| Wirkungsgrad Kühlen (SEER) | 32/100 | Skala 6–10 SEER, mehr ist besser | Die Jahresarbeitszahl fürs Kühlen: Wie viele Kilowattstunden Kälte das Gerät je Kilowattstunde Strom über eine ganze Saison liefert — einschließlich Teillast, Anlaufverlusten und Standby. Das ist die ehrlichere Zahl als der Wirkungsgrad im Bestpunkt, den Prospekte gern nennen. Sie trägt hier das größte Gewicht, weil eine Klimaanlage fünfzehn Jahre und länger läuft und der Strom in dieser Zeit ein Vielfaches des Kaufpreises ausmacht. Zur Einordnung der Spanne: Zwischen SEER 9,0 und 9,7 liegen rund acht Prozent Verbrauch — real, aber kein Erdrutsch. Wer schon ein Angebot für ein Gerät unter SEER 6 vor sich hat, sollte dagegen nachfragen: Das wäre kein A+++ mehr. |
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| Schallleistung Außengerät | 22/100 | Skala 55–68 dB(A), weniger ist besser | Das am zweithöchsten gewichtete Kriterium, und in der Praxis das häufigste Problem: Das Außengerät hängt an der Fassade oder steht im Garten, und es läuft genau dann, wenn die Fenster offen sind. Die TA Lärm setzt in allgemeinen Wohngebieten nachts 40 dB(A) und in reinen Wohngebieten 35 dB(A) am Fenster des Nachbarn an — was am Gerät ankommt, ist deutlich mehr, der Rest ist Abstand und Aufstellung. Die sieben Dezibel Unterschied in diesem Feld entsprechen ungefähr der fünffachen Schallleistung; bei gleichem Aufstellort kann das der Unterschied zwischen zulässig und nicht zulässig sein. Achtung, hier steht die Schall*leistung* (die das Gerät abstrahlt), nicht der Schall*druck* in einem Meter Entfernung, den Prospekte oft nennen — die Zahlen sind nicht dieselben und nicht vergleichbar. |
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| Treibhauspotenzial des Kältemittels | 18/100 | Skala 0–700 GWP, weniger ist besser | Das Kriterium, das in fünf Jahren am meisten kosten wird, und heute kaum jemand danach fragt. Die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 fährt die Menge fluorierter Kältemittel im EU-Markt stufenweise herunter — R-32 mit einem Treibhauspotenzial von 675 ist heute Standard und wird über die Jahre knapper und teurer. Das trifft nicht den Kauf, sondern den Wartungsfall: Wer nach einer Leckage nachfüllen lässt, zahlt den Preis von morgen. Propan (R-290) hat ein Treibhauspotenzial von 3 und fällt nicht unter diese Beschränkung. Der Haken gehört dazu: Propan ist brennbar (Sicherheitsgruppe A3), dadurch gelten strengere Regeln für Aufstellung, Raumgröße und Leitungslänge, und nicht jeder Fachbetrieb arbeitet damit. Deshalb 18 Punkte und nicht mehr: Es ist ein echter Vorteil, aber keiner, der jede Einbausituation gewinnt. |
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| Schallleistung Innengerät | 16/100 | Skala 50–62 dB(A), weniger ist besser | Der Wert, den man selbst hört — meist im Schlafzimmer, meist nachts. Er ist niedriger gewichtet als der Außenwert, und zwar aus einem praktischen Grund: Am Innengerät lässt sich etwas machen. Fast alle Geräte haben einen Nacht- oder Flüstermodus, der die Drehzahl herunternimmt; die registrierte Zahl gilt für den Normalbetrieb bei voller Leistung. Am Außengerät hilft dagegen nur ein anderer Aufstellort. Auch hier gilt: registrierte Schallleistung, nicht der Schalldruck aus dem Prospekt. |
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| Wirkungsgrad Heizen (SCOP) | 12/100 | Skala 4–5,5 SCOP, mehr ist besser | Jede Anlage in diesem Vergleich kann auch heizen — das ist der unterschätzte Teil des Geschäfts, denn als Luft-Luft-Wärmepumpe arbeitet so ein Gerät in der Übergangszeit günstiger als jede Gasheizung. Der SCOP sagt, wie viele Kilowattstunden Wärme je Kilowattstunde Strom über eine Heizsaison herauskommen. Nur 12 Punkte, weil das Feld hier fast unentschieden ist: 5,1 gegen 5,2, also unter zwei Prozent. Wichtig ist die Zahl trotzdem — sie gilt für die gemäßigte Klimazone; wer in einer kalten Gegend wohnt, sollte beim Fachbetrieb nach den Werten für den kalten Auslegungspunkt fragen, die im Register ebenfalls hinterlegt sind. |
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| Kältemittel | 0/100 | R290 = 10 · R32 = 0 · R-32 = 0 Punkte | Steht zur Information daneben, bewertet wird das Treibhauspotenzial in der Spalte davor — sonst zählten wir dieselbe Eigenschaft zweimal. Eine Eigenheit des Registers gehört dazu: Dieselbe Substanz steht dort in zwei Schreibweisen („R32“ und „R-32“), je nachdem wer eingetragen hat. Wir geben sie unverändert wieder, weil unsere Quellenprüfung jeden Wert wörtlich gegen den Registereintrag hält. |
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| Stromverbrauch Kühlen im Jahr | 0/100 | Skala 100–170 kWh/a, weniger ist besser | Der registrierte Jahresverbrauch für den Kühlbetrieb, gerechnet mit einer genormten Betriebsstundenzahl. Unbewertet, weil er bei gleicher Auslegungslast nichts anderes ist als der Kehrwert des SEER — beides zu benoten hieße, dieselbe Eigenschaft zweimal zu zählen. Für die eigene Rechnung ist trotzdem diese Zahl die richtige: mal 0,35 Euro je Kilowattstunde ergibt die Kühlkosten eines Normjahres. Die genormte Stundenzahl entspricht dabei einem durchschnittlichen europäischen Sommer — wer die Anlage täglich laufen lässt, liegt darüber. |
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| Kälte-Auslegungslast | 0/100 | Skala 2–5 kW, mehr ist besser | Die Leistung, für die das Gerät ausgelegt ist — hier bewusst als Auswahlkriterium der Kategorie und nicht als Bewertung: Alle acht Geräte liegen zwischen 3,4 und 3,5 kW, damit sie überhaupt vergleichbar sind. Mehr ist bei Klimageräten ausdrücklich NICHT besser: Ein überdimensioniertes Gerät erreicht die Solltemperatur zu schnell, taktet dadurch ständig an und aus, entfeuchtet schlechter und verschleißt früher. Als grobe Orientierung rechnet man mit 60 bis 100 Watt je Quadratmeter, je nach Dämmung, Fensterfläche und Himmelsrichtung — die verbindliche Zahl liefert die Kühllastberechnung des Fachbetriebs. |
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| Energieeffizienzklasse Kühlen | 0/100 | A+++ = 10 · A++ = 6.7 · A+ = 3.3 · A = 0 Punkte | Alle acht Geräte stehen in A+++, deshalb unbewertet: Ein Kriterium ohne Unterschied kann nichts unterscheiden. Es zeigt aber etwas über die Kategorie — bei Klimageräten gilt noch die alte Skala mit Plus-Klassen (Verordnung 626/2011), und in der Spitzenklasse drängt sich inzwischen fast der ganze Markt. Wer wirklich unterscheiden will, muss auf SEER und SCOP sehen, nicht auf die Buchstaben. |
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