| Update-Zusage des Herstellers | 40/100 | Skala 0–7 Jahre, mehr ist besser | Ein Smartphone ist nicht kaputt, wenn es langsam wird — es ist unbrauchbar, wenn es keine Sicherheitsupdates mehr bekommt, weil dann Banking-Apps aussteigen und jede bekannte Lücke offen bleibt. Genau dieses Datum bestimmt die reale Lebensdauer, und es ist die einzige Angabe der Kategorie, die der Hersteller einseitig festlegt und die sich weder nachrüsten noch mit Geld reparieren lässt. Samsung schreibt für das Galaxy S26 Ultra in den eigenen FAQ „Das Samsung Galaxy S26 Ultra unterstützt 7 Betriebssystem-Updates. Zusätzlich erhältst du 7 Jahre lang Sicherheits- und Wartungs-Updates“, Google beziffert für das Pixel 10 Pro „7 Jahre lang Betriebssystem- und Sicherheitsupdates sowie Pixel Drops“. Apple nennt auf den Produktseiten überhaupt keine Jahreszahl, muss sie seit 2025 aber im EU-Produktdatenblatt angeben — genau diese Zahl rechnen wir, sobald sie vorliegt. Beim iPhone Duo liegt sie noch nicht vor: Für die Kennung A3720 ist am 10.09.2026 weder ein Datenblatt auf apple.com veröffentlicht noch ein Eintrag im EU-Register EPREL vorhanden, also bleibt die Zelle leer. Xiaomi veröffentlicht für seine Geräte weder auf der deutschen Produktseite noch an anderer von uns prüfbarer Stelle eine Jahreszahl; dort steht „k. A.“, und der Wert geht neutral mit 5,0 von 10 ein — das ist keine Aussage darüber, wie lange das Gerät tatsächlich versorgt wird, sondern darüber, was zugesagt ist. Dieses Kriterium trägt das höchste Gewicht der Seite, weil zwischen 5 und 7 Jahren zwei volle Nutzungsjahre liegen und es die Kosten pro Jahr stärker bestimmt als der Kaufpreis: Ein heute gekauftes Gerät mit 7 Jahren wäre bis 2033 versorgt. |
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| Speicher der Basisausführung | 25/100 | Skala 128–512 GB, mehr ist besser | Der Speicher ist die einzige Ausstattung dieser Kategorie, die sich nach dem Kauf nicht mehr ändern lässt: Keines dieser Geräte hat einen Kartenschacht, und Nachrüsten gibt es nicht. Wer zu klein kauft, zahlt den Unterschied später doppelt — erst als Ärger, dann als Cloud-Abo. Genau deshalb wird an dieser Stelle so gern getrickst: Der beworbene Einstiegspreis gilt für die kleinste Ausführung, und der Sprung auf die nächste Stufe kostet bei Apple 250 € (iPhone 17 Pro: 1.299 € für 256 GB, 1.549 € für 512 GB) und bei Samsung 200 € (Galaxy S26: 999 € für 256 GB, 1.199 € für 512 GB) — für Speicher, der im Einkauf einen Bruchteil davon kostet. Wir werten deshalb die Basisausführung, also das, was man für den genannten Preis wirklich bekommt. Die Skala reicht von 128 GB (der kleinsten Basisgröße, die es in der Oberklasse noch gibt — Google fängt beim Pixel 10 Pro dort an) bis 512 GB (Xiaomi liefert das beim 17 Ultra als kleinste Stufe). Zur Einordnung: Das reine Betriebssystem belegt schon einiges, Apple beziffert das mit ungefähr 12 GB bis 24 GB, bevor ein einziges Foto darauf liegt. |
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| Akkukapazität (Herstellerangabe) | 25/100 | Skala 3.500–7.000 mAh, mehr ist besser | Die Kapazität in Milliamperestunden ist der einzige Akku-Wert, den man zwischen Herstellern überhaupt nebeneinanderlegen kann. Die viel beworbenen Laufzeiten sind es ausdrücklich nicht: Samsung nennt für das Galaxy S26 Ultra „31 Std. Videowiedergabe“, Apple für das iPhone 17 Pro „Bis zu 31 Std.“ Videowiedergabe, Google „Mehr als 24 Stunden Akkulaufzeit“ — drei Zahlen, drei verschiedene Messverfahren, keine davon nachprüfbar und keine davon untereinander vergleichbar. Deshalb wertet hier die Kapazität und nicht die Laufzeit. Auch sie hat eine Grenze: Ein größerer Akku hilft nur, wenn Bildschirm und Prozessor ihn nicht sofort wieder aufbrauchen, und ein sparsam abgestimmtes Gerät mit 4.300 mAh kann länger laufen als ein durstiges mit 6.500 mAh. Woher die Zahl stammt, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden und für das Lesen der Tabelle wichtig: Samsung, Google und Honor nennen sie auf der Produktseite, Apple nennt sie dort grundsätzlich nicht — bei Apple steht sie ausschließlich im EU-Produktdatenblatt, das seit 2025 zu jedem in der EU verkauften Smartphone gehört und die Nennkapazität nach einheitlicher Vorschrift ausweist. Für das iPhone Duo gibt es dieses Blatt am 10.09.2026 noch nicht; Apple nennt dort nur zwei integrierte Lithium-Ionen-Batterien und Laufzeiten, also bleibt die Zelle leer. Das ist eine Pflichtangabe des Herstellers und damit dieselbe Art von Beleg wie eine Produktseite, nur an einem Ort, den fast niemand vor dem Kauf öffnet. |
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| Schutzart gegen Wasser und Staub | 10/100 | keine = 0 · keine Angabe = 0 · IPX4 = 2 · IP52 = 2 · IP53 = 3 · IP54 = 4 · IP65 = 5 · IP66 = 5 · IP67 = 6 · IP68 = 8 · IP68 + IP69 = 9 · IP68 + IP69 + IP69K = 10 · IP48 = 7 Punkte | Wasserschaden ist der häufigste Totalschaden bei Smartphones und in aller Regel kein Garantiefall — die Schutzart ist deshalb die billigste Versicherung, die man beim Kauf mitnehmen kann. Im Foldable-Feld trennt dieses Kriterium tatsächlich: Samsung erklärt für beide Folds IP48 (7 von 10 Punkten), Apple und Google erklären IP68 (8 Punkte), Honor IP68 und zusätzlich IP69 (9 Punkte). Es steht mit Gewicht in der Tabelle, weil ein Gerät ohne Wasserschutz sofort auffallen soll. Anders als bei den übrigen Kriterien zählt eine fehlende Angabe hier NICHT neutral, sondern mit null Punkten: Wer keine Schutzart erklärt, hat keine — seit der EU-Verordnung 2023/1669 muss jedes in Europa verkaufte Smartphone seinen Eindringschutzgrad im Produktdatenblatt angeben, ein Schweigen ist also keine Wissenslücke, sondern eine Aussage. Bewusst NICHT bewertet wird, ob ein Gerät ohne Zertifizierung „trotzdem regenfest“ ist: Das erklärt kein Hersteller, und ohne Erklärung ist es eine Vermutung. Wichtiger als die Punktzahl ist, wie man die Angabe liest. Apple erklärt für das iPhone 17 Pro IP68 nach IEC 60529 als „bis zu 6 Meter für bis zu 30 Minuten“, Samsung für die S26-Reihe als Schutz „bei dauerhaftem Untertauchen bei 1,5 m Wassertiefe für 30 Minuten und ausschließlich in klarem“ Wasser, Xiaomi nennt für das 17T ein Eintauchen in stehendes Süßwasser unter Laborbedingungen — dieselbe Kurzbezeichnung, drei verschiedene Prüfbedingungen. Alle Hersteller schreiben dazu, dass der Schutz nicht dauerhaft ist und mit normaler Abnutzung nachlässt, und dass die Garantie Flüssigkeitsschäden nicht deckt. IP68 heißt also: Regen, verschütteter Kaffee und ein Sturz ins Waschbecken sind wahrscheinlich überlebbar. Schwimmbad, Meerwasser und Sauna sind es nicht. |
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| Ladeleistung mit Kabel (Herstellerangabe) | 0/100 | Skala 20–120 Watt, mehr ist besser | Diese Spalte steht mit Gewicht 0 in der Tabelle, weil die Angaben der Hersteller nicht dasselbe messen: Die einen beziffern, was das Gerät aufnimmt, die anderen nur, welches Netzteil man dafür kaufen muss — und ein Kriterium, das Ungleiches nebeneinanderstellt, verteilt Punkte, statt etwas zu messen. Beim iPhone Duo bleibt die Zelle aus genau diesem Grund leer. Samsung beziffert für das Galaxy S26 Ultra eine „von 45 W auf 60 W erhöhte Leistung“, Xiaomi „90W HyperCharge, kabelgebunden“ für das 17 Ultra und „67W HyperCharge“ für das 17T. Apple und Google nennen dagegen gar keine Geräteleistung, sondern nur, welches Netzteil man braucht: Apple schreibt „Bis zu 50 % in 20 Minuten mit 40W Netzteil oder höher“, Google „bis zu 55 % in etwa 30 Min. mit einem 30-W-USB-C-PPS-Ladegerät oder höher“. Das ist eine Anforderung an das Zubehör und keine Angabe zum Telefon, und wir tragen sie deshalb nicht als Ladeleistung ein. Die zehn Punkte, die diese Spalte in einer vollständigeren Datenlage tragen würde, liegen stattdessen auf der Update-Zusage und der Akkukapazität. Praktisch relevant ist der Wert trotzdem: Zwischen 60 und 100 Watt liegt beim Zwischendurchladen der Unterschied zwischen einer halben Stunde und einer Viertelstunde. Wer darauf Wert legt, sollte wissen, dass die hohen Wattzahlen nur mit passendem Zubehör erreicht werden, das extra kostet — Apple, Google und Xiaomi schreiben ausdrücklich dazu, dass kein Netzteil im Lieferumfang enthalten ist. |
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| Gewicht | 0/100 | Skala 150–250 g, weniger ist besser | Diese Spalte hat bewusst kein Gewicht mehr in der Rechnung, und der Grund ist ein Fehler, den wir selbst gemacht haben: Solange „leichter ist besser“ mitzählte, verlor jedes größere Spitzenmodell Punkte dafür, dass es größer ist — das iPhone 17 Pro stand hinter dem iPhone 17, obwohl es in jeder belegten Spalte gleich oder besser dasteht. Gewicht ist keine Qualitätseigenschaft, sondern eine Vorliebe: Für den einen sind 167 Gramm der Grund zu kaufen, für den anderen sind 231 Gramm der Preis für ein großes Display und einen großen Akku. Ein Kriterium, bei dem „mehr“ für die eine Hälfte der Käufer besser und für die andere schlechter ist, darf keine Rangfolge bestimmen — es gehört in die Tabelle, damit man es sieht, und nicht in die Punktzahl. Zur Einordnung bleibt die Spanne trotzdem wichtig: Zwischen dem leichtesten und dem schwersten Gerät dieses Feldes liegen 43 Gramm (Galaxy Z Fold 7 und Z Fold 8 Ultra je 215 g, Pixel 10 Pro Fold 258 g) — und selbst das leichteste liegt weit über einem gewöhnlichen Smartphone. Das ist der Preis für die zweite Bildschirmfläche, und man spürt ihn nach einer halben Stunde Lesen im Handgelenk. |
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| Displaygröße | 0/100 | Skala 6–7 Zoll, mehr ist besser | Auch die Bildschirmdiagonale zählt in dieser Rechnung nicht mehr mit, und zwar aus demselben Grund wie das Gewicht: Größer ist nicht besser, sondern anders. Ein 6,9-Zoll-Gerät zeigt mehr Text auf einer Seite und macht Karten und Videos angenehmer; es passt in viele Hosentaschen nur noch mit Mühe, lässt sich einhändig kaum bedienen und wiegt mehr. Wer ein kompaktes Telefon sucht, für den ist jeder zusätzliche Zoll ein Nachteil — und eine Punktzahl, die das Gegenteil behauptet, wäre für die halbe Leserschaft schlicht falsch. Die Diagonale steht deshalb als Information in der Tabelle, damit man die Geräte nach der eigenen Vorliebe sortieren kann. Beim Lesen zu beachten: Alle Hersteller messen sie als volles Rechteck über die abgerundeten Ecken hinweg, die tatsächlich sichtbare Fläche ist bei jedem Gerät etwas kleiner; Apple schreibt das ausdrücklich dazu (beim iPhone 17e etwa 6,06 Zoll statt der genannten 6,1 Zoll). Nicht aufgenommen haben wir die Bildwiederholrate: Apple, Google und Xiaomi nennen für ihre Oberklassegeräte übereinstimmend bis zu 120 Hz, Samsung nennt auf den deutschen Produktseiten überhaupt keinen Wert, und beim iPhone 17e führt Apple das Datenblatt ohne Angabe — daraus lässt sich keine Spalte bauen, die etwas misst. |
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| Auflösung der Hauptkamera | 0/100 | Skala 12–200 MP, mehr ist besser | Diese Spalte steht seit jeher mit Gewicht 0 da: Megapixel sind die bekannteste und die unzuverlässigste Kennzahl der ganzen Kategorie. Bildqualität entsteht aus Sensorgröße, Blende, Optik und Bildverarbeitung — Xiaomi nennt für die 50-MP-Hauptkamera des 17 Ultra einen 1-Zoll-Sensor mit ƒ/1,67, für die ebenfalls 50 MP große Hauptkamera des 17T dagegen einen 1/1,55-Zoll-Sensor mit f/1,7: gleiche Megapixelzahl, deutlich verschiedene Lichtaufnahme. Dazu kommt eine Falle, auf die man hereinfällt, wenn man nur auf die größte Zahl schaut: Beim Galaxy S26 Ultra sind die 200 MP die Hauptkamera, bei anderen Geräten steckt die höchste beworbene Zahl im Teleobjektiv — beim Xiaomi 17 Ultra etwa sitzen 200 MP im Teleobjektiv und 50 MP in der Hauptkamera. Zwei „200-MP-Smartphones“ meinen also nicht dasselbe. Wir führen die Zahl als Information mit, damit man sie neben den anderen sieht, und rechnen sie nicht mit, weil wir Bildqualität nicht messen können und niemand sie aus einem Datenblatt ablesen kann. Wer die Kamera zum Hauptgrund macht, sollte Bildvergleiche unabhängiger Fotoredaktionen ansehen, nicht Datenblätter. |
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