| Energieeffizienzklasse SDR (Skala A bis G) | 30/100 | A = 10 · B = 8.3 · C = 6.7 · D = 5 · E = 3.3 · F = 1.7 · G = 0 Punkte | Die einzige Angabe am Fernseher, die nach einer für alle Hersteller verbindlichen Methode ermittelt und vor dem Verkauf amtlich registriert wird — damit die einzige, die zwischen Marken wirklich vergleichbar ist. Sie gilt für den normalen Betrieb ohne HDR, also für das, was die meisten Menschen die meiste Zeit sehen. Wichtig beim Lesen: In diesem Feld reicht die Spanne von E bis G, und selbst das beste Gerät liegt vier Stufen unter dem, was die Skala hergibt. Wer im Laden ein A sucht, sucht bei 55 Zoll vergeblich; wer den Unterschied zwischen E und G ignoriert, zahlt ihn über die Lebensdauer eines Geräts, das täglich mehrere Stunden läuft. |
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| Leistungsaufnahme im Betrieb (SDR) | 26/100 | Skala 55–95 W, weniger ist besser | Die Klasse fasst zusammen, dieser Wert beziffert. Er macht Unterschiede innerhalb derselben Klasse sichtbar und ist die Zahl, aus der sich die Stromkosten direkt ausrechnen lassen. In diesem Feld liegen zwischen dem sparsamsten und dem durstigsten Gerät gut 33 Prozent. Bei vier Stunden täglich sind das über zehn Jahre rund hundert Euro Unterschied — nicht kaufentscheidend allein, aber genug, um bei sonst gleichwertigen Geräten den Ausschlag zu geben. |
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| Bildschirmtechnik | 22/100 | OLED = 10 · QLED (LCD mit Quantenpunkten) = 6 · LED-LCD = 3 Punkte | Hier bewerten wir eine Bauart, nicht eine Messung — deshalb die Begründung ausführlich. OLED gibt jedem Bildpunkt eine eigene Lichtquelle, die vollständig ausgehen kann; Schwarz ist dort Abwesenheit von Licht und nicht abgedunkeltes Hintergrundlicht. Das ist ein Bauartunterschied, kein Geschmacksurteil, und er wirkt sich auch auf den Blickwinkel aus. LCD-Geräte mit Quantenpunkten („QLED“) stellen Farben satter dar als einfaches LED-LCD, bleiben aber hintergrundbeleuchtet. Gegen OLED sprechen zwei Dinge, die wir nicht verschweigen: geringere Spitzenhelligkeit in hellen Räumen und das Risiko eingebrannter Standbilder bei dauerhaft gleichen Bildelementen. Deshalb steht dieses Kriterium bei 22 von 100 Punkten und nicht höher — wer den Fernseher in ein Zimmer mit großer Fensterfront stellt oder ihn als Zweitmonitor mit fester Taskleiste nutzt, sollte es für sich anders gewichten. |
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| Bildwiederholrate des Panels | 12/100 | Skala 50–165 Hz, mehr ist besser | Wie oft das Panel je Sekunde ein neues Bild aufbauen kann. Für Filme ist das gleichgültig — Kinofilme haben 24 Bilder je Sekunde, die jedes Gerät hier darstellt. Entscheidend wird der Wert bei schnellem Sport und besonders bei Spielkonsolen: PlayStation 5 und Xbox Series X liefern in vielen Titeln 120 Bilder je Sekunde, die ein 60-Hertz-Panel gar nicht annehmen kann. Wer nur fernsieht, kann dieses Kriterium getrost niedriger gewichten als wir; wer eine aktuelle Konsole anschließt, höher.
Zwei Offenlegungen gehören zu diesem Kriterium. Erstens haben wir die Obergrenze der Skala am 21.08.2026 von 144 auf 165 Hertz angehoben, weil mit den Samsung-QD-OLED-Modellen erstmals Geräte mit 165 registrierten Hertz in diesem Feld stehen. Ohne die Anhebung wäre der Spitzenwert gekappt worden. Die Änderung wirkt auf alle Geräte, weil sie den Abstand zwischen ihnen neu verteilt: Sie hat die Reihenfolge an zwei Stellen verschoben. Zweitens — und wichtiger — ist der registrierte Hertz-Wert zwischen Marken NICHT zuverlässig vergleichbar. Die Hersteller tragen Unterschiedliches ein; die Belege dazu stehen unten unter den Qualitätsmerkmalen. Lies dieses Kriterium deshalb als grobe Einteilung in „60“, „120 und mehr“ — nicht als Rangliste auf das Hertz genau. Zur Gewichtung: Dieses Kriterium wiegt bei uns bewusst weniger als Energieklasse und Leistungsaufnahme, weil die Hersteller den Wert im Register uneinheitlich eintragen — die eine Marke meldet die native Rate, die andere den per Software erreichbaren Höchstwert. Wir werten den Registereintrag, weil er der einzige einheitlich geprüfte ist, und lassen ihn deshalb weniger schwer wiegen als die normierten Verbrauchswerte. |
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| Eingetragene Herstellergarantie | 10/100 | Skala 0–3 Jahre, mehr ist besser | Die Mindestgarantie, die der Hersteller selbst im Register hinterlegt hat. Sie ist streng zu trennen von der gesetzlichen Gewährleistung: Die beträgt beim Kauf in Deutschland zwei Jahre gegenüber dem Händler und gilt unabhängig davon, was hier steht. Eine kürzere Herstellergarantie nimmt einem also keine Rechte, sie bedeutet nur, dass man sich im Fall der Fälle an den Verkäufer halten muss statt an die Marke. Auffällig ist das Muster: Samsung und Sony tragen in diesem Feld durchgehend zwei Jahre ein — auch bei ihren teuersten Geräten. Die drei Modelle mit nur einem Jahr sind beide LG-OLEDs und das Panasonic-Spitzenmodell. Das Kriterium wiegt bei uns bewusst wenig, weil die gesetzlichen Rechte den Hauptteil abdecken. |
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| Leistungsaufnahme im HDR-Betrieb | 0/100 | Skala 85–256 W, weniger ist besser | Dieser Wert steht in der Tabelle, fließt aber ausdrücklich NICHT in die Bewertung ein — und der Grund ist wichtiger als die Zahl. Ein niedriger HDR-Verbrauch kann bedeuten, dass ein Gerät effizient arbeitet. Er kann genauso gut bedeuten, dass es schlicht dunkler ist, denn HDR-Helligkeit kostet Strom. Wer diesen Wert wie einen Effizienzwert benotet, belohnt womöglich das blassere Bild. Wir zeigen ihn trotzdem, weil er die Spanne sichtbar macht, die kein Prospekt nennt: Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Gerät dieses Feldes liegt fast das Dreifache — 93 gegenüber 256 Watt. Und beide sind OLED-Geräte, die Bauart erklärt den Verbrauch also nicht. |
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| Zugesicherte Ersatzteilverfügbarkeit | 0/100 | Skala 0–10 Jahre, mehr ist besser | Wie lange der Hersteller nach Marktende Ersatzteile bereithält. Der Wert ist unbewertet, weil er das Feld praktisch nicht trennt: Alle dreizehn Geräte liegen bei sieben oder acht Jahren, und das ist im Wesentlichen die gesetzliche Vorgabe, nicht eine Leistung der Marke. Wir zeigen ihn, damit niemand ihn für ein Unterscheidungsmerkmal hält, wenn er beworben wird. |
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