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Split-Klimaanlagen (3,5 kW) Vergleich 2026

Stand: · 9 Produkte · 5 gewichtete Kriterien + 4 nur zur Information · kein Labortest

Acht Single-Split-Wandgeräte der 3,5-Kilowatt-Klasse — das, was im Handel als „12.000 BTU“ läuft und für Räume um 25 bis 35 Quadratmeter angeboten wird.

Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten

Alle Werte stammen aus dem EU-Register EPREL, in das jeder Hersteller vor dem Verkauf rechtsverbindlich eintragen muss. Zwei Dinge fallen dabei sofort auf, und beide stehen selten im Angebot des Fachbetriebs. Erstens: Beim Wirkungsgrad liegt das ganze Feld eng beieinander — SEER 9,0 bis 9,7, alle acht Geräte in Klasse A+++, zwischen sparsamstem und durstigstem Gerät gerade einmal 13 Kilowattstunden im Jahr. Zweitens: Beim Geräusch des AUSSENgeräts liegen sieben Dezibel zwischen erstem und letztem Platz, und sieben Dezibel sind ungefähr die fünffache Schallleistung. Das ist die Zahl, an der hängt, ob die Anlage nachts laufen darf, ohne dass der Nachbar sich wehrt — und sie unterscheidet diese Geräte weit stärker als der Stromverbrauch. Dazu kommt ein dritter Punkt, den nur ein Gerät im Feld anders löst: das Kältemittel.

Die kurze Antwort

Mitsubishi Electric MSZ-RZ35VU, 3,5 kW

7,2von 10 · Platz 1 von 9

Das einzige Gerät dieses Vergleichs, das mit Propan (R-290) arbeitet statt mit R-32.

  • Bester Wert bei Treibhauspotenzial des Kältemittels

Nicht für jeden der richtige. Wem Wirkungsgrad Kühlen wichtiger ist als das Gesamtergebnis, sieht sich Toshiba RAS-13S4AVPG-E, 3,5 kW an — dort steht der beste Wert dieser Spalte. Welches Kriterium für Dich zählt, klärt der Kaufberater weiter unten.

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Noch unentschlossen? Der Ratgeber Split-Klimaanlage kaufen: was Du selbst darfst und was der Fachbetrieb machen muss erklärt ohne Modellnamen, welche Angabe das Ergebnis bestimmt und welche nur groß auf dem Karton steht.

Alle 9 Produkte im Punktevergleich

Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.

Split-Klimaanlagen (3,5 kW): 9 Produkte, bewertet über 5 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
ProduktScorevon 10Wirkungsgrad Kühlen (SEER)in SEERGewicht 32/100Schallleistung Außengerätin dB(A)Gewicht 22/100Treibhauspotenzial des Kältemittelsin GWPGewicht 18/100Schallleistung Innengerätin dB(A)Gewicht 16/100Wirkungsgrad Heizen (SCOP)in SCOPGewicht 12/100KältemittelGewicht 0/100Stromverbrauch Kühlen im Jahrin kWh/aGewicht 0/100Kälte-Auslegungslastin kWGewicht 0/100Energieeffizienzklasse KühlenGewicht 0/100KaufenAnzeigePartnerlinks
Mitsubishi Electric MSZ-RZ35VU, 3,5 kWVergleichssieger7,29,6613595,2R2901273,5A+++Amazon ›
Toshiba RAS-13S4AVPG-E, 3,5 kW6,79,758675545,2R321263,5A+++Amazon ›
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„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. Wie wir rechnen →

Die Kilowattstunden oben sagen wenig, solange sie nicht in Euro stehen. Über zehn Jahre ist der Unterschied zwischen zwei Geräten oft größer als beim Kaufpreis. Betriebskosten für Split-Klimaanlagen (3,5 kW) ausrechnen →

Worauf kommt es Dir an?

Der Gesamtscore gewichtet 5 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.

Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.

Das Ergebnis in vier Sätzen

  • Stand September 2026 ist Mitsubishi Electric MSZ-RZ35VU, 3,5 kW der Vergleichssieger unter 9 verglichenen Produkten der Kategorie Split-Klimaanlagen (3,5 kW) — mit 7,2 von 10 Punkten aus 5 gewichteten Kriterien.
  • Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Wirkungsgrad Kühlen (SEER) mit 32 von 100 Gewichtspunkten: Die Jahresarbeitszahl fürs Kühlen: Wie viele Kilowattstunden Kälte das Gerät je Kilowattstunde Strom über eine ganze Saison liefert — einschließlich Teillast, Anlaufverlusten und Standby. Das ist die ehrlichere Zahl als der Wirkungsgrad im Bestpunkt, den Prospekte gern nennen. Sie trägt hier das größte Gewicht, weil eine Klimaanlage fünfzehn Jahre und länger läuft und der Strom in dieser Zeit ein Vielfaches des Kaufpreises ausmacht. Zur Einordnung der Spanne: Zwischen SEER 9,0 und 9,7 liegen rund acht Prozent Verbrauch — real, aber kein Erdrutsch. Wer schon ein Angebot für ein Gerät unter SEER 6 vor sich hat, sollte dagegen nachfragen: Das wäre kein A+++ mehr.
  • Für 1 der 9 Produkte fehlt mindestens eine Herstellerangabe (insgesamt 1 Wert); fehlende Werte gehen neutral mit 5,0 in die Rechnung ein und stehen in der Tabelle sichtbar als „k. A.“.
  • Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.

Einordnung der Redaktion: In dieser Kategorie entscheidet die Montage mehr als das Gerät

  • Der Mitsubishi Electric MSZ-RZ35VU gewinnt die Rechnung, weil er als einziges Gerät hier mit Propan arbeitet — Treibhauspotenzial 3 statt 675 — und dafür beim Wirkungsgrad nichts aufgibt. Der Vorsprung entsteht also fast vollständig in einer einzigen Spalte. Wer das Kältemittel für sich niedriger gewichtet als wir, bekommt eine andere Reihenfolge, und das ist völlig legitim: Deshalb steht das Gewicht offen daneben.
  • Ohne die Kältemittelfrage wäre der Toshiba RAS-13S4AVPG-E der Sieger. Er hat den höchsten SEER des Feldes, das leiseste Innengerät und gemeinsam mit Daikin das leiseste Außengerät — eine Kombination, die man sonst gegeneinander abwägen muss.
  • Wenn das Außengerät an einer Grundstücksgrenze hängt, ist die Rangfolge dieser Seite zweitrangig: Dann zählt die Spalte „Schallleistung Außengerät“, und dort trennen Toshiba und Daikin mit 58 dB(A) sieben Dezibel vom letzten Platz — das entspricht ungefähr der fünffachen Schallleistung.
  • Das TCL S12P9S0 ist das einzige Gerät hier, das man ohne Fachbetrieb im Warenkorb hat, und seine Registerwerte sind respektabel. Der Preisvorteil verschwindet aber schnell, wenn kein Betrieb das Fremdgerät annimmt — diese Frage gehört vor den Kauf, nicht danach.
  • Der ehrlichste Satz zum Schluss: Zwischen dem sparsamsten und dem durstigsten Gerät dieses Vergleichs liegen über fünfzehn Jahre rund 68 Euro Stromkosten. Zwischen zwei Installationsangeboten liegen leicht das Zehnfache, und eine schlecht geplante Anlage kostet Zufriedenheit, die keine Tabellenspalte zurückholt. Diese Seite hilft bei der Gerätewahl. Die wichtigere Entscheidung ist der Betrieb, der sie einbaut.

Eigene Einordnung auf Basis der Registerwerte dieser Seite. Wir betreiben kein Labor und haben keines dieser Geräte getestet.

So haben wir gewichtet — alle 9 Kriterien mit Begründung
KriteriumGewichtMessungWarum kaufentscheidend
Wirkungsgrad Kühlen (SEER)32/100Skala 6–10 SEER, mehr ist besserDie Jahresarbeitszahl fürs Kühlen: Wie viele Kilowattstunden Kälte das Gerät je Kilowattstunde Strom über eine ganze Saison liefert — einschließlich Teillast, Anlaufverlusten und Standby. Das ist die ehrlichere Zahl als der Wirkungsgrad im Bestpunkt, den Prospekte gern nennen. Sie trägt hier das größte Gewicht, weil eine Klimaanlage fünfzehn Jahre und länger läuft und der Strom in dieser Zeit ein Vielfaches des Kaufpreises ausmacht. Zur Einordnung der Spanne: Zwischen SEER 9,0 und 9,7 liegen rund acht Prozent Verbrauch — real, aber kein Erdrutsch. Wer schon ein Angebot für ein Gerät unter SEER 6 vor sich hat, sollte dagegen nachfragen: Das wäre kein A+++ mehr.
Schallleistung Außengerät22/100Skala 55–68 dB(A), weniger ist besserDas am zweithöchsten gewichtete Kriterium, und in der Praxis das häufigste Problem: Das Außengerät hängt an der Fassade oder steht im Garten, und es läuft genau dann, wenn die Fenster offen sind. Die TA Lärm setzt in allgemeinen Wohngebieten nachts 40 dB(A) und in reinen Wohngebieten 35 dB(A) am Fenster des Nachbarn an — was am Gerät ankommt, ist deutlich mehr, der Rest ist Abstand und Aufstellung. Die sieben Dezibel Unterschied in diesem Feld entsprechen ungefähr der fünffachen Schallleistung; bei gleichem Aufstellort kann das der Unterschied zwischen zulässig und nicht zulässig sein. Achtung, hier steht die Schall*leistung* (die das Gerät abstrahlt), nicht der Schall*druck* in einem Meter Entfernung, den Prospekte oft nennen — die Zahlen sind nicht dieselben und nicht vergleichbar.
Treibhauspotenzial des Kältemittels18/100Skala 0–700 GWP, weniger ist besserDas Kriterium, das in fünf Jahren am meisten kosten wird, und heute kaum jemand danach fragt. Die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 fährt die Menge fluorierter Kältemittel im EU-Markt stufenweise herunter — R-32 mit einem Treibhauspotenzial von 675 ist heute Standard und wird über die Jahre knapper und teurer. Das trifft nicht den Kauf, sondern den Wartungsfall: Wer nach einer Leckage nachfüllen lässt, zahlt den Preis von morgen. Propan (R-290) hat ein Treibhauspotenzial von 3 und fällt nicht unter diese Beschränkung. Der Haken gehört dazu: Propan ist brennbar (Sicherheitsgruppe A3), dadurch gelten strengere Regeln für Aufstellung, Raumgröße und Leitungslänge, und nicht jeder Fachbetrieb arbeitet damit. Deshalb 18 Punkte und nicht mehr: Es ist ein echter Vorteil, aber keiner, der jede Einbausituation gewinnt.
Schallleistung Innengerät16/100Skala 50–62 dB(A), weniger ist besserDer Wert, den man selbst hört — meist im Schlafzimmer, meist nachts. Er ist niedriger gewichtet als der Außenwert, und zwar aus einem praktischen Grund: Am Innengerät lässt sich etwas machen. Fast alle Geräte haben einen Nacht- oder Flüstermodus, der die Drehzahl herunternimmt; die registrierte Zahl gilt für den Normalbetrieb bei voller Leistung. Am Außengerät hilft dagegen nur ein anderer Aufstellort. Auch hier gilt: registrierte Schallleistung, nicht der Schalldruck aus dem Prospekt.
Wirkungsgrad Heizen (SCOP)12/100Skala 4–5,5 SCOP, mehr ist besserJede Anlage in diesem Vergleich kann auch heizen — das ist der unterschätzte Teil des Geschäfts, denn als Luft-Luft-Wärmepumpe arbeitet so ein Gerät in der Übergangszeit günstiger als jede Gasheizung. Der SCOP sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom über eine Heizsaison herauskommen. Nur 12 Punkte, weil das Feld hier fast unentschieden ist: 5,1 gegen 5,2, also unter zwei Prozent. Wichtig ist die Zahl trotzdem — sie gilt für die gemäßigte Klimazone; wer in einer kalten Gegend wohnt, sollte beim Fachbetrieb nach den Werten für den kalten Auslegungspunkt fragen, die im Register ebenfalls hinterlegt sind.
Kältemittel0/100R290 = 10 · R32 = 0 · R-32 = 0 PunkteSteht zur Information daneben, bewertet wird das Treibhauspotenzial in der Spalte davor — sonst zählten wir dieselbe Eigenschaft zweimal. Eine Eigenheit des Registers gehört dazu: Dieselbe Substanz steht dort in zwei Schreibweisen („R32“ und „R-32“), je nachdem wer eingetragen hat. Wir geben sie unverändert wieder, weil unsere Quellenprüfung jeden Wert wörtlich gegen den Registereintrag hält.
Stromverbrauch Kühlen im Jahr0/100Skala 100–170 kWh/a, weniger ist besserDer registrierte Jahresverbrauch für den Kühlbetrieb, gerechnet mit einer genormten Betriebsstundenzahl. Unbewertet, weil er bei gleicher Auslegungslast nichts anderes ist als der Kehrwert des SEER — beides zu benoten hieße, dieselbe Eigenschaft zweimal zu zählen. Für die eigene Rechnung ist trotzdem diese Zahl die richtige: mal 0,35 Euro je Kilowattstunde ergibt die Kühlkosten eines Normjahres. Die genormte Stundenzahl entspricht dabei einem durchschnittlichen europäischen Sommer — wer die Anlage täglich laufen lässt, liegt darüber.
Kälte-Auslegungslast0/100Skala 2–5 kW, mehr ist besserDie Leistung, für die das Gerät ausgelegt ist — hier bewusst als Auswahlkriterium der Kategorie und nicht als Bewertung: Alle acht Geräte liegen zwischen 3,4 und 3,5 kW, damit sie überhaupt vergleichbar sind. Mehr ist bei Klimageräten ausdrücklich NICHT besser: Ein überdimensioniertes Gerät erreicht die Solltemperatur zu schnell, taktet dadurch ständig an und aus, entfeuchtet schlechter und verschleißt früher. Als grobe Orientierung rechnet man mit 60 bis 100 Watt je Quadratmeter, je nach Dämmung, Fensterfläche und Himmelsrichtung — die verbindliche Zahl liefert die Kühllastberechnung des Fachbetriebs.
Energieeffizienzklasse Kühlen0/100A+++ = 10 · A++ = 6.7 · A+ = 3.3 · A = 0 PunkteAlle acht Geräte stehen in A+++, deshalb unbewertet: Ein Kriterium ohne Unterschied kann nichts unterscheiden. Es zeigt aber etwas über die Kategorie — bei Klimageräten gilt noch die alte Skala mit Plus-Klassen (Verordnung 626/2011), und in der Spitzenklasse drängt sich inzwischen fast der ganze Markt. Wer wirklich unterscheiden will, muss auf SEER und SCOP sehen, nicht auf die Buchstaben.

Die 5 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Split-Klimaanlagen (3,5 kW) redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →

Split, Monoblock oder gar keine Klimaanlage

Alle acht Geräte dieses Vergleichs sind Single-Split-Anlagen mit einem Innen- und einem Außengerät. Das ist die effizienteste Bauart — aber nicht für jede Wohnsituation die mögliche. Jede Alternative hat einen echten Nachteil.

VarianteTypisch gewählt fürEinordnung
Single-Split (ein Innen-, ein Außengerät)Ein Raum, eigenes Haus oder Eigentum mit Zustimmung der GemeinschaftDie effizienteste und leiseste Lösung: Der Kompressor sitzt draußen, drinnen läuft nur ein Ventilator. Dafür braucht es eine Kernbohrung durch die Außenwand, einen Platz fürs Außengerät und einen Kältetechnik-Fachbetrieb — der Kältekreis darf laut F-Gase-Verordnung nur von zertifiziertem Personal geöffnet werden. In der Mietwohnung scheidet die Bauart meist an der Zustimmung des Vermieters aus, im Wohnungseigentum an der Eigentümerversammlung.
Multisplit (mehrere Innengeräte an einem Außengerät)Zwei bis fünf Räume, wenn nur ein Platz fürs Außengerät da istSpart Fassadenfläche und einen zweiten Wanddurchbruch. Der Nachteil steht selten im Angebot: Laufen nicht alle Innengeräte gleichzeitig, arbeitet der gemeinsame Kompressor in Teillast außerhalb seines besten Bereichs — der reale Wirkungsgrad liegt dann unter dem, was auf dem Etikett steht. Für zwei Räume, die man ohnehin zusammen kühlt, ist Multisplit richtig; für zwei Räume, die man abwechselnd nutzt, sind zwei Single-Splits meist besser.
Monoblock mit Abluftschlauch (mobil)Mietwohnung, Denkmalschutz, kurzfristiger BedarfBraucht keine Genehmigung und keinen Fachbetrieb — das ist der ganze Vorteil, und er ist echt. Physikalisch ist die Bauart aber deutlich unterlegen: Der Schlauch führt warme Luft nach draußen, die aus dem Rest der Wohnung nachströmt, und zwar von draußen. Ein Teil der Kühlleistung arbeitet damit gegen die eigene Anlage. Wer keine Wahl hat, findet die brauchbaren Geräte in unserem Vergleich der mobilen Klimageräte.
Keine KlimaanlageWohnungen, die sich baulich beschatten lassenDer ehrlichste Hinweis dieser Seite: Außenliegender Sonnenschutz — Rollladen, Raffstore, Markise — hält die Wärme ab, bevor sie im Raum ist, und kostet keinen Strom. Innenliegende Jalousien tun das ausdrücklich NICHT, dort ist die Energie bereits im Zimmer. Wer nachts querlüften kann und tagsüber außen verschattet, kommt in vielen Wohnungen ohne Anlage aus. Wo das nicht reicht — Dachgeschoss, große Südfenster, Homeoffice unter dem Dach — ist die Split-Anlage die effizienteste Antwort.

Wer bauen darf, nimmt Single-Split. Wer nicht bauen darf, nimmt einen Monoblock und weiß, dass er physikalisch Federn lässt. Und wer verschatten kann, prüft das zuerst — es ist die einzige Maßnahme hier, die im Betrieb nichts kostet.

Einordnungswerte

Zur Einordnung der Tabellenwerte. Alles, was wir selbst gerechnet haben, ist als eigene Rechnung gekennzeichnet und beruht auf offengelegten Annahmen.

Stromkosten Kühlen im Jahr

rund 43 bis 48 Euro

Eigene Rechnung, keine Herstellerangabe: registrierter Jahresverbrauch mal 0,35 Euro je Kilowattstunde. Zwischen sparsamstem und durstigstem Gerät liegen damit rund 5 Euro im Jahr. Über fünfzehn Jahre sind das etwa 68 Euro — weniger, als die meisten erwarten, und deutlich weniger als der Unterschied zwischen zwei Installationsangeboten.

Energieeffizienzklasse

A+++ bei allen acht Geräten

Kein Unterscheidungsmerkmal. Bei Klimageräten gilt noch die alte Skala mit Plus-Klassen; die Spitzenklasse ist inzwischen der Normalfall. Unterschieden wird über SEER und SCOP.

Kältemittel im Feld

siebenmal R-32, einmal Propan

R-32 hat ein Treibhauspotenzial von 675 und fällt unter die Mengenbeschränkung der F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573. Propan (R-290) liegt bei 3 und fällt nicht darunter, ist aber brennbar und stellt höhere Anforderungen an Aufstellung und Fachbetrieb.

Heizbetrieb

alle acht Geräte heizen ebenfalls

Registrierte Funktion „reversibel“. Als Luft-Luft-Wärmepumpe arbeitet so ein Gerät in der Übergangszeit günstiger als eine Gasheizung — der Punkt, der bei der Kaufentscheidung am häufigsten übersehen wird.

Warum die Heizleistung hier fehlt

im Register nicht vergleichbar

Die Heiz-Auslegungslast schwankt in diesem Feld zwischen 2,2 und 5,2 kW — nicht weil die Geräte so verschieden wären, sondern weil die Hersteller sie für unterschiedliche Auslegungspunkte erklären. Eine Zahl, die nur innerhalb desselben Herstellers vergleichbar ist, gehört nicht in eine Spalte, die zum Vergleichen einlädt.

Was hier NICHT verglichen wird

die Montage

Sie kostet je nach Leitungsweg, Wanddurchbruch und Gerüstbedarf typischerweise so viel wie das Gerät selbst oder mehr, und sie entscheidet stärker über Zufriedenheit als jede Zahl auf dieser Seite. Ein sauber geplantes Mittelklassegerät schlägt ein schlecht montiertes Spitzengerät.

Quelle: https://eprel.ec.europa.eu/screen/home

Die Produkte im Detail

Platz 1Vergleichssieger

Mitsubishi Electric MSZ-RZ35VU, 3,5 kW

7,2von 10 Punkten

Das einzige Gerät dieses Vergleichs, das mit Propan (R-290) arbeitet statt mit R-32. Das Treibhauspotenzial des Kältemittels liegt damit bei 3 statt bei 675 — ein Faktor von 225. Für die Kaufentscheidung zählt daran weniger das Klima als der Wartungsfall: Die F-Gase-Verordnung fährt die Mengen fluorierter Kältemittel bis 2050 stufenweise herunter, und was knapper wird, wird teurer. Beim Wirkungsgrad muss man dafür nichts opfern: SEER 9,6 und SCOP 5,2 liegen an der Spitze des Feldes. Der Preis steht in der Geräuschspalte — 59 dB(A) innen gehören zu den höheren Werten hier.

Stärken

  • + Propan (R-290) mit Treibhauspotenzial 3 statt 675 — als einziges Gerät dieses Vergleichs
  • + SEER 9,6 und SCOP 5,2: an der Spitze des Feldes, ohne Kompromiss beim Wirkungsgrad
  • + 127 kWh im Jahr fürs Kühlen, rund 44 Euro

Schwächen

  • – 59 dB(A) am Innengerät — gemeinsam mit zwei anderen der höchste Wert hier
  • – Propan ist brennbar (A3): Aufstellung und Leitungslänge unterliegen strengeren Regeln, der Fachbetrieb muss das können
  • – 61 dB(A) am Außengerät liegen im Mittelfeld

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Belege: Quelle je Wert
Platz 2

Toshiba RAS-13S4AVPG-E, 3,5 kW

6,7von 10 Punkten

Der leiseste Innenraum dieses Vergleichs bei zugleich höchstem Wirkungsgrad: 54 dB(A) und SEER 9,7. Das ist die Kombination, die man sonst gegeneinander abwägen muss — leise Geräte laufen meist mit größerem Wärmetauscher und schlechterem Wirkungsgrad. Auch am Außengerät gehört er mit 58 dB(A) zu den beiden leisesten. Was ihm fehlt, ist der Blick nach vorn: R-32 mit Treibhauspotenzial 675 ist heute Standard, aber genau das Kältemittel, dessen Menge die EU herunterfährt.

Stärken

  • + 54 dB(A) am Innengerät — der niedrigste Wert dieses Vergleichs
  • + SEER 9,7 und SCOP 5,2: bester Wirkungsgrad im Feld
  • + 58 dB(A) am Außengerät, gemeinsam mit Daikin der niedrigste Wert hier

Schwächen

  • – R-32 mit Treibhauspotenzial 675 — 225-mal so hoch wie Propan
  • – 126 kWh im Jahr fürs Kühlen

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Belege: Quelle je Wert
Platz 3

Daikin ATXM35R5V1B, 3,5 kW

5,7von 10 Punkten

Das leiseste Außengerät des Feldes gemeinsam mit Toshiba: 58 dB(A). Für eine Anlage, die an einer Reihenhauswand oder einem Balkon hängt, ist das die wichtigste Zahl dieser Seite — sie entscheidet darüber, ob die Anlage nachts laufen darf. Beim Wirkungsgrad zahlt man dafür: SEER 9,1 ist der zweitniedrigste Wert hier, 135 Kilowattstunden im Jahr der zweithöchste Verbrauch. SCOP 5,2 liegt dagegen an der Spitze.

Stärken

  • + 58 dB(A) am Außengerät — gemeinsam mit Toshiba der niedrigste Wert dieses Vergleichs
  • + SCOP 5,2: an der Spitze des Feldes beim Heizen
  • + 58 dB(A) am Innengerät, Mittelfeld

Schwächen

  • – SEER 9,1 — der zweitniedrigste Wirkungsgrad hier
  • – 135 kWh im Jahr fürs Kühlen, rund 47 Euro
  • – R-32 mit Treibhauspotenzial 675

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Belege: Quelle je Wert
Platz 4

Panasonic CS-Z35ZKEW, 3,5 kW

5,2von 10 Punkten

Ausgewogenes Gerät der Etherea-Baureihe: SEER 9,5 und SCOP 5,2 liegen beide im oberen Drittel, 58 dB(A) innen sind Mittelfeld. Der Punkt, an dem er verliert, ist das Außengerät — 63 dB(A) sind fünf mehr als beim leisesten Gerät hier. Fünf Dezibel entsprechen ungefähr einer Verdreifachung der Schallleistung, und am Außengerät ist das die Zahl, an der ein Nachbarschaftsstreit hängt.

Stärken

  • + SCOP 5,2 — gemeinsam mit Toshiba, Daikin und Mitsubishi der beste Heizwert im Feld
  • + SEER 9,5 im oberen Drittel
  • + 58 dB(A) am Innengerät, Mittelfeld

Schwächen

  • – 63 dB(A) am Außengerät — der zweithöchste Wert hier
  • – R-32 mit Treibhauspotenzial 675
  • – 129 kWh im Jahr fürs Kühlen

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Belege: Quelle je Wert
Platz 5

Bosch 7733703125, 3,4 kW

5,2von 10 Punkten

Teilt sich mit Toshiba den höchsten Wirkungsgrad des Feldes (SEER 9,7) und braucht mit 123 Kilowattstunden im Jahr am wenigsten Strom fürs Kühlen. Beim Geräusch dreht sich das Bild: 60 dB(A) innen und 62 dB(A) außen sind die höchsten Innenwerte und der zweithöchste Außenwert dieses Vergleichs. Wer das Außengerät zur eigenen Terrasse hin montiert, merkt den Unterschied; wer es zur Straße hin setzt, eher nicht.

Stärken

  • + SEER 9,7 — gemeinsam mit Toshiba der beste Wirkungsgrad hier
  • + 123 kWh im Jahr fürs Kühlen: der niedrigste Verbrauch im Feld, rund 43 Euro
  • + Registriert unter der Materialnummer — beim Fachbetrieb eindeutig bestellbar

Schwächen

  • – 60 dB(A) innen und 62 dB(A) außen — die lautesten Innenwerte dieses Vergleichs
  • – R-32 mit Treibhauspotenzial 675
  • – SCOP 5,1 liegt unter den Spitzengeräten

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Belege: Quelle je Wert
Platz 6

TCL S12P9S0, 3,5 kW

5,1von 10 Punkten

Das einzige Gerät dieses Vergleichs, das man im Onlinehandel ohne Fachbetrieb im Warenkorb hat — und deshalb steht es hier. Die Registerwerte sind respektabel: SEER 9,4 und 56 dB(A) innen liegen beide im vorderen Mittelfeld. Das Außengerät ist mit 64 dB(A) allerdings das zweitlauteste hier. Wichtiger als jede dieser Zahlen ist aber der Satz darunter: Eine Split-Anlage muss vom Kältetechnik-Fachbetrieb angeschlossen werden, egal wo man sie kauft.

Stärken

  • + 56 dB(A) am Innengerät — der zweitniedrigste Wert hier
  • + SEER 9,4 im Mittelfeld, SCOP 5,1 beim Heizen
  • + Im Onlinehandel frei erhältlich, nicht nur über den Fachbetrieb

Schwächen

  • – 64 dB(A) am Außengerät — der zweithöchste Wert dieses Vergleichs
  • – R-32 mit Treibhauspotenzial 675
  • – 131 kWh im Jahr fürs Kühlen

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Belege: Quelle je Wert
Platz 7

Samsung AR70H12CAABN, 3,5 kW

4,9von 10 Punkten

Der niedrigste Wirkungsgrad dieses Feldes — SEER 9,0 und damit 136 Kilowattstunden im Jahr fürs Kühlen, rund 13 Kilowattstunden mehr als das sparsamste Gerät hier. In Euro sind das nach unserer Rechnung etwa 5 Euro im Jahr: spürbar, aber keine Größenordnung, die eine Kaufentscheidung allein trägt. Bei Geräusch und Heizwert liegt er im Mittelfeld. Der Abstand zur Spitze ist in dieser Kategorie insgesamt klein.

Stärken

  • + SCOP 5,1 beim Heizen, Mittelfeld
  • + 58 dB(A) am Innengerät, Mittelfeld
  • + Breite Händlerverfügbarkeit

Schwächen

  • – SEER 9,0 — der niedrigste Wirkungsgrad dieses Vergleichs
  • – 136 kWh im Jahr fürs Kühlen, der höchste Verbrauch hier
  • – R-32 mit Treibhauspotenzial 675

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Belege: Quelle je Wert
Platz 8

Daikin FTXA-35C / RXA-35C Stylish, 3,5 kW

4,6von 10 Punkten

SEER 8,7 und SCOP 5,2 bei R-32 mit GWP 675. Die Effizienzwerte sind stark; das Kältemittel hat ein Treibhauspotenzial, das über modernen Alternativen liegt.

Stärken

  • + SEER 8,7 beim Kühlen
  • + SCOP 5,2 beim Heizen — auch als Wärmepumpe brauchbar

Schwächen

  • – Kältemittel R-32 mit GWP 675
  • – 61 dB Schallleistung am Außengerät

Ohne belegte Angabe (1): Energieeffizienzklasse Kühlen — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.

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Belege: Quelle je Wert
Platz 9

LG Electronics H12S1P, 3,5 kW

4,5von 10 Punkten

Guter Wirkungsgrad mit SEER 9,5, aber das lauteste Außengerät dieses Vergleichs: 65 dB(A) sind sieben mehr als beim leisesten Gerät hier — das entspricht ungefähr der fünffachen Schallleistung. In freier Aufstellung mit Abstand zum Nachbarn ist das ohne Bedeutung, an einer Grundstücksgrenze ist es der Punkt, an dem die Planung beginnt. Innen liegt er mit 60 dB(A) ebenfalls am oberen Ende.

Stärken

  • + SEER 9,5 — im oberen Drittel des Feldes
  • + SCOP 5,1 beim Heizen
  • + Weit verbreitete Baureihe, entsprechend gute Ersatzteillage

Schwächen

  • – 65 dB(A) am Außengerät — der höchste Wert dieses Vergleichs
  • – 60 dB(A) innen, gemeinsam mit Bosch der höchste Wert hier
  • – R-32 mit Treibhauspotenzial 675

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Belege: Quelle je Wert

Woran Du gute Produkte selbst erkennst

Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.

Kühllastberechnung verlangen, nicht nach Quadratmetern kaufen

Worauf achten: Ein seriöses Angebot nennt die berechnete Kühllast des Raums in Watt und leitet die Gerätegröße daraus ab. Faustformeln nach Quadratmetern sind ein Anhaltspunkt, keine Planung.

Warum: Zu groß ist hier schlechter als zu klein. Ein überdimensioniertes Gerät erreicht die Solltemperatur zu schnell, schaltet ab, schaltet wieder an — und in diesen kurzen Takten entfeuchtet es kaum. Das Ergebnis ist ein Raum, der kalt und trotzdem klamm ist, bei höherem Verbrauch und mehr Verschleiß. Dachgeschoss, große Südfenster und viel Technik im Raum verschieben die Rechnung stark nach oben, gute Dämmung und Nordlage nach unten.

Den Aufstellort des Außengeräts vor der Gerätewahl klären

Worauf achten: Abstand zum Nachbargrundstück, Abstand zu fremden Schlafzimmerfenstern, schallharte Ecken und Balkone. Die registrierte Schallleistung steht in unserer Tabelle.

Warum: Die TA Lärm setzt in allgemeinen Wohngebieten nachts 40 dB(A) und in reinen Wohngebieten 35 dB(A) am Fenster des Nachbarn an. Was dort ankommt, hängt an drei Dingen: Schallleistung des Geräts, Abstand und Reflexion. In einer Ecke zwischen zwei Wänden kann derselbe Wert um mehrere Dezibel höher wirken. Diese Frage vor der Gerätewahl zu klären ist billiger, als sie danach vor Gericht zu klären — und sie entscheidet mit, ob die sieben Dezibel Unterschied in unserer Tabelle für Dich zählen oder nicht.

Zertifizierung des Betriebs prüfen

Worauf achten: Ein Sachkundenachweis nach Chemikalien-Klimaschutzverordnung (Kategorie I) für die Arbeit am Kältekreis. Fragen kostet nichts, und ein seriöser Betrieb nennt ihn von selbst.

Warum: Das Öffnen eines Kältekreises ist keine Handwerkerfreiheit, sondern reguliert — aus gutem Grund, denn entweichendes Kältemittel ist genau der Umweltschaden, den die F-Gase-Verordnung begrenzen soll. Praktisch heißt das auch: Bei einem Gerät, das man online kauft und dann montieren lässt, muss der Betrieb mitspielen — nicht jeder nimmt Fremdgeräte an, und manche Garantie hängt an der Fachmontage. Wer online kauft, klärt das VOR dem Kauf.

Beim Kältemittel nach vorn denken

Worauf achten: R-32 (Treibhauspotenzial 675) ist heute Standard, R-290 (Propan, Treibhauspotenzial 3) die Alternative. Beides steht in unserer Tabelle.

Warum: Die F-Gase-Verordnung reduziert die in der EU verkehrsfähige Menge fluorierter Kältemittel stufenweise. Das macht Geräte nicht illegal, aber es macht Nachfüllen im Wartungsfall über die Jahre teurer. Wer eine Anlage für fünfzehn Jahre plant, sollte diesen Punkt wenigstens bewusst entscheiden statt ihn zu übersehen. Und die Gegenseite gehört dazu: Propan ist brennbar, es gelten Mindestraumgrößen und Grenzen für die Füllmenge — im kleinen Schlafzimmer kann das die Auswahl einschränken.

Schalldruck und Schallleistung nicht verwechseln

Worauf achten: Prospekte nennen gern „19 dB(A)“ — das ist Schalldruck im Flüstermodus in einem Meter Abstand. Im EU-Register steht die Schallleistung im Normalbetrieb, in diesem Feld 54 bis 60 dB(A) innen.

Warum: Die beiden Zahlen sind nicht ineinander umrechenbar, ohne den Raum zu kennen, und sie unterscheiden sich um gut zwanzig Dezibel. Wer die Prospektzahl des einen Geräts gegen die Registerzahl des anderen hält, vergleicht nichts. Deshalb steht in unserer Tabelle ausschließlich die registrierte Schallleistung: dieselbe Messvorschrift für alle acht Geräte.

Ratgeber zum Thema

Split-Klimaanlage kaufen: was Du selbst darfst und was der Fachbetrieb machen muss

In Deutschland dürfen Installation, Wartung und Reparatur am Kältekreis einer ortsfesten Klimaanlage nur Personen mit passender Sachkundebescheinigung ausführen (§ 5 Absatz 1 Chemikalien-Klimaschutzverordnung, Artikel 10 der Verordnung (EU) 2024/573). Schon das Verbinden der Kältemittelleitungen gilt rechtlich als Installation — ausdrücklich unabhängig davon, ob das System danach noch befüllt werden muss.

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Zwei davon direkt gegeneinander

Wer bereits zwei Geräte in der engeren Wahl hat, findet hier den direkten Vergleich — mit den Kriterien, in denen sie sich entscheidend unterscheiden.

Split-Klimaanlagen (3,5 kW): häufige Fragen

Was bedeutet SEER — und warum nicht einfach die Energieklasse?

Der SEER ist die Jahresarbeitszahl fürs Kühlen: wie viele Kilowattstunden Kälte je Kilowattstunde Strom über eine ganze Saison herauskommen, inklusive Teillast und Standby. Die Energieklasse wird daraus abgeleitet — und taugt bei Klimageräten kaum noch zum Unterscheiden, weil praktisch der ganze Markt in A+++ steht. Alle acht Geräte dieses Vergleichs tragen A+++, ihre SEER-Werte reichen von 9,0 bis 9,7.

Wie viel Strom kostet eine Split-Klimaanlage im Jahr?

Für den Kühlbetrieb nennt das Register bei diesen acht Geräten 123 bis 136 Kilowattstunden. Bei 0,35 Euro je Kilowattstunde sind das rund 43 bis 48 Euro im Jahr — eine eigene Rechnung, keine Herstellerangabe. Die Zahl gilt für eine genormte Betriebsstundenzahl, die einem durchschnittlichen europäischen Sommer entspricht; wer täglich kühlt, liegt darüber. Bemerkenswert ist weniger die Höhe als die geringe Spreizung: Zwischen dem sparsamsten und dem durstigsten Gerät liegen keine 5 Euro im Jahr.

Darf ich eine Split-Klimaanlage selbst montieren?

Aufstellen und verschrauben ja, den Kältekreis anschließen nein. Arbeiten am Kältekreis setzen einen Sachkundenachweis nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung voraus — das ist keine Formalie, sondern die Umsetzung der F-Gase-Verordnung. Sogenannte Quick-Connect-Sets mit vorgefüllten Leitungen werden zwar als Selbstmontage beworben; ob sie zulässig sind, hängt am Einzelfall, und spätestens beim Nachfüllen oder bei einer Leckage braucht es ohnehin den Fachbetrieb. Wer online kauft, sollte VOR dem Kauf klären, ob sein Betrieb Fremdgeräte annimmt.

Brauche ich als Mieter die Erlaubnis des Vermieters?

Für eine Split-Anlage praktisch immer: Sie erfordert eine Kernbohrung durch die Außenwand und ein Gerät an der Fassade, also einen Eingriff in die Bausubstanz und eine Veränderung des äußeren Erscheinungsbilds. Beides ist ohne Zustimmung nicht gedeckt. Im Wohnungseigentum entscheidet zusätzlich die Eigentümerversammlung, weil Fassade und Außenwand Gemeinschaftseigentum sind. Ein mobiles Monoblockgerät braucht diese Zustimmung nicht — dafür ist es deutlich weniger effizient.

Warum ist das Geräusch des Außengeräts wichtiger als das des Innengeräts?

Weil man am Innengerät etwas machen kann und am Außengerät nicht. Fast jedes Gerät hat einen Nacht- oder Flüstermodus, der die Drehzahl drosselt; die registrierte Zahl gilt für den Normalbetrieb. Draußen hilft dagegen nur ein anderer Aufstellort — und dort gilt die TA Lärm mit nachts 35 dB(A) am Fenster des Nachbarn. In diesem Feld liegen sieben Dezibel zwischen dem leisesten und dem lautesten Außengerät, das ist ungefähr die fünffache Schallleistung.

R-32 oder R-290 — welches Kältemittel sollte ich nehmen?

R-32 ist heute Standard und technisch einwandfrei; sein Treibhauspotenzial von 675 fällt aber unter die Mengenbeschränkung der F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573. Das macht bestehende Anlagen nicht illegal, verteuert über die Jahre aber das Nachfüllen im Wartungsfall. Propan (R-290) liegt bei 3 und fällt nicht darunter, ist dafür brennbar: Es gelten Mindestraumgrößen und Grenzen für die Füllmenge, und nicht jeder Fachbetrieb arbeitet damit. Wer eine Anlage für fünfzehn Jahre plant, sollte den Punkt bewusst entscheiden — in diesem Vergleich hat genau ein Gerät Propan.

Kann ich mit der Klimaanlage auch heizen?

Alle acht Geräte dieses Vergleichs sind reversibel, arbeiten also auch als Luft-Luft-Wärmepumpe. In der Übergangszeit ist das günstiger als eine Gasheizung: Ein SCOP von 5,1 heißt rund fünf Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom. Zwei Einschränkungen: Der Wert gilt für die gemäßigte Klimazone und fällt bei strengem Frost deutlich ab, und die Wärme kommt als warme Luft aus einem Gerät an der Wand — das fühlt sich anders an als eine Fußbodenheizung und ersetzt in einem ungedämmten Haus keine Zentralheizung.

Welche Gerätegröße brauche ich für meinen Raum?

Als grobe Orientierung rechnet man mit 60 bis 100 Watt je Quadratmeter — die 3,5-kW-Klasse dieses Vergleichs deckt damit etwa 25 bis 35 Quadratmeter ab. Verbindlich ist das nicht: Dachgeschoss, große Südfenster, schlechte Dämmung und Technik im Raum verschieben die Rechnung stark nach oben. Wichtig ist die Richtung des Fehlers: Zu groß ist schlechter als zu knapp, weil ein überdimensioniertes Gerät ständig taktet, kaum entfeuchtet und schneller verschleißt. Deshalb gehört eine Kühllastberechnung in jedes seriöse Angebot.

Wie dieser Vergleich entstanden ist

Für die Kategorie Split-Klimaanlagen (3,5 kW) haben wir 9 Produkte über 5 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Wirkungsgrad Kühlen (SEER) mit 32 von 100 Punkten, auf Preisangaben haben wir mangels belastbarer Daten verzichtet. Im Labor getestet haben wir nichts, und eine fehlende Herstellerangabe steht als „k. A.“ in der Tabelle, statt still ergänzt zu werden. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →

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