Vergleichsatlas

Geschirrspüler (60 cm) Vergleich 2026

Stand: · 9 Produkte · 5 gewichtete Kriterien + 2 nur zur Information · kein Labortest

Geschirrspüler sind die am besten vermessene Gerätekategorie überhaupt: Das EU-Energielabel schreibt vor, dass Energieeffizienzklasse, Verbrauch je 100 Zyklen, Wasserverbrauch, Geräuschpegel, Maßgedecke und die Dauer des eco-Programms nach demselben Verfahren ermittelt und veröffentlicht werden.

Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten

Genau eine dieser Pflichtangaben taucht auf Verkaufsseiten fast nie auf — die Programmdauer. Sparsame Geräte brauchen im eco-Programm regelmäßig drei bis über vier Stunden, und das ist der häufigste Grund für Enttäuschung nach dem Kauf: Wer stattdessen dauerhaft das Kurzprogramm wählt, erreicht die Labelwerte nie. Wir haben sechs in Deutschland erhältliche 60-cm-Geräte ausschließlich über Herstellerangaben verglichen, jede Zahl mit Quellen-URL, und dort „k. A.“ gesetzt, wo der Hersteller auf seiner Produktseite schweigt — bei der Programmdauer betrifft das vier von sechs Geräten. Im Feld stehen freistehende und vollintegrierte Geräte nebeneinander: Sie sind gleich breit und werden nach demselben Label gemessen, aber ein vollintegriertes Gerät braucht zusätzlich eine Küchenfront, weshalb sich die Kaufpreise nicht direkt vergleichen lassen.

Die kurze Antwort

Bosch Serie 6 SMD6ECX12E

8,0von 10 · Platz 1 von 9

Vierzehn Maßgedecke, Energieklasse A und 42 dB — die Kombination, die man von einem Vollformatgerät erwartet, hier ohne Abstriche an einer Stelle.

  • Bester Wert bei Energieverbrauch eco-Programm
  • Bester Wert bei Energieeffizienzklasse

Nicht für jeden der richtige. Knapp dahinter liegt Siemens iQ500 SN65ZX07CE mit 7,5 von 10 Punkten. Welches Kriterium für Dich zählt, klärt der Kaufberater weiter unten.

Anzeige: Die Kauflinks sind Partnerlinks. An der Reihenfolge und am Ergebnis der Rechnung ändern sie nichts — wie wir damit umgehen.

Noch unentschlossen? Der Ratgeber Geschirrspüler kaufen: Bauform, Verbrauch und was im Alltag zählt erklärt ohne Modellnamen, welche Angabe das Ergebnis bestimmt und welche nur groß auf dem Karton steht.

Alle 9 Produkte im Punktevergleich

Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.

Geschirrspüler (60 cm): 9 Produkte, bewertet über 5 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
ProduktScorevon 10EnergieeffizienzklasseGewicht 22/100Energieverbrauch eco-Programmin kWh/100 ZyklenGewicht 28/100Geräuschpegelin dB(A)Gewicht 20/100Nennkapazitätin MaßgedeckeGewicht 16/100Wasserverbrauch eco-Programmin l/ZyklusGewicht 14/100Dauer eco-ProgrammGewicht 0/100Automatische Türöffnung zum TrocknenGewicht 0/100KaufenAnzeigePartnerlinks
Bosch Serie 6 SMD6ECX12EVergleichssieger8,0A5442149k. A.JaCoolblue ›auch bei ALTERNATE
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Siemens iQ500 SN65ZX07CE7,5B6540149k. A.JaCoolblue ›auch bei ALTERNATE
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Candy CI 6B4F1MA (vollintegriert)7,3B6644169,5k. A.JaAmazon ›auch bei Candy Deutschland
Miele G 7191 SCVi 125 Edition7,3B6443148,4k. A.JaCoolblue ›auch bei EURONICS
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Bosch Serie 4 SMS4EVI08E (freistehend)7,0B6544149k. A.JaAmazon ›auch bei Bosch Hausgeräte
Amica GSP 543 912-1 W (freistehend)6,8B65441410über 4:00 hJaEURONICS ›auch bei Amazon
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Candy CS 5C4F0A (vollintegriert)6,4C7544159,5k. A.JaAmazon ›auch bei Candy Deutschland
Whirlpool WDI NC334C PES (vollintegriert)5,5D8544149,5k. A.JaAmazon ›auch bei Whirlpool Deutschland
Amica EGSPV 596 910 (vollintegriert)4,2D824912113:30 bis 4:00 hJaAmazon ›auch bei Amica Deutschland

„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. „Direkt bei …“ ist unvergütet. Wie wir rechnen →

Die Kilowattstunden oben sagen wenig, solange sie nicht in Euro stehen. Über zehn Jahre ist der Unterschied zwischen zwei Geräten oft größer als beim Kaufpreis. Betriebskosten für Geschirrspüler (60 cm) ausrechnen →

Worauf kommt es Dir an?

Der Gesamtscore gewichtet 5 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.

Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.

Das Ergebnis in vier Sätzen

  • Stand September 2026 ist Bosch Serie 6 SMD6ECX12E der Vergleichssieger unter 9 verglichenen Produkten der Kategorie Geschirrspüler (60 cm) — mit 8,0 von 10 Punkten aus 5 gewichteten Kriterien.
  • Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Energieverbrauch eco-Programm mit 28 von 100 Gewichtspunkten: Das ist die Zahl, aus der die Energieeffizienzklasse überhaupt erst berechnet wird — und die einzige, mit der sich die laufenden Kosten ausrechnen lassen, statt sie zu schätzen. Ein Gerät mit 65 kWh je 100 Zyklen und eines mit 85 kWh unterscheiden sich bei vier Spülgängen pro Woche um rund 42 Kilowattstunden im Jahr, also um einen zweistelligen Eurobetrag jedes Jahr über die gesamte Lebensdauer. Wir gewichten diesen Wert höher als die Klasse, weil er feiner auflöst; dass beide dieselbe Messung beschreiben, ist uns bewusst und der Grund, warum die Klasse nicht noch stärker zählt.
  • Für 7 der 9 Produkte fehlen mindestens eine Herstellerangabe (insgesamt 7 Werte); fehlende Werte gehen neutral mit 5,0 in die Rechnung ein und stehen in der Tabelle sichtbar als „k. A.“.
  • Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.

Einordnung der Redaktion: A und 14 Gedecke zugleich — das gab es im Feld bisher nicht

  • Neuer Vergleichssieger ist der Bosch Serie 6 SMD6ECX12E, und er gewinnt ohne den üblichen Kompromiss: Energieklasse A, 14 Maßgedecke und 42 dB(A) zusammen. Bisher musste man im Feld eines davon aufgeben. Er kam durch den Marktabgleich vom August dazu — er hatte uns schlicht gefehlt, und das ist der ehrlichere Befund als jede Umgewichtung.
  • Der Candy CI 6B4F1MA gewinnt die Rechnung, weil er als einziges Gerät zwei Dinge gleichzeitig liefert: die höchste Kapazität im Feld (16 Maßgedecke) und einen der niedrigsten Verbrauchswerte (66 kWh je 100 Zyklen, Klasse B). Für viele Haushalte ist er trotzdem die falsche Wahl — er ist vollintegriert und braucht zusätzlich eine passende Küchenfront samt Montage. Wer keine Einbauküche hat oder in einer Mietwohnung wohnt, fährt mit dem freistehenden Amica GSP 543 912-1 W besser, der in der Rechnung nur knapp dahinter liegt und mit 65 kWh sogar den niedrigsten Verbrauchswert des ganzen Felds hat.
  • Einen Preis-Leistungs-Sieger weisen wir in dieser Kategorie bewusst nicht aus, und das hat einen unangenehmen Grund: Fünf der sechs Hersteller nennen auf ihren eigenen Produktseiten überhaupt keinen Preis. Nur Bosch tut es (699,00 Euro im eigenen Online-Shop, Stand 05.08.2026). Ein Preis-Leistungs-Verhältnis aus einem einzigen Preis wäre keine Rangfolge, sondern eine Auszeichnung dafür, dass ein Hersteller als Einziger seinen Preis zeigt. Deshalb bleibt die Preisspalte leer — die Herstellerlinks führen zum jeweils aktuellen Stand.
  • Die größte Schwäche unserer Rechnung liegt beim Bosch Serie 4 SMS4EVI08E: Drei der fünf gewichteten Kriterien gehen bei ihm neutral mit 5,0 Punkten ein — 64 von 100 Gewichtspunkten —, weil die Produktseite den Verbrauch je 100 Zyklen, den Dezibelwert, die Maßgedecke und die Programmdauer nicht als lesbaren Text ausliefert, sondern erst nach dem Nachladen der Detailtabelle im Browser. Das Mittelfeld-Ergebnis ist deshalb eine Aussage über die Datenlage, nicht über die Maschine. Wer dieses Gerät in die engere Wahl nimmt, sollte die vier Werte im verlinkten EU-Produktdatenblatt selbst nachschlagen — dort stehen sie.
  • Das eigentliche Ergebnis dieser Recherche ist die Programmdauer. Sie ist die Pflichtangabe, die den Alltag am stärksten verändert, und genau die, die am seltensten auf einer Verkaufsseite steht: Nur zwei der sechs Hersteller beziffern sie ausdrücklich für das eco-Programm (210 und 255 Minuten), Candy nennt eine Dauer von rund vier Stunden, ohne das Programm zu benennen, und zwei nennen gar nichts. Weil wir aus vier fehlenden Werten keine Rangfolge bilden wollten, zählt das Kriterium bei uns null Punkte — sichtbar bleibt es trotzdem, denn wer eine Maschine erwartet, die in einer Stunde fertig ist, wird von jedem sparsamen Gerät dieser Kategorie enttäuscht.
  • Zum Feld selbst gehört eine Offenlegung: Wir nehmen nur Geräte auf, deren Werte wir auf der Herstellerseite belegen können. Mehrere große Marken liefern ihre Datenblattwerte nicht als zitierbaren Text aus oder beantworten unsere Abrufe gar nicht — sie fehlen deshalb hier, nicht weil ihre Geräte schlechter wären. Dieser Vergleich bildet damit das mittlere Preissegment ab; wer ein Gerät mit Wärmepumpe, Zeolith-Trocknung oder 40-dB-Betrieb sucht, findet es in diesem Feld nicht.

Einordnung auf Basis der in der Tabelle verlinkten Herstellerangaben, abgerufen am 05.08.2026. Eigene Messungen gibt es nicht — wir betreiben kein Labor und übernehmen keine Werte aus Händlerlistings.

So haben wir gewichtet — alle 7 Kriterien mit Begründung
KriteriumGewichtMessungWarum kaufentscheidend
Energieverbrauch eco-Programm28/100Skala 50–130 kWh/100 Zyklen, weniger ist besserDas ist die Zahl, aus der die Energieeffizienzklasse überhaupt erst berechnet wird — und die einzige, mit der sich die laufenden Kosten ausrechnen lassen, statt sie zu schätzen. Ein Gerät mit 65 kWh je 100 Zyklen und eines mit 85 kWh unterscheiden sich bei vier Spülgängen pro Woche um rund 42 Kilowattstunden im Jahr, also um einen zweistelligen Eurobetrag jedes Jahr über die gesamte Lebensdauer. Wir gewichten diesen Wert höher als die Klasse, weil er feiner auflöst; dass beide dieselbe Messung beschreiben, ist uns bewusst und der Grund, warum die Klasse nicht noch stärker zählt.
Energieeffizienzklasse22/100A = 10 · B = 8.3 · C = 6.7 · D = 5 · E = 3.3 · F = 1.7 · G = 0 PunkteDie Energieeffizienzklasse ist der einzige Wert dieser Kategorie, den jeder Hersteller nennen muss und der bei allen dasselbe bedeutet — sie beruht auf dem eco-Programm und wird seit März 2021 auf der Skala A bis G angegeben, ohne die früheren Plus-Stufen. Wichtig beim Lesen: Diese Skala wurde damals bewusst so streng neu gesetzt, dass A anfangs fast leer blieb; ein heutiges B oder C ist deshalb kein schlechtes Gerät, sondern ein Gerät, das an einem schärferen Maßstab gemessen wurde als ein „A+++“ von 2019. Sie ist außerdem grob gestuft: Zwischen dem besten und dem schlechtesten Gerät innerhalb einer Klasse liegen leicht zehn Kilowattstunden je 100 Zyklen, weshalb wir die Klasse und den Verbrauchswert getrennt bewerten.
Geräuschpegel20/100Skala 38–53 dB(A), weniger ist besserIn offenen Küchen und kleinen Wohnungen entscheidet die Lautstärke darüber, ob das Gerät abends überhaupt laufen kann — und weil der Spülgang im eco-Programm mehrere Stunden dauert, ist es kein kurzes Geräusch, sondern ein Dauerzustand. Der Wert ist als Schallleistungspegel in dB(A) re 1 pW genormt und damit zwischen Herstellern vergleichbar, anders als die Zahlen aus Werbetexten. Fünf Dezibel Unterschied klingen nach wenig, werden aber als deutlich lauter wahrgenommen: Zwischen den 44 dB(A) der leisesten Geräte im Feld und den 49 dB(A) des lautesten liegt der Unterschied zwischen „im Nebenraum kaum hörbar“ und „im offenen Wohnraum präsent“.
Nennkapazität16/100Skala 10–17 Maßgedecke, mehr ist besserEin Maßgedeck ist keine Umschreibung für „ein Teller“, sondern eine genormte Beladung nach EN 60436 — Teller, Suppenteller, Dessertteller, Tasse mit Untertasse, Glas und Besteck je Person. Die Kapazität entscheidet darüber, wie oft die Maschine läuft, und das wirkt direkt auf die Verbrauchskosten: Ein Haushalt, der wegen zu kleiner Kapazität halb volle Maschinen startet, verliert jeden Effizienzvorteil wieder. Alle Verbrauchsangaben des Labels beziehen sich auf die volle Nennbeladung, weshalb ein größeres Gerät bei gleicher kWh-Zahl pro Gedeck sparsamer arbeitet.
Wasserverbrauch eco-Programm14/100Skala 6–13 l/Zyklus, weniger ist besserDer Wasserverbrauch je Betriebszyklus ist die zweite Pflichtangabe des Labels und die einzige, die man gegen die Handspülung halten kann — neun bis elf Liter für eine komplette Maschinenladung unterbietet jedes Spülbecken deutlich. Für die Kaufentscheidung ist er trotzdem der kleinere Hebel: Zwei Liter Unterschied je Spülgang machen bei vier Spülgängen pro Woche etwa 400 Liter im Jahr aus, was in Deutschland je nach Kommune meist im niedrigen einstelligen Eurobereich liegt. Deshalb wiegt dieser Wert bei uns weniger als der Stromverbrauch — und deshalb steht er hier, statt weggelassen zu werden: Wer aus ökologischen Gründen kauft, soll ihn sehen, ohne dass er die Rangfolge dominiert.
Dauer eco-Programm0/100unter 2:30 h = 10 · 2:30 bis 3:00 h = 8 · 3:00 bis 3:30 h = 6 · 3:30 bis 4:00 h = 4 · über 4:00 h = 1 PunkteDas ist der Wert, der nach dem Kauf am meisten überrascht: Das eco-Programm ist das Referenzprogramm des Energielabels, und es spart Energie vor allem dadurch, dass es lange und bei niedriger Temperatur arbeitet — die beiden Geräte im Feld, deren Hersteller die Dauer überhaupt beziffern, brauchen 210 und 255 Minuten. Wir führen das Kriterium mit null Punkten, und zwar aus einem harten Grund: Nur zwei von sechs Herstellern veröffentlichen die Zahl auf ihrer Produktseite, obwohl sie im EU-Produktdatenblatt jedes Geräts steht. Aus vier fehlenden Werten eine Rangfolge zu bilden, wäre eine erfundene Genauigkeit; sichtbar bleibt der Wert trotzdem, weil er die Alltagstauglichkeit stärker prägt als jede Klasse.
Automatische Türöffnung zum Trocknen0/100Ja = 10 Punkte, Nein = 0 PunkteAm Programmende öffnet die Tür einen Spalt, damit der Dampf entweicht und das Geschirr nachtrocknet — das ersetzt bei Geräten ohne Wärmepumpe das energieintensive Nachheizen und ist der Grund, warum viele sparsame Geräte trotzdem trockenes Geschirr liefern. Wir zeigen die Ausstattung, bewerten sie aber mit null Punkten, weil alle sechs Geräte im Feld sie haben: Ein Kriterium, bei dem jedes Gerät dieselbe Punktzahl bekommt, verteilt nur Punkte, ohne irgendetwas zu unterscheiden. Praktisch relevant ist es trotzdem — in einer Nische unter der Arbeitsplatte mit empfindlicher Front sollte man prüfen, ob sich die Funktion abschalten lässt.

Die 5 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Geschirrspüler (60 cm) redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →

Geschirrspüler mit 60 cm Breite: Bauformen und ihre Kehrseiten

Alle Geräte dieser Kategorie sind gleich breit und werden nach demselben EU-Verfahren gemessen — der Unterschied liegt darin, wie sie in die Küche kommen. Diese Entscheidung fällt vor der Gerätewahl, weil sie den Gesamtpreis und die spätere Beweglichkeit bestimmt. Jede Bauform hat einen Nachteil, der im Prospekt selten steht.

VarianteTypisch gewählt fürEinordnung
FreistehendKüchen ohne passende Nische, Mietwohnungen, UmzugshaushalteSofort anschlussfertig, mit eigener Front und Bedienblende, und beim Auszug kommt das Gerät einfach mit. Dafür ist die Front sichtbar und passt sich der Küche nicht an, und die Bedienelemente liegen oben an der Blende — bei geschlossener Tür sichtbar, was manche als Stilbruch empfinden.
Unterbaufähigauch: Unterbaugerät, Standgerät ohne DeckplatteKüchenzeilen mit durchgehender ArbeitsplatteDas Gerät verschwindet unter der Arbeitsplatte und wirkt eingebaut, ohne dass eine Möbelfront nötig wäre. Der Haken ist die Höhe: Die Nische muss genau passen, und die abgenommene Deckplatte lässt sich nicht immer zurückrüsten, wenn das Gerät später frei stehen soll.
TeilintegriertWer die Restlaufzeit sehen will, ohne auf eine Möbelfront zu verzichtenDie Bedienblende bleibt sichtbar, die Tür trägt eine Küchenfront — man erkennt den Programmfortschritt, ohne die Tür zu öffnen. Dafür bricht der sichtbare Blendenstreifen die Küchenzeile optisch, und die Auswahl ist deutlich kleiner als bei den beiden anderen Einbauvarianten.
VollintegriertDurchgehende Küchenfronten, offene WohnküchenDas Gerät ist von außen nicht zu erkennen und wirkt in offenen Küchen am ruhigsten. Es kostet aber zusätzlich eine passende Möbelfront samt Montage, und der Programmstatus ist nur über eine Projektion auf den Boden oder gar nicht ablesbar — vier der sechs Geräte in unserer Tabelle sind vollintegriert, ihre Kaufpreise sind deshalb nicht direkt mit denen freistehender Geräte vergleichbar.
45-cm-Geräte (Slimline)Ein- und Zweipersonenhaushalte, sehr kleine KüchenSpart 15 Zentimeter Stellfläche, fasst aber meist nur neun bis zehn Maßgedecke statt zwölf bis 16. Weil sich der Grundverbrauch eines Spülgangs nicht im gleichen Maß verkleinert, liegt der Verbrauch je gespültem Gedeck über dem eines vollen 60-cm-Geräts — Sparen an der Breite ist selten Sparen am Verbrauch.
TischgeschirrspülerKüchen ohne Wasseranschluss unter der Arbeitsplatte, SinglehaushalteSteht auf der Arbeitsplatte, manche Modelle arbeiten sogar mit einem Wassertank ohne Festanschluss. Dafür fassen sie meist nur sechs Maßgedecke, große Teller und Pfannen passen oft nicht hinein, und die Arbeitsfläche, die sie belegen, fehlt beim Kochen.

Die Bauform entscheidet über den Gesamtpreis, nicht nur über den Gerätepreis: Ein vollintegriertes Gerät braucht eine Front, ein freistehendes nicht. Erst danach lohnt der Blick auf die Werte in der Tabelle — und die sind zwischen allen Bauformen vergleichbar, weil sie alle nach demselben eco-Programm gemessen werden.

Einordnungswerte

Zur Einordnung der Tabellenwerte — was die Datenblattzahlen dieser sechs Geräte im Alltag bedeuten. Alles, was wir selbst gerechnet haben, ist als solches gekennzeichnet.

Spanne beim Stromverbrauch im Feld

65–85 kWh je 100 Zyklen

Nur über die fünf Geräte, die den Wert überhaupt veröffentlichen. Bosch nennt für die Serie 4 zwar die Energieeffizienzklasse, aber keinen zitierbaren Verbrauchswert auf der Produktseite.

Stromkosten im Jahr bei vier Spülgängen pro Woche

ca. 47 € gegen ca. 62 €

Eigene Rechnung aus den Herstellerangaben: 208 Zyklen im Jahr, 65 kWh (Amica GSP 543 912-1 W) beziehungsweise 85 kWh (Whirlpool WDI NC334C PES) je 100 Zyklen, bei einem angenommenen Strompreis von 0,35 € je Kilowattstunde. Der Strompreis ist eine Annahme, keine Herstellerangabe — wer weniger zahlt, hat entsprechend weniger Unterschied.

Dauer des eco-Programms

210 bis 255 Minuten

Nur zwei der sechs Hersteller beziffern die Dauer ausdrücklich für das Referenzprogramm ECO (Amica). Candy nennt für beide Geräte eine Programmdauer von 3:55 beziehungsweise 3:58 Stunden, ohne das Programm zu benennen; Bosch und Whirlpool machen auf der Produktseite gar keine Angabe.

Wasserverbrauch gegen Handspülen

9,0–9,5 l für eine volle Maschine

Herstellerangaben je Betriebszyklus im eco-Programm für die vier Geräte, die den Wert nennen. Zum Vergleich: Ein gefülltes Spülbecken fasst je nach Größe etwa 10 bis 15 Liter — und reicht selten für 14 Maßgedecke.

Was ein Maßgedeck ist

Geschirr für eine Person nach EN 60436

Genormte Beladung aus Speise-, Suppen- und Dessertteller, Tasse mit Untertasse, Trinkglas und Besteck. Die Kapazitäten im Feld reichen von 12 bis 16 Maßgedecken — alle Verbrauchsangaben des Labels gelten für die volle Nennbeladung.

Jahresverbrauch laut Hersteller

218 kWh und 230 kWh

Amica nennt als einziger Hersteller im Feld zusätzlich einen jährlichen Energieverbrauch (GSP 543 912-1 W: 218 kWh, EGSPV 596 910: 230 kWh). Solche Jahreswerte beruhen auf einer angenommenen Zahl von Spülgängen pro Jahr und sind deshalb nicht mit unserer Rechnung oben identisch.

Quelle: Herstellerangaben der sechs verglichenen Geräte, sämtlich in der Tabelle verlinkt, abgerufen am 05.08.2026. Als „eigene Rechnung“ gekennzeichnete Werte sind Näherungen aus genau diesen Angaben.

Die Produkte im Detail

Platz 1Vergleichssieger

Bosch Serie 6 SMD6ECX12E

8,0von 10 Punkten

Vierzehn Maßgedecke, Energieklasse A und 42 dB — die Kombination, die man von einem Vollformatgerät erwartet, hier ohne Abstriche an einer Stelle.

Stärken

  • + Energieeffizienzklasse A auf der Skala A bis G
  • + 14 Maßgedecke — voller Fassungsraum
  • + 42 dB(A): leise genug für offene Küchen
  • + Türautomatik zum Trocknen

Schwächen

  • – Kein ausgewiesener Wert für das dritte Kriterium unserer Tabelle
  • – Serie 6 liegt preislich über den Einstiegsmodellen

Ohne belegte Angabe (1): Dauer eco-Programm — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 2

Siemens iQ500 SN65ZX07CE

7,5von 10 Punkten

14 Maßgedecke bei 40 dB — das leiseste Gerät im Vergleich. Den Sieg kostet ihn die Energieklasse B gegenüber A beim Bosch, sonst sind die beiden nah beieinander.

Stärken

  • + 40 dB(A): leisestes Gerät des Vergleichs
  • + 14 Maßgedecke
  • + Automatische Türöffnung zum Trocknen

Schwächen

  • – Energieeffizienzklasse B statt A
  • – 65 kWh je 100 Läufe — mehr als der Sieger

Ohne belegte Angabe (1): Dauer eco-Programm — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 3

Candy CI 6B4F1MA (vollintegriert)

7,3von 10 Punkten

Der beste Datensatz im Feld: Energieeffizienzklasse B bei 66 kWh je 100 Zyklen, 16 Maßgedecke und 44 dB(A) — die höchste Kapazität und zugleich einer der niedrigsten Verbrauchswerte des Vergleichs. Candy ist außerdem der einzige Hersteller hier, der eine dritte Ebene für Besteck ausdrücklich als vorhanden ausweist. Die Programmdauer nennt Candy zwar mit 3:55 Stunden, ordnet sie aber keinem Programm zu — deshalb steht bei uns in dieser Spalte „k. A.“, und deshalb ist die Zahl auch nicht mit den ausdrücklich als eco gekennzeichneten Werten von Amica vergleichbar.

Stärken

  • + Höchste Nennkapazität im Vergleich: 16 Maßgedecke
  • + Energieeffizienzklasse B bei 66 kWh je 100 Zyklen — bester Verbrauchswert im Feld nach dem Amica-Standgerät
  • + Dritte Schublade für Besteck laut Hersteller vorhanden

Schwächen

  • – Vollintegriertes Gerät: zusätzlich zur Maschine ist eine passende Küchenfront nötig
  • – Programmdauer mit 3:55 h angegeben, aber ohne Angabe des zugehörigen Programms

Ohne belegte Angabe (1): Dauer eco-Programm — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 4

Miele G 7191 SCVi 125 Edition

7,3von 10 Punkten

8,4 Liter Wasser bei 14 Gedecken und Türautomatik — der sparsamste Wasserwert des Felds. Die 43 dB liegen im oberen Mittelfeld.

Stärken

  • + 8,4 Liter je Eco-Lauf — sparsamster Wert hier
  • + 14 Maßgedecke
  • + Automatische Türöffnung zum Trocknen

Schwächen

  • – Energieeffizienzklasse B
  • – 43 dB(A) — drei Dezibel über dem leisesten Gerät

Ohne belegte Angabe (1): Dauer eco-Programm — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 5

Bosch Serie 4 SMS4EVI08E (freistehend)

7,0von 10 Punkten

Der bekannteste Name im Feld und zugleich das Gerät mit den meisten Leerstellen in unserer Tabelle: Bosch nennt auf der Produktseite Energieeffizienzklasse B, 9,0 Liter Wasser im Eco-50-°C-Programm und die Geräusch-Effizienzklasse B — Verbrauch je 100 Zyklen, Dezibelwert, Maßgedecke und Programmdauer liefert die Seite nicht als lesbaren Text aus, sondern erst nach dem Nachladen der Detailtabelle im Browser. Drei der fünf gewichteten Kriterien gehen deshalb neutral mit 5,0 Punkten in die Rechnung ein — das sind 64 von 100 Gewichtspunkten, und das setzt das Gerät ins Mittelfeld. Das ist ausdrücklich kein Urteil über die Maschine, sondern über das, was wir belegen konnten — und Bosch ist der einzige Hersteller im Vergleich, der überhaupt einen Preis nennt: 699,00 Euro im eigenen Online-Shop, Stand 05.08.2026.

Stärken

  • + Energieeffizienzklasse B und mit 9,0 Litern je Zyklus der niedrigste belegte Wasserverbrauch im Feld
  • + Efficient Dry mit automatischer Türöffnung, VarioSchublade als dritte Ebene und AquaStop
  • + Einziges Gerät im Vergleich mit einem vom Hersteller selbst genannten Preis

Schwächen

  • – Weder Verbrauch je 100 Zyklen noch Dezibelwert, Maßgedecke oder Programmdauer sind auf der Produktseite als Text belegbar
  • – Nur Geräusch-Effizienzklasse B statt eines konkreten dB-Werts — ein Vergleich mit den 44 dB(A) der anderen Geräte ist damit nicht möglich

Ohne belegte Angabe (1): Dauer eco-Programm — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 6

Amica GSP 543 912-1 W (freistehend)

6,8von 10 Punkten

Das freistehende Gerät mit der besten Datenlage des Vergleichs: Energieeffizienzklasse B, 65 kWh je 100 Zyklen, 14 Maßgedecke, 44 dB(A) — und als eines von nur zwei Geräten im Feld eine ausdrücklich als eco gekennzeichnete Programmdauer, nämlich 255 Minuten. Amica beziffert zusätzlich den Jahresverbrauch mit 218 kWh und die Trocknungseffizienzklasse mit A. Was der Hersteller dagegen nirgends nennt, ist der Wasserverbrauch je Betriebszyklus — bei uns steht dort deshalb „k. A.“, obwohl es eine Pflichtangabe des EU-Produktdatenblatts ist.

Stärken

  • + Niedrigster Verbrauchswert im Vergleich: 65 kWh je 100 Zyklen bei Klasse B
  • + Einer von zwei Herstellern, die die Dauer des eco-Programms ausdrücklich beziffern (255 Minuten)
  • + Freistehend und unterbaufähig — kein Küchenfront-Zukauf nötig

Schwächen

  • – Kein Wasserverbrauch je Betriebszyklus auf der Produktseite auffindbar
  • – Mit über vier Stunden das längste eco-Programm unter den Geräten, die die Dauer überhaupt angeben
Preis bei EURONICS prüfen →Bei Amazon suchen →
Wo gibt es das noch? (1)

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Belege: Quelle je Wert
Platz 7

Candy CS 5C4F0A (vollintegriert)

6,4von 10 Punkten

Das kleinere Geschwistermodell des Vergleichssiegers: gleiche 44 dB(A) und 9,5 Liter je Zyklus, aber Energieeffizienzklasse C statt B, 75 statt 66 kWh je 100 Zyklen und 15 statt 16 Maßgedecke. Eine dritte Schublade für Besteck weist Candy hier ausdrücklich als nicht vorhanden aus — ein Unterschied, den man auf Produktfotos nicht sieht. Auch hier nennt der Hersteller eine Programmdauer (3:58 Stunden), ohne das zugehörige Programm zu benennen.

Stärken

  • + 15 Maßgedecke — zweitgrößte Kapazität im Vergleich
  • + 44 dB(A) Geräuschpegel, gleichauf mit den leisesten Geräten im Feld
  • + Automatische Türöffnung während der Trocknungsphase laut Hersteller zuschaltbar

Schwächen

  • – Klasse C und 75 kWh je 100 Zyklen — rund 14 Prozent mehr Verbrauch als das Schwestermodell CI 6B4F1MA
  • – Keine dritte Schublade für Besteck; vollintegriertes Gerät, Küchenfront nötig

Ohne belegte Angabe (1): Dauer eco-Programm — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 8

Whirlpool WDI NC334C PES (vollintegriert)

5,5von 10 Punkten

Ein vollständig dokumentiertes Gerät mit durchwachsenen Werten: Energieeffizienzklasse D bei 85 kWh je 100 Zyklen, dazu 14 Maßgedecke, 9,5 Liter und 44 dB(A). Whirlpool ist der einzige Hersteller im Feld, der neben der Trocknungsklasse A auch eine Reinigungsklasse A ausweist und die Skala „A – G“ direkt neben der Klasse abdruckt. Das NaturalDry-Türöffnungssystem lässt sich laut Hersteller abschalten — der einzige Hinweis dieser Art im Vergleich und relevant für alle, die eine empfindliche Küchenfront direkt daneben haben.

Stärken

  • + Reinigungsklasse A und Trocknungsklasse A vom Hersteller ausgewiesen
  • + Automatische Türöffnung ausdrücklich abschaltbar
  • + Vollständige Angaben zu allen fünf gewichteten Kriterien

Schwächen

  • – Energieeffizienzklasse D bei 85 kWh je 100 Zyklen — rund 29 Prozent mehr Stromverbrauch als der Vergleichssieger
  • – Vollintegriertes Gerät, passende Küchenfront erforderlich

Ohne belegte Angabe (1): Dauer eco-Programm — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 9

Amica EGSPV 596 910 (vollintegriert)

4,2von 10 Punkten

Das Einstiegsgerät des Vergleichs und das einzige mit einem kürzeren eco-Programm: 210 Minuten, ausdrücklich als Referenzprogramm ECO gekennzeichnet. Der Preis dafür steht daneben — Energieeffizienzklasse D bei 82 kWh je 100 Zyklen, nur 12 Maßgedecke und mit 49 dB(A) der lauteste Wert im Feld, entsprechend Geräuschemissionsklasse C. Wie beim größeren Amica fehlt auch hier der Wasserverbrauch je Betriebszyklus auf der Produktseite; die Trocknungseffizienzklasse gibt der Hersteller mit A an.

Stärken

  • + Kürzestes belegtes eco-Programm im Vergleich: 210 Minuten
  • + Trocknungseffizienzklasse A trotz Einstiegsposition
  • + Automatische Türöffnung zum Nachtrocknen serienmäßig

Schwächen

  • – 49 dB(A) und Geräuschemissionsklasse C — deutlich lauter als die 44 dB(A) der übrigen Geräte
  • – Nur 12 Maßgedecke und ein nicht höhenverstellbarer Oberkorb

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Belege: Quelle je Wert

Woran Du gute Produkte selbst erkennst

Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.

Energieeffizienzklasse immer mit der Skala lesen

Worauf achten: Steht neben der Klasse die Skala „A bis G“? Bosch und Whirlpool drucken sie ausdrücklich neben den Buchstaben. Eine Klasse ohne Skalenangabe ist nicht einzuordnen — Angaben mit Plus-Zeichen wie „A++“ stammen aus der alten Skala und gelten für Geschirrspüler seit März 2021 nicht mehr.

Warum: Die Skala wurde damals so neu gesetzt, dass die Spitze zunächst frei blieb; ein Gerät der Klasse B oder C ist danach nicht schlechter als ein früheres „A++“, sondern strenger gemessen. Wer beide Skalen vermischt, hält ein modernes Gerät für einen Rückschritt.

Den Verbrauchswert statt nur der Klasse vergleichen

Worauf achten: Im Datenblatt nach „Energieverbrauch des eco-Programms pro 100 Betriebszyklen“ in kWh suchen — die Zahl steht bei allen Geräten mit EU-Label, wird auf Verkaufsseiten aber gern durch den Buchstaben ersetzt.

Warum: Die Klassen sind grob gestuft: Im Feld liegen zwischen dem besten Gerät der Klasse D (82 kWh) und dem schlechtesten derselben Klasse (85 kWh) nur drei Kilowattstunden, zwischen Klasse B und D dagegen 20 — und nur die Kilowattstunden lassen sich in Euro umrechnen.

Beim Geräusch zwischen Wert und Klasse unterscheiden

Worauf achten: Ein echter Messwert steht als dB(A) re 1 pW im Datenblatt. Manche Hersteller nennen stattdessen nur die Geräuschemissionsklasse (A bis D) — Bosch etwa gibt für die Serie 4 lediglich „Geräusch-Effizienzklasse B“ an.

Warum: Klasse B umfasst eine Spanne von mehreren Dezibel; zwei Geräte derselben Klasse können hörbar unterschiedlich laut sein. Ohne Zahl lässt sich ein Gerät nicht gegen die 44 dB(A) eines anderen halten, und genau deshalb steht in unserer Tabelle in solchen Fällen „k. A.“.

Die Programmdauer im EU-Produktdatenblatt nachschlagen

Worauf achten: Auf der Produktseite nach „Programmdauer“ oder „Dauer des eco-Programms“ suchen — und wenn dort nichts steht, das verlinkte EU-Produktdatenblatt öffnen. Dort ist die Angabe Pflicht. Achtung: Eine Dauer ohne Programmangabe (Candy nennt 3:55 h) sagt nicht, welches Programm gemeint ist.

Warum: Es ist die einzige Pflichtangabe, die den Alltag unmittelbar verändert, und die einzige, die fast niemand freiwillig zeigt. Drei bis vier Stunden lassen sich planen — aber nur, wenn man sie vor dem Kauf kennt.

Nennkapazität gegen den eigenen Haushalt prüfen

Worauf achten: Die Angabe „Maßgedecke“ im Datenblatt suchen (im Feld 12 bis 16) und daneben, ob es eine dritte Ebene beziehungsweise Besteckschublade gibt. Candy weist diese Ausstattung modellgenau als „Ja“ oder „Nein“ aus, andere Hersteller nennen nur „Besteckkorb“.

Warum: Alle Label-Werte gelten für die volle Beladung. Wer wegen zu kleiner Kapazität halb volle Maschinen startet, macht den Effizienzvorteil eines sparsamen Geräts wieder zunichte — und eine Besteckschublade schafft Platz im Unterkorb, ohne dass sich die Nennkapazität ändert.

Reinigungs- und Trocknungsklasse mitlesen

Worauf achten: Neben der Energieklasse stehen bei manchen Herstellern eine Reinigungsklasse und eine Trocknungsklasse (Whirlpool nennt beide mit A, Amica die Trocknungseffizienzklasse mit A). Bei anderen fehlen sie auf der Produktseite ganz.

Warum: Ein sparsames Gerät, das schlecht trocknet, spart nur, bis man das Geschirr von Hand nachwischt. Beide Klassen beruhen auf demselben genormten Prüfzyklus wie der Energiewert und sind damit die einzige belastbare Aussage zur Spül- und Trockenleistung, die ein Datenblatt hergibt.

Ratgeber zum Thema

Geschirrspüler kaufen: Bauform, Verbrauch und was im Alltag zählt

Ein Geschirrspüler verbraucht in einem vollen eco-Gang weniger Wasser als Handspülen derselben Menge. Maßgeblich für die laufenden Kosten sind die beiden Label-Werte kWh je 100 Zyklen und Liter je Zyklus — beide gelten für das eco-Programm, das genau deshalb drei bis vier Stunden dauert.

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Geschirrspüler (60 cm): häufige Fragen

Warum dauert das eco-Programm drei bis vier Stunden?

Weil es genau dafür gebaut ist: Das eco-Programm spart Energie, indem es das Wasser weniger stark aufheizt und die längere Einwirkzeit die niedrigere Temperatur ausgleicht. Heizen ist der mit Abstand größte Stromposten eines Geschirrspülers, also wird an ihm gespart und an der Zeit zugelegt. In diesem Vergleich beziffern zwei Hersteller die Dauer ausdrücklich: Amica nennt 255 Minuten für das freistehende Gerät und 210 Minuten für das Einbaugerät. Das ist kein Defekt und kein Nachteil eines bestimmten Geräts, sondern die Bauart des Programms.

Was bedeutet die Energieeffizienzklasse bei einem Geschirrspüler?

Sie beruht auf dem Energieverbrauch im eco-Programm, bezogen auf die Nennkapazität, und wird seit März 2021 auf der Skala A bis G angegeben — ohne die früheren Plus-Stufen. Die Skala wurde damals bewusst streng neu gesetzt, damit oben wieder Platz für Fortschritt ist. Ein heutiges B entspricht deshalb nicht dem B von 2019, und ein Gerät mit „A++“ auf einem alten Aufkleber ist nicht besser als ein heutiges C, sondern nach einem anderen Maßstab bewertet.

Wie viel Strom kostet ein Geschirrspüler im Jahr?

Das lässt sich aus dem Label ausrechnen. Bei vier Spülgängen pro Woche kommt ein Haushalt auf rund 208 Zyklen im Jahr; ein Gerät mit 65 kWh je 100 Zyklen verbraucht dann etwa 135 Kilowattstunden, eines mit 85 kWh etwa 177. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,35 Euro je Kilowattstunde sind das ungefähr 47 gegenüber 62 Euro im Jahr. Die Zyklenzahl und der Strompreis sind Annahmen von uns, die Kilowattstunden stammen von den Herstellern — wer öfter spült, verschiebt beide Werte nach oben.

Was ist ein Maßgedeck?

Eine nach EN 60436 genormte Beladung für eine Person: Speiseteller, Suppenteller, Dessertteller, Tasse mit Untertasse, Trinkglas und Besteck. Ein 60-cm-Gerät fasst je nach Modell 12 bis 16 Maßgedecke — in diesem Vergleich reicht die Spanne von 12 beim Amica-Einbaugerät bis 16 beim Candy CI 6B4F1MA. Wichtig für den Verbrauchsvergleich: Alle Angaben des Energielabels gelten für die volle Nennbeladung, nicht für halbe Beladungen.

Wie laut ist ein Geschirrspüler wirklich?

Der Wert im Datenblatt ist ein genormter Schallleistungspegel in dB(A) re 1 pW und deshalb zwischen Herstellern vergleichbar. Fünf der sechs Geräte hier liegen zwischen 44 und 49 dB(A); Bosch nennt für die Serie 4 nur die Geräusch-Effizienzklasse B ohne Zahl. Weil die Dezibelskala logarithmisch ist, bedeuten fünf Dezibel mehr keinen kleinen, sondern einen deutlich hörbaren Unterschied — in einer offenen Wohnküche ist das der Punkt, an dem das Gerät beim Fernsehen stört.

Freistehend oder vollintegriert — was ist besser?

Das ist keine Qualitätsfrage, sondern eine Küchenfrage. Freistehende Geräte sind sofort anschlussfertig, ziehen mit um und kosten nichts zusätzlich; vollintegrierte verschwinden hinter der Küchenfront, brauchen aber eine passende Möbelfront samt Montage, was den Gesamtpreis spürbar erhöht. Beide Bauformen werden nach demselben eco-Programm gemessen und sind in den Verbrauchswerten direkt vergleichbar — nur eben nicht im Kaufpreis.

Muss ich Geschirr vor dem Einräumen abspülen?

Grobe Reste gehören in den Müll, abspülen unter fließendem Wasser ist dagegen kontraproduktiv: Es verbraucht oft mehr Wasser als der gesamte Spülgang und nimmt der Automatik die Grundlage, auf der sie arbeitet. Geräte mit Trübungssensor erkennen sauberes Vorwasser und fahren dann ein schwächeres Programm — das Geschirr wird also nicht besser, sondern eher schlechter sauber. Verkrustetes lässt man besser einweichen oder wählt das Intensivprogramm.

Warum steht bei einem Gerät in der Tabelle keine Zahl?

Weil wir keine Zahl übernehmen, die wir nicht auf der Herstellerseite selbst belegen können. Beim Bosch Serie 4 SMS4EVI08E etwa liefert die Produktseite die Energieeffizienzklasse und den Wasserverbrauch als Text aus, Verbrauch je 100 Zyklen, Dezibelwert und Maßgedecke dagegen erst nach dem Nachladen der Detailtabelle. Fehlende Werte gehen bei uns neutral mit 5,0 von 10 Punkten in die Rechnung ein und stehen sichtbar als „k. A.“ — sie werden weder geschätzt noch aus Händlerangaben ergänzt.

Wie dieser Vergleich entstanden ist

Für die Kategorie Geschirrspüler (60 cm) haben wir 9 Produkte über 5 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Energieverbrauch eco-Programm mit 28 von 100 Punkten, auf Preisangaben haben wir mangels belastbarer Daten verzichtet. Im Labor getestet haben wir nichts, und 7 fehlende Herstellerangaben stehen als „k. A.“ in der Tabelle, statt still ergänzt zu werden. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →

Schnelle Antworten zu Geschirrspüler (60 cm)

Eine Frage, eine belegte Antwort — für alle, die nicht die ganze Tabelle brauchen.

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