Vergleichsatlas

Kühlschränke Vergleich 2026

Stand: · 7 Produkte · 3 gewichtete Kriterien + 2 nur zur Information · kein Labortest

Ein Kühlschrank ohne Gefrierteil ist kein halbes Gerät, sondern die passendere Wahl für alle, die ohnehin frisch einkaufen oder das Gefriergut in einem eigenen Schrank lagern — er gibt den gesamten Innenraum an den Teil ab, den man täglich öffnet.

Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten

Schwer wird der Kauf trotzdem, weil zwei Größen im Angebotstext gern durcheinandergeraten: die Nischenhöhe, in die das Gerät passen muss, und der Nutzinhalt, den es dafür liefert. Beide sind hier getrennt ausgewiesen, und die Höhe geht bewusst mit null Gewicht in die Rechnung ein: Sie ist eine Randbedingung des Raums, kein Qualitätsmerkmal. Die Datenlage ist auch in dieser Kategorie dünn — von den großen Marken liefert nur der BSH-Konzern (Bosch, Siemens) seine Datenblattwerte als lesbaren Text aus, und selbst dort sind mehrere Siemens-Standgeräte inzwischen abgekündigt; wir führen ausschließlich Modelle, die der Hersteller aktuell selbst listet. Getestet haben wir nichts: Wir rechnen mit offengelegten Gewichten aus Herstellerangaben. Wer zusätzlich einfrieren will, ist mit einer Kühl-Gefrier-Kombination besser bedient (eigener Vergleich unter /vergleich/kuehl-gefrier-kombinationen); wer viel einfriert, kombiniert dieses Gerät mit einem separaten Gefrierschrank (/vergleich/gefrierschraenke).

Die kurze Antwort

Bosch Serie 4 KSV36VLDP

6,1von 10 · Platz 1 von 7

Das beste Verhältnis von Klasse zu Volumen unter den freistehenden Geräten: Energieeffizienzklasse D bei 346 Litern Nutzinhalt, 39 dB(A) und 1860 Millimetern Höhe.

  • Bester Wert bei Energieeffizienzklasse
  • Bester Wert bei Nutzinhalt Kühlteil

Nicht für jeden der richtige. Knapp dahinter liegt Siemens iQ300 KI81RVFE0 mit 5,6 von 10 Punkten. Welches Kriterium für Dich zählt, klärt der Kaufberater weiter unten.

Anzeige: Die Kauflinks sind Partnerlinks. An der Reihenfolge und am Ergebnis der Rechnung ändern sie nichts — wie wir damit umgehen.

Noch unentschlossen? Der Ratgeber Kühlschrank ohne Gefrierfach: wann er die bessere Wahl ist erklärt ohne Modellnamen, welche Angabe das Ergebnis bestimmt und welche nur groß auf dem Karton steht.

Alle 7 Produkte im Punktevergleich

Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.

Bauform
Warum die Bauform den Vergleich verändert

Die Bauform ist die erste Entscheidung, weil sie den Raum betrifft und nicht das Gerät: Ein freistehendes 60-cm-Gerät bringt bei gleicher Marke deutlich mehr Liter, ein Einbaugerät verschwindet dafür hinter der Küchenfront und ist an die Nischenhöhe gebunden. Innerhalb jeder Bauform gelten dieselben Kriterien und dieselben Gewichte — die Rechnung wird nur getrennt ausgewertet, damit ein 88-cm-Unterbaugerät nicht gegen einen 186-cm-Standschrank antritt.

Kühlschränke: 7 Produkte, bewertet über 3 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
ProduktScorevon 10Energieeffizienzklasse (Skala A bis G)Gewicht 45/100Nutzinhalt Kühlteilin lGewicht 30/100Geräuschwertin dB(A)Gewicht 25/100Höhein mmGewicht 0/100Tiefein mmGewicht 0/100Preisca., Stand September 2026KaufenAnzeigePartnerlinks
Bosch Serie 4 KSV36VLDPVergleichssiegerPreis siehe Händler6,1D346391.860650k. A.laut Bosch Hausgeräte DeutschlandAmazon ›auch bei Bosch Hausgeräte Deutschland
Siemens iQ300 KI81RVFE0Preis siehe Händler5,6E310351.772548k. A.laut Siemens Hausgeräte DeutschlandALTERNATE ›auch bei Amazon
1 weiterer Händler
Bosch Serie 8 KSF36PIDPPreis siehe Händler5,3D309411.860650k. A.laut Bosch Hausgeräte DeutschlandAmazon ›auch bei Bosch Hausgeräte Deutschland
Bosch Serie 6 KIR81AFE0Preis siehe Händler5,3E319371.772545k. A.laut Bosch Hausgeräte DeutschlandAmazon ›auch bei Bosch Hausgeräte Deutschland
Bosch Serie 4 KSV36VWEPPreis siehe Händler5,2E346391.860650k. A.laut Bosch Hausgeräte DeutschlandAmazon ›auch bei Bosch Hausgeräte Deutschland
Bosch Serie 4 KIR41VFE0ca. 819 €4,5E204351.221548ca. 819 €laut Bosch Hausgeräte DeutschlandAmazon ›auch bei Bosch Hausgeräte Deutschland
Siemens iQ300 KI21RVFE0Preis siehe Händler3,9E13635874548k. A.laut Siemens Hausgeräte DeutschlandALTERNATE ›auch bei Amazon
1 weiterer Händler

„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. „Direkt bei …“ ist unvergütet. Wie wir rechnen →

Worauf kommt es Dir an?

Der Gesamtscore gewichtet 3 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.

Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.

Das Ergebnis in drei Sätzen

  • Stand September 2026 ist Bosch Serie 4 KSV36VLDP der Vergleichssieger unter 7 verglichenen Produkten der Kategorie Kühlschränke — mit 6,1 von 10 Punkten aus 3 gewichteten Kriterien.
  • Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Energieeffizienzklasse (Skala A bis G) mit 45 von 100 Gewichtspunkten: Ein Kühlschrank wird nie ausgeschaltet — die Effizienzklasse entscheidet deshalb über einen Kostenblock, der zehn bis fünfzehn Jahre lang jeden Tag mitläuft und den kein Kaufpreisvergleich zeigt. Sie ist außerdem der einzige Wert dieses Vergleichs, der bereits auf den Nutzinhalt normiert ist: Ein großes Gerät bekommt seine Klasse nicht geschenkt, nur weil es mehr Raum zu kühlen hat. Genau deshalb gewichten wir sie am höchsten. Wichtig ist, die Klasse immer mit dem Spektrum zu lesen: Seit März 2021 gilt die Skala von A bis G ohne Plus-Zeichen, und sie wurde bewusst so streng neu geeicht, dass die Klasse A zunächst fast leer blieb — ein Gerät der Klasse E ist heute nicht die zweitschlechteste Ware am Markt, sondern solide Mittelklasse. Wer „A+++“ von früher mit dem heutigen A vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Maßstäbe.
  • Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.

Einordnung der Redaktion: Warum der Rechensieger nicht für jeden der richtige ist

  • Der Bosch Serie 4 KSV36VLDP gewinnt die Rechnung, weil er als einziges Standgerät die beste Klasse des Felds mit dem größten Nutzinhalt verbindet — 346 Liter bei Klasse D und laut Hersteller 37,20 Euro geschätzten Energiekosten pro Jahr. Das ist ein sauberer Sieg, aber ein schmaler: Der bauähnliche KSV36VWEP liefert dieselben Liter und dasselbe Geräusch eine Klasse tiefer. Wer die beiden im Handel mit mehr als etwa 110 Euro Preisunterschied vorfindet, kauft mit dem schlechteren Score über die Lebensdauer günstiger — unsere Rechnung aus zwei Herstellerzahlen, nicht aus einem Datenblatt.
  • Der Vergleich zwischen den Bauformen ist bewusst keiner. Ein Einbaugerät verliert hier Punkte, weil unsere Formel Volumen misst — und Volumen folgt bei Einbaugeräten der Nische, nicht der Qualität des Geräts. Deshalb rechnen wir je Bauform einen eigenen Sieger aus, und deshalb steht die Höhe mit null Gewicht in der Tabelle. Wer eine 88-cm-Nische hat, für den ist das Unterbaugerät mit der niedrigsten Punktzahl im Feld die einzige richtige Wahl.
  • Die Effizienzklassen sind in dieser Kategorie durchweg schwach, und das ist kein Zufall: Kein Gerät im Feld erreicht mehr als D, die Einbaugeräte kommen sämtlich auf E. Freistehende Vollraumkühlschränke sind im aktuellen Angebot der einzigen Marken, die ihre Datenblätter offen ausliefern, technisch schlicht nicht weiter oben angesiedelt. Wer die Klasse zum wichtigsten Kriterium macht, findet in der Kategorie der Kühl-Gefrier-Kombinationen Geräte mit Klasse A — für die gleiche Stellfläche, aber mit geteiltem Innenraum.
  • Das eigentliche Ergebnis dieser Kategorie ist ein Befund über die Hersteller, nicht über die Geräte. Von den großen Marken liefert nur der BSH-Konzern seine Datenblattwerte als lesbaren Text aus, und selbst dort sind die freistehenden Siemens-Kühlschränke inzwischen abgekündigt — sie stehen deshalb unter „Weitere Modelle“ und nicht in der Rechnung. Uns bleibt ein Feld aus zwei Konzernmarken. Das ist weniger, als wir zeigen wollten, aber jede Zahl darin steht nachweislich auf der Seite des Herstellers.
  • Was das Punktesystem strukturell nicht kann: Es kennt den Unterschied zwischen 346 Litern Stauraum und 309 Litern plus Nullgradzone nicht. Der Bosch KSF36PIDP verliert Punkte für Volumen, das er in eine Frischezone steckt, die Fleisch und Fisch länger haltbar hält — für einen Haushalt, der genau das braucht, ist er das bessere Gerät, obwohl er in der Tabelle hinten liegt. Und für sechs der sieben Geräte gilt: Wir tragen lieber keinen Preis ein als einen Marktpreis, der in zwei Wochen falsch ist. Die Herstellerlinks in der Tabelle führen zum jeweils aktuellen Stand.

Einordnung auf Basis der in der Tabelle verlinkten Herstellerangaben, abgerufen am 05.08.2026. Eigene Messungen gibt es nicht — wir betreiben kein Labor und geben keine Testurteile ab.

So haben wir gewichtet — alle 5 Kriterien mit Begründung
KriteriumGewichtMessungWarum kaufentscheidend
Energieeffizienzklasse (Skala A bis G)45/100A = 10 · B = 8.5 · C = 7 · D = 5.5 · E = 3.5 · F = 2 · G = 0 PunkteEin Kühlschrank wird nie ausgeschaltet — die Effizienzklasse entscheidet deshalb über einen Kostenblock, der zehn bis fünfzehn Jahre lang jeden Tag mitläuft und den kein Kaufpreisvergleich zeigt. Sie ist außerdem der einzige Wert dieses Vergleichs, der bereits auf den Nutzinhalt normiert ist: Ein großes Gerät bekommt seine Klasse nicht geschenkt, nur weil es mehr Raum zu kühlen hat. Genau deshalb gewichten wir sie am höchsten. Wichtig ist, die Klasse immer mit dem Spektrum zu lesen: Seit März 2021 gilt die Skala von A bis G ohne Plus-Zeichen, und sie wurde bewusst so streng neu geeicht, dass die Klasse A zunächst fast leer blieb — ein Gerät der Klasse E ist heute nicht die zweitschlechteste Ware am Markt, sondern solide Mittelklasse. Wer „A+++“ von früher mit dem heutigen A vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Maßstäbe.
Nutzinhalt Kühlteil30/100Skala 100–400 l, mehr ist besserDer Nutzinhalt ist der Grund, warum man dieses Gerät statt einer Kombination kauft: Der gesamte Innenraum steht für frische Lebensmittel zur Verfügung, ein Wocheneinkauf für vier Personen passt nicht in 200 Liter. Nach der EU-Verordnung 2019/2016 ist der ausgewiesene Nutzinhalt der tatsächlich nutzbare Rauminhalt bei herausgenommenen Ablagen, nicht das Bruttovolumen — deshalb liegen die Zahlen auf dem Label unter dem, was manche Händlerlisten angeben. Eine Einschränkung gehört ehrlich dazu: Mehr Liter sind nur so lange besser, wie der Platz da ist. Bei den Einbaugeräten folgt der Nutzinhalt fast vollständig der Nischenhöhe — wer eine 88-cm-Nische hat, liest diese Spalte als Passung und nicht als Note und vergleicht nur Geräte gleicher Bauhöhe.
Geräuschwert25/100Skala 32–45 dB(A), weniger ist besserAnders als bei fast allen anderen Haushaltsgeräten ist der Geräuschwert eines Kühlgeräts vergleichbar, weil er nach EU-Verordnung 2019/2016 normiert ermittelt und auf dem Energielabel ausgewiesen wird — man vergleicht also nicht Marketingmodi, sondern denselben Messwert. Er zählt vor allem in offenen Küchen, Einzimmerwohnungen und überall dort, wo der Kompressor abends hörbar anspringt. Auf dem Label steht neben dem Dezibelwert zusätzlich eine Geräuschemissionsklasse von A bis D; die veröffentlicht auf den hier zitierten Produktseiten kein Hersteller im lesbaren Text, weshalb wir nur den Dezibelwert führen. Auffällig in diesem Feld: Die Einbaugeräte sind durchweg leiser als die freistehenden — die Küchenfront ist dabei nicht eingerechnet, gemessen wird das nackte Gerät.
Höhe0/100Skala 850–2.000 mm, weniger ist besserDie Höhe entscheidet, ob das Gerät überhaupt an seinen Platz passt — unter eine Arbeitsplatte, in eine Hochschranknische oder neben einen Hängeschrank —, und sie erklärt zugleich, warum die hohen Geräte im Feld mehr Liter haben: Volumen entsteht bei genormter Breite fast nur über die Höhe. Genau deshalb geht dieses Kriterium mit null Gewicht in die Rechnung ein. Eine niedrigere Höhe ist weder besser noch schlechter, sie ist eine Randbedingung des Raums; sie zu bepunkten hieße, Käufern mit niedriger Nische einen Vorteil zuzurechnen, den sie nicht haben, und die Volumenspalte ein zweites Mal zu bewerten. Bei Einbaugeräten ist die Zahl die Gerätehöhe, nicht das Nischenmaß — die Nische braucht zusätzlich Luft, wie viel, steht in der Montageanleitung.
Tiefe0/100Skala 500–750 mm, weniger ist besserDie Tiefe ist die Zahl, an der ein Kauf im Nachhinein am häufigsten scheitert, und sie steht in keinem Werbetext: Freistehende Geräte dieser Klasse bauen 650 Millimeter tief und stehen damit in einer 60er-Küchenzeile spürbar vor, Einbaugeräte bleiben knapp unter 550 Millimetern. Bewertet wird sie trotzdem nicht — tiefer heißt schlicht mehr Volumen, und beides gegeneinander aufzurechnen wäre eine doppelte Bewertung derselben Bauart. Sie steht in der Tabelle, weil man vor dem Kauf zusätzlich zur Tiefe den Türöffnungsradius messen muss: Steht das Gerät neben einer Wand, lassen sich Auszüge unter Umständen nicht ganz herausziehen, obwohl das Gerät passt.

Die 3 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Kühlschränke redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →

Kühlschrank, Kombination oder zwei Geräte: was zu welchem Haushalt passt

Vor der Frage nach der Marke steht die Frage, ob das Gerät überhaupt ein reiner Kühlschrank sein soll. Jede Lösung hat einen Nachteil, und der steht selten im Prospekt.

VarianteTypisch gewählt fürEinordnung
Freistehender Vollraumkühlschrankauch: Standkühlschrank ohne GefrierfachHaushalte, die frisch einkaufen, und alle, die das Gefriergut in einem separaten Schrank lagernDer gesamte Innenraum ist Kühlraum, und pro Euro bekommt man hier die meisten Liter. Der Nachteil ist die Tiefe: Diese Geräte bauen 650 Millimeter tief und stehen in einer 60er-Küchenzeile sichtbar vor; dazu kommt, dass sie in diesem Feld durchweg lauter messen als die Einbaugeräte.
Einbaukühlschrankauch: Vollintegriert, Schleppscharnier oder FlachscharnierKüchenzeilen, in denen das Gerät hinter der Front verschwinden sollLeiser, bündig, optisch unsichtbar — dafür an die Nischenhöhe gebunden und bei gleichem Außenmaß deutlich volumenschwächer, weil Nische und Dämmung Platz kosten. Im Reparatur- oder Umzugsfall ist das Gerät zudem an die Küche gebunden, und die Montage kommt zum Kaufpreis hinzu.
Kühl-Gefrier-KombinationDer Normalfall in deutschen Küchen: ein Stellplatz, beides an BordNur ein Gerät, nur ein Anschluss — dafür teilt sich der Innenraum, und das Gefrierteil kostet den Kühlraum, den man täglich braucht: In unserem Kombinationsvergleich liegen die Kühlteile freistehender Geräte zwischen 184 und 260 Litern, hier sind es bis zu 346. Wer beides in einem Gerät will, findet die gerechneten Werte unter /vergleich/kuehl-gefrier-kombinationen.
Kühlschrank plus separater GefrierschrankHaushalte, die viel einfrieren, und alle mit Platz für zwei StellflächenDie flexibelste Lösung: Beide Volumina lassen sich unabhängig wählen, und ein Defekt legt nie beides lahm. Der Preis dafür ist real — zwei Stellplätze, zwei Anschaffungen, zwei Geräte im Verbrauch, und der Gefrierschrank landet dann oft im Keller, wo man ihn seltener nutzt. Die passenden Gefriergeräte dazu stehen unter /vergleich/gefrierschraenke.
Kühlschrank mit Gefrierfachauch: Vier-Sterne-Fach im KühlraumKleine Haushalte, die nur gelegentlich etwas einfrierenEin Kompromiss mit einem oft unterschätzten Haken: Diese kleinen Fächer haben in der Regel kein NoFrost und müssen von Hand abgetaut werden — und weil sie im selben Kühlkreis liegen, wird beim Abtauen der ganze Innenraum warm. In diesem Vergleich kommt die Bauform bewusst nicht vor: Alle geführten Geräte weisen auf der Herstellerseite ausdrücklich „Integriertes Gefrierfach: Nein“ aus.

Die Bauform ist eine Entscheidung über den Raum und über die Frage, wie viel eingefroren wird — nicht über die Qualität. Erst danach lohnt der Blick auf Effizienzklasse, Nutzinhalt und Geräusch, wie ihn die Tabelle oben führt.

Einordnungswerte

Zur Einordnung der Tabellenwerte: was die Datenblattzahlen dieser sieben Geräte im Alltag bedeuten. Alles, was wir selbst gerechnet haben, ist ausdrücklich als solches gekennzeichnet.

Spanne beim Nutzinhalt

136–346 l

Vom Unterbaugerät mit 874 Millimetern Höhe bis zum freistehenden 186er. Der Zusammenhang ist fast linear: Volumen entsteht bei genormter Breite über die Höhe. Deshalb sagt die Punktzahl eines kleinen Geräts nichts über seine Qualität — sie sagt etwas über seine Nische.

Was eine Klassenstufe kostet

37,20 € gegen 46,40 € pro Jahr

Herstellerangaben von den verlinkten Produktseiten für zwei ansonsten identische Bosch-Geräte (KSV36VLDP, Klasse D, gegen KSV36VWEP, Klasse E), beide mit derselben ausgewiesenen Annahme von 0,40 Euro je Kilowattstunde. Über eine übliche Lebensdauer von zwölf Jahren ergibt das rund 110 Euro Unterschied — unsere Rechnung aus zwei Herstellerzahlen, keine Herstellerangabe.

Geschätzte Energiekosten laut Hersteller

36,80 bis 48,80 € pro Jahr

Alle sieben Geräte, sämtlich mit der ausgewiesenen Annahme von 0,40 Euro je Kilowattstunde: Siemens KI21RVFE0 36,80 €, Bosch KSV36VLDP 37,20 €, Bosch KIR41VFE0 40,40 €, Siemens KI81RVFE0 45,60 €, Bosch KIR81AFE0 46,00 €, Bosch KSV36VWEP 46,40 €, Bosch KSF36PIDP 48,80 €. Bemerkenswert: Das volumenstärkste Standgerät ist zugleich eines der sparsamsten — die Effizienzklasse ist auf den Nutzinhalt normiert, die Kostenschätzung nicht.

Was 6 dB Unterschied bedeuten

35 dB(A) gegen 41 dB(A)

Physikalische Einordnung, keine Herstellerangabe: Der Schalldruckpegel ist logarithmisch, rund 10 dB entsprechen etwa einer Verdopplung der empfundenen Lautstärke. Zwischen dem leisesten und dem lautesten Gerät dieses Felds liegen 6 dB — deutlich hörbar, aber keine Verdopplung. Entscheidend ist weniger der Dauerpegel als das Anspringen des Kompressors in ruhigen Räumen.

Nische gegen Gerät

874, 1221, 1772, 1860 mm

Die vier Bauhöhen des Felds. Bei Einbaugeräten ist die genannte Zahl die Gerätehöhe, nicht das Nischenmaß — die Nische braucht zusätzlich Luft, deren Maß in der jeweiligen Montageanleitung steht. Bei freistehenden Geräten kommt Abstand nach oben und hinten für die Wärmeabfuhr dazu; fehlt er, steigt der Verbrauch.

Tiefe: der Unterschied, den niemand bewirbt

545 mm gegen 650 mm

Herstellerangaben aus der Tabelle. Rund zehn Zentimeter trennen das flachste Einbaugerät vom freistehenden Standgerät. In einer Küchenzeile mit 60 cm tiefen Schränken steht ein freistehendes Gerät damit sichtbar vor — und die Tür braucht beim Öffnen zusätzlichen Radius.

Quelle: Herstellerangaben der sieben verglichenen Geräte, sämtlich in der Tabelle verlinkt, abgerufen am 05.08.2026. Als eigene Einordnung gekennzeichnete Aussagen sind keine Herstellerangaben.

Die Produkte im Detail

Platz 1Vergleichssieger

Bosch Serie 4 KSV36VLDP

6,1von 10 Punkten

Das beste Verhältnis von Klasse zu Volumen unter den freistehenden Geräten: Energieeffizienzklasse D bei 346 Litern Nutzinhalt, 39 dB(A) und 1860 Millimetern Höhe. Bosch beziffert die geschätzten Energiekosten auf dieser Seite mit 37,20 Euro pro Jahr und nennt dazu ausdrücklich die Annahme von 0,40 Euro je Kilowattstunde — der niedrigste Wert im gesamten Feld, obwohl es das volumenstärkste Gerät ist. Einen Endpreis veröffentlicht Bosch auf dieser Produktseite nicht; die reine Kilowattstundenzahl des EU-Labels steht ebenfalls nur im herunterladbaren Datenblatt.

Stärken

  • + 346 l Nutzinhalt — der größte Wert im Vergleich, bei 600 mm Standardbreite
  • + Klasse D bei zugleich größtem Volumen: laut Hersteller 37,20 Euro geschätzte Energiekosten pro Jahr
  • + Kein Gefrierfach, das Volumen kostet — der gesamte Innenraum ist Kühlraum

Schwächen

  • – Kein Preis auf der Herstellerseite — Einordnung nur über den Handel möglich
  • – Mit 39 dB(A) hörbar lauter als jedes Einbaugerät dieses Vergleichs

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich.

Belege: Quelle je Wert
Platz 2

Siemens iQ300 KI81RVFE0

5,6von 10 Punkten

Das stärkste Einbaugerät im Vergleich: 310 Liter Nutzinhalt in einer 178er-Nische, dazu 35 dB(A) — vier Dezibel leiser als jedes freistehende Gerät dieses Felds. Der Preis dafür ist die Effizienzklasse E; Siemens beziffert die geschätzten Energiekosten mit 45,60 Euro pro Jahr bei 0,40 Euro je Kilowattstunde. Einen Endpreis nennt die Produktseite nicht. Mit 548 Millimetern Tiefe verschwindet das Gerät vollständig in der Küchenzeile.

Stärken

  • + 310 l Nutzinhalt — mehr als jedes andere Einbaugerät im Vergleich
  • + 35 dB(A): gemeinsam mit den kleineren Einbaugeräten der niedrigste Wert im Feld
  • + 548 mm Tiefe — bündig in der 60er-Zeile statt vorstehend

Schwächen

  • – Effizienzklasse E — im Feld erreicht kein Einbaugerät eine bessere Stufe
  • – Kein Preis auf der Herstellerseite, und die Montage in die Nische kommt hinzu

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich.

Belege: Quelle je Wert
Platz 3

Bosch Serie 8 KSF36PIDP

5,3von 10 Punkten

Das Gerät, an dem man sieht, wofür Volumen sonst noch draufgeht: Bei identischen Außenmaßen wie die Serie-4-Geräte kommt der KSF36PIDP auf 309 statt 346 Liter — die Differenz steckt in der Frischezone, die Bosch auf derselben Seite als „VitaFresh pro“ mit 0-Grad-Technik beschreibt. Wer Fleisch, Fisch und Gemüse länger lagern will, bekommt hier den Raum dafür; wer schlicht viel unterbringen muss, zahlt ihn mit 37 Litern. Mit 41 dB(A) ist es zudem das lauteste Gerät im Vergleich, und einen Preis nennt die Herstellerseite nicht.

Stärken

  • + 0-Grad-Frischezone laut Hersteller („VitaFresh pro“) — im Feld einzigartig
  • + Energieeffizienzklasse D trotz aufwendigerer Kühltechnik
  • + Volle 600 mm Breite, 1860 mm Höhe: passt in dieselbe Lücke wie die Serie-4-Geräte

Schwächen

  • – 309 l statt 346 l bei gleichen Außenmaßen — die Frischezone kostet Nutzinhalt
  • – Mit 41 dB(A) der höchste Geräuschwert im Vergleich

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich.

Belege: Quelle je Wert
Platz 4

Bosch Serie 6 KIR81AFE0

5,3von 10 Punkten

Das Gegenstück zum Siemens-Einbaugerät aus demselben Konzern: neun Liter mehr Nutzinhalt (319 statt 310), dafür zwei Dezibel lauter (37 statt 35). Beide stehen in derselben 178er-Nische, beide tragen Klasse E. Bosch nennt 46,00 Euro geschätzte Energiekosten pro Jahr bei 0,40 Euro je Kilowattstunde. Auffällig ist die Breite: Mit 558 Millimetern baut dieses Gerät gut anderthalb Zentimeter breiter als die übrigen Einbaugeräte im Feld — ein Maß, das man an der Nische nachmessen muss.

Stärken

  • + 319 l Nutzinhalt — der höchste Wert unter den Einbaugeräten
  • + Herstellerangabe zu den Energiekosten liegt vor: 46,00 Euro pro Jahr bei 0,40 Euro je kWh
  • + 545 mm Tiefe: das flachste Gerät im gesamten Vergleich

Schwächen

  • – 37 dB(A) — hörbar mehr als die 35 dB(A) der übrigen Einbaugeräte
  • – 558 mm Breite statt 541 mm: passt nicht in jede vorhandene Nische

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich.

Belege: Quelle je Wert
Platz 5

Bosch Serie 4 KSV36VWEP

5,2von 10 Punkten

Dasselbe Gehäuse, dasselbe Volumen, derselbe Geräuschwert wie beim KSV36VLDP — nur eine Effizienzklasse darunter. Genau deshalb steht das Gerät hier: Es zeigt in Zahlen, was eine Stufe auf der Skala kostet. Bosch beziffert die geschätzten Energiekosten mit 46,40 statt 37,20 Euro pro Jahr, beide Male bei ausgewiesenen 0,40 Euro je Kilowattstunde. Über zwölf Jahre Lebensdauer sind das rund 110 Euro Unterschied für zwei ansonsten identische Geräte.

Stärken

  • + 346 l Nutzinhalt bei 600 mm Breite — gleichauf mit dem bestbewerteten Gerät
  • + Herstellerangabe zu den Energiekosten liegt vor: 46,40 Euro pro Jahr bei 0,40 Euro je kWh
  • + Weiß lackiert und damit meist die günstigste Ausführung der Baureihe

Schwächen

  • – Klasse E statt D bei sonst identischen Werten — rund 9 Euro Mehrkosten pro Jahr laut Hersteller
  • – Kein Preis auf der Herstellerseite

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich.

Belege: Quelle je Wert
Platz 6

Bosch Serie 4 KIR41VFE0

4,5von 10 Punkten

Das einzige Gerät im Vergleich, für das der Hersteller selbst einen Endpreis nennt: 819,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Dafür gibt es 204 Liter in einer 122er-Nische bei 35 dB(A) und Klasse E, laut Bosch 40,40 Euro geschätzte Energiekosten pro Jahr. Im Ranking landet es hinter den 178er-Geräten, und das ist kein Urteil über die Qualität: Es steht schlicht in einer kleineren Nische. Wer diese Nische hat, vergleicht es mit dem 874-Millimeter-Gerät, nicht mit den großen.

Stärken

  • + Herstellerpreis öffentlich: 819,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer
  • + 35 dB(A) — leiseste Gruppe des Vergleichs
  • + 204 l in einer 122-cm-Nische: die übliche Lösung, wenn darunter ein Auszug bleiben soll

Schwächen

  • – Klasse E — auch hier erreicht kein Einbaugerät des Felds mehr
  • – 204 l reichen für einen Vier-Personen-Wocheneinkauf nicht

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich. Preis ca. 819 € (Stand September 2026), bitte beim Händler prüfen.

Belege: Quelle je Wert
Platz 7

Siemens iQ300 KI21RVFE0

3,9von 10 Punkten

Das Unterbaugerät des Felds: 874 Millimeter hoch, damit unter jede normale Arbeitsplatte passend, 136 Liter Nutzinhalt, 35 dB(A), Klasse E. Siemens nennt 36,80 Euro geschätzte Energiekosten pro Jahr — der niedrigste Betrag im Vergleich, was schlicht daran liegt, dass hier am wenigsten Raum gekühlt wird. Die Punktzahl fällt aus demselben Grund am niedrigsten aus: Unsere Formel misst Volumen, nicht Passung. Für eine Küchenzeile ohne Hochschrank ist dieses Gerät trotzdem die einzige Bauform, die überhaupt in Frage kommt.

Stärken

  • + 874 mm Höhe — passt unter die Arbeitsplatte, wo kein Hochschrank vorgesehen ist
  • + 35 dB(A) bei 548 mm Tiefe: leise und vollständig integriert
  • + Niedrigste vom Hersteller genannte Energiekosten im Feld: 36,80 Euro pro Jahr bei 0,40 Euro je kWh

Schwächen

  • – 136 l Nutzinhalt — Einzelhaushalt oder Zweitgerät, kein Familienkühlschrank
  • – Klasse E: Der geringe Verbrauch kommt aus der Größe, nicht aus besserer Technik

Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich.

Belege: Quelle je Wert

Woran Du gute Produkte selbst erkennst

Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.

Energieeffizienzklasse nur mit Skala lesen

Worauf achten: Auf dem Label und in den technischen Daten steht die Klasse immer zusammen mit dem Spektrum A bis G. Steht irgendwo noch „A+“, „A++“ oder „A+++“, stammt die Angabe von vor März 2021 oder aus einem Restposten-Listing.

Warum: Die Skala wurde 2021 neu geeicht und bewusst so streng gesetzt, dass die Klasse A anfangs praktisch leer blieb — ein heutiges D ist nicht dasselbe wie ein altes D. In diesem Feld erreicht kein Gerät mehr als D, und das ist für freistehende Vollraumkühlschränke derzeit typisch.

Nutzinhalt ist nicht Bruttovolumen

Worauf achten: Im Datenblatt steht bei BSH-Geräten „Volumen des Kühlbereichs“ beziehungsweise „Summe der Volumen der Kaltlagerfächer und Kühlfächer“. Diese Zahl gehört verglichen, nicht die Literangabe aus einer Händlerüberschrift.

Warum: Nach EU-Verordnung 2019/2016 ist der ausgewiesene Nutzinhalt der tatsächlich nutzbare Rauminhalt bei herausgenommenen Ablagen. Händlerlisten führen gelegentlich das größere Bruttovolumen — wer beide Zahlen nebeneinanderlegt, vergleicht zwei verschiedene Definitionen.

Prüfen, ob wirklich kein Gefrierfach verbaut ist

Worauf achten: Die eindeutige Zeile heißt bei BSH „Integriertes Gefrierfach: Ja/Nein“. Bezeichnungen wie „Kühlschrank“ in der Produktüberschrift sagen darüber nichts.

Warum: Ein kleines Vier-Sterne-Fach im Kühlraum ändert das Gerät grundlegend: Es kostet Nutzinhalt, muss in der Regel von Hand abgetaut werden, und beim Abtauen erwärmt sich der gesamte Innenraum. Alle sieben Geräte dieses Vergleichs weisen an dieser Stelle ausdrücklich „Nein“ aus.

Klimaklasse zum Aufstellort prüfen

Worauf achten: Im EU-Produktdatenblatt steht eine Kombination aus SN, N, ST und T. Auf den Produktseiten selbst taucht sie meist nicht auf — der QR-Code des Labels führt zur EPREL-Datenbank, in der sie hinterlegt ist.

Warum: Die Klimaklasse legt fest, in welchem Umgebungstemperaturbereich das Gerät die Innentemperatur überhaupt halten kann. Ein reines N-Gerät (16–32 °C) arbeitet in einer unbeheizten Garage, einem kalten Keller oder einem heißen Dachgeschoss außerhalb seiner Spezifikation. Wer nicht in einer normal beheizten Küche aufstellt, muss diese Zeile lesen.

Bei Einbaugeräten Nischenmaß und Scharnierart trennen

Worauf achten: Zwei verschiedene Angaben: die Gerätehöhe in den technischen Daten und das erforderliche Nischenmaß in der Montageanleitung. Dazu die Scharnierart — die BSH-Seiten nennen sie im Produktnamen als „Flachscharnier“ oder „Schleppscharnier“.

Warum: Gerätehöhe und Nische sind nie identisch, und die Scharnierart entscheidet, ob die Möbelfront am Gerät festgeschraubt wird oder mitschwenkt: Flachscharnier braucht seitlich Abstand zur Wand, Schleppscharnier nicht. Beides merkt man erst beim Einbau — und dann ist das Gerät gekauft.

Frischezone am Wortlaut erkennen, nicht am Namen

Worauf achten: Aussagekräftig ist nur eine Temperaturangabe: „0 °C“ beziehungsweise „0-Grad-Technik“. Namen wie „VitaFresh“ oder „hyperFresh“ ohne diesen Zusatz bezeichnen schlicht eine Gemüseschublade mit Feuchteregelung.

Warum: Eine echte Nullgradzone verlängert die Lagerzeit von Fleisch und Fisch spürbar, kostet aber Nutzinhalt: In diesem Feld hat das Gerät mit der 0-Grad-Zone bei identischen Außenmaßen 37 Liter weniger. Wer den Namen für die Technik hält, zahlt für Volumen, das er nicht bekommt — oder wundert sich über fehlende Liter.

Ratgeber zum Thema

Kühlschrank ohne Gefrierfach: wann er die bessere Wahl ist

Ein Vollraumkühlschrank bietet bei gleicher Außenhöhe deutlich mehr nutzbaren Kühlraum als eine Kombination — und das kleine Vier-Sterne-Fach vieler Kombis ist ohnehin zu klein für eine echte Vorratshaltung.

Ratgeber lesen →

Zwei davon direkt gegeneinander

Wer bereits zwei Geräte in der engeren Wahl hat, findet hier den direkten Vergleich — mit den Kriterien, in denen sie sich entscheidend unterscheiden.

Kühlschränke: häufige Fragen

Lohnt sich ein Kühlschrank ohne Gefrierteil überhaupt noch?

Für zwei Gruppen ja. Erstens für Haushalte, die frisch einkaufen und ohnehin kaum einfrieren: Sie bekommen den gesamten Innenraum als Kühlraum, in diesem Vergleich bis zu 346 Liter statt der 184 bis 260 Liter, die freistehende Kombinationen im Kühlteil bieten. Zweitens für alle, die viel einfrieren und dafür einen eigenen Gefrierschrank stellen — diese Kombination aus zwei Geräten lässt sich unabhängig dimensionieren, und ein Defekt legt nie beides lahm. Wer dagegen einen Stellplatz hat und beides braucht, fährt mit einer Kühl-Gefrier-Kombination günstiger und sparsamer, weil nur ein Kühlkreis läuft.

Warum steht in dieser Tabelle keine Spalte mit dem Stromverbrauch in kWh?

Weil kein Hersteller diesen Wert auf seiner Produktseite als lesbaren Text ausliefert. Er steht auf dem Label und im herunterladbaren EU-Produktdatenblatt, auf der Webseite selbst dagegen nur in maschinenlesbaren Metadaten oder gar nicht. Was die Hersteller nennen, ist eine Kostenschätzung in Euro pro Jahr mit ausgewiesener Annahme von 0,40 Euro je Kilowattstunde; diese Werte führen wir im Text. Wir hätten daraus die Kilowattstunden zurückrechnen können — aber eine selbst gerechnete Zahl als Herstellerangabe auszugeben ist genau der Fehler, den diese Seite nicht macht. Stattdessen gewichten wir die Effizienzklasse am höchsten: Sie ist bereits auf den Nutzinhalt normiert und für den Vergleich verschieden großer Geräte sogar die bessere Kennzahl.

Wie viel Kühlvolumen braucht ein Haushalt?

Eine belastbare Herstellerangabe dazu gibt es nicht, und wir erfinden keine — die im Netz kursierenden Literzahlen pro Person sind Faustregeln ohne Norm dahinter und blenden aus, was den Bedarf wirklich bestimmt: die Einkaufsfrequenz. Wer einmal pro Woche groß einkauft, braucht deutlich mehr Raum als jemand, der alle zwei Tage frisch kauft, bei identischer Haushaltsgröße. Der ehrlichere Prüfstein ist das eigene Verhalten: Wenn das aktuelle Gerät nach dem Wocheneinkauf regelmäßig randvoll ist und Dinge in der Tür landen, die dort nicht hingehören, war es zu klein. Und wer unsicher ist, liest in der Tabelle die Höhe mit — mehr Liter gibt es bei genormter Breite fast nur über zusätzliche Bauhöhe.

Sind Einbaukühlschränke schlechter als freistehende?

Nein, sie lösen ein anderes Problem. In diesem Vergleich sind die Einbaugeräte durchweg leiser (35 bis 37 statt 39 bis 41 dB(A)) und flacher, kommen aber bei gleicher Nischenhöhe auf weniger Liter, weil Dämmung und Nische Platz kosten, und erreichen hier keine bessere Effizienzklasse als E. Dazu kommen Montagekosten und die Bindung an die Küche: Bei einem Umzug bleibt die Nische zurück. Unsere Punktzahl vergleicht deshalb innerhalb der Bauform — die Schaltflächen über der Tabelle trennen genau danach.

Was bedeutet die Klimaklasse SN, N, ST oder T?

Sie gibt an, bei welcher Umgebungstemperatur das Gerät seine Innentemperatur zuverlässig halten kann: SN von 10 bis 32 °C, N von 16 bis 32 °C, ST von 16 bis 38 °C und T von 16 bis 43 °C. Die meisten aktuellen Geräte decken mehrere Klassen zugleich ab. Wichtig wird die Angabe beim Aufstellort: In einer unbeheizten Garage, einem kalten Keller oder einem im Sommer aufgeheizten Dachgeschoss arbeitet ein Gerät ohne passende Klasse außerhalb seiner Spezifikation. Zu kalt ist dabei genauso ein Problem wie zu warm — springt der Kompressor zu selten an, steigt die Temperatur im Inneren trotzdem nicht ausreichend gleichmäßig.

Muss ein Kühlschrank ohne Gefrierfach abgetaut werden?

Im normalen Betrieb nicht. Bei diesen Geräten liegt der Verdampfer als Kühlplatte an der Rückwand; das dort anfallende Kondenswasser läuft über eine Ablaufrinne in eine Schale am Kompressor und verdunstet. Sichtbare Eisbildung ist deshalb ein Symptom, kein Normalzustand — meist steckt eine undichte oder verschmutzte Türdichtung, eine dauerhaft zu kalt eingestellte Temperatur oder eine verstopfte Ablaufrinne dahinter. Genau das ist ein struktureller Vorteil gegenüber Geräten mit kleinem Gefrierfach, die ohne NoFrost regelmäßig manuell abgetaut werden müssen.

Warum stehen hier so wenige Marken?

Weil wir nur Zahlen führen, die auf der Seite des Herstellers selbst stehen und maschinell nachprüfbar sind. AEG, Beko, Bauknecht, Miele, LG und Samsung beantworten den Abruf ihrer eigenen Produktseiten entweder gar nicht, komprimiert unlesbar oder liefern nur ein Seitengerüst, dessen Werte erst per Skript nachgeladen werden; Liebherr veröffentlicht nur wenige Werte. Bliebe die Tabelle trotzdem voll, stammten die Zahlen aus Händler-Listings — und die schreiben nachweislich voneinander ab, samt Fehlern. Ein schmales, belegtes Feld ist ehrlicher als ein breites mit ungesicherter Herkunft.

Welche Höhe passt in meine Küche?

Gemessen wird nicht die Nische, sondern die Nische minus Luft. Freistehende Kühlgeräte brauchen oben und hinten Abstand für die Wärmeabfuhr, sonst steigt der Verbrauch und im ungünstigen Fall die Innentemperatur; wie viel, steht in der Aufstellanleitung des jeweiligen Geräts. Einbaugeräte brauchen ein bestimmtes Nischenmaß, das über der Gerätehöhe liegt und in der Montageanleitung steht. Dazu kommt in beiden Fällen der Türöffnungswinkel: Steht das Gerät neben einer Wand, lassen sich Auszüge unter Umständen nicht ganz herausziehen, obwohl das Gerät passt.

Wie dieser Vergleich entstanden ist

Für die Kategorie Kühlschränke haben wir 7 Produkte über 3 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Energieeffizienzklasse (Skala A bis G) mit 45 von 100 Punkten, Preise sind Circa-Angaben mit Stand September 2026. Im Labor getestet haben wir nichts, und jeder einzelne Wert trägt eine nachprüfbare Quelle. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →

Schnelle Antworten zu Kühlschränke

Eine Frage, eine belegte Antwort — für alle, die nicht die ganze Tabelle brauchen.

Weitere Vergleiche aus Große Haushaltsgeräte

Anzeige: Diese Seite enthält gekennzeichnete Affiliate-Links (§ 5a Abs. 4 UWG). Beim Kauf darüber erhalten wir eine Provision — ohne Mehrkosten für Dich.