mehr ist besser | Die Spannweite des Bohrfutters bestimmt, welcher Bohrerschaft überhaupt hineinpasst — und sie bekommt hier null Punkte, weil alle sechs verglichenen Geräte auf denselben Wert kommen: 13 Millimeter. Ein Kriterium ohne Unterschied misst nichts. Wir führen es trotzdem mit, weil es beim Blick über dieses Feld hinaus zum Ausschlusskriterium wird: Kompaktgeräte spannen häufig nur 10 mm, und damit fallen Holzbohrer ab etwa 8 mm Durchmesser, Lochsägenadapter und die meisten Forstnerbohrer aus dem Programm. Worx bietet dieselbe Baureihe in beiden Varianten an — der hier verglichene WX102 hat 13 mm, der kleinere WX100 desselben Herstellers 10 mm. Wichtiger als die reine Zahl ist zweierlei, was in der Tabelle nicht steht: die untere Spannweite (Makita, Metabo und Bosch Professional greifen ab 1,5 mm, Einhell erst ab 2 mm — für dünne Vorbohrer ein realer Unterschied) und das Material. Bosch nennt beim GSR 18V-110 C ausdrücklich ein Vollmetallbohrfutter, Einhell ein Metallbohrfutter; wo nichts steht, ist Kunststoff wahrscheinlich. |
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