Stand: · 6 Produkte · 6 gewichtete Kriterien + 1 nur zur Information · kein Labortest
Bei Laserdruckern fürs Büro und Homeoffice führt der Preis auf dem Karton regelmäßig in die Irre: Der Anschaffungspreis ist die kleinere Hälfte der Rechnung, die Tonerkosten sind die größere.
Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten
Ein Gerät für 161 Euro, dessen größte reguläre Tonerkartusche 3.000 Seiten schafft, kostet pro gedruckter Seite ein Vielfaches eines Geräts für 487 Euro mit 18.000-Seiten-Kartusche — beide Zahlen stehen im selben Herstellershop, nur eben auf zwei verschiedenen Seiten, und niemand rechnet sie zusammen. Dazu kommen zwei Angaben, die im Prospekt gern untergehen: die mitgelieferte Startkartusche reicht bei einem Gerät im Feld nur 700 Seiten weit, und „bis zu X Seiten/Minute“ ist ohne Normbezug keine vergleichbare Zahl. Wir vergleichen sechs in Deutschland lieferbare Modelle von Brother, HP und Kyocera ausschließlich über Angaben, die die Hersteller selbst veröffentlichen — jede Zahl trägt die URL der Seite, auf der sie steht. Die Seitenkosten weiter unten sind ausdrücklich unsere eigene Rechnung aus je zwei Herstellerangaben, keine Herstellerangabe; wo eine der beiden fehlt, rechnen wir nicht.
Die kurze Antwort
Brother HL-L6210DW
9,5von 10 · Platz 1 von 6
Das Arbeitsgruppengerät des Felds und der Gegenbeweis zur Preislogik: 50 Seiten/Minute, 520-Blatt-Kassette, Gigabit-LAN und WLAN, 8.000 Seiten empfohlenes Monatsvolumen — vor allem aber eine reguläre Kartusche für 18.000 Seiten und eine Trommel für 75.000 Seiten.
Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.Die Produktspalte bleibt beim seitlichen Scrollen stehen.
Laserdrucker (Schwarzweiß): 6 Produkte, bewertet über 6 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. „Direkt bei …“ ist unvergütet. Wie wir rechnen →
Worauf kommt es Dir an?
Der Gesamtscore gewichtet 6 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.
Mir ist Tonerreichweite am wichtigsten→Brother HL-L6210DW18.000 Seiten · Gesamt 9,5/10
Mir ist Empfohlenes Monatsvolumen am wichtigsten→Brother HL-L6210DW8.000 Seiten/Monat · Gesamt 9,5/10
Mir ist Papierkassette am wichtigsten→Brother HL-L6210DW520 Blatt · Gesamt 9,5/10
Mir ist Druckgeschwindigkeit am wichtigsten→Brother HL-L6210DW50 Seiten/Min. · Gesamt 9,5/10
Mir ist Reichweite der mitgelieferten Startkartusche am wichtigsten→Brother HL-L6210DW6.000 Seiten · Gesamt 9,5/10
Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.
Das Ergebnis in fünf Sätzen
◆Stand September 2026 ist Brother HL-L6210DW der Vergleichssieger unter 6 verglichenen Produkten der Kategorie Laserdrucker (Schwarzweiß) — mit 9,5 von 10 Punkten aus 6 gewichteten Kriterien.
◆Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Tonerreichweite (größte reguläre Kartusche, ISO/IEC 19752) mit 30 von 100 Gewichtspunkten: Das ist die wichtigste Zahl der ganzen Kategorie, weil sie den Nenner der Seitenkosten bildet: Tonerpreis geteilt durch Reichweite ergibt, was jede Seite wirklich kostet — und diese Rechnung schlägt den Gerätepreis nach wenigen tausend Seiten. Im Feld reicht die Spanne von 3.000 bis 18.000 Seiten, also um den Faktor sechs, während die Gerätepreise nur um den Faktor drei auseinanderliegen. Wichtig ist der Zusatz „ISO/IEC 19752“: Diese Norm legt eine feste Testseite mit rund fünf Prozent Deckung fest, damit Reichweiten überhaupt vergleichbar sind — alle sechs Hersteller im Feld nennen sie ausdrücklich. Wir werten die größte regulär erhältliche Kartusche, weil genau die man kauft, sobald man die Betriebskosten ernst nimmt.
◆Preis-Leistungs-Sieger ist HP LaserJet Pro 4002dw mit 5,2 von 10 Punkten bei einem Preis von ca. 246 € (Stand September 2026) — mechanisch ermittelt als bestes Verhältnis von Punktzahl zu Preis.
◆Für 2 der 6 Produkte fehlen mindestens eine Herstellerangabe (insgesamt 3 Werte); fehlende Werte gehen neutral mit 5,0 in die Rechnung ein und stehen in der Tabelle sichtbar als „k. A.“.
◆Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.
Einordnung der Redaktion: Der Punktesieger ist der richtige Kauf — aber nur für ungefähr jeden zehnten Käufer
→Der Brother HL-L6210DW führt die Rechnung an, und das zu Recht: höchste Tonerreichweite, größte Kassette, höchstes empfohlenes Monatsvolumen, Gigabit-LAN und WLAN. Wer wirklich mehrere hundert Seiten im Monat druckt, kauft hier das günstigste Gerät des Felds — nach unserer Rechnung aus Herstellerpreisen ab rund 12.900 Seiten. Nur druckt die Mehrheit der Homeoffice-Haushalte diese Menge nie, und dann ist ein 487-Euro-Gerät mit 12,7 Kilogramm schlicht das falsche Werkzeug.
→Für die meisten Schreibtische ist der HP LaserJet Pro 4002dw der vernünftigere Kauf, obwohl er in Punkten dahinter liegt. Er kombiniert die zweitgrößte Reichweite mit dem einzigen normbezogenen Geschwindigkeitswert im Feld und braucht keinen zweiten Verschleißartikel, weil die Trommel in der Kartusche sitzt. Gegenüber dem billigsten Gerät im Vergleich hat er seinen Aufpreis nach etwa 4.400 Seiten eingespielt — das erreichen auch kleine Haushalte in ein bis zwei Jahren.
→Der Preis-Leistungs-Sieg fällt in diesem Feld schwächer aus als üblich, weil zwei der sechs Geräte gar keinen Preis haben: Kyocera veröffentlicht auf den deutschen Produktseiten weder Geräte- noch Tonerpreise. Beide ECOSYS-Modelle können damit weder in der Preis-Leistungs-Wertung antreten noch in unsere Seitenkostenrechnung — obwohl der PA4500x mit 45 Seiten/Minute, 500-Blatt-Kassette und 12.500-Seiten-Kartusche technisch zu den stärksten Geräten des Vergleichs gehört. Das ist keine Aussage über die Qualität dieser Drucker, sondern über ihre Datenlage im Netz.
→Bemerkenswertester Fund: Der Gerätepreis sagt in dieser Kategorie fast nichts über die Kosten. Der günstigste Drucker im Feld (161 Euro) hat die teuerste Seite (4,90 Cent inklusive Trommel), der teuerste (487 Euro) die billigste (2,38 Cent). Beide Zahlen stammen aus demselben Herstellershop — sie stehen nur auf zwei verschiedenen Seiten, und keine Produktbeschreibung stellt sie nebeneinander. Genau das ist der Grund, warum diese Rechnung hier steht.
→Was in diesem Vergleich fehlt, sagen wir offen: Canon, Lexmark und Xerox sind in Deutschland relevante Marken für Schwarzweiß-Laserdrucker, ihre Produktseiten liefern die technischen Daten aber nur über nachgeladene Skripte oder blocken den Abruf ganz. Wir hätten die Werte aus Händlerlistings übernehmen können — und damit genau die Copy-Paste-Kaskade fortgeschrieben, gegen die diese Seite gebaut ist. Lieber sechs Geräte mit belegten Zahlen als acht mit geschätzten.
→Und eine Einschränkung zu unserer eigenen Rechnung: Die Seitenkosten beruhen auf den Listenpreisen der Herstellershops, weil das die einzigen Preise sind, die der Hersteller selbst verantwortet. Im Fachhandel liegen Geräte wie Toner regelmäßig darunter. Die absoluten Cent-Beträge sind deshalb eher Obergrenzen; die Reihenfolge der Geräte ändert sich dadurch nur, wenn ein Hersteller stärker rabattiert wird als der andere — nachrechnen mit den tatsächlichen Angebotspreisen lohnt sich also.
Einordnung auf Basis der in der Tabelle je Wert verlinkten Herstellerangaben sowie der Toner-, Trommel- und Gerätepreise aus den Herstellershops von Brother Deutschland und HP Deutschland, abgerufen am 05.08.2026. Alle Cent-pro-Seite-Werte sind unsere eigene Division aus Preis und ISO/IEC-19752-Reichweite, keine Herstellerangabe. Getestet oder gemessen haben wir nichts.
So haben wir gewichtet — alle 7 Kriterien mit Begründung›
Das ist die wichtigste Zahl der ganzen Kategorie, weil sie den Nenner der Seitenkosten bildet: Tonerpreis geteilt durch Reichweite ergibt, was jede Seite wirklich kostet — und diese Rechnung schlägt den Gerätepreis nach wenigen tausend Seiten. Im Feld reicht die Spanne von 3.000 bis 18.000 Seiten, also um den Faktor sechs, während die Gerätepreise nur um den Faktor drei auseinanderliegen. Wichtig ist der Zusatz „ISO/IEC 19752“: Diese Norm legt eine feste Testseite mit rund fünf Prozent Deckung fest, damit Reichweiten überhaupt vergleichbar sind — alle sechs Hersteller im Feld nennen sie ausdrücklich. Wir werten die größte regulär erhältliche Kartusche, weil genau die man kauft, sobald man die Betriebskosten ernst nimmt.
Empfohlenes Monatsvolumen (Hersteller)
15/100
Skala 1.000–8.000 Seiten/Monat, mehr ist besser
Das empfohlene monatliche Volumen ist die ehrlichste Auskunft darüber, für welche Last ein Gerät konstruiert ist — es ist deutlich kleiner als der oft genannte maximale Arbeitszyklus und beschreibt den Bereich, in dem Hersteller die Lebensdauer erwarten. Wer dauerhaft darüber druckt, tauscht Verschleißteile früher und wartet öfter auf Aufwärmzyklen. Zwei der sechs Geräte tragen hier „k. A.“: Kyocera veröffentlicht auf den deutschen Produktseiten keine Volumenempfehlung, sondern nur Garantiegrenzen für Trommel und Entwickler. Diese beiden Zellen gehen neutral in die Rechnung ein — geschätzt wird nichts.
Papierkassette (Standard)
15/100
Skala 150–520 Blatt, mehr ist besser
Die geschlossene Standardkassette bestimmt, wie oft jemand aufstehen und Papier nachlegen muss — bei 250 Blatt und 500 Seiten im Monat ist das etwa alle zwei Wochen, bei 520 Blatt etwa einmal im Monat. Wir werten ausschließlich die geschlossene Kassette, nicht die zusätzliche Mehrzweck- oder Handzufuhr: Die fasst je nach Gerät 1 bis 100 Blatt, steht offen und staubt zu, und Hersteller addieren sie gern zu einer größeren Gesamtzahl. Wer schon weiß, dass er zwei Papiersorten braucht, prüft zusätzlich, ob sich das Gerät um eine zweite Kassette erweitern lässt — im Feld reicht die maximale Ausbaustufe von 350 bis 2.600 Blatt.
Netzwerkanbindung
15/100
nur USB = 2 · WLAN = 6 · LAN = 7 · LAN + WLAN = 10 Punkte
Ein Drucker ohne Netzwerk ist ein Drucker für genau einen Rechner — und das merkt man erst, wenn der zweite Haushalt oder Kollege drucken will. Kabelgebundenes LAN ist im Büro die stabilere Wahl (keine Funkabbrüche, kein Neuanmelden nach WLAN-Passwortwechsel), WLAN dagegen die einzige Option, wenn der Drucker weit von der Fritzbox steht. Beides zusammen ist deshalb die Bestbewertung, nicht weil mehr Anschlüsse besser klingen, sondern weil es die Aufstellentscheidung offenhält. Eine Zelle bleibt „k. A.“: Kyocera nennt auf der Produktseite des PA3500x keine einzige Schnittstelle, weder USB noch Netzwerk — geraten wird hier nichts, auch wenn ein Netzwerkdrucker dieser Klasse ohne LAN kaum denkbar ist.
Druckgeschwindigkeit (A4, s/w)
15/100
Skala 18–55 Seiten/Min., mehr ist besser
Die Seiten-pro-Minute-Angabe ist die am lautesten beworbene und zugleich die am wenigsten belastbare Zahl der Kategorie, solange kein Normbezug dabeisteht: „Bis zu X Seiten/Minute“ gilt für einfachen Text nach dem Aufwärmen und im Dauerlauf. Vergleichbar wird sie erst mit dem Zusatz ISO/IEC 24734, der eine feste Bürodokument-Folge misst — HP nennt für dieses Gerät ausdrücklich einen ISO-Wert, Brother und Kyocera nennen den Motorwert ohne Normangabe. Wir führen deshalb alle Werte in einer Spalte, aber mit ausdrücklicher Warnung: Zwischen 30 und 35 Seiten/Minute liegt real weniger Unterschied, als die Zahlen suggerieren. Alltagsrelevanter als der Dauerlaufwert ist ohnehin die Zeit bis zur ersten Seite, denn die meisten Druckaufträge im Homeoffice sind ein bis drei Seiten lang.
Reichweite der mitgelieferten Startkartusche
10/100
Skala 500–6.000 Seiten, mehr ist besser
Die zweite Falle der Kategorie, und alle sechs Hersteller beziffern sie: Die Kartusche im Karton ist bei Einsteigergeräten oft eine Startkartusche mit einem Bruchteil der regulären Reichweite. Im Feld reicht die Spanne von 700 bis 6.000 Seiten — beim günstigsten Gerät ist der erste Nachkauf also nach etwa zwei Monaten Normalbetrieb fällig und kostet mehr als drei Viertel des Gerätepreises. Diese Zahl gehört deshalb in die Kaufrechnung: Ein Gerät, das mit voller Kartusche kommt, liefert faktisch einen Teil der Betriebskosten mit. Wer nur den Gerätepreis vergleicht, übersieht genau diesen Posten.
Automatischer Duplexdruck
0/100
Ja = 10 Punkte, Nein = 0 Punkte
Automatischer beidseitiger Druck halbiert den Papierverbrauch und ist die Funktion, die man nach einem Jahr am wenigsten missen möchte — trotzdem geht sie hier mit 0 Punkten in die Wertung ein, und zwar aus einem einzigen Grund: Alle sechs verglichenen Geräte haben sie. Ein Kriterium, bei dem jedes Produkt denselben Wert trägt, verteilt nur überall dieselben Punkte und verschiebt die Reihenfolge um keinen Millimeter; das Gewicht wäre eine Zahl ohne Wirkung. Die Spalte bleibt als Information stehen, weil sie eine Mindestanforderung dokumentiert: Unterhalb dieses Feldes, bei den ganz günstigen Geräten unter 100 Euro, fehlt der automatische Duplexdruck regelmäßig — und dort ist er das erste, worauf man achten sollte.
Die 6 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Laserdrucker (Schwarzweiß) redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →
Bauarten und Verbrauchsmaterial-Konzepte: was hinter dem Gerätepreis steckt
Drei Entscheidungen bestimmen, was ein Schwarzweiß-Laserdrucker im Betrieb kostet: die Größenklasse, die Bauart des Verbrauchsmaterials und die Frage, ob man sich an ein Tonerabonnement bindet. Jede Variante hat einen Nachteil, den man vor dem Kauf kennen sollte.
Variante
Typisch gewählt für
Einordnung
Kompaktgerät für Homeofficeauch: im Feld: Brother HL-L2400DW, HL-L2445DW
ein bis zwei Personen, bis rund 2.500 Seiten im Monat
Klein, leise, günstig in der Anschaffung — dafür die kleinsten Kartuschen der Kategorie. Bei 3.000 Seiten Reichweite pro Kartusche zahlt man je gedruckter Seite ein Mehrfaches eines Bürogeräts, und die Startkartusche im Karton reicht teils nur 700 Seiten.
Bürogerät der Mittelklasseauch: im Feld: HP LaserJet Pro 4002dw, Kyocera ECOSYS PA3500x
kleines Team, wechselnde Lastspitzen
Deutlich schneller und mit größerer Reichweite als die Kompaktklasse — die Papierkassette bleibt aber oft bei 250 Blatt stehen, sodass die Nachlegehäufigkeit nicht mit der Geschwindigkeit mithält. Wer regelmäßig über der Volumenempfehlung druckt, verschleißt das Gerät schneller, als die Datenblattzahlen vermuten lassen.
Arbeitsgruppengerätauch: im Feld: Brother HL-L6210DW, Kyocera ECOSYS PA4500x
mehrere Personen, ab etwa 500 Seiten im Monat aufwärts
Große Kassette, hohe Geschwindigkeit und die mit Abstand niedrigsten Seitenkosten — dafür der dreifache Anschaffungspreis, mehr Stellfläche und ein Gewicht, das den Umzug auf den Schreibtisch ausschließt. Unterhalb weniger tausend Seiten im Jahr rechnet sich diese Klasse nicht.
Getrennte Trommel- und Tonereinheitauch: Brother, Kyocera
wer die Betriebskosten genau steuern will
Beim Tonerwechsel wandert nur der Toner in den Müll, die Trommel hält ein Vielfaches — das senkt Abfall und Materialeinsatz. Der Haken: Die Trommel ist ein zweiter Verschleißartikel mit eigenem Preis, den man in die Seitenkosten einrechnen muss; im Feld sind das je nach Gerät 0,5 bis 0,9 Cent pro Seite obendrauf.
Trommel in der Tonerkartusche integriertauch: im Feld: HP LaserJet Pro 4002dw
wer nur ein Ersatzteil kennen will
Ein einziger Artikel deckt alles ab, es gibt keinen zweiten Verschleißposten und keine Überraschung nach zwei Jahren. Dafür wird bei jedem Tonerwechsel eine noch funktionsfähige Trommel mit entsorgt, und die Kartusche selbst ist entsprechend teurer.
Tonerabonnementauch: Brother EcoPro, HP Instant Ink, Kyocera-Servicemodelle
planbare, gleichmäßige Druckmenge
Ein fester Monatsbetrag statt unregelmäßiger Kartuschenkäufe, Toner kommt automatisch — dafür bindet man sich an ein Seitenkontingent, ungenutzte Seiten verfallen je nach Tarif, und die Kartuschen sind an das Abo gekoppelt. Wer wenig und unregelmäßig druckt, zahlt in Monaten ohne Druckauftrag trotzdem.
Tintenstrahl statt Laser
Gemischtes Drucken: Fotos, Farbgrafiken, gelegentliche Dokumente — der Allrounder-Fall.
Tinte kann bei langen Druckpausen eintrocknen, und Patronenkosten übersteigen auf Dauer jeden Toner. Der Vergleich dazu: unsere Tintenstrahl-Seite.
Die Größenklasse entscheidet über den Anschaffungspreis, das Verbrauchsmaterial-Konzept über die Rechnung der nächsten drei Jahre. Welche Kombination in unserem Punktesystem wie abschneidet, steht oben in der Tabelle — was das in Cent pro Seite bedeutet, steht direkt darunter.
Einordnungswerte
Der eigentliche Preisvergleich in dieser Kategorie sind nicht die Gerätepreise, sondern die Seitenkosten. Die folgenden Cent-Beträge sind ausdrücklich UNSERE EIGENE RECHNUNG aus je zwei Herstellerangaben — dem Preis der Kartusche im Shop des Herstellers und ihrer Reichweite nach ISO/IEC 19752. Es sind keine Herstellerangaben. Wo eine der beiden Zahlen fehlt, rechnen wir nicht.
Brother HL-L2400DW und HL-L2445DW: Toner allein
4,01 ct/Seite
Eigene Rechnung: Tonerkartusche TN-2510XL für 120,31 € (Brother-Shop, inkl. MwSt.) geteilt durch 3.000 Seiten nach ISO/IEC 19752. Beide Geräte nutzen dieselbe Kartusche.
Brother HL-L2400DW und HL-L2445DW: Toner plus Trommel
4,90 ct/Seite
Eigene Rechnung: zusätzlich Trommeleinheit DR-2510 für 133,17 € geteilt durch 15.000 Seiten (0,89 ct). Die Trommel ist bei Brother ein separater Artikel und gehört deshalb in die Seitenkosten.
HP LaserJet Pro 4002dw
2,96 ct/Seite
Eigene Rechnung: Tonerkartusche HP 149X für 281,49 € (HP Store, inkl. MwSt.) geteilt durch 9.500 Seiten nach ISO/IEC 19752. Ein Trommelaufschlag entfällt, weil die Trommel in der Kartusche sitzt.
Brother HL-L6210DW: Toner plus Trommel
2,38 ct/Seite
Eigene Rechnung: Toner TN-3610 für 342,41 € geteilt durch 18.000 Seiten (1,90 ct) plus Trommeleinheit DR-3600 für 357,12 € geteilt durch 75.000 Seiten (0,48 ct). Niedrigster Wert im Vergleich.
Kyocera ECOSYS PA3500x und PA4500x
nicht berechenbar
Kyocera veröffentlicht auf den deutschen Produktseiten Reichweiten nach ISO/IEC 19752, aber keine Toner- und keine Gerätepreise. Ohne den zweiten Wert wäre jede Cent-Angabe geraten — deshalb steht hier nichts.
Ab wann sich das teure Gerät rechnet
rund 12.900 Seiten
Eigene Rechnung auf Basis der oben genannten Werte: 161 € Gerätepreis plus 4,90 ct/Seite (HL-L2400DW) gegen 487 € plus 2,38 ct/Seite (HL-L6210DW). Ab etwa 12.900 gedruckten Seiten — bei 360 Seiten im Monat also nach rund drei Jahren — ist der dreimal teurere Drucker in Summe der günstigere.
Ab wann der HP günstiger ist als der billigste Brother
rund 4.400 Seiten
Eigene Rechnung: 246 € plus 2,96 ct/Seite (HP LaserJet Pro 4002dw) gegen 161 € plus 4,90 ct/Seite (Brother HL-L2400DW). Nach etwa 4.400 Seiten — für viele Haushalte gut ein Jahr — hat der 85 Euro teurere Drucker seinen Aufpreis eingespielt.
Startkartuschen im Feld
700 bis 6.000 Seiten
Alle sechs Hersteller beziffern die Reichweite der mitgelieferten Kartusche. Beim günstigsten Gerät reicht sie 700 Seiten; die erste Ersatzkartusche kostet dort 120,31 € und damit drei Viertel des Gerätepreises.
Quelle: Reichweiten und Geräteangaben von den in der Tabelle je Wert verlinkten Herstellerseiten. Toner- und Trommelpreise von denselben Herstellershop-Seiten (Brother Deutschland, HP Store Deutschland), abgerufen am 05.08.2026, inklusive Mehrwertsteuer. Alle Cent-Beträge sind unsere eigene Division aus diesen beiden Angaben, keine Herstellerangabe. Im Fachhandel liegen sowohl Geräte- als auch Tonerpreise regelmäßig unter den Shop-Preisen der Hersteller — das verschiebt die absoluten Beträge, das Verhältnis der Geräte zueinander aber nur, wenn ein Hersteller stärker rabattiert wird als der andere.
Die Produkte im Detail
Platz 1Vergleichssieger
Brother HL-L6210DW
9,5von 10 Punkten
Das Arbeitsgruppengerät des Felds und der Gegenbeweis zur Preislogik: 50 Seiten/Minute, 520-Blatt-Kassette, Gigabit-LAN und WLAN, 8.000 Seiten empfohlenes Monatsvolumen — vor allem aber eine reguläre Kartusche für 18.000 Seiten und eine Trommel für 75.000 Seiten. Aus Brothers eigenen Shop-Preisen gerechnet ergibt das die mit Abstand niedrigsten Seitenkosten im Vergleich; der dreifache Anschaffungspreis gegenüber dem Einstiegsgerät ist nach knapp 13.000 Seiten wieder eingespielt.
Stärken
+ 18.000-Seiten-Kartusche — die höchste Reichweite im Feld und die niedrigsten Seitenkosten
+ 520-Blatt-Kassette, erweiterbar; 6.000-Seiten-Toner bereits im Lieferumfang
+ 50 Seiten/Minute, Gigabit-LAN und 5-GHz-WLAN
+ Empfohlenes Monatsvolumen 8.000 Seiten — das einzige echte Teamgerät im Vergleich
Schwächen
– Dreifacher Anschaffungspreis des Einstiegsgeräts — lohnt sich erst ab hoher Druckmenge
– Deutlich größer und schwerer als die Kompaktgeräte (12,7 kg)
Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich. Preis ca. 487 € (Stand September 2026), bitte beim Händler prüfen.
Das schnellste Gerät im Vergleich (45 Seiten/Minute) mit der zweitgrößten Kassette (500 Blatt) und einer 12.500-Seiten-Kartusche; im Lieferumfang steckt bereits ein 6.000-Seiten-Toner. Die Netzwerkanbindung ist eine Gigabit-Buchse, WLAN gibt es nur als kostenpflichtige Steckkarte. Eine Volumenempfehlung veröffentlicht Kyocera nicht, einen Tonerpreis ebenso wenig — die Seitenkosten lassen sich für dieses Gerät deshalb nicht ausrechnen.
Stärken
+ 45 Seiten/Minute — schnellstes Gerät im Vergleich
+ 500-Blatt-Kassette, mit Optionen auf 2.600 Blatt ausbaubar
+ 12.500-Seiten-Kartusche nach ISO/IEC 19752, 6.000-Seiten-Toner im Lieferumfang
+ Trommel und Entwickler laut Garantiebedingung auf 300.000 Seiten ausgelegt
Schwächen
– WLAN nur über die kostenpflichtige Schnittstellenkarte IB-37 — serienmäßig nur Gigabit-LAN
– Kein Tonerpreis und kein Gerätepreis auf der Herstellerseite: Seitenkosten und Preis-Leistung nicht berechenbar
– Kein empfohlenes Monatsvolumen angegeben
Ohne belegte Angabe (1): Empfohlenes Monatsvolumen (Hersteller) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.
Das einzige Gerät im Feld, dessen Druckgeschwindigkeit der Hersteller mit Normbezug angibt: 40 Seiten/Minute nach ISO in A4. Dazu LAN und WLAN, ein empfohlenes Monatsvolumen von 750 bis 4.000 Seiten (wir werten die Obergrenze) und eine XL-Kartusche mit 9.500 Seiten. Die 250-Blatt-Kassette ist für diese Klasse knapp, dafür sitzt die Trommel in der Kartusche — es gibt also keinen zweiten Verschleißartikel, den man separat nachkaufen muss.
Stärken
+ 9.500-Seiten-XL-Kartusche — nach Brothers Großgerät die zweitgrößte Reichweite im Feld
+ Druckgeschwindigkeit mit ISO-Bezug angegeben (40 Seiten/Min., A4)
+ Startkartusche mit 2.900 Seiten im Lieferumfang
+ Kein separater Trommelartikel: Trommel steckt in der Tonerkartusche
Schwächen
– Nur 250-Blatt-Kassette (plus 100-Blatt-Mehrzweckfach) trotz 40 Seiten/Minute
– Empfohlenes Monatsvolumen endet bei 4.000 Seiten — darüber ist es das falsche Gerät
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Der kleine Bruder mit Netzwerkbuchse: gleiche 250-Blatt-Kassette und gleiche Tonerfamilie wie der HL-L2400DW, aber 32 statt 30 Seiten/Minute, zusätzlich Fast-Ethernet-LAN und eine Startkartusche mit 1.200 statt 700 Seiten. An den Seitenkosten ändert das nichts — auch hier ist bei 3.000 Seiten pro Kartusche Schluss.
Produktbild: Coolblue
Stärken
+ LAN und WLAN — der Drucker lässt sich verkabelt oder frei aufstellen
+ Startkartusche mit 1.200 Seiten statt 700
+ Automatischer Duplexdruck, 250-Blatt-Kassette
Schwächen
– Größte reguläre Kartusche schafft nur 3.000 Seiten — Seitenkosten wie beim Einstiegsmodell
– Empfohlenes Monatsvolumen von 2.500 Seiten begrenzt den Einsatz im Team
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Ein Bürogerät mit 35 Seiten/Minute, 250-Blatt-Kassette und serienmäßiger Duplexeinheit — und mit dem ehrlichsten Datenblatt zur Startkartusche im ganzen Feld: Kyocera schreibt ausdrücklich, dass der mitgelieferte Toner 1.000 Seiten schafft, der reguläre TK-1250 dagegen 3.000. Was auf der Produktseite fehlt, ist ebenso auffällig: keine Schnittstellenangabe, keine Volumenempfehlung und kein Preis — drei Zellen bleiben deshalb „k. A.“.
Stärken
+ Startkartusche und reguläre Kartusche beide ausdrücklich nach ISO/IEC 19752 beziffert
+ Serienmäßige Duplexeinheit, 250-Blatt-Kassette, auf 850 Blatt erweiterbar
+ Trommel- und Entwicklereinheit sind laut Garantiebedingung auf 85.000 Seiten ausgelegt
Schwächen
– Keine Schnittstellen auf der Produktseite genannt — Netzwerkanbindung bleibt „k. A.“
– Reguläre Kartusche nur 3.000 Seiten; ohne veröffentlichten Tonerpreis sind die Seitenkosten nicht berechenbar
Ohne belegte Angabe (2): Empfohlenes Monatsvolumen (Hersteller), Netzwerkanbindung — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.
Das günstigste Gerät im Feld und zugleich das teuerste im Betrieb: 30 Seiten/Minute, automatischer Duplexdruck und eine 250-Blatt-Kassette für 161 Euro im Herstellershop — aber nur WLAN ohne Netzwerkbuchse, eine Startkartusche für 700 Seiten und eine größte reguläre Kartusche mit 3.000 Seiten. Aus Brothers eigenen Shop-Preisen für Toner und Trommel gerechnet, ist das der höchste Seitenpreis im Vergleich.
Stärken
+ Niedrigster Anschaffungspreis im Feld
+ Automatischer Duplexdruck trotz Einstiegsklasse
+ Trommel und Toner getrennt — die Trommel hält laut Brother 15.000 Seiten
Schwächen
– Startkartusche für nur 700 Seiten — der erste Nachkauf kommt schnell
– Größte reguläre Kartusche schafft 3.000 Seiten; höchste Seitenkosten im Vergleich
Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich. Preis ca. 161 € (Stand September 2026), bitte beim Händler prüfen.
Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.
Reichweite immer mit dem Zusatz ISO/IEC 19752 lesen
Worauf achten: Steht hinter der Seitenzahl der Kartusche „nach ISO/IEC 19752“ oder „gemäß ISO/IEC 19752“? Ohne diesen Zusatz ist die Zahl ein Werbewert ohne definierte Testvorlage.
Warum: Die Norm legt eine feste Testseite mit rund fünf Prozent Deckung fest. Nur damit sind Reichweiten zwischen Herstellern vergleichbar — und nur damit ergibt die Division Tonerpreis durch Reichweite eine belastbare Zahl. Wer typische Bürodokumente mit Grafiken druckt, liegt in der Praxis darunter.
Vor dem Kauf den Preis der größten Kartusche nachschlagen
Worauf achten: Im Shop des Herstellers oder im Handel nach der XL-/XXL-Variante der passenden Kartusche suchen und den Preis durch die Reichweite teilen. Das dauert zwei Minuten und ist die einzige Zahl, die die Betriebskosten wirklich beschreibt.
Warum: Der Gerätepreis fällt einmal an, die Seitenkosten bei jedem Ausdruck. Im Feld reichen sie von 2,38 bis 4,90 Cent — über 20.000 Seiten sind das rund 500 Euro Unterschied und damit mehr als der gesamte Preisabstand der verglichenen Geräte.
Reichweite der mitgelieferten Kartusche prüfen
Worauf achten: Im Abschnitt „Lieferumfang“ nach einer eigenen Seitenzahl für die Kartusche im Karton suchen. Formulierungen wie „Starterkartusche“, „Einführungskartusche“ oder eine Seitenzahl, die kleiner ist als die der Ersatzkartusche, sind das Erkennungszeichen.
Warum: Im Vergleichsfeld reicht die mitgelieferte Kartusche zwischen 700 und 6.000 Seiten. Das ist ein realer Kostenposten: Wer nach zwei Monaten die erste Kartusche für über 100 Euro nachkaufen muss, hat das Gerät faktisch teurer gekauft, als der Preisschild sagt.
Getrennte Trommel? Dann auch deren Preis einrechnen
Worauf achten: Gibt es in der Zubehörliste eine „Trommeleinheit“ mit eigener Artikelnummer (bei Brother DR-…, bei Kyocera als Teil der Langlebigkeitsgarantie)? Dann Preis und Lebensdauer notieren und auf die Seite umrechnen.
Warum: Eine Trommel kostet im Feld 133 bis 357 Euro und hält 15.000 bis 75.000 Seiten — das sind 0,5 bis 0,9 Cent pro Seite zusätzlich zum Toner. Wer nur den Tonerpreis vergleicht, unterschätzt die Betriebskosten von Geräten mit getrennter Trommel systematisch.
Seiten pro Minute nur mit Normbezug vergleichen
Worauf achten: Steht bei der Geschwindigkeitsangabe „ISO/IEC 24734“ oder „ISO“, oder nur „bis zu … Seiten/Minute“? Und ist der Wert für A4 angegeben — oder für das größere Letter-Format, das schneller durchläuft?
Warum: Ohne Norm gilt die Zahl für einfachen Text im Dauerlauf. ISO/IEC 24734 misst dagegen eine feste Folge typischer Bürodokumente und liegt regelmäßig darunter. Im Alltag zählt für kurze Aufträge ohnehin die Zeit bis zur ersten Seite mehr als der Dauerlaufwert.
Papierkassette und Mehrzweckfach auseinanderhalten
Worauf achten: In der Papierangabe zwischen „Standard-Papierkassette“ und „Mehrzweck-“ oder „Handzufuhr“ unterscheiden. Herstellerangaben wie „bis zu 350 Blatt“ addieren beides.
Warum: Nur die geschlossene Kassette hält Papier staubfrei und wird beim Drucken automatisch gezogen. Ein 100-Blatt-Mehrzweckfach ist für Umschläge und dickeres Papier gedacht, nicht als zweiter Vorrat — die effektive Nachlegehäufigkeit richtet sich nach der Kassette allein.
Ratgeber zum Thema
Laserdrucker kaufen: die Seitenkosten entscheiden, nicht der Gerätepreis
Der Seitenpreis ergibt sich aus Tonerpreis geteilt durch Reichweite nach ISO/IEC 19752. Diese Norm unterstellt eine Deckung von 5 Prozent der Seite — wer dunklere Dokumente druckt, erreicht entsprechend weniger Seiten.
Das lässt sich ausrechnen, sobald man zwei Zahlen hat: den Preis der Tonerkartusche und ihre Reichweite nach ISO/IEC 19752. Im Vergleichsfeld ergibt das 2,38 bis 4,90 Cent pro Seite — der Faktor liegt also bei gut zwei zwischen dem günstigsten und dem teuersten Gerät. Hat der Drucker eine separate Trommel, kommen 0,5 bis 0,9 Cent hinzu. Papier und Strom sind darin nicht enthalten; beim Papier sind rund 1 Cent pro Blatt üblich.
Lohnt sich ein teurer Laserdrucker gegenüber einem billigen?
Das hängt allein an der Druckmenge. Nach unserer Rechnung aus Herstellerpreisen liegt der Schnittpunkt zwischen dem günstigsten Gerät im Feld (161 Euro, 4,90 ct/Seite) und dem Arbeitsgruppengerät (487 Euro, 2,38 ct/Seite) bei rund 12.900 Seiten. Wer 100 Seiten im Monat druckt, erreicht das erst nach über zehn Jahren — für den ist das günstige Gerät richtig. Wer 400 Seiten im Monat druckt, ist nach knapp drei Jahren im Plus.
Warum reicht die mitgelieferte Tonerkartusche so kurz?
Weil viele Hersteller dem Gerät eine Startkartusche beilegen, die weniger fasst als die reguläre. Im Vergleichsfeld reicht sie zwischen 700 und 6.000 Seiten — beim günstigsten Gerät also nach etwa zwei Monaten Normalbetrieb. Alle sechs Hersteller beziffern das im Datenblatt, meist im Abschnitt Lieferumfang. Es lohnt sich, diese Zahl vor dem Kauf zu suchen: Sie ist ein versteckter Teil des Kaufpreises.
Braucht ein Laserdrucker automatischen Duplexdruck?
Alle sechs verglichenen Geräte haben ihn, deshalb trennt das Kriterium hier nichts — unterhalb dieses Felds, bei Geräten unter etwa 100 Euro, fehlt er dagegen regelmäßig. Der Nutzen ist unspektakulär, aber dauerhaft: halber Papierverbrauch bei mehrseitigen Dokumenten, und niemand muss den Stapel manuell umdrehen. Beachten sollte man, dass die Duplexgeschwindigkeit deutlich unter der einseitigen liegt, im Feld ungefähr die Hälfte.
Was bedeutet „empfohlenes Monatsvolumen“ — und ist das dasselbe wie der Arbeitszyklus?
Nein, und der Unterschied ist groß. Der maximale Arbeitszyklus ist eine technische Obergrenze (beim HP-Gerät im Feld bis 80.000 Seiten im Monat), das empfohlene Monatsvolumen der Bereich, in dem der Hersteller die erwartete Lebensdauer sieht (beim selben Gerät 750 bis 4.000 Seiten). Verkaufsunterlagen nennen gern die große Zahl. Für die Kaufentscheidung zählt die kleine.
Sind Fremdtoner eine Alternative?
Preislich oft deutlich, technisch mit Vorbehalten. Kompatible Kartuschen sind rechtlich zulässig, die Herstellergarantie für den Drucker bleibt bestehen, solange kein Schaden nachweislich durch die Fremdkartusche entstanden ist. Praktisch gibt es zwei bekannte Risiken: Firmware-Aktualisierungen können den Chip einer Fremdkartusche zurückweisen, und die Reichweitenangaben von Drittanbietern sind seltener nach ISO/IEC 19752 ermittelt. Belastbare Herstellerdaten gibt es dazu naturgemäß nicht — deshalb rechnen wir hier ausschließlich mit Originalkartuschen.
Lohnt sich ein Tonerabonnement?
Wenn die Druckmenge gleichmäßig und planbar ist, kann es rechnen — man zahlt monatlich für ein Seitenkontingent und bekommt Toner automatisch geliefert. Zwei Punkte gehören ins Kleingedruckte: Ungenutzte Seiten verfallen je nach Tarif oder werden nur begrenzt übertragen, und in Monaten ohne einen einzigen Ausdruck zahlt man trotzdem. Für unregelmäßige Nutzung ist der Kauf einzelner Kartuschen meist günstiger.
Warum stehen bei den Kyocera-Geräten so viele „k. A.“?
Weil wir nur übernehmen, was der Hersteller selbst veröffentlicht. Kyocera nennt auf den deutschen Produktseiten Geschwindigkeit, Papierkapazität und Tonerreichweiten sehr genau — aber kein empfohlenes Monatsvolumen, keinen Preis und beim PA3500x nicht einmal die Schnittstellen. Diese Zellen bleiben leer und gehen neutral mit 5,0 von 10 Punkten in die Rechnung ein, statt aus Händlerlisten geschätzt zu werden. Der Preis fehlt auch der Preis-Leistungs-Wertung: Ohne Zahl kein Verhältnis.
Wie dieser Vergleich entstanden ist
Für die Kategorie Laserdrucker (Schwarzweiß) haben wir 6 Produkte über 6 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Tonerreichweite (größte reguläre Kartusche, ISO/IEC 19752) mit 30 von 100 Punkten, Preise sind Circa-Angaben mit Stand September 2026. Im Labor getestet haben wir nichts, und 3 fehlende Herstellerangaben stehen als „k. A.“ in der Tabelle, statt still ergänzt zu werden. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →
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