| Geräuschemission | 32/100 | Skala 34–46 dB(A), weniger ist besser | Das am höchsten gewichtete Kriterium dieser Kategorie, und der Grund unterscheidet Weinkühlschränke von allen anderen Kühlgeräten: Eine Gefriertruhe steht im Keller, ein Weinkühlschrank steht dort, wo der Wein getrunken wird — im Wohnzimmer, im Esszimmer, an der Küchenzeile. Man sitzt daneben. Die Spanne von 36 bis 43 dB(A) in diesem Feld wirkt klein, ist es aber nicht: Drei Dezibel entsprechen ungefähr einer Verdopplung der Schallleistung, sieben also etwa einer Verfünffachung. Der Wert stammt aus dem Register und ist ein Schallleistungspegel, kein am Ohr gemessener Wert — er taugt zum Vergleich zwischen Geräten, nicht als Vorhersage der empfundenen Lautstärke im eigenen Raum. Wer den Schrank in einen Hauswirtschaftsraum stellt, darf dieses Kriterium für sich deutlich niedriger gewichten als wir. |
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| Flaschenplätze | 24/100 | Skala 20–62 Flaschen, mehr ist besser | Hier ist mehr tatsächlich besser, und zwar aus einem Grund, der sich erst im Zusammenspiel mit der Verbrauchsspalte zeigt: Der Jahresverbrauch steigt in diesem Feld kaum mit der Größe. Zwischen dem 24-Flaschen-Schrank und dem 58-Flaschen-Schrank liegen elf Kilowattstunden im Jahr, also rund vier Euro — bei mehr als der doppelten Kapazität. Der zusätzliche Platz kostet im Betrieb also fast nichts. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Die Herstellerangabe gilt für Bordeaux-Standardflaschen; Burgunder- und Champagnerflaschen sind dicker, und dann passen real oft ein Viertel weniger hinein. Und wer die Stellfläche schlicht nicht hat, für den ist dieses Kriterium gegenstandslos — dann zählt die Breite, und die steht in den Produktkarten. |
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| Stromverbrauch im Jahr | 20/100 | Skala 90–170 kWh/a, weniger ist besser | Der registrierte Jahresverbrauch — die Zahl, aus der sich die Stromkosten direkt errechnen: mal 0,35 Euro je Kilowattstunde ergibt die Jahreskosten. Ein Weinkühlschrank läuft rund um die Uhr und über viele Jahre, deshalb gehört der Wert bewertet. Er ist hier aber bewusst niedriger gewichtet als die Kapazität, weil er allein irreführt: Absolut betrachtet gewinnt immer der kleinste Schrank, obwohl er den Strom für weniger Flaschen aufwendet. Die faire Zahl steht in jeder Produktkarte — Verbrauch je Flaschenplatz, unsere eigene Rechnung aus zwei Registerwerten. |
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| Energieeffizienzindex (niedriger ist besser) | 12/100 | Skala 150–185 EEI, weniger ist besser | Der Index setzt den Verbrauch ins Verhältnis zum Nutzinhalt und macht damit Geräte unterschiedlicher Größe vergleichbar. Er trägt hier nur 12 Punkte, und das hat einen sachlichen Grund: Die Spanne im Feld reicht von 159 bis 172, das sind gut acht Prozent — zu wenig, um eine Kaufentscheidung zu tragen. Zum Vergleich: Bei Gefriertruhen reicht derselbe Index von 41 bis 100. Weinkühlschränke liegen alle in einem engen, hohen Band, weil eine Glastür bauartbedingt schlecht dämmt. Ein Kriterium ohne Spreizung darf nicht so gewichtet werden, als hätte es welche. |
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| Zugelassen ab Umgebungstemperatur | 12/100 | Skala 8–18 °C, weniger ist besser | Die am häufigsten übersehene Angabe dieser Kategorie und der Grund, warum sie hier bewertet wird: Fünf der sechs Geräte sind ab 10 Grad zugelassen, eines erst ab 16. Wird es am Aufstellort kälter als der zugelassene Wert, schaltet der Kompressor seltener an — und weil ein Weinkühlschrank nicht nur kühlen, sondern eine konstante Temperatur halten soll, kann der Wein dann zu kalt werden, ohne dass das Gerät gegensteuert. Wer den Schrank in einen kühlen Keller, eine Diele oder einen unbeheizten Hauswirtschaftsraum stellen will, entscheidet an dieser Spalte, nicht an der Kapazität. Im beheizten Wohnraum ist sie dagegen bedeutungslos. |
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| Energieeffizienzklasse (Skala A bis G) | 0/100 | A = 10 · B = 8.3 · C = 6.7 · D = 5 · E = 3.3 · F = 1.7 · G = 0 Punkte | Steht zur Orientierung in der Tabelle, wird aber aus zwei Gründen nicht bewertet. Erstens entsteht sie rechnerisch aus dem Effizienzindex, den wir bereits benoten — beides zu zählen wäre dieselbe Eigenschaft zweimal. Zweitens tragen alle sechs Geräte Klasse G, ein Kriterium ohne Unterschied kann nichts unterscheiden. Wichtiger als die Bewertung ist hier die Einordnung: Klasse G ist bei Weinkühlschränken der Normalfall, nicht das Kennzeichen eines schlechten Geräts. Die Skala wurde 2021 für alle Kühlgeräte gemeinsam gesetzt, und ein Schrank mit Glastür kann gegen einen gut gedämmten Kühlschrank ohne Sichtfenster nicht bestehen. Wer ein Modell in F sucht, findet es — meist mit kleinerem Innenraum. |
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| Geräuschklasse | 0/100 | A = 10 · B = 6.7 · C = 3.3 · D = 0 Punkte | Fasst den Dezibelwert grob in vier Stufen zusammen und steht deshalb nur zur Orientierung hier. Bewertet wird der Einzelwert: Fünf der sechs Geräte liegen in derselben Klasse C, obwohl zwischen ihnen fünf Dezibel liegen — die Klasse würde genau den Unterschied verschlucken, auf den es in dieser Kategorie ankommt. |
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| Nutzinhalt | 0/100 | Skala 50–160 l, mehr ist besser | Das registrierte Nutzvolumen. Unbewertet, weil es bei einem Weinkühlschrank die falsche Größe misst: Gekauft wird nach Flaschenplätzen, und wie viele davon in einen Liter passen, hängt an der Regalkonstruktion. Zwei Schränke mit gleichem Volumen können unterschiedlich viele Flaschen fassen, je nachdem ob die Böden aus Draht oder aus Holz sind und ob liegend gestapelt oder einzeln aufgelegt wird. Der Wert steht hier als Plausibilitätsprüfung: Wer auffällig viele Flaschen bei wenig Volumen verspricht, rechnet knapp. |
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