| Auflösung | 22/100 | 1920×1080 = 3 · 2560×1440 = 7 · 3440×1440 = 7 · 3840×2160 = 10 Punkte | Die Auflösung allein sagt nichts — erst zusammen mit der Bildschirmgröße ergibt sie die Pixeldichte, und die entscheidet, ob Schrift glatt oder kantig wirkt. Dieselben 3.840 × 2.160 ergeben laut Herstellerangaben rund 163 ppi auf 27 Zoll, aber nur rund 140 ppi auf 32 Zoll; 3.440 × 1.440 auf einem 34-Zoll-Ultrawide liegt mit rund 110 ppi praktisch gleichauf mit WQHD auf 27 Zoll (109 ppi). Deshalb bekommt 3.440 × 1.440 hier dieselbe Punktzahl wie 2.560 × 1.440: Beide beschreiben dieselbe Schärfeklasse, nur auf unterschiedlich breiten Flächen. Das ist die einzige Eigenschaft, die man später mit keiner Einstellung nachbessern kann — wer zu niedrig kauft, sieht die Pixelstruktur jeden Arbeitstag. Der ehrliche Zusatz: 4K verlangt fast immer Skalierung, und ältere Notebooks geben per HDMI oft nur 60 Hz aus. |
|---|
| USB-C-Ladeleistung | 17/100 | Skala 0–100 W, mehr ist besser | Ein Monitor, der das Notebook über dasselbe Kabel lädt, ersetzt Dockingstation und Netzteil — das ist im Homeoffice der spürbarste Alltagsunterschied und kostet im Nachkauf mehr als die Preisdifferenz zwischen zwei Monitoren. Entscheidend ist nicht der USB-C-Anschluss, sondern die deklarierte Watt-Zahl: 65 W laden ein sparsames Ultrabook, ein leistungsstarkes Notebook zieht unter Last mehr, als der Monitor nachliefert. 0 W bedeutet in unserer Tabelle, dass die Anschlussliste des Herstellers keinen stromliefernden USB-C-Port enthält. |
|---|
| Standfuß-Verstellung | 17/100 | nur Neigung = 2 · Neigung + Drehung = 4 · Höhe + Neigung = 7 · Höhe, Neigung, Drehung = 9 · Höhe, Neigung, Drehung, Pivot = 10 Punkte | Ein Monitor, der sich nicht in der Höhe verstellen lässt, zwingt den Kopf dauerhaft in eine Haltung, die der Schreibtisch vorgibt — bei acht Stunden täglich ist das die Eigenschaft, die man am längsten spürt, und sie lässt sich nur durch einen gekauften Monitorarm nachrüsten. Wir werten die Verstellwege, die der Hersteller im Datenblatt deklariert, nicht das Wort „ergonomisch“ aus dem Werbetext. Wer auf einen VESA-Arm umsteigen will, prüft zusätzlich das Lochmaß: 75×75 mm statt der verbreiteten 100×100 mm schränkt die Auswahl ein. |
|---|
| Bildwiederholrate | 16/100 | Skala 60–240 Hz, mehr ist besser | Die Hertz-Zahl ist die am ehrlichsten vergleichbare Angabe im ganzen Datenblatt — sie ist technisch definiert und wird von allen 20 Geräten im Vergleich beziffert. Sie entscheidet, wie flüssig Mauszeiger, Scrollen und Spiele wirken; oberhalb von 240 Hz sättigt der wahrnehmbare Gewinn für die meisten Menschen, weshalb unsere Skala dort endet und schnellere Nischenpanels die volle Punktzahl bekommen. Achtung beim Kauf: Der Höchstwert gilt oft nur über DisplayPort, per HDMI liegt er bei einigen Geräten niedriger — der Dell-Ultrawide im Feld schafft 120 Hz über DisplayPort und 100 Hz über HDMI. |
|---|
| Panel-Technik | 15/100 | TN = 3 · VA = 6 · IPS = 8 · Fast IPS = 8 · Nano IPS = 8 · IPS Black = 9 · OLED = 10 Punkte | Die Panel-Technik entscheidet über Blickwinkelstabilität und Schwarzwert und lässt sich nicht per Menü ändern: TN ist billig und blickwinkelschwach, VA liefert mehr Kontrast bei trägeren Dunkelwechseln, IPS ist der farbstabile Standard, OLED schaltet praktisch verzögerungsfrei und stellt echtes Schwarz dar. Wir werten die Bauart, die der Hersteller im Datenblatt deklariert — „Fast IPS“ und „Nano IPS“ bekommen dieselben Punkte wie IPS, weil ihr Vorteil in der Schaltzeit beziehungsweise im Farbraum liegt und beides bereits als eigene Spalte geführt wird. Dells „IPS Black“ steht einen Punkt höher, weil der Hersteller dafür ein deklariertes Kontrastverhältnis von 3000:1 statt der üblichen 1000:1 angibt. |
|---|
| Reaktionszeit (nur GtG) | 13/100 | Skala 0,03–8 ms, weniger ist besser | Hier steckt die wichtigste Falle der Kategorie: Hersteller mischen zwei völlig verschiedene Messungen. GtG (Grey-to-Grey) misst, wie lange ein Pixel für den Farbwechsel braucht; MPRT (Moving Picture Response Time, bei Acer „VRB“, bei ASUS „ELMB“) beschreibt dagegen, wie lange ein Bild sichtbar bleibt — dieser Wert entsteht durch Einblenden von Schwarzbildern, kostet Helligkeit und sagt über die Trägheit des Panels nichts aus. In diese Spalte kommen deshalb ausschließlich GtG-Werte. Fünf der 20 Geräte bleiben dadurch leer, aus drei verschiedenen Gründen: Der ASUS VZ27EHF wird nur mit „1 ms MPRT“ beworben, die beiden TUF-Gaming-Modelle nennen im Datenblatt überhaupt keine Reaktionszeit, und LG (32UN880K-B) sowie Dell (U3425WE) schreiben eine Millisekundenzahl ohne Messverfahren dazu. Wer GtG und MPRT verwechselt, kauft ein träges Panel mit einer sehr kleinen Zahl auf dem Karton. |
|---|
| Farbraum DCI-P3 | 0/100 | Skala 70–100 %, mehr ist besser | Für Bildbearbeitung ist die Farbraumabdeckung die zentrale Größe — trotzdem geht sie hier bewusst mit 0 Punkten in die Wertung ein, und zwar aus zwei Gründen. Erstens nennen nur 10 der 20 Hersteller-Produktseiten überhaupt einen DCI-P3-Wert; ein Kriterium, bei dem die halbe Tabelle schweigt, verteilt Punkte, statt etwas zu messen. Zweitens messen die genannten Zahlen nicht dasselbe: AOC gibt für den Q27G3XMN 101,3 % an — mehr als 100 % kann keine Abdeckung sein, das ist ein Farbvolumen (die Fläche des Panel-Farbraums im Verhältnis zum Zielfarbraum), während ASUS und Dell Abdeckungswerte nennen, Dell zusätzlich mit dem Messstandard CIE 1976. Wir zeigen die Angaben als Information samt Quelle und lassen sie die Reihenfolge nicht bestimmen. |
|---|
| Energieeffizienzklasse (EU) | 0/100 | A = 10 · B = 9 · C = 7 · D = 6 · E = 4 · F = 3 · G = 1 Punkte | Jeder in der EU verkaufte Monitor trägt seit März 2021 ein Energielabel mit der Skala A bis G (Verordnung (EU) 2019/2013 für elektronische Displays) — bei Monitoren liegt praktisch das gesamte Angebot im unteren Teil dieser Skala, ein G ist hier also kein Ausreißer, sondern die Regel. Die Klasse zählt bei uns nicht mit, weil sie nur 6 der 20 Hersteller auf der eigenen Produktseite nennen: Sie zu gewichten hieße, 14 Geräte für die Schweigsamkeit ihrer Marketingabteilung zu bestrafen. Verbindlich ist ohnehin das Label am Verkaufsort und das Produktdatenblatt in der EU-Datenbank EPREL — dort steht die Klasse für jedes Modell, auch für die 14, die hier „k. A.“ zeigen. |
|---|