Vergleichsatlas

Akkuschrauber Vergleich 2026

Stand: · 8 Produkte · 4 gewichtete Kriterien + 3 nur zur Information · kein Labortest

Die Zahl, mit der in dieser Kategorie geworben wird, ist fast nie die Zahl, mit der geschraubt wird.

Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten

Hersteller messen das Drehmoment in zwei genormten Schraubfällen — hart (starre Verbindung, etwa Schraube in Metall) und weich (nachgiebige Verbindung, etwa Schraube in Holz) — und der harte Wert fällt regelmäßig doppelt so hoch aus: Makita nennt für den DHP492 „Drehmoment hart/weich 130 / 65 Nm“, Bosch für den GSR 18V-110 C „47/85/110 Nm“ für weich, hart und maximal. Die Modellnamen tragen dabei meist den höchsten der drei Werte, der gar kein Schraubmoment ist, sondern das Blockierdrehmoment — bei Makita steht dieselbe Maschine mit „max. 141 Nm“ in der Überschrift. Wir werten deshalb ausschließlich den harten Schraubfall, weil fünf der sechs Hersteller ihn beziffern, und führen den weichen Wert als eigene Spalte mit null Punkten daneben; vermischt wird nie. Der zweite Stolperstein steht auf jedem Karton: 18 V und 20 V MAX beschreiben dieselbe Zellenchemie, nur einmal die Nennspannung und einmal die Leerlaufspannung — Worx notiert „20 V Max“, wo Makita, Metabo und Einhell „18 V“ schreiben. Wir haben sechs in Deutschland erhältliche Akku-Bohrschrauber von fünf Herstellern ausschließlich über deren eigene Produktseiten verglichen, jede Zahl mit Quellen-URL, und dort „k. A.“ gesetzt, wo der Hersteller schweigt oder in einer Bezugsgröße misst, die zu den anderen nicht passt.

Die kurze Antwort

Makita DHP492 Akku-Schlagbohrschrauber

7,8von 10 · Platz 1 von 8

Der Vergleichssieger und zugleich das ehrlichste Datenblatt im Feld: Makita nennt alle drei Drehmomentwerte nebeneinander — „Drehmoment hart/weich 130 / 65 Nm“ und „Blockierdrehmoment 141 Nm“ — und macht damit selbst sichtbar, dass die 141 Nm aus der Produktüberschrift kein Schraubmoment sind.

  • Bester Wert bei Maximales Drehmoment
  • Bester Wert bei Leerlaufdrehzahl im 2. Gang

Nicht für jeden der richtige. Knapp dahinter liegt Bosch Professional GSR 18V-110 C mit 6,7 von 10 Punkten. Welches Kriterium für Dich zählt, klärt der Kaufberater weiter unten.

Anzeige: Die Kauflinks sind Partnerlinks. An der Reihenfolge und am Ergebnis der Rechnung ändern sie nichts — wie wir damit umgehen.

Noch unentschlossen? Der Ratgeber Akkuschrauber kaufen: Du entscheidest Dich für ein Akkusystem, nicht für ein Gerät erklärt ohne Modellnamen, welche Angabe das Ergebnis bestimmt und welche nur groß auf dem Karton steht.

Alle 8 Produkte im Punktevergleich

Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.

Akkuschrauber: 8 Produkte, bewertet über 4 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
ProduktScorevon 10Maximales Drehmoment (harter Schraubfall)in NmGewicht 45/100Einstellbare DrehmomentstufenGewicht 20/100Leerlaufdrehzahl im 2. Gang (Höchstwert)in min⁻¹Gewicht 20/100Gewicht ohne Akku (Herstellerangabe)in kgGewicht 15/100Drehmoment im weichen Schraubfall (nur wo der Hersteller ihn nennt)in NmGewicht 0/100Akkuspannung (Schreibweise des Herstellers)Gewicht 0/100Größte Bohrfutterspannweitein mmGewicht 0/100Preisca., Stand September 2026KaufenAnzeigePartnerlinks
Makita DHP492 Akku-SchlagbohrschrauberVergleichssiegerPreis siehe Händler7,8130212.1001,76518 V13k. A.laut Makita Deutschland (Produktseite, Vertrieb über Fachhandel)Amazon ›auch bei Makita Deutschland (Produktseite, Vertrieb über Fachhandel)
Bosch Professional GSR 18V-110 CPreis siehe Händler6,785252.1001,84718,0 V13k. A.laut Bosch Professional DeutschlandCoolblue ›auch bei ALTERNATE
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DeWalt DCD800Preis siehe Händler5,490152.000k. A.k. A.k. A.13k. A.Contorion ›auch bei ALTERNATE
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Worx WX102 (20 V, bürstenlos)Preis-Leistungca. 179,99 €5,360182.0001,1k. A.20 V Max13ca. 179,99 €laut Worx Onlineshop DeutschlandAmazon ›auch bei Worx Onlineshop Deutschland
Metabo BS 18 L BLca. 197,54 €5,065k. A.1.7000,92818 V13ca. 197,54 €laut Metabo DeutschlandAmazon ›auch bei Metabo Deutschland
Einhell TP-CD 18/50 Li-i BLca. 149,95 €4,55020k. A.1,19k. A.18 V13ca. 149,95 €laut Einhell DeutschlandALTERNATE ›auch bei Amazon
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Festool TPC 18/4Preis siehe Händler3,775k. A.800k. A.50k. A.13k. A.Contorion ›auch bei Amazon
Bosch EasyDrill 18V-40 (Heimwerker-Linie)ca. 129,98 €3,432201.630k. A.2318,0 V13ca. 129,98 €laut Bosch Heimwerken & GartenOTTO Office ›auch bei Contorion
3 weitere Händler

„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. „Direkt bei …“ ist unvergütet. Wie wir rechnen →

Worauf kommt es Dir an?

Der Gesamtscore gewichtet 4 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.

Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.

Das Ergebnis in fünf Sätzen

  • Stand September 2026 ist Makita DHP492 Akku-Schlagbohrschrauber der Vergleichssieger unter 8 verglichenen Produkten der Kategorie Akkuschrauber — mit 7,8 von 10 Punkten aus 4 gewichteten Kriterien.
  • Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Maximales Drehmoment (harter Schraubfall) mit 45 von 100 Gewichtspunkten: Das Drehmoment entscheidet, ob eine 8er-Schraube ohne Vorbohren in Konstruktionsholz geht oder ob die Maschine auf halbem Weg stehen bleibt und man mit dem Akkuschrauber am Griff hängt. Wir werten hier ausdrücklich den <strong>harten Schraubfall</strong> und nicht den weichen, und der Grund ist die Datenlage: Den harten Wert beziffern fünf der sechs Hersteller im Feld, den weichen nur vier — und Worx nennt gar keinen von beiden, sondern nur ein unqualifiziertes „Max. Drehmoment“. Was die Zahl bedeutet, muss man wissen: Der harte Schraubfall ist eine starre Verbindung, in der das Drehmoment schlagartig ansteigt; der weiche ist die nachgiebige Verbindung, wie sie beim Schrauben in Holz entsteht — also der Fall, den die meisten Käufer tatsächlich vor sich haben. Der harte Wert liegt regelmäßig beim Doppelten des weichen (Makita 130 zu 65 Nm, Metabo 65 zu 28 Nm, Bosch EasyDrill 32 zu 23 Nm). Wer also aus der Werbezahl auf die Kraft im Holz schließt, überschätzt seine Maschine systematisch. Noch eine Stufe höher liegt das Blockierdrehmoment (Makita 141 Nm, Bosch 110 Nm) — es steht in den Modellnamen und beschreibt gar keinen Schraubfall. Unsere Skala von 20 bis 150 Nm deckt das Spektrum vom kompakten Heimwerkergerät bis zum stärksten 18-Volt-Bohrschrauber ab.
  • Preis-Leistungs-Sieger ist Worx WX102 (20 V, bürstenlos) mit 5,3 von 10 Punkten bei einem Preis von ca. 179,99 € (Stand September 2026) — mechanisch ermittelt als bestes Verhältnis von Punktzahl zu Preis.
  • Für 6 der 8 Produkte fehlen mindestens eine Herstellerangabe (insgesamt 11 Werte); fehlende Werte gehen neutral mit 5,0 in die Rechnung ein und stehen in der Tabelle sichtbar als „k. A.“.
  • Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.

Einordnung der Redaktion: Wo unsere Rechnung an ihre Grenze kommt

  • Der Makita DHP492 gewinnt die Rechnung deutlich und verdient — 130 Nm im harten Schraubfall sind der Höchstwert, 2.100 min⁻¹ der geteilte Bestwert, und Makita ist der einzige Hersteller im Feld, der alle drei Drehmomentwerte offenlegt. Nur ist er auch das schwerste Gerät: 1,7 kg ohne Akku, mit Akku laut Hersteller 2,3 bis 2,7 kg. Für den Haushalt, der zweimal im Jahr ein Regal montiert, ist das die falsche Maschine, und zwar nicht knapp. Dazu kommt eine Einschränkung, die man kennen sollte: Makita nennt auf der Produktseite keinen Preis, weil der Vertrieb über den Fachhandel läuft — beim Preis-Leistungs-Vergleich kann das Gerät deshalb gar nicht antreten.
  • Die unangenehmste Stelle dieser Kategorie ist der Worx WX102. Er wird Preis-Leistungs-Sieger und landet in der Gesamtwertung auf Platz drei — obwohl unser schwerstgewichtetes Kriterium bei ihm leer bleibt. Worx nennt ein „Max. Drehmoment“ von 60 Nm, sagt aber nicht, in welchem Schraubfall gemessen wurde; wir tragen die Zahl deshalb nicht ein, und ein fehlender Wert geht nach unserer offengelegten Regel neutral mit 5,0 von 10 Punkten ein. Läge die 60 Nm im harten Schraubfall, wäre die neutrale Wertung ungefähr richtig. Läge sie im weichen, wäre das Gerät stärker, als unsere Tabelle zeigt — läge sie beim Blockierdrehmoment, deutlich schwächer. Wir wissen es nicht, und das ist genau die Information, die der Hersteller nicht gibt. Wer den Worx in die engere Wahl nimmt, sollte sie beim Verkäufer erfragen.
  • Der Metabo BS 18 L BL ist der Verlierer unserer Systematik und in mancher Hinsicht das interessanteste Gerät im Feld. Er ist mit 0,9 kg ohne Akkupack der leichteste Bohrschrauber hier, bei immerhin 65 Nm im harten Schraubfall — ein Verhältnis, das keiner der anderen erreicht. Punkte kosten ihn zwei Dinge, die mit der Maschine nichts zu tun haben: Metabo nennt keine Zahl der Drehmomentstufen (neutrale 5,0 Punkte in einem 20-Prozent-Kriterium) und liegt mit 1.700 min⁻¹ im zweiten Gang hinten. Wer viel über Kopf und in engen Räumen arbeitet, sollte dieses Gerät trotz Tabellenplatz auf die engere Liste nehmen — und beim Preis daran denken, dass die 197,54 € ohne Akku und ohne Ladegerät gelten.
  • Zum Bosch EasyDrill 18V-40, dem Schlusslicht: Ihm fehlt nichts, er ist nur für kleinere Aufgaben gebaut. Alle leistungsbezogenen Kriterien laufen gegen ein Heimwerkergerät, und wer lange Schrauben in Konstruktionsholz treibt, wird mit 32 Nm nicht glücklich. Wer dagegen Möbel aufbaut, Regale anbringt und gelegentlich ein Loch in Holz bohrt, bekommt für 129,98 € ein komplettes Set mit zwei Akkus, Ladegerät und einer Maschine, die 1,30 kg wiegt. Diese Tabelle sollte man von unten lesen, wenn der Anlass klein ist.
  • Zwei Lücken, die wir nicht geschlossen haben: Der Bosch GSR 18V-110 C hat keinen Preis, weil Bosch Professional auf der Produktseite ausschließlich netto ausweist (246,00 € für die verlinkte Variante) — 19 Prozent Umsatzsteuer selbst aufzuschlagen wäre unsere Rechnung, keine Herstellerangabe, und in einer Spalte mit Bruttopreisen wäre der Nettowert schlicht falsch. Und Ryobi, Black+Decker und Scheppach fehlen, obwohl sie in dieser Kategorie relevante Geräte bauen: Ihre Produktseiten liefern die Spezifikationen erst per JavaScript nach oder führen die Produkte nicht mehr unter abrufbaren Adressen. Werte aus Händler-Listings zu übernehmen, wäre die schlechtere Lösung gewesen — dieselbe falsche Zahl steht bei drei Händlern, wenn alle drei vom selben Datenblatt abgeschrieben haben.
  • Was wir bewusst nicht bewerten: die Akkukapazität in Amperestunden. Sie ist kaufentscheidend, aber sie ist keine Eigenschaft des Werkzeugs — dieselbe Maschine gibt es je nach Variante ohne Akku, mit einem 2,0-Ah-Pack oder mit zwei 4,0-Ah-Packs, und der Unterschied schlägt sich im Preis nieder, nicht in der Leistung. Eine Spalte daraus zu bauen hieße, Kaufsets zu bewerten statt Geräte. Ebenso wenig bewerten wir Lautstärke: Makita veröffentlicht für den DHP492 Schallleistungs- und Schalldruckpegel, Metabo ebenfalls, die übrigen Hersteller im Feld gar nichts. Ein Kriterium daraus zu bauen hieße, Punkte nach Auskunftsfreude zu verteilen.

Einordnung auf Basis der in der Tabelle verlinkten Herstellerangaben, abgerufen am 05.08.2026. Eigene Messungen gibt es nicht — wir betreiben kein Labor und testen keine Geräte.

So haben wir gewichtet — alle 7 Kriterien mit Begründung
KriteriumGewichtMessungWarum kaufentscheidend
Maximales Drehmoment (harter Schraubfall)45/100Skala 20–150 Nm, mehr ist besserDas Drehmoment entscheidet, ob eine 8er-Schraube ohne Vorbohren in Konstruktionsholz geht oder ob die Maschine auf halbem Weg stehen bleibt und man mit dem Akkuschrauber am Griff hängt. Wir werten hier ausdrücklich den <strong>harten Schraubfall</strong> und nicht den weichen, und der Grund ist die Datenlage: Den harten Wert beziffern fünf der sechs Hersteller im Feld, den weichen nur vier — und Worx nennt gar keinen von beiden, sondern nur ein unqualifiziertes „Max. Drehmoment“. Was die Zahl bedeutet, muss man wissen: Der harte Schraubfall ist eine starre Verbindung, in der das Drehmoment schlagartig ansteigt; der weiche ist die nachgiebige Verbindung, wie sie beim Schrauben in Holz entsteht — also der Fall, den die meisten Käufer tatsächlich vor sich haben. Der harte Wert liegt regelmäßig beim Doppelten des weichen (Makita 130 zu 65 Nm, Metabo 65 zu 28 Nm, Bosch EasyDrill 32 zu 23 Nm). Wer also aus der Werbezahl auf die Kraft im Holz schließt, überschätzt seine Maschine systematisch. Noch eine Stufe höher liegt das Blockierdrehmoment (Makita 141 Nm, Bosch 110 Nm) — es steht in den Modellnamen und beschreibt gar keinen Schraubfall. Unsere Skala von 20 bis 150 Nm deckt das Spektrum vom kompakten Heimwerkergerät bis zum stärksten 18-Volt-Bohrschrauber ab.
Einstellbare Drehmomentstufen20/100Skala 10–25, mehr ist besserDie Rutschkupplung ist das Bauteil, das eine Schraube im Möbelbrett stehen lässt, statt sie zu versenken oder den Kopf abzudrehen — und je feiner sie gestuft ist, desto genauer trifft man den Punkt kurz vor dem Durchdrehen. Der Unterschied im Feld ist erheblich: 25 Stufen beim Bosch GSR 18V-110 C, 18 beim Worx WX102. Wer viel in Spanplatte, Gipskarton oder weiches Holz schraubt, merkt das bei jeder zweiten Schraube; wer überwiegend bohrt, kaum. Zwei Dinge gehören zur Ehrlichkeit dazu: Die Zahl sagt nichts über die Trennschärfe zwischen zwei benachbarten Stufen, und die von den Herstellern gern angehängte „+1“ ist keine Drehmomentstufe, sondern die Bohrstellung mit ausgeschalteter Kupplung — wir zählen sie nicht mit. Metabo nennt für den BS 18 L BL keine Stufenzahl, sondern nur den einstellbaren Bereich von 0,5 bis 9 Nm; dort steht „k. A.“, und das Kriterium geht neutral mit 5,0 von 10 Punkten ein.
Leerlaufdrehzahl im 2. Gang (Höchstwert)20/100Skala 1.200–2.200 min⁻¹, mehr ist besserDer zweite Gang ist der Bohrgang, und seine Drehzahl bestimmt, wie schnell ein Bohrer durch Holz oder Stahl kommt — bei kleinen Durchmessern arbeitet man fast nur dort. Unter etwa 1.500 min⁻¹ wird das Bohren in Metall zäh, weil die Schnittgeschwindigkeit fehlt; über 2.000 min⁻¹ liegt man auf dem Niveau der Profigeräte im Feld (Makita und Bosch Professional erreichen je 2.100 min⁻¹, der Bosch EasyDrill 18V-40 nur 1.630). Wir werten bewusst den zweiten Gang und nicht den ersten: Der erste Gang ist der Schraubgang, seine niedrige Drehzahl ist ein Vorteil und kein Nachteil — eine Spalte, in der weniger besser wäre, würde die Skala umdrehen und den Vergleich unlesbar machen. Alle Werte sind Leerlaufdrehzahlen, gemessen ohne Last; unter Last bricht jede Maschine ein, und wie stark, veröffentlicht kein Hersteller. Einhell nennt für den TP-CD 18/50 Li-i BL auf der Produktseite überhaupt keine Leerlaufdrehzahl, sondern nur die Schlagzahlen; dort steht „k. A.“.
Gewicht ohne Akku (Herstellerangabe)15/100Skala 0,8–2,5 kg, weniger ist besserEin Akkuschrauber wird über Kopf gehalten, in Schrankecken gedreht und stundenlang in einer Hand geführt — 300 Gramm Unterschied merkt man nach der zwanzigsten Schraube in der Decke deutlicher als 20 Nm mehr Drehmoment. Wir gewichten das Gewicht trotzdem niedrig, und zwar aus einem Grund, der offengelegt gehört: <strong>Die Hersteller messen es nicht gleich.</strong> Metabo schreibt „Gewicht ohne Akkupack“, Bosch Professional „Gewicht exkl. Akku“, Worx „Gewicht ohne Akku“, Makita führt „Produktgewicht 1,7 kg“ neben „Gewicht inkl. Akku 2,3 – 2,7 kg“ — nur an dieser zweiten Zeile ist erkennbar, dass das Produktgewicht die nackte Maschine meint. Bosch nennt beim EasyDrill 18V-40 ausschließlich ein „Maschinengewicht mit Akku“ von 1,30 kg, Einhell nur ein „Produktgewicht“ von 2,02 kg ohne jede Angabe, worauf es sich bezieht. Beide Werte in dieselbe Spalte zu schreiben wie ein Gewicht ohne Akku hieße, einen Unterschied von 400 bis 700 Gramm zu verschweigen — deshalb steht bei diesen beiden Geräten „k. A.“. Dazu kommt: Ein schwereres Gerät ist nicht automatisch das schlechtere, das Metallgetriebe und das Vollmetallbohrfutter der Profigeräte wiegen genau das, was sie an Haltbarkeit bringen.
Drehmoment im weichen Schraubfall (nur wo der Hersteller ihn nennt)0/100Skala 15–80 Nm, mehr ist besserDas ist die Zahl, die dem tatsächlichen Schrauben in Holz am nächsten kommt — und sie bekommt bei uns null Punkte, weil zwei der sechs Hersteller sie schlicht nicht veröffentlichen. Ein Kriterium, das vier Geräte bewertet und zwei neutral durchreicht, wäre keine Messung, sondern eine Punkteverteilung nach Auskunftsfreude. Wir führen die Spalte trotzdem mit, weil sie den wichtigsten Sachverhalt dieser Kategorie sichtbar macht: Makita nennt für den DHP492 130 Nm hart und 65 Nm weich, Bosch für den GSR 18V-110 C 85 hart und 47 weich, Metabo für den BS 18 L BL 65 hart und 28 weich. Das Verhältnis liegt bei rund zwei zu eins — beim Metabo sogar bei mehr als zwei zu eins. Wer zwei Geräte vergleicht und bei einem den harten, beim anderen den weichen Wert liest, vergleicht Zahlen, die um mehr als das Doppelte auseinanderliegen. Wichtig für die Einordnung: Die 8 bis 9 Nm, die eine Rutschkupplung im Schraubbetrieb tatsächlich freigibt (Metabo beziffert den einstellbaren Bereich mit 0,5 bis 9 Nm), liegen noch einmal weit unter beiden Werten. Die großen Zahlen beschreiben, was die Maschine kann, wenn die Kupplung ausgeschaltet ist.
Akkuspannung (Schreibweise des Herstellers)0/10018 V = 5 · 18,0 V = 5 · 20 V Max = 5 PunkteDiese Spalte vergibt bei uns keine Punkte, und das ist keine Bequemlichkeit, sondern die einzig ehrliche Lösung: <strong>18 V und 20 V MAX bezeichnen in aller Regel dieselben Akkuzellen.</strong> Ein Lithium-Ionen-Pack mit fünf Zellen liefert im Leerlauf kurz 5 × 4,0 = 20 Volt und unter Last dauerhaft 5 × 3,6 = 18 Volt. Wer die Leerlaufspannung auf den Karton schreibt, bekommt die größere Zahl, ohne dass ein einziges Watt dazukäme. In diesem Feld schreibt Worx „20 V Max“, während Makita, Metabo und Einhell „18 V“ und Bosch „18,0 V“ notieren — bei vergleichbarer Bauart. Deshalb zeigen wir die Schreibweisen nebeneinander, statt sie zu Punkten zu verrechnen: Eine Spalte, in der Worx besser dasteht, weil der Hersteller anders misst, wäre genau der Fehler, den diese Seite vermeiden soll. Praktisch heißt das: Die Voltzahl taugt zur Unterscheidung von 12-Volt- und 18-Volt-Klasse, aber nicht zum Ranking innerhalb einer Klasse. Aussagekräftiger ist die Kapazität des Akkupacks in Amperestunden — und die hängt nicht am Werkzeug, sondern am Set, das man kauft.
Größte Bohrfutterspannweite0/100Skala 10–13 mm, mehr ist besserDie Spannweite des Bohrfutters bestimmt, welcher Bohrerschaft überhaupt hineinpasst — und sie bekommt hier null Punkte, weil alle sechs verglichenen Geräte auf denselben Wert kommen: 13 Millimeter. Ein Kriterium ohne Unterschied misst nichts. Wir führen es trotzdem mit, weil es beim Blick über dieses Feld hinaus zum Ausschlusskriterium wird: Kompaktgeräte spannen häufig nur 10 mm, und damit fallen Holzbohrer ab etwa 8 mm Durchmesser, Lochsägenadapter und die meisten Forstnerbohrer aus dem Programm. Worx bietet dieselbe Baureihe in beiden Varianten an — der hier verglichene WX102 hat 13 mm, der kleinere WX100 desselben Herstellers 10 mm. Wichtiger als die reine Zahl ist zweierlei, was in der Tabelle nicht steht: die untere Spannweite (Makita, Metabo und Bosch Professional greifen ab 1,5 mm, Einhell erst ab 2 mm — für dünne Vorbohrer ein realer Unterschied) und das Material. Bosch nennt beim GSR 18V-110 C ausdrücklich ein Vollmetallbohrfutter, Einhell ein Metallbohrfutter; wo nichts steht, ist Kunststoff wahrscheinlich.

Die 4 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Akkuschrauber redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →

Bauarten, Akkusysteme und Alternativen — und was jede kostet

Die Entscheidung, die man bei einem Akkuschrauber wirklich trifft, ist nicht die für ein Gerät, sondern die für ein <strong>Akkusystem</strong>. Der zweite Akku, das Ladegerät, die Stichsäge in zwei Jahren, der Rasentrimmer im übernächsten Frühjahr — alles hängt an der Wahl, die man beim ersten Werkzeug trifft. Deshalb steht bei jeder der folgenden Bauarten und jedem System der echte Nachteil dabei, den keine Produktseite nennt.

VarianteTypisch gewählt fürEinordnung
Bohrschrauber ohne Schlagwerkauch: Akkuschrauber, Drill DriverMöbelmontage, Holzbau, Trockenbau, Bohren in Holz und Metall — der Normalfall im HaushaltDer Nachteil zeigt sich erst an der Wand: In Beton, Vollziegel und Kalksandstein kommt eine reine Drehbewegung nicht voran, weil der Bohrer das Material nicht zertrümmert, sondern nur reibt. Für einen einzigen Dübel im Beton reicht auch das stärkste Gerät dieses Vergleichs ohne Schlagwerk nicht aus. Dafür ist die Bauart leichter, kürzer und leiser als die Schlagvariante — der Metabo BS 18 L BL wiegt ohne Akku 0,9 kg, der Makita DHP492 mit Schlagwerk 1,7 kg.
Schlagbohrschrauberauch: Kombibohrer, Percussion DrillZusätzlich Löcher in Ziegel, Leichtbeton und Fliesenuntergrund — der Allrounder, wenn man nur ein Gerät haben willDer Nachteil ist Bauhöhe, Gewicht und Lärm: Das Schlagwerk sitzt im Kopf, verlängert die Maschine und macht sie schwerer, und man bezahlt es auch, wenn man es zweimal im Jahr braucht. Dazu kommt eine Grenze, die gern übersehen wird — ein Schlagbohrschrauber arbeitet mit hoher Schlagzahl und wenig Energie je Schlag (Einhell gibt für den TP-CD 18/50 bis zu 28.800 min⁻¹ an). In Stahlbeton ist damit trotzdem kaum etwas zu holen; dort braucht es einen Bohrhammer mit pneumatischem Schlagwerk.
Akku-Schlagschrauberauch: Impact Driver, DrehschlagschrauberLange Holzschrauben, Terrassenbau, Radmuttern, Verschraubungen, bei denen es nur auf Kraft ankommtDer Nachteil ist die fehlende Feinsteuerung: Ein Schlagschrauber hat kein Bohrfutter, sondern eine Sechskantaufnahme, meist keine Rutschkupplung und dreht eine Schraube gnadenlos durch das Werkstück, wenn man zu lange am Auslöser bleibt. Er ist außerdem laut. Für runde Bohrerschäfte und für alles, was auf Bündigkeit ankommt, ist er der falsche Griff — er ergänzt einen Bohrschrauber, ersetzt ihn nicht. Deshalb ist er nicht Teil dieses Vergleichs.
12-Volt-Klasse statt 18 VoltMöbelaufbau, Elektroinstallation, Arbeiten über Kopf und in Schrankecken, Werkzeugkoffer im AutoDer Nachteil ist die Reserve, die einfach nicht da ist: 12-Volt-Geräte liegen typischerweise bei 20 bis 40 Nm im harten Schraubfall und damit im Bereich des schwächsten Geräts dieses Vergleichs. Beim Bohren größerer Löcher in Hartholz und bei langen Schrauben ist früher Schluss. Dafür wiegen sie oft unter 1 kg und passen dorthin, wo eine 18-Volt-Maschine nicht mehr hinkommt. Wer beides braucht, kauft zweimal — und sollte dann darauf achten, dass beide Klassen zum selben Hersteller gehören, weil sonst zwei Ladegeräte und zwei Akkufamilien im Regal stehen.
Netzbetriebene BohrmaschineDauerbetrieb, Rühren von Mörtel und Fliesenkleber, seltene Nutzung ohne AkkupflegeDer Nachteil ist das Kabel — und zwar buchstäblich überall, wo man arbeitet: auf der Leiter, im Garten, im Rohbau ohne Strom. Dafür entfällt der Akku als Verschleiß- und Kostenteil, und beim Rühren zäher Massen läuft ein Netzgerät nicht nach zehn Minuten leer. Wer eine Maschine nur alle paar Monate anfasst, hat mit Netzbetrieb sogar den handfesten Vorteil, dass nichts tiefentladen im Keller liegt. Nicht Teil dieses Vergleichs.
Das Akkusystem als eigentliche Kaufentscheidungauch: Power X-Change, LXT, Professional 18V, PowerShare, CAS, Power for AllJeden, der damit rechnet, in den nächsten Jahren ein zweites Akkugerät zu kaufen — also fast jedenDer Nachteil sind die Wechselkosten, und sie sind der eigentliche Preis: Akkus sind zwischen den Systemen nicht austauschbar, ein einzelner 18-Volt-Akku kostet je nach Kapazität einen erheblichen Teil eines kompletten Einsteigergeräts, und wer das System wechselt, wirft Ladegerät und Akkupark mit weg. Die Hersteller sagen das auf ihre Weise selbst: Einhell wirbt mit der Kompatibilität zu allen Power-X-Change-Akkus, Makita führt das Gerät unter „Akku-Werkzeuge LXT 18V“, Bosch Professional nennt die Kompatibilität mit allen Bosch-Professional-18-Volt-Akkus, Worx mit PowerShare. Zwei Systeme im Feld gehen darüber hinaus und sind deshalb einen zweiten Blick wert: Der Metabo-Akku gehört zum <strong>Cordless Alliance System</strong>, das markenübergreifend funktioniert, und der Bosch EasyDrill zur <strong>Power for All Alliance</strong>, deren Akku laut Hersteller „eine Vielzahl an Geräten verschiedenster Marken“ antreibt. Das reduziert die Bindung, hebt sie aber nicht auf.

Die ehrliche Zusammenfassung: Die Bauart entscheidet, ob man ein Loch in die Wand bekommt — das Akkusystem entscheidet, was die nächsten fünf Jahre kosten. Wer heute den günstigsten Bohrschrauber kauft und in zwei Jahren Stichsäge, Trimmer und Akkusauger derselben Marke dazunimmt, hat gut gewählt; wer denselben Weg mit drei Marken geht, hat drei Ladegeräte, drei Akkuformate und kein System. Und wer nur Möbel aufbaut, sollte ernsthaft prüfen, ob die 12-Volt-Klasse nicht das bessere Werkzeug ist als das stärkste Gerät dieser Tabelle.

Einordnungswerte

Zur Einordnung der Tabellenwerte — was die Datenblattzahlen dieser sechs Akkuschrauber in der Praxis bedeuten. Alles, was wir selbst gerechnet haben, ist als solches gekennzeichnet.

Hart gegen weich — dieselbe Maschine, zwei Zahlen

130 Nm hart, 65 Nm weich

Beide Werte stammen aus demselben Makita-Datenblatt zum DHP492: „Drehmoment hart/weich 130 / 65 Nm“. Bei Bosch (GSR 18V-110 C) lautet dasselbe Verhältnis 85 zu 47 Nm, bei Metabo (BS 18 L BL) 65 zu 28 Nm, beim Bosch EasyDrill 18V-40 32 zu 23 Nm. Der harte Schraubfall ist eine starre Verbindung, in der das Moment schlagartig auf den Endwert springt; der weiche eine nachgiebige, wie sie beim Schrauben in Holz entsteht. Faustregel aus diesen vier Datenblättern (eigene Beobachtung, keine Herstellerangabe): Der weiche Wert liegt bei etwa der Hälfte bis zwei Dritteln des harten. Wer eine Maschine nach der beworbenen Zahl auswählt, sollte gedanklich halbieren, bevor er sich fragt, ob es fürs Holz reicht.

Die dritte Zahl, die im Modellnamen steht

141 Nm, 110 Nm, 40 Nm

Makita nennt für den DHP492 ein Blockierdrehmoment von 141 Nm und schreibt es in die Produktüberschrift; Bosch nennt beim GSR 18V-110 C „weich/hart/max. 47/85/110 Nm“ und trägt die 110 im Typennamen; Bosch nennt beim EasyDrill 18V-40 „Max. Drehmoment 40 Nm“ neben 23/32 Nm für weich und hart. In allen drei Fällen ist die Zahl im Namen die höchste der veröffentlichten — und in keinem Fall ein Schraubmoment. Sie beschreibt, was die Maschine gegen einen blockierten Antrieb aufbaut. Zwei Geräte, deren Namen 110 und 141 lauten, liegen im tatsächlichen harten Schraubfall bei 85 und 130 Nm.

18 V oder 20 V MAX

5 Zellen × 3,6 V = 18 V · 5 × 4,0 V = 20 V

Eigene Rechnung aus der Zellenchemie, keine Herstellerangabe: Ein Lithium-Ionen-Pack aus fünf in Reihe geschalteten Zellen hat eine Nennspannung von 18 Volt und eine Leerlaufspannung von rund 20 Volt. Beides beschreibt denselben Akku, nur zu verschiedenen Zeitpunkten. Im Feld schreibt Worx „20 V Max“, Makita, Metabo und Einhell schreiben „18 V“, Bosch „18,0 V“. Wer die beiden Zahlen für Leistungsklassen hält, vergleicht eine Messkonvention mit einer anderen. Aus diesem Grund vergibt unsere Spannungsspalte keine Punkte.

Was die Kupplung wirklich freigibt

0,5 bis 9 Nm

Metabo beziffert für den BS 18 L BL das „Einstellbare Drehmoment“ mit 0,5 bis 9 Nm — der einzige Hersteller im Feld, der das tut. Diese Spanne ist der Bereich, in dem die Rutschkupplung beim geregelten Schrauben tatsächlich auslöst, und sie liegt weit unter den 65 Nm, mit denen dasselbe Gerät beworben wird. Der Unterschied ist kein Widerspruch, sondern Bauart: Die großen Zahlen gelten für die Bohrstellung mit ausgeschalteter Kupplung. Für die Frage, ob eine Spanplattenschraube bündig stehen bleibt, ist der kleine Bereich der relevante.

Bohrdrehzahl und Bohrerdurchmesser

1.630 bis 2.100 min⁻¹

Der zweite Gang reicht im Feld von 1.630 min⁻¹ (Bosch EasyDrill 18V-40) bis 2.100 min⁻¹ (Makita DHP492 und Bosch GSR 18V-110 C), dazwischen liegen Worx mit 2.000 und Metabo mit 1.700. Die Regel dahinter: Je kleiner der Bohrer, desto höher darf die Drehzahl sein — für 3-mm-Löcher in Stahl ist hohe Drehzahl ein Vorteil, für eine 40-mm-Lochsäge in Holz gehört man in den ersten Gang. Alle Herstellerangaben sind Leerlaufwerte ohne Last. Wie stark eine Maschine unter Last einbricht, veröffentlicht keiner der sechs Hersteller.

Was ein Akku im Verhältnis kostet

129,98 € Komplettgerät · 179,99 € mit zwei Akkus

Beide Preise stehen so beim jeweiligen Hersteller: Der Bosch EasyDrill 18V-40 kostet dort 129,98 € einschließlich zweier 2,0-Ah-Akkus und Ladegerät, der Worx WX102 179,99 € mit zwei 2,0-Ah-Akkus und Koffer, der Einhell TP-CD 18/50 Li-i BL 149,95 € mit zwei 2,0-Ah-Akkus und Schnellladegerät. Der Metabo BS 18 L BL steht mit 197,54 € (UVP inklusive Mehrwertsteuer) daneben — <em>ohne</em> Akkupack und ohne Ladegerät. Das ist die eigentliche Preisfalle dieser Kategorie: Zwei Preise sind erst vergleichbar, wenn man weiß, was im Karton liegt. Wer bereits Akkus derselben Marke besitzt, fährt mit dem nackten Gerät deutlich günstiger; wer neu einsteigt, muss den Akkupreis dazurechnen.

Quelle: Herstellerangaben der sechs verglichenen Akkuschrauber, sämtlich in der Tabelle verlinkt, abgerufen am 05.08.2026. Als „eigene Rechnung“ oder „eigene Beobachtung“ gekennzeichnete Werte sind Näherungen aus genau diesen Angaben.

Die Produkte im Detail

Platz 1Vergleichssieger

Makita DHP492 Akku-Schlagbohrschrauber

7,8von 10 Punkten

Der Vergleichssieger und zugleich das ehrlichste Datenblatt im Feld: Makita nennt alle drei Drehmomentwerte nebeneinander — „Drehmoment hart/weich 130 / 65 Nm“ und „Blockierdrehmoment 141 Nm“ — und macht damit selbst sichtbar, dass die 141 Nm aus der Produktüberschrift kein Schraubmoment sind. Mit 130 Nm im harten Schraubfall ist das Gerät der Höchstwert dieses Vergleichs, 2.100 min⁻¹ im zweiten Gang der geteilte Bestwert, dazu 21 Drehmomentstufen und eine Bohrfutterspannweite ab 1,5 mm. Bezahlt wird das mit Masse: 1,7 kg ohne Akku, mit Akku gibt Makita 2,3 bis 2,7 kg an. Einen Preis nennt die Herstellerseite nicht — Makita weist nur eine unverbindliche Preisempfehlung zuzüglich Mehrwertsteuer aus, ohne Zahl im Seitentext.

Stärken

  • + Höchstes Drehmoment des Vergleichs im harten Schraubfall (130 Nm) und im weichen (65 Nm)
  • + Nennt harten, weichen und Blockierwert getrennt — die vollständigste Drehmomentangabe im Feld
  • + 2.100 min⁻¹ im zweiten Gang, zuschaltbares Schlagwerk und Bohrfutter ab 1,5 mm

Schwächen

  • – Mit 1,7 kg ohne Akku das schwerste Gerät im Vergleich — über Kopf ermüdend
  • – Kein Preis auf der Herstellerseite: Makita vertreibt über den Fachhandel, ein Vergleichspreis ist der Seite nicht zu entnehmen

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Belege: Quelle je Wert
Bosch Professional GSR 18V-110 C — Produktbild
Platz 2

Bosch Professional GSR 18V-110 C

6,7von 10 Punkten

Das Gerät, das die Falle dieser Kategorie im eigenen Namen trägt: Bosch schreibt „Drehmoment (weich/hart/max.) 47/85/110 Nm“ — die 110 aus der Typbezeichnung ist der Maximalwert, geschraubt wird im harten Fall mit 85 und im weichen mit 47 Nm. Mit 25 Drehmomentstufen hat der GSR die feinste Kupplung des Vergleichs, mit 2.100 min⁻¹ die höchste Bohrdrehzahl, dazu ein Vollmetallbohrfutter ab 1,5 mm. Er ist auch das schwerste Gerät ohne Akku (1,8 kg). In der Preisspalte steht bewusst nichts: Bosch Professional weist auf der Produktseite ausschließlich eine unverbindliche Preisempfehlung <em>ohne</em> Mehrwertsteuer aus (246,00 € für die hier verlinkte Variante mit zwei 4,0-Ah-Akkus und L-BOXX) — mit den Bruttopreisen der übrigen Hersteller ist das nicht vergleichbar.

Produktbild: Coolblue

Stärken

  • + Beziffert weichen, harten und maximalen Wert getrennt (47/85/110 Nm) — vollständiger als bei den meisten Marken
  • + 25 Drehmomentstufen und 2.100 min⁻¹ im zweiten Gang: feinste Kupplung und höchste Bohrdrehzahl des Felds
  • + Vollmetallbohrfutter mit Spannbereich ab 1,5 mm, bürstenloser Motor

Schwächen

  • – Mit 1,8 kg ohne Akku das schwerste Gerät des Vergleichs
  • – Preis auf der Herstellerseite nur netto ausgewiesen — dadurch in unserer Preisspalte nicht darstellbar

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Belege: Quelle je Wert
Platz 3

DeWalt DCD800

5,4von 10 Punkten

90 Nm im harten Schraubfall, 15 Drehmomentstufen und 13 mm Bohrfutter. Der Wert, der ihn hinter den Sieger setzt, ist die Drehzahl — für Schrauben spielt sie eine kleinere Rolle als fürs Bohren.

Stärken

  • + 90 Nm im harten Schraubfall
  • + 15 einstellbare Drehmomentstufen — feine Abstufung fürs Schrauben
  • + 13 mm Bohrfutterspannweite

Schwächen

  • – 2000 min⁻¹ im zweiten Gang: unter dem Spitzenwert des Felds
  • – DeWalt nennt kein Gewicht ohne Akku

Ohne belegte Angabe (3): Gewicht ohne Akku (Herstellerangabe), Drehmoment im weichen Schraubfall (nur wo der Hersteller ihn nennt), Akkuspannung (Schreibweise des Herstellers) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 4Preis-Leistungs-Sieger

Worx WX102 (20 V, bürstenlos)

5,3von 10 Punkten

Der Preis-Leistungs-Sieger unserer Rechnung — und die unangenehmste Stelle dieses Vergleichs. Worx nennt für den WX102 ein „Max. Drehmoment“ von 60 Nm, sagt aber nirgends, ob dieser Wert im harten oder im weichen Schraubfall gemessen wurde. Wir tragen ihn deshalb <strong>nicht</strong> in die Drehmomentspalte ein: Eine unqualifizierte Zahl neben Werten mit ausgewiesenem Schraubfall wäre genau die Vermischung, die diese Seite ausschließt. Das Gerät geht in unserem schwerstgewichteten Kriterium also neutral durch — und landet trotzdem weit vorn, weil es in den übrigen Feldern stark ist: 2.000 min⁻¹ im zweiten Gang, 1,1 kg ohne Akku, 13-mm-Bohrfutter, bürstenloser Motor. Die Spannungsangabe „20 V Max“ beschreibt dabei dieselbe Zellenspannung wie die 18 V der Wettbewerber.

Stärken

  • + 1,1 kg ohne Akku bei bürstenlosem Motor und 13-mm-Bohrfutter — das günstigste Leistungsgewicht im Feld
  • + 2.000 min⁻¹ im zweiten Gang, nur 100 min⁻¹ unter den beiden Profigeräten
  • + Mit 179,99 € inklusive zwei 2,0-Ah-Akkus und Koffer beim Hersteller gelistet

Schwächen

  • – Nennt nur ein unqualifiziertes „Max. Drehmoment“ von 60 Nm — ohne Angabe des Schraubfalls nicht mit den anderen Werten vergleichbar, deshalb „k. A.“ in unserer Hauptspalte
  • – Angabe „20 V Max“ statt der Nennspannung: dieselbe Zellenchemie wie 18 V, aber die größere Zahl auf dem Karton

Ohne belegte Angabe (1): Drehmoment im weichen Schraubfall (nur wo der Hersteller ihn nennt) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich. Preis ca. 179,99 € (Stand September 2026), bitte beim Händler prüfen.

Belege: Quelle je Wert
Platz 5

Metabo BS 18 L BL

5,0von 10 Punkten

Das leichteste Profigerät des Vergleichs: 0,9 kg ohne Akkupack bei 65 Nm im harten und 28 Nm im weichen Schraubfall — ein Verhältnis von mehr als zwei zu eins, das größte im Feld. Metabo ist außerdem der einzige Hersteller hier, der den Bereich der Rutschkupplung beziffert (0,5 bis 9 Nm einstellbares Drehmoment) und damit sichtbar macht, wie weit die beworbenen Drehmomentzahlen von dem entfernt sind, was beim geregelten Schrauben tatsächlich freigegeben wird. Eine Stufenzahl nennt die Produktseite dafür nicht, dort steht bei uns „k. A.“. Der zweite Gang bleibt mit 1.700 min⁻¹ deutlich unter Makita und Bosch. Bemerkenswert für die Systemfrage: Der Akku gehört zum markenübergreifenden Cordless Alliance System.

Stärken

  • + 0,9 kg ohne Akkupack — das leichteste Gerät im Vergleich, bei 65 Nm im harten Schraubfall
  • + Beziffert als einziger den einstellbaren Kupplungsbereich (0,5 bis 9 Nm) statt nur die Spitzenwerte
  • + Akkusystem markenübergreifend: kombinierbar mit allen 18-V-Akkupacks der CAS-Marken

Schwächen

  • – Keine Zahl der Drehmomentstufen auf der Produktseite — das Kriterium geht neutral mit 5,0 Punkten ein
  • – 1.700 min⁻¹ im zweiten Gang: die niedrigste Bohrdrehzahl unter den vier stärkeren Geräten

Ohne belegte Angabe (1): Einstellbare Drehmomentstufen — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 6

Einhell TP-CD 18/50 Li-i BL

4,5von 10 Punkten

Der Schlagbohrschrauber aus Einhells Professional-Linie trägt die 50 aus dem harten Schraubfall im Namen — insofern ist die Typbezeichnung hier ehrlicher als bei Bosch und Makita, wo die Blockier- beziehungsweise Maximalwerte im Namen stehen. Was fehlt, ist der Rest: Einhell nennt weder das Drehmoment im weichen Schraubfall noch eine Leerlaufdrehzahl (die Produktseite führt nur die Schlagzahlen von 8.000 und 28.800 min⁻¹) und beim Gewicht nur ein „Produktgewicht“ von 2,02 kg, ohne zu sagen, ob die beiden mitgelieferten 2,0-Ah-Akkus darin stecken. Drei unserer sieben Spalten bleiben deshalb leer. Belegt sind 50 Nm hart, 20 Drehmomentstufen, ein 13-mm-Metallbohrfutter mit Spannbereich ab 2 mm und ein bürstenloser Motor mit zehn Jahren Garantie nach Registrierung.

Stärken

  • + 149,95 € beim Hersteller inklusive zwei 2,0-Ah-Akkus, Schnellladegerät und Koffer — der günstigste Komplettpreis im Feld
  • + Bürstenloser Motor mit 10 Jahren Motorgarantie nach Online-Registrierung, laut Datenblatt ausdrücklich benannt
  • + Zuschaltbare Schlagbohrfunktion und 13-mm-Metallbohrfutter trotz Einstiegspreis

Schwächen

  • – Weder Drehmoment im weichen Schraubfall noch Leerlaufdrehzahl auf der Produktseite — zwei Spalten bleiben leer
  • – Gewichtsangabe ohne Bezugsgröße: „Produktgewicht 2,02 kg“ lässt offen, ob der Akku enthalten ist, deshalb „k. A.“
  • – Bohrfutter spannt erst ab 2 mm, die Wettbewerber ab 1,5 mm

Ohne belegte Angabe (2): Leerlaufdrehzahl im 2. Gang (Höchstwert), Drehmoment im weichen Schraubfall (nur wo der Hersteller ihn nennt) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

Preis bei ALTERNATE prüfen →Auch bei Amazon →
Wo gibt es das noch? (1)

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Belege: Quelle je Wert
Platz 7

Festool TPC 18/4

3,7von 10 Punkten

75 Nm hart und 50 Nm weich — Festool nennt beide Werte, was im Feld die Ausnahme ist. Die 800 min⁻¹ im zweiten Gang sind bewusst niedrig: Das Gerät ist auf kontrolliertes Schrauben ausgelegt, nicht auf schnelles Bohren.

Stärken

  • + Drehmoment für harten UND weichen Schraubfall ausgewiesen
  • + 75 Nm im harten Schraubfall
  • + 13 mm Bohrfutter

Schwächen

  • – 800 min⁻¹ im 2. Gang — deutlich unter den bohrstarken Geräten
  • – Preislich am oberen Ende

Ohne belegte Angabe (3): Einstellbare Drehmomentstufen, Gewicht ohne Akku (Herstellerangabe), Akkuspannung (Schreibweise des Herstellers) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Bosch EasyDrill 18V-40 (Heimwerker-Linie) — Produktbild
Platz 8

Bosch EasyDrill 18V-40 (Heimwerker-Linie)

3,4von 10 Punkten

Das Schlusslicht der Rechnung und der beste Anschauungsunterricht für die Drehmoment-Falle: Bosch nennt für dieselbe Maschine „Max. Drehmoment 40 Nm“ <em>und</em> „Max. Drehmoment weicher/harter Schraubfall 23 / 32 Nm“. Die 40 aus dem Modellnamen ist also weder der harte noch der weiche Wert, sondern eine dritte, höhere Zahl. Wir werten die 32 Nm — und damit rutscht das Gerät ans Ende unserer Tabelle, obwohl es für seinen Zweck völlig ausreicht: 20 Drehmomentstufen, 13-mm-Schnellspannbohrfutter, 1,30 kg mit Akku. Bei der Gewichtsspalte steht trotzdem „k. A.“, weil Bosch hier ausschließlich ein Gewicht <em>mit</em> Akku angibt, die Wettbewerber aber ohne. Das Gerät gehört zur Power-for-All-Alliance, deren Akku auch Geräte anderer Marken versorgt.

Produktbild: Contorion

Stärken

  • + Nennt Maximal-, harten und weichen Wert nebeneinander (40 / 32 / 23 Nm) — die Falle wird am eigenen Datenblatt sichtbar
  • + 129,98 € beim Hersteller inklusive zwei 2,0-Ah-Akkus und Ladegerät — der niedrigste Preis im Feld
  • + Power-for-All-Alliance: derselbe Akku treibt Geräte mehrerer Marken an, nicht nur Bosch

Schwächen

  • – 32 Nm im harten Schraubfall sind der niedrigste Wert des Vergleichs — für lange Schrauben in Konstruktionsholz zu wenig
  • – 1.630 min⁻¹ im zweiten Gang: die niedrigste Bohrdrehzahl im Feld, in Metall spürbar zäher
  • – Gewicht nur mit Akku angegeben (1,30 kg) — mit den Angaben der anderen Hersteller nicht vergleichbar

Ohne belegte Angabe (1): Gewicht ohne Akku (Herstellerangabe) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich. Preis ca. 129,98 € (Stand September 2026), bitte beim Händler prüfen.

Belege: Quelle je Wert

Woran Du gute Produkte selbst erkennst

Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.

Beim Drehmoment prüfen, welcher Schraubfall gemeint ist

Worauf achten: Steht auf der Produktseite „harter Schraubfall“, „weicher Schraubfall“ oder gar nichts? Vollständig nennen es Makita (130 / 65 Nm), Bosch Professional (47/85/110 Nm) und Bosch im Heimwerkerbereich (23 / 32 Nm bei 40 Nm max.); Einhell nennt nur den harten Wert, Worx gar keinen Schraubfall.

Warum: Zwischen hartem und weichem Wert liegt regelmäßig der Faktor zwei. Wer eine Maschine mit „60 Nm“ gegen eine mit „65 Nm hart“ stellt, ohne zu wissen, wie die erste gemessen wurde, vergleicht nichts. Fehlt die Angabe ganz, ist das Datenblatt an der wichtigsten Stelle unvollständig — auch dann, wenn die Zahl groß aussieht.

Nachsehen, ob die Zahl im Modellnamen überhaupt ein Schraubmoment ist

Worauf achten: Vergleiche die Typbezeichnung mit der Zeile „Blockierdrehmoment“ oder „max.“ im Datenblatt. Beim Makita DHP492 lautet die Überschrift „max. 141 Nm“, das harte Drehmoment 130 Nm; beim Bosch GSR 18V-110 C stehen 110 im Namen und 85 im harten Schraubfall; beim Bosch EasyDrill 18V-40 sind es 40 gegen 32 Nm.

Warum: Das Blockierdrehmoment beschreibt, was der Antrieb gegen eine feststehende Spindel aufbaut — es tritt beim Schrauben nie auf. Es ist die höchste veröffentlichte Zahl und deshalb die, die vermarktet wird. Wer sie für Arbeitsleistung hält, überschätzt jedes Gerät um 10 bis 25 Prozent gegenüber dem harten und um mehr als das Doppelte gegenüber dem weichen Wert.

Beim Bohrfutter auf beide Enden des Spannbereichs achten, nicht nur auf die 13

Worauf achten: „Bohrfutterspannweite 1,5 – 13 mm“ (Makita, Metabo) gegen „Min. Kapazität Bohrfutter 2 mm“ (Einhell). Und: Nennt die Seite ein Metall- oder Vollmetallbohrfutter? Bosch schreibt beim GSR 18V-110 C ausdrücklich „Vollmetallbohrfutter“, Einhell „Metallbohrfutter“.

Warum: Die obere Grenze ist bei ernsthaften Geräten fast immer 13 mm und taugt deshalb nicht zur Unterscheidung — alle sechs Geräte dieses Vergleichs liegen dort. Die untere entscheidet, ob ein 1,5-mm-Vorbohrer noch gefasst wird. Und das Material entscheidet über die Lebensdauer: Ein Kunststoffbohrfutter leiert unter hohem Drehmoment aus, danach läuft jeder Bohrer unrund. Beides steht im Datenblatt und lässt sich vor dem Kauf prüfen.

Nach dem bürstenlosen Motor suchen — und danach, ob der Hersteller ihn benennt

Worauf achten: Die Begriffe „bürstenlos“, „brushless“ oder „BL“ im Typennamen. Alle sechs Geräte dieses Vergleichs haben ihn und benennen ihn auch: Einhell schreibt „Motortyp: Bürstenloser Motor“ ins Datenblatt und gibt zehn Jahre Motorgarantie nach Registrierung, Metabo führt „Bürstenloser Motor“ als eigene Zeile.

Warum: Ein Motor ohne Kohlebürsten hat kein Verschleißteil im Antrieb, läuft kühler und setzt mehr Akkuladung in Arbeit statt in Reibungswärme um — bei Akkugeräten ist das direkt spürbare Laufzeit. Wichtiger als das Merkmal selbst ist inzwischen die Frage, wo es <em>fehlt</em>: In der Preisklasse unter 80 Euro sind Bürstenmotoren weiterhin die Regel, und dort steht das Wort dann meist gar nicht erst im Datenblatt.

Vor dem Preisvergleich in den Karton schauen

Worauf achten: Steht bei der Preisangabe „ohne Akkupack, ohne Ladegerät“ (so beim Metabo BS 18 L BL, 197,54 € UVP inklusive Mehrwertsteuer) oder ist ein Set gemeint (Einhell 149,95 € mit zwei 2,0-Ah-Akkus, Ladegerät und Koffer)? Und: Ist der Preis brutto oder netto? Bosch Professional weist auf der Produktseite ausschließlich netto aus.

Warum: Der Preisunterschied zwischen nacktem Gerät und Komplettset liegt bei einem 18-Volt-System schnell im Bereich des Gerätepreises selbst. Ein „günstiger“ Profi-Bohrschrauber ohne Akku ist für einen Neueinsteiger die teuerste Variante — und ein Nettopreis sieht neben Bruttopreisen um 19 Prozent zu billig aus. Beides steht auf der Herstellerseite, wird beim Querlesen aber regelmäßig übersehen.

Das Akkusystem prüfen, bevor das Gerät geprüft wird

Worauf achten: Den Systemnamen auf der Produktseite: Power X-Change (Einhell), LXT 18V (Makita), Professional 18V (Bosch Professional), PowerShare (Worx), Cordless Alliance System (Metabo), Power for All Alliance (Bosch Heimwerker). Und dann: Wie viele Geräte umfasst das System in den Kategorien, die man selbst braucht?

Warum: Der Akku ist das teuerste Einzelteil und zwischen den Systemen nicht tauschbar. Wer beim zweiten Werkzeug die Marke wechselt, zahlt jedes Mal Akku und Ladegerät mit. Zwei der Systeme im Feld sind bewusst offener gebaut — das Cordless Alliance System (Metabo) und die Power for All Alliance (Bosch Heimwerker) funktionieren markenübergreifend. Das ist der einzige Punkt dieser Kategorie, der Jahre nach dem Kauf noch Geld kostet oder spart, und der einzige, den man vor dem Kauf vollständig überblicken kann.

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Akkuschrauber: häufige Fragen

Wie viel Nm braucht ein Akkuschrauber wirklich?

Für Möbelmontage, Gardinenschienen und Regale reichen 25 bis 35 Nm im harten Schraubfall bequem aus — der Bosch EasyDrill 18V-40 mit 32 Nm ist genau dafür gebaut. Wer regelmäßig lange Schrauben in Konstruktionsholz treibt, Terrassendielen verlegt oder mit Lochsägen arbeitet, sollte bei 60 Nm aufwärts einsteigen. Über 100 Nm im harten Schraubfall bewegt man sich im Bereich der Profigeräte, und dort zahlt man vor allem für Reserven und Robustheit, nicht für Alltagstauglichkeit. Entscheidend ist aber, welche Zahl gemeint ist: Der beworbene Wert ist fast immer der harte Schraubfall oder sogar das noch höhere Blockierdrehmoment. Beim Schrauben in Holz stehen typischerweise nur etwa die Hälfte davon zur Verfügung.

Was ist der Unterschied zwischen hartem und weichem Drehmoment?

Es sind zwei genormte Messfälle. Der harte Schraubfall bildet eine starre Verbindung ab — eine Schraube, die auf Metall aufsetzt, das Drehmoment springt schlagartig auf den Endwert. Der weiche Schraubfall bildet eine nachgiebige Verbindung ab, wie sie beim Schrauben in Holz entsteht: Das Moment steigt langsam an, die Maschine muss es länger halten. Deshalb fällt der weiche Wert kleiner aus, meist bei rund der Hälfte bis zwei Dritteln des harten. In diesem Vergleich nennen vier von sechs Herstellern beide Zahlen: Makita 130 gegen 65 Nm, Bosch Professional 85 gegen 47 Nm, Metabo 65 gegen 28 Nm, Bosch im Heimwerkerbereich 32 gegen 23 Nm. Weil zwei Hersteller den weichen Wert nicht veröffentlichen, werten wir den harten und führen den weichen als eigene Spalte mit null Punkten daneben — damit beide Zahlen sichtbar bleiben, ohne sich zu vermischen.

Ist ein 20-V-Akkuschrauber stärker als ein 18-V-Gerät?

Nein — in aller Regel steckt dieselbe Zellenchemie dahinter. Ein Akkupack aus fünf in Reihe geschalteten Lithium-Ionen-Zellen hat eine Nennspannung von 18 Volt (5 × 3,6 V) und eine Leerlaufspannung von rund 20 Volt (5 × 4,0 V). Wer die Leerlaufspannung auf den Karton schreibt, bekommt die größere Zahl, ohne dass ein Watt dazukommt. In diesem Vergleich notiert Worx „20 V Max“, während Makita, Metabo und Einhell „18 V“ und Bosch „18,0 V“ schreiben. Deshalb vergibt unsere Spannungsspalte bewusst keine Punkte. Die Voltzahl ist nützlich, um 12-Volt- von 18-Volt-Geräten zu unterscheiden, aber nicht, um innerhalb einer Klasse zu ranken — dafür taugen Drehmoment und Drehzahl.

Wie viele Drehmomentstufen brauche ich?

Wichtiger als die Anzahl ist, dass es überhaupt eine Rutschkupplung gibt und dass ihr Bereich zu Ihrer Arbeit passt. Metabo beziffert ihn beim BS 18 L BL mit 0,5 bis 9 Nm — das ist der Bereich, in dem die Kupplung beim geregelten Schrauben tatsächlich auslöst, und er liegt weit unter den beworbenen 65 Nm. Zwischen 18 Stufen (Worx WX102) und 25 Stufen (Bosch GSR 18V-110 C) liegt in der Praxis weniger Unterschied, als die Zahlen nahelegen; wer viel in Spanplatte und weiches Holz schraubt, profitiert dennoch von der feineren Abstufung. Ein Hinweis zum Lesen der Datenblätter: Die häufig angehängte „+1“ ist keine Drehmomentstufe, sondern die Bohrstellung mit ausgeschalteter Kupplung. Wir zählen sie nicht mit.

Wie viel Amperestunden sollte der Akku haben?

Für Bohrschrauber ist 2,0 Ah der übliche Einstieg und für Montagearbeiten meist ausreichend — drei der Geräte in diesem Vergleich werden genau so ausgeliefert. 4,0 Ah und mehr lohnen sich, wenn man lange am Stück arbeitet oder Werkzeuge mit hohem Dauerstrom im selben System betreibt, etwa Säbelsäge, Kreissäge oder Rasentrimmer. Der Preis dafür ist Gewicht: Ein größerer Pack macht das Gerät kopflastiger, gerade bei Überkopfarbeit. Wir führen die Akkukapazität bewusst nicht als Spalte, weil sie nicht am Werkzeug hängt, sondern am Set, das man kauft — dieselbe Maschine gibt es je nach Variante ohne Akku, mit einem oder mit zwei. Diese Zahl gehört deshalb in den Preisvergleich, nicht in den Gerätevergleich.

Bohrschrauber oder Schlagbohrschrauber — was soll ich nehmen?

Das hängt an der Wand, nicht am Werkstück. Für Holz, Metall, Kunststoff, Möbelbau und Trockenbau ist ein reiner Bohrschrauber die bessere Wahl: leichter, kürzer, leiser. Ein Schlagwerk brauchen Sie erst, wenn Löcher in Ziegel, Leichtbeton oder Kalksandstein dazukommen — dann allerdings zwingend, weil eine reine Drehbewegung dieses Material nicht abträgt. Der Aufpreis ist gering, das Mehrgewicht spürbar. Eine Grenze sollte man kennen: Auch ein Schlagbohrschrauber kommt in Stahlbeton kaum voran, weil er mit hoher Schlagzahl und geringer Einzelschlagenergie arbeitet. Dafür braucht es einen Bohrhammer mit pneumatischem Schlagwerk — ein anderes Werkzeug, keine Ausstattungsvariante.

Lohnt sich ein Profigerät für den Heimwerker?

Selten wegen der Leistung, manchmal wegen der Haltbarkeit. Die beiden stärksten Geräte dieses Vergleichs liefern 85 und 130 Nm im harten Schraubfall — Werte, die man beim Regalaufbau nie abruft. Was man dagegen merkt, sind Vollmetallbohrfutter, Metallgetriebe und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen über Jahre. Der Preis dafür ist Gewicht: 1,7 und 1,8 kg ohne Akku gegen 0,9 kg beim leichtesten Gerät im Feld. Für gelegentliche Nutzung ist ein leichteres Gerät mit 40 bis 65 Nm meist das bessere Werkzeug — und ein Gerät, das leicht genug ist, um es aus dem Schrank zu holen, wird auch benutzt. Wer täglich damit arbeitet, rechnet anders.

Kann ich Akkus verschiedener Hersteller mischen?

Grundsätzlich nein — die Aufnahmen, Elektronik und Ladegeräte sind zwischen den Systemen nicht kompatibel, und Adapter aus dem Zubehörhandel kosten im Schadensfall die Gewährleistung. Genau deshalb ist das Akkusystem die eigentliche Kaufentscheidung: Einhell nennt es Power X-Change, Makita LXT, Bosch im Profibereich Professional 18V, Worx PowerShare. Zwei Systeme in diesem Vergleich sind bewusst offener angelegt: Der Metabo-Akku gehört zum Cordless Alliance System, das mehrere Werkzeugmarken umfasst, und der Bosch EasyDrill zur Power for All Alliance, deren Akku laut Hersteller Geräte verschiedener Marken antreibt. Wer damit rechnet, in den nächsten Jahren weitere Akkugeräte zu kaufen, sollte diese Frage vor dem Drehmoment klären — sie kostet auf Dauer mehr Geld als jedes einzelne Gerät.

Wie dieser Vergleich entstanden ist

Für die Kategorie Akkuschrauber haben wir 8 Produkte über 4 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Maximales Drehmoment (harter Schraubfall) mit 45 von 100 Punkten, Preise sind Circa-Angaben mit Stand September 2026. Im Labor getestet haben wir nichts, und 11 fehlende Herstellerangaben stehen als „k. A.“ in der Tabelle, statt still ergänzt zu werden. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →

Schnelle Antworten zu Akkuschrauber

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