Die Zahl, mit der jedes Gerät dieser Kategorie beworben wird, ist eine Laborzahl: Die Liter pro 24 Stunden werden üblicherweise bei 30 °C und 80 Prozent relativer Luftfeuchte ermittelt — Sommerschwüle in einem Gewächshaus, nicht der 16 Grad kühle Kellerraum, für den die meisten Käufer das Gerät bestellen.
Warum wir anders rechnen als die meisten Vergleichsseiten
Wie groß der Unterschied ist, muss man nicht schätzen, denn ein Hersteller im Feld veröffentlicht ihn selbst: Aktobis nennt für den WDH-520EB eine Staffel über sechs Temperaturstufen, und aus den beworbenen „bis 25 Liter“ werden bei 20 °C und 80 Prozent noch 11 Liter, bei 20 °C und 60 Prozent gerade 7 Liter. Wir haben deshalb nicht die Werbezahlen nebeneinandergestellt, sondern nur Werte derselben Messbedingung gegeneinander gerechnet — und dort, wo ein Hersteller gar keine Bedingung nennt, bleibt die Spalte leer, auch wenn auf der Verpackung eine große Zahl steht. Ein eigenes Kriterium bewertet zusätzlich, wie offen jeder Hersteller mit dieser Bedingung umgeht, weil genau daran hängt, ob sich zwei Datenblätter überhaupt vergleichen lassen. Was auf dieser Seite nicht steht: was ein trockener Raum für die Gesundheit bedeutet — wir beschreiben, wie viel Wasser ein Gerät der Luft entzieht, mehr nicht.
Die kurze Antwort
Comedes Demecto 30 eco
6,1von 10 · Platz 1 von 6
Das transparenteste Datenblatt im Vergleich und zugleich das stärkste Gerät bei der Referenzbedingung: 25 Liter bei 30 °C und 80 Prozent, ausdrücklich so beschriftet.
Bester Wert bei Entfeuchtungsleistung bei 30 °C / 80 % r. F.
Sortiert nach Gesamtscore. Seitwärts wischen für alle Kriterien — die Produktspalte bleibt stehen.Die Produktspalte bleibt beim seitlichen Scrollen stehen.
Luftentfeuchter: 6 Produkte, bewertet über 7 gewichtete Kriterien, sortiert nach Gesamtscore.
Produkt
Scorevon 10
Entfeuchtungsleistung bei 30 °C / 80 % r. F.in l/24 hGewicht 30/100
„k. A.“ = keine Herstellerangabe, zählt neutral mit 5,0. Gold unterstrichen: bester belegter Wert der Spalte. Die Spalte „Kaufen“ enthält Werbelinks; die Reihenfolge ändern sie nicht. „Direkt bei …“ ist unvergütet. Wie wir rechnen →
Worauf kommt es Dir an?
Der Gesamtscore gewichtet 7 Kriterien so, wie sie für die meisten Käufer zählen. Zählt für Dich nur eines davon, ist das hier Deine Zeile.
Mir ist Entfeuchtungsleistung bei 30 °C / 80 % r. F. am wichtigsten→Comedes Demecto 30 eco25 l/24 h · Gesamt 6,1/10
Mir ist Offenlegung der Messbedingung am wichtigsten→Aktobis WDH-520EBEntfeuchtungstabelle über mehrere Temperaturstufen · Gesamt 5,7/10
Jede Zeile nennt das Gerät mit dem besten belegten Wert dieser Spalte — nicht das mit dem besten Gesamtscore. Kriterien, bei denen mehrere Geräte gleichauf liegen, stehen bewusst nicht hier: Dort gibt es nichts zu entscheiden.
Das Ergebnis in fünf Sätzen
◆Stand September 2026 ist Comedes Demecto 30 eco der Vergleichssieger unter 6 verglichenen Produkten der Kategorie Luftentfeuchter — mit 6,1 von 10 Punkten aus 7 gewichteten Kriterien.
◆Das am stärksten gewichtete Kriterium ist Entfeuchtungsleistung bei 30 °C / 80 % r. F. mit 30 von 100 Gewichtspunkten: Diese Angabe ist die Referenzbedingung der Branche und damit die einzige Literzahl, bei der zwei Geräte überhaupt dasselbe messen — Comedes schreibt sie als „(30°C/80%LF)“ direkt an den Wert, Comfee führt sie so im Datenblatt, Aktobis liest man sie aus der Temperaturstaffel ab. Wer stattdessen die Zahl von der Verpackung übernimmt, vergleicht Messprotokolle statt Geräte: Aktobis erreicht die beworbenen 25 Liter erst bei 35 °C und 90 Prozent Luftfeuchte, bei 30 °C und 80 Prozent sind es 20. Nennt ein Hersteller die Bedingung nirgends, tragen wir hier nichts ein, auch wenn eine Literzahl im Produktnamen steht — eine Zahl ohne Messbedingung ist keine Leistungsangabe, sondern eine Behauptung.
◆Preis-Leistungs-Sieger ist Comedes Demecto 16 eco mit 4,7 von 10 Punkten bei einem Preis von ca. 161 € (Stand September 2026) — mechanisch ermittelt als bestes Verhältnis von Punktzahl zu Preis.
◆Für 4 der 6 Produkte fehlen mindestens eine Herstellerangabe (insgesamt 5 Werte); fehlende Werte gehen neutral mit 5,0 in die Rechnung ein und stehen in der Tabelle sichtbar als „k. A.“.
◆Alle Gewichte, jede Quelle je Wert und die vollständige Rechenformel sind auf dieser Seite und unter https://vergleichsatlas.de/methodik offengelegt; ein Labortest fand nicht statt.
Einordnung der Redaktion: Was die Rechnung nicht zeigt
→Der Comedes Demecto 30 eco gewinnt die Rechnung, und zwar nicht zufällig: Er liefert den höchsten Wert unter der Referenzbedingung (25 l bei 30 °C / 80 %), den größten Tank (6,5 l) und ein Datenblatt, das jede Zahl beschriftet. Für ein Schlafzimmer ist er trotzdem die falsche Wahl — die Geräuschangabe ist eine Obergrenze ohne Stufenzuordnung, und ein Gerät dieser Klasse ist auf 50 m² ausgelegt, nicht auf 14.
→Den Preis-Leistungs-Sieg holt der Comedes Demecto 16 eco: bestes Verhältnis von Punktzahl zu Preis unter den mindestens durchschnittlich bewerteten Geräten, dazu die niedrigste Nennleistung im Feld. Wer nur einen einzelnen Wohnraum oder ein Bad trocken halten will, kauft mit dem größeren Gerät vor allem Reserve, die er über den Strompreis mitbezahlt.
→Eine Schwäche unserer eigenen Rechnung, die wir offenlegen: Das Kriterium Leistungsaufnahme bewertet niedrige Wattzahlen besser, obwohl mehr Entfeuchtungsleistung zwangsläufig mehr Strom braucht. Der faire Maßstab wäre Liter je Kilowattstunde — den veröffentlicht kein Hersteller im Feld, und ausrechnen und als Herstellerangabe ausgeben kommt hier nicht in Frage. Wir haben ihn deshalb im Abschnitt zu den Vergleichswerten ausdrücklich als eigene Näherung ausgewiesen, statt ihn in die Punkte einfließen zu lassen.
→Der Aktobis WDH-520EB verliert Punkte für seine Ehrlichkeit, und das ist der unbefriedigendste Befund dieser Seite. Weil Aktobis als Einziger offenlegt, dass die beworbenen 25 Liter bei 35 °C / 90 % gelten, steht bei ihm in der Hauptspalte der kleinere, wahre Wert von 20 Litern — hätte er wie andere nur die Werbezahl veröffentlicht, stünde er weiter oben. Das Kriterium zur Offenlegung der Messbedingung gleicht das teilweise aus; vollständig auflösen lässt sich der Widerspruch nicht, solange die Branche keine einheitliche Angabe erzwingt.
→Der Aktobis WDH-DS3 ist mit Platz vier unterbewertet, weil unsere Hauptspalte eine Bedingung misst, für die er nicht gebaut ist: Bei 30 °C soll er gar nicht arbeiten, sein Einsatzlimit endet bei 20 °C. Für einen ungeheizten Keller im Februar ist er das einzige geeignete Gerät des Vergleichs — und für einen beheizten Wohnraum das einzige, das man nicht kaufen sollte. Eine Tabellenzeile kann das nicht abbilden, ein Satz schon.
→Zum Feld selbst: Es enthält bewusst nur Hersteller, die technische Daten als lesbaren Text auf ihren eigenen Seiten veröffentlichen. Trotec und De'Longhi wären als Markennamen naheliegend gewesen, liefern uns aber keine maschinell prüfbaren Datenblätter, und geschätzte Werte aus Händler-Listings haben auf dieser Seite nichts verloren. Dadurch fehlt das obere Preissegment jenseits von 300 Euro — wer dort einkauft, findet hier keinen Vergleichswert.
Einordnung auf Basis der in der Tabelle verlinkten Herstellerangaben, abgerufen am 05.08.2026. Preise sind Circa-Angaben zu diesem Stand und ändern sich; eigene Messungen gibt es nicht — wir betreiben kein Labor und machen keine Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen.
So haben wir gewichtet — alle 7 Kriterien mit Begründung›
Kriterium
Gewicht
Messung
Warum kaufentscheidend
Entfeuchtungsleistung bei 30 °C / 80 % r. F.
30/100
Skala 5–40 l/24 h, mehr ist besser
Diese Angabe ist die Referenzbedingung der Branche und damit die einzige Literzahl, bei der zwei Geräte überhaupt dasselbe messen — Comedes schreibt sie als „(30°C/80%LF)“ direkt an den Wert, Comfee führt sie so im Datenblatt, Aktobis liest man sie aus der Temperaturstaffel ab. Wer stattdessen die Zahl von der Verpackung übernimmt, vergleicht Messprotokolle statt Geräte: Aktobis erreicht die beworbenen 25 Liter erst bei 35 °C und 90 Prozent Luftfeuchte, bei 30 °C und 80 Prozent sind es 20. Nennt ein Hersteller die Bedingung nirgends, tragen wir hier nichts ein, auch wenn eine Literzahl im Produktnamen steht — eine Zahl ohne Messbedingung ist keine Leistungsangabe, sondern eine Behauptung.
Offenlegung der Messbedingung
15/100
keine Messbedingung genannt = 0 · Messbedingung nur im PDF-Datenblatt = 5 · Messbedingung am Wert genannt = 8 · Entfeuchtungstabelle über mehrere Temperaturstufen = 10 Punkte
Kein anderes Kriterium dieser Kategorie entscheidet so direkt darüber, ob die Kaufentscheidung auf Daten oder auf Werbung beruht — und es ist das einzige, das jeder Hersteller ohne Aufwand erfüllen könnte, weil er die Bedingung ohnehin kennt. Die höchste Stufe vergeben wir für eine Staffel über mehrere Temperaturen, weil sie dem Käufer die Rechnung für seinen eigenen Keller abnimmt, statt sie ihm zu verschweigen. Praktische Folge, wenn man darauf verzichtet: Man bestellt ein Gerät nach einer 20-Liter-Angabe, misst im kühlen Raum ein Drittel davon und hält das für einen Defekt, obwohl beide Zahlen stimmen.
Empfohlene Raumgröße (Entfeuchtung)
15/100
Skala 10–100 m², mehr ist besser
Die Quadratmeterangabe ist die Größe, nach der im Laden entschieden wird, und sie hat eine Tücke, die nur zwei Hersteller im Feld offenlegen: Comedes nennt für dasselbe Gerät zwei Flächen — 50 m² für das Entfeuchten und 100 m² für das bloße Trockenhalten eines bereits trockenen Raums. Wir werten durchgängig die kleinere Zahl fürs Entfeuchten, weil das die Aufgabe ist, für die ein Gerät gekauft wird. Zu klein dimensioniert läuft der Kompressor praktisch ununterbrochen und die Stromrechnung steigt, ohne dass die Zielfeuchte je erreicht wird; zu groß gekauft zahlt man Gerätegröße und Standfläche für Reserve, die nie abgerufen wird.
Leistungsaufnahme
15/100
Skala 100–800 W, weniger ist besser
Ein Entfeuchter im feuchten Keller ist ein Dauerläufer über Monate, und damit ist der Stromverbrauch der zweite Kaufpreis — bei 330 Watt und Dauerbetrieb kommen rund 2,9 kWh pro Tag zusammen. Besonders hart trifft es die Bauart ohne Kompressor: Der Adsorptionsentfeuchter im Feld zieht mit 715 Watt mehr als das Doppelte eines gleich großen Kompressorgeräts, weil er die Luft aktiv erwärmt statt sie zu kühlen. Die Schwäche dieses Kriteriums legen wir offen: Ein Gerät mit mehr Entfeuchtungsleistung braucht zwangsläufig mehr Watt, deshalb ist die Wattzahl allein kein Effizienzmaß — dafür gehören Watt und Literleistung nebeneinander gelesen.
Wassertank
10/100
Skala 1,5–8 l, mehr ist besser
Der Tank bestimmt, wie oft jemand hingehen muss: Ein Gerät, das an einem feuchten Tag 20 Liter aus der Luft holt, ist mit drei Litern Tankvolumen rechnerisch nach knapp vier Stunden voll und schaltet dann ab — im Urlaub oder im selten betretenen Keller heißt das, dass es die meiste Zeit stillsteht. Fünf der sechs Hersteller im Feld nennen dafür ausdrücklich einen Schlauchanschluss zur Dauerentwässerung — nur Comfee erwähnt auf seiner Produktseite keinen —, was das Problem löst, aber ein Gefälle zum Abfluss voraussetzt. Wir gewichten den Tank deshalb spürbar, aber nicht hoch: Wer den Schlauch legen kann, für den ist die Tankgröße fast gleichgültig.
Geräuschentwicklung (höchste angegebene Stufe)
10/100
Skala 35–55 dB(A), weniger ist besser
Ein Kompressorgerät ist kein Hintergrundgeräusch — es kombiniert Ventilator und anspringenden Kompressor, und in Wohnraum, Schlafzimmer oder Homeoffice scheitert der Kauf oft genau daran. Wir werten bewusst den höchsten angegebenen Wert und nicht den Nacht- oder Sleep-Modus, weil die leise Stufe immer die schwache ist: Aktobis beziffert für den Adsorptionsentfeuchter 38 dB(A) im Sleep-, aber 49 dB(A) im Turbomodus. Einschränkung, die man kennen muss: Drei der sechs Hersteller im Feld nennen überhaupt keinen Dezibelwert, deshalb ist dieses Kriterium hier nur mit mittlerem Gewicht dabei — es unterscheidet die drei, die reden, und nicht das ganze Feld.
Untere Grenze des Arbeitsbereichs
5/100
Skala 1–15 °C, weniger ist besser
Diese unscheinbare Zahl entscheidet darüber, ob das Gerät im ungeheizten Keller, in der Garage oder im Gartenhaus überhaupt arbeitet: Kompressorgeräte kondensieren Wasser an einer kalten Fläche, und je kühler die Raumluft, desto weniger bleibt daran hängen — unterhalb ihrer Freigabegrenze vereist der Verdampfer, das Gerät taut sich frei und entfeuchtet in dieser Zeit nicht. Die Kompressorgeräte im Feld sind ab 5 °C freigegeben, das Adsorptionsgerät ab 1 °C und dafür nur bis 20 °C. Wir gewichten die Grenze niedrig, weil sie im geheizten Wohnraum keine Rolle spielt — für den kalten Keller ist sie dagegen das erste Kriterium, nach dem man filtern sollte.
Die 7 Gewichte oben ergeben zusammen 100 und sind für Luftentfeuchter redaktionell gesetzt — jedes mit der Begründung daneben. Wie daraus der Score entsteht →
Luftentfeuchter: Bauarten und ihre jeweilige Schwachstelle
Wie ein Gerät das Wasser aus der Luft holt, entscheidet darüber, ob es im kalten Keller überhaupt arbeitet und was der Betrieb kostet. Die vier gängigen Wege haben jeweils einen Nachteil, der im Prospekt selten auftaucht — hier steht er.
Beheizte Wohnräume, Bad, Waschküche, temperierte Keller — fünf der sechs Geräte hier
Kühlt die Luft an einem Verdampfer unter den Taupunkt; effizient, solange es warm ist. Der Nachteil steckt in der Physik: Je kühler der Raum, desto weniger Wasser kondensiert, und unterhalb der Herstellerfreigabe — im Feld durchgehend 5 °C — vereist der Verdampfer, sodass das Gerät regelmäßig abtauen muss und in dieser Zeit nichts entfeuchtet. Dazu kommt das Betriebsgeräusch des anspringenden Kompressors.
Unbeheizte Keller, Garagen, Gartenhäuser, Ferienhaus im Winter
Bindet Feuchte an einem rotierenden Trockenmittel und arbeitet deshalb auch nahe dem Gefrierpunkt. Der Preis ist der Strom: Der Rotor muss beheizt werden, das Gerät im Vergleich zieht 715 Watt gegenüber 330 Watt beim gleich großen Kompressorgerät. Außerdem gibt es eine Obergrenze — bei über 20 °C Raumtemperatur ist es laut Hersteller nicht mehr vorgesehen, und es gibt Wärme an den Raum ab.
Kleiderschrank, Wohnmobil, Bad ohne Fenster, einzelne Vitrine
Leise und leicht, weil ohne bewegliche Kältetechnik — aber die Leistung liegt typischerweise bei Bruchteilen eines Liters pro Tag statt bei 16 bis 25 Litern. Für einen feuchten Kellerraum ist das keine kleinere Lösung, sondern gar keine; solche Geräte tauchen in diesem Vergleich bewusst nicht auf.
Granulat (chemisch, ohne Strom)auch: Raumentfeuchter-Box, Calciumchlorid-Kissen
Wohnwagen in der Winterpause, Abstellkammer ohne Steckdose, Boot
Braucht keinen Strom und macht kein Geräusch, sammelt aber nur wenige hundert Milliliter, bis das Salz aufgebraucht ist und nachgekauft werden muss. Es lässt sich weder regeln noch messen, und die entstehende Salzlauge ist ätzend — auf Metall, Textilien und Böden hinterlässt ein umgekipptes Gefäß bleibende Schäden.
Bautrocknerauch: Estrichtrockner, Trocknungsgerät
Neubau, Wasserschaden, Kellersanierung — meist Mietgerät
Dieselbe Kompressortechnik, nur auf Durchsatz statt Wohnlichkeit ausgelegt: 40 Liter und mehr am Tag, robustes Gehäuse, Dauerentwässerung. Dafür ist er laut, schwer und optisch nichts für den Wohnraum — und für den Dauereinsatz im Keller überdimensioniert, weil er bei erreichter Zielfeuchte trotzdem viel Strom für wenig Wasser aufwendet.
Die erste Frage ist nicht die Literzahl, sondern die Raumtemperatur: Bleibt der Raum ganzjährig über 15 °C, ist ein Kompressorgerät die günstigere Wahl; fällt er im Winter darunter, arbeitet nur die Adsorptionstechnik zuverlässig — und man bezahlt sie mit dem Doppelten an Strom. Alles unterhalb dieser beiden Bauarten, also Peltier und Granulat, löst kein Feuchteproblem, sondern nur ein Geruchsproblem im Schrank.
Einordnungswerte
Damit die Datenblattzahlen greifbar werden — und weil die wichtigste Zahl dieser Kategorie in einem Klima gemessen wird, das im deutschen Keller nie herrscht. Alles, was wir selbst gerechnet haben, ist ausdrücklich als eigene Rechnung gekennzeichnet.
Was aus „bis 25 Liter“ bei Kellertemperatur wird
25 l → 20 l → 11 l → 7 l
Herstellerangaben von Aktobis für den WDH-520EB, abgelesen aus der eigenen Entfeuchtungstabelle: 25 Liter bei 35 °C / 90 % (die beworbene Zahl), 20 Liter bei 30 °C / 80 % (die Referenzbedingung), 11 Liter bei 20 °C / 80 % und 7 Liter bei 20 °C / 60 % — also gut ein Viertel des Werbewerts unter Bedingungen, die einem bewohnten Raum nahekommen.
Dasselbe Gerät bei 5 °C
5 l/Tag bei 80 % r. F.
Ebenfalls aus Aktobis' Tabelle für den WDH-520EB. Ein Fünftel der beworbenen Leistung, und zugleich der Punkt, an dem Kompressorgeräte an ihrer Freigabegrenze arbeiten — der Grund, warum es für kalte Räume eine eigene Bauart gibt.
Liter je Kilowattstunde
ca. 2,7 l/kWh gegen ca. 0,5 l/kWh
Eigene Rechnung aus den Herstellerangaben, nicht vom Hersteller ausgewiesen: Comedes Demecto 30 eco mit 25 l bei 380 W (25 ÷ 9,12 kWh) gegenüber Aktobis WDH-DS3 mit 9 l bei 715 W (9 ÷ 17,16 kWh). Wichtig beim Lesen: Die beiden Werte gelten bei verschiedenen Bedingungen — 30 °C beim Kompressor, 8 °C beim Adsorber. Sie zeigen die Größenordnung des Effizienzunterschieds, nicht einen Vergleich unter gleichen Voraussetzungen.
Stromkosten im Dauerbetrieb, 30 Tage
ca. 62 € bis 134 €
Eigene Rechnung: 290 W (Comedes Demecto 16 eco) beziehungsweise 715 W (Aktobis WDH-DS3), jeweils × 24 h × 30 Tage bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh. Im Alltag läuft kaum ein Gerät durchgehend, weil der Hygrostat abschaltet — die Spanne markiert also die Obergrenze, nicht die Rechnung, die tatsächlich kommt.
Wie schnell der Tank voll ist
3,2 l Tank ≈ alle 5 Stunden leeren
Eigene Rechnung für den Comedes Demecto 16 eco: 16 Liter in 24 Stunden entsprechen rund 0,67 Litern pro Stunde, also etwa fünf Stunden bis zur Abschaltung — allerdings nur unter der Laborbedingung 30 °C / 80 %. In einem 18 Grad kühlen Keller dauert es ein Vielfaches davon.
Entfeuchten gegen Trockenhalten
50 m² gegen 100 m²
Herstellerangabe von Comedes für den Demecto 30 eco, jeweils bei 2,3 Metern Deckenhöhe. Die größere Zahl gilt nur für einen bereits trockenen Raum, den das Gerät auf Niveau hält. Wer Flächenangaben verschiedener Marken vergleicht, sollte prüfen, welche der beiden Aufgaben gemeint ist — die meisten Hersteller nennen nur eine Zahl und sagen nicht, welche.
Quelle: Herstellerangaben der sechs verglichenen Geräte, sämtlich in der Tabelle verlinkt, abgerufen am 05.08.2026. Als „eigene Rechnung“ gekennzeichnete Werte sind Näherungen aus genau diesen Angaben; der Strompreis von 0,30 €/kWh ist eine Annahme, kein Herstellerwert.
Die Produkte im Detail
Platz 1Vergleichssieger
Comedes Demecto 30 eco
6,1von 10 Punkten
Das transparenteste Datenblatt im Vergleich und zugleich das stärkste Gerät bei der Referenzbedingung: 25 Liter bei 30 °C und 80 Prozent, ausdrücklich so beschriftet. Comedes ist außerdem der einzige Hersteller hier, der Entfeuchten und Trockenhalten als zwei verschiedene Raumgrößen ausweist (50 m² gegen 100 m², jeweils bei 2,3 Metern Deckenhöhe) — eine Unterscheidung, die sonst niemand macht und die erklärt, warum Flächenangaben verschiedener Marken so weit auseinanderliegen. Mit 6,5 Litern hat er den größten Tank des Felds; die Geräuschangabe ist mit „< 45 dB“ als Obergrenze formuliert, ohne die zugehörige Lüfterstufe zu nennen.
Stärken
+ 25 l/24 h bei ausdrücklich genannten 30 °C / 80 % — höchster belegter Wert der Referenzbedingung im Feld
+ Größter Wassertank im Vergleich: 6,5 Liter
+ Trennt Raumgröße fürs Entfeuchten (50 m²) von der fürs Trockenhalten (100 m²)
Schwächen
– Mit 380 W die höchste Leistungsaufnahme unter den Kompressorgeräten des Felds
– Geräuschangabe nur als Obergrenze „< 45 dB“, ohne Zuordnung zu einer Lüfterstufe
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Das Gerät mit der ehrlichsten Datenlage der ganzen Kategorie: Aktobis veröffentlicht eine Entfeuchtungsstaffel über sechs Temperaturen und drei Feuchtewerte, aus der sich für jeden Raum ablesen lässt, was übrig bleibt. Genau diese Offenheit kostet ihn hier Punkte gegenüber der Konkurrenz — die beworbenen 25 Liter gelten bei 35 °C und 90 Prozent, bei der Referenzbedingung 30 °C / 80 Prozent sind es 20 Liter, und mit dieser kleineren Zahl steht er in unserer Tabelle. Ausstattungsseitig ist er vollständig beziffert: 330 W, 49 dB(A), 5 Liter Tank, Arbeitsbereich 5 bis 32 °C.
Stärken
+ Einziges Gerät mit vollständiger Entfeuchtungstabelle über sechs Temperaturstufen (35 °C bis 5 °C)
+ Alle sieben Vergleichskriterien vom Hersteller beziffert — sonst schafft das kein Gerät im Feld
+ 5 Liter Tank und Schlauchanschluss für Dauerbetrieb
Schwächen
– Mit 49 dB(A) der lauteste angegebene Wert unter den Kompressorgeräten
– Beworbene 25 Liter gelten nur bei 35 °C und 90 % Luftfeuchte — bei 20 °C / 60 % nennt Aktobis selbst noch 7 Liter
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Der günstigste Kompressorentfeuchter des Vergleichs und der sparsamste: 290 Watt Nennleistung bei 16 Litern unter der Referenzbedingung 30 °C / 80 Prozent. Comedes gibt für ihn 33 m² fürs Entfeuchten und 65 m² fürs Trockenhalten an, jeweils bei 2,3 Metern Deckenhöhe, und beschriftet damit auch hier beide Zahlen sauber. Was fehlt, ist ein Geräuschwert: Zu einem Gerät, das der Hersteller als leise genug für bewohnte Räume beschreibt, steht in den technischen Daten kein einziger Dezibelwert.
Stärken
+ Niedrigste Nennleistung im Vergleich: 290 W
+ Messbedingung 30 °C / 80 % direkt am Leistungswert ausgewiesen
+ Niedrigster Gerätepreis im Vergleichsfeld
Schwächen
– Kein Geräuschwert im Datenblatt, obwohl der Hersteller mit leisem Betrieb wirbt
– Mit 3,2 Litern kleiner Tank — bei voller Leistung rechnerisch nach rund fünf Stunden voll
Ohne belegte Angabe (1): Geräuschentwicklung (höchste angegebene Stufe) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.
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Das einzige Gerät im Feld ohne Kompressor und ohne Kältemittel — und deshalb das einzige, das für Räume ab 1 °C freigegeben ist, wo die fünf Kompressorgeräte an ihrer Freigabegrenze stehen. Aktobis nennt seine Leistung konsequenterweise bei kalter Bedingung: 9 Liter pro Tag bei 8 °C und 80 Prozent. Einen Wert bei 30 °C / 80 Prozent gibt es nicht, weshalb unsere Hauptspalte für dieses Gerät leer bleibt — es ist für diese Bedingung schlicht nicht gebaut, sein Einsatzlimit endet bei 20 °C Raumtemperatur. Der Preis dafür steht ebenfalls im Datenblatt: 715 Watt im Dauerbetrieb, mehr als das Doppelte eines Kompressorgeräts vergleichbarer Größe.
Stärken
+ Ab 1 °C freigegeben — als einziges Gerät im Feld für unbeheizte Keller und Garagen ausgelegt
+ Leistung mit Messbedingung ausgewiesen: 9 l/Tag bei 8 °C / 80 % r. F.
+ Kein Kältemittel und drei Lüfterstufen, leiseste mit 38 dB(A) beziffert
Schwächen
– 715 W Leistungsaufnahme im Dauerbetrieb — mit Abstand der höchste Stromverbrauch im Vergleich
– Einsatzlimit 20 °C Raumtemperatur: im geheizten Wohnraum ist das Gerät nicht vorgesehen
Ohne belegte Angabe (1): Entfeuchtungsleistung bei 30 °C / 80 % r. F. — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.
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Belege: Quelle je Wert
Entfeuchtungsleistung bei 30 °C / 80 % r. F.: keine belegte Quelle — Wert als „k. A.“ geführt
Comfee gehört zu Midea Europe und liefert als einziger Hersteller im Feld ein klassisches Datenblatt mit beschrifteter Messzeile: Dort heißt die Zeile wörtlich „Entfeuchtigkeitsleistung 30°C/80%Rh“ und trägt den Wert 20 Liter. Auf der Produktseite selbst steht dieselbe Zahl dann ohne jede Bedingung, zusammen mit 40 m² Raumgröße und 3 Litern Tank. Watt- und Dezibelwerte nennt Comfee ausschließlich im PDF; wir führen in der Tabelle nur Zahlen, die auf einer maschinell nachprüfbaren Herstellerseite stehen, weshalb hier drei Felder leer bleiben, obwohl das Datenblatt sie kennt.
Stärken
+ Referenzbedingung 30 °C / 80 % Rh im Datenblatt ausdrücklich als Messzeile geführt
+ 20 l/24 h für 100 m³ beziehungsweise 40 m² Raumgröße
+ Natürliches Kältemittel R290 und drei Jahre Herstellergarantie
Schwächen
– Leistungsaufnahme und Geräuschpegel stehen nur im PDF-Datenblatt, nicht auf der Produktseite
– Das PDF nennt zwei verschiedene Wattwerte nebeneinander (Anschlusswert 280 W, Leistungsaufnahme 360 W) ohne Erläuterung
Ohne belegte Angabe (1): Untere Grenze des Arbeitsbereichs — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.
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Untere Grenze des Arbeitsbereichs: keine belegte Quelle — Wert als „k. A.“ geführt
Platz 6
Klarstein DryFy 20L/24h
3,7von 10 Punkten
Die bekannteste Marke des Vergleichs und die dünnste Datenlage: Klarstein nennt auf der Produktseite eine Entfeuchtungsleistung von 20 l/Tag und ein Tankvolumen von 4,5 Litern — und sonst keine einzige technische Zahl. Kein Watt, kein Dezibel, keine Quadratmeter, kein Arbeitstemperaturbereich und vor allem keine Angabe, unter welchen Bedingungen die 20 Liter gemessen wurden. Deshalb bleibt bei diesem Gerät ausgerechnet die Hauptspalte leer: Ohne Messbedingung lässt sich die Zahl mit keiner anderen im Feld vergleichen, und wir tragen sie deshalb nicht ein. Das ist kein Urteil über das Gerät, sondern über das, was der Hersteller veröffentlicht.
Stärken
+ 4,5 Liter Tank — zweitgrößtes Volumen im Vergleich
+ Hygrostat, Timer und automatische Abschaltung bei vollem Tank vom Hersteller beschrieben
+ Zwei Jahre Garantie und breite Verfügbarkeit im Handel
Schwächen
– Keine Messbedingung zur Literangabe — die 20 l/Tag sind mit keinem anderen Gerät im Feld vergleichbar
– Weder Leistungsaufnahme noch Geräuschpegel, Raumgröße oder Arbeitstemperaturbereich auf der Produktseite beziffert
Ohne belegte Angabe (2): Leistungsaufnahme, Geräuschentwicklung (höchste angegebene Stufe) — jeweils neutral mit 5,0 gewertet.
Anzeige · Über die Kauflinks erhalten wir ggf. eine Provision, für Dich bleibt der Preis gleich. Preis ca. 256 € (Stand September 2026), bitte beim Händler prüfen.
Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.
Neben der Literzahl nach Temperatur und Luftfeuchte suchen
Worauf achten: Steht am Leistungswert eine Klammer wie „(30°C/80%LF)“ oder eine Datenblattzeile „Entfeuchtigkeitsleistung 30°C/80%Rh“? Comedes und Comfee machen das, Klarstein nennt auf der Produktseite nur die nackte Zahl.
Warum: Ohne Bedingung ist die Literzahl nicht falsch, aber bedeutungslos für einen Vergleich — sie könnte bei 35 °C und 90 Prozent ermittelt sein und im selben Raum halb so hoch ausfallen wie eine kleinere Zahl der Konkurrenz.
Nach einer Entfeuchtungstabelle über mehrere Temperaturen suchen
Worauf achten: Manche Hersteller veröffentlichen eine Staffel von 35 °C bis 5 °C mit je drei Feuchtewerten. Aktobis tut das für seine Kompressorgeräte, und dort liest man den Wert für die eigene Raumtemperatur direkt ab.
Warum: Diese Tabelle ist das stärkste Qualitätssignal der Kategorie, weil sie dem Hersteller nur schadet: Sie macht sichtbar, dass aus 25 beworbenen Litern bei 20 °C und 60 Prozent noch 7 werden. Wer sie veröffentlicht, hat keine Zahl zu verstecken.
Bei der Raumgröße zwischen Entfeuchten und Trockenhalten unterscheiden
Worauf achten: Nennt der Hersteller eine Fläche oder zwei? Comedes gibt für dasselbe Gerät 50 m² fürs Entfeuchten und 100 m² fürs Trockenhalten an, jeweils mit Angabe der zugrunde gelegten Deckenhöhe von 2,3 Metern.
Warum: Wer die Trockenhalte-Fläche der einen Marke gegen die Entfeuchtungs-Fläche der anderen hält, vergleicht zwei verschiedene Aufgaben. Und ohne genannte Deckenhöhe ist jede Quadratmeterzahl unvollständig, weil das Gerät ein Volumen entfeuchtet, keine Fläche.
Den Arbeitstemperaturbereich als Ausschlusskriterium lesen
Worauf achten: Im Datenblatt steht eine Spanne wie „5 – 32 °C“ oder „1 – 20 °C“. Die untere Zahl ist die Freigabegrenze des Geräts, die obere gibt es bei Adsorptionsgeräten ebenfalls.
Warum: Für einen ungeheizten Keller, der im Februar bei 8 Grad liegt, ist ein ab 5 °C freigegebenes Kompressorgerät zwar formal zulässig, arbeitet dort aber nahe seinem Minimum. Diese eine Zeile entscheidet die Bauartenfrage schneller als jede Literangabe.
Den Dezibelwert seiner Lüfterstufe zuordnen
Worauf achten: Nennt der Hersteller einen einzelnen Wert, eine Obergrenze („< 45 dB“) oder eine Staffel je Stufe? Aktobis gibt beim Adsorptionsgerät 38, 42 und 49 dB(A) für Sleep, Normal und Turbo getrennt an.
Warum: Ein einzelner niedriger Wert beschreibt fast immer die schwächste Stufe, in der das Gerät am wenigsten leistet. Nur eine Staffel oder eine ausdrücklich als Maximum bezeichnete Zahl sagt, wie laut das Gerät wird, wenn es tut, wofür man es gekauft hat.
Tankgröße gegen Schlauchanschluss abwägen
Worauf achten: Tankvolumen in Litern und die Angabe, ob eine Permanententwässerung über Schlauch vorgesehen ist — beides steht meist in derselben Ausstattungsliste.
Warum: Erst zusammen ergeben sie eine Aussage. Ein 6,5-Liter-Tank ist in einer Wohnung ohne Bodenablauf viel wert; steht das Gerät neben einem Gully, ist die Tankgröße gleichgültig und man zahlt für Volumen, das man nie nutzt.
Ratgeber zum Thema
Luftentfeuchter kaufen: warum die beworbene Literzahl im Keller nie erreicht wird
Kompressor-Luftentfeuchter werden meist bei 30 °C und 80 Prozent relativer Feuchte gemessen. In einem 12 Grad kalten Keller erreichen sie oft nur einen Bruchteil dieser Leistung — dort arbeiten Adsorptionsgeräte zuverlässiger, brauchen dafür aber mehr Strom je Liter.
Warum entzieht mein Luftentfeuchter viel weniger Wasser als beworben?
Weil die beworbene Zahl in warmer, sehr feuchter Luft ermittelt wird — üblich sind 30 °C und 80 Prozent relative Luftfeuchte, teils auch 35 °C und 90 Prozent. Wie groß der Abstand zum Alltag ist, zeigt der einzige Hersteller im Feld, der seine Staffel veröffentlicht: Aktobis nennt für den WDH-520EB 25 Liter bei 35 °C / 90 %, aber 11 Liter bei 20 °C / 80 % und 7 Liter bei 20 °C / 60 %. Das Gerät ist also nicht defekt, wenn im Keller weniger im Tank landet — es arbeitet unter anderen Bedingungen als im Prüfraum.
Wie viele Liter pro Tag brauche ich für meinen Keller?
Diese Frage lässt sich aus Herstellerdaten nicht seriös beantworten, weil die Antwort von Raumvolumen, Temperatur, Ausgangsfeuchte und vor allem der Feuchtequelle abhängt — aufsteigende Nässe im Mauerwerk ist etwas anderes als Wäsche, die im Raum trocknet. Praktikabel ist der umgekehrte Weg: erst die Raumtemperatur im Winter messen, dann die Geräteangabe für genau diese Temperatur suchen, und wenn der Hersteller dazu schweigt, mit deutlich weniger als der Verpackungszahl rechnen. Die Quadratmeterangaben der Hersteller helfen nur bei der Vorauswahl, weil sie fast immer die günstigste Bedingung voraussetzen.
Kompressor oder Adsorption — was gehört in den unbeheizten Keller?
Entscheidend ist die Wintertemperatur des Raums. Kompressorgeräte kondensieren Wasser an einer kalten Fläche und werden dabei umso schwächer, je kühler die Luft ist; alle fünf Kompressorgeräte in diesem Vergleich sind erst ab 5 °C freigegeben. Adsorptionsgeräte binden die Feuchte an einem beheizten Trockenmittel und arbeiten laut Hersteller ab 1 °C, ziehen dafür aber 715 statt 330 Watt und sind oberhalb von 20 °C Raumtemperatur nicht vorgesehen. Faustregel aus den Datenblättern: dauerhaft über 15 °C spricht für den Kompressor, dauerhaft darunter für die Adsorption.
Was kostet der Betrieb im Monat?
Das lässt sich aus der Leistungsaufnahme überschlagen. Bei 0,30 Euro je Kilowattstunde und durchgehendem Betrieb kommen 290 Watt auf rund 62 Euro im Monat, 380 Watt auf rund 82 Euro und die 715 Watt des Adsorptionsgeräts auf rund 134 Euro — eigene Rechnung aus den Herstellerangaben, jeweils 24 Stunden × 30 Tage. In der Praxis liegt der Wert darunter, weil der eingebaute Hygrostat abschaltet, sobald die eingestellte Zielfeuchte erreicht ist. Genau deshalb ist ein Gerät, das schneller fertig ist, oft günstiger als eines mit kleinerer Wattzahl.
Warum steht bei einem Gerät im Vergleich keine Entfeuchtungsleistung?
Weil Klarstein für den DryFy 20 zwar 20 Liter pro Tag angibt, aber auf der Produktseite nirgends nennt, bei welcher Temperatur und Luftfeuchte dieser Wert gilt. Wir hätten die Zahl in die Hauptspalte schreiben können — sie hätte dort unter den höchsten des Felds gelegen. Genau das wäre unredlich gewesen, denn ohne Messbedingung ist offen, ob sie neben den 25 Litern von Comedes bei 30 °C / 80 % oder neben den 7 Litern von Aktobis bei Kellerbedingungen gehört. Deshalb steht dort „k. A.“, und das Kriterium geht für dieses Gerät neutral mit 5,0 von 10 Punkten in die Rechnung ein.
Wie groß muss der Wassertank sein?
Das hängt weniger am Gerät als am Aufstellort. Rechnerisch ist ein 3-Liter-Tank bei voller Laborleistung von 20 Litern pro Tag nach knapp vier Stunden voll, ein 6,5-Liter-Tank hält gut das Doppelte durch — im kühlen Keller entsprechend länger, weil dort ohnehin weniger anfällt. Fünf der sechs Hersteller im Vergleich nennen einen Schlauchanschluss zur Dauerentwässerung, allein Comfee führt ihn auf der Produktseite nicht auf; wo ein Ablauf mit Gefälle erreichbar ist, verliert die Tankgröße ihre Bedeutung fast vollständig. Ohne Ablauf entscheidet sie darüber, ob das Gerät über Nacht durchläuft oder nach ein paar Stunden abschaltet.
Auf welchen Wert stelle ich den Hygrostat ein?
Die Geräte im Vergleich lassen Zielwerte zwischen etwa 30 und 80 Prozent relativer Luftfeuchte zu, meist in Fünf- oder Zehn-Prozent-Schritten. Welcher Wert für einen bestimmten Raum sinnvoll ist, hängt von Bausubstanz, Nutzung und Außenklima ab und lässt sich aus Datenblättern nicht ableiten — wir sprechen deshalb keine Empfehlung aus. Technisch gilt nur: Je niedriger der Zielwert, desto länger läuft das Gerät und desto höher die Stromrechnung, und im Winter kann ein sehr niedrig eingestellter Wert dazu führen, dass der Entfeuchter praktisch nicht mehr abschaltet.
Reichen die Granulat-Boxen aus dem Baumarkt nicht auch?
Sie arbeiten in einer anderen Größenordnung. Eine Nachfüllpackung bindet einige hundert Milliliter, bis das Salz aufgebraucht ist, während die Geräte in diesem Vergleich mit 16 bis 25 Litern pro Tag angegeben sind — für einen feuchten Kellerraum ist das kein kleinerer, sondern gar kein Ersatz. Sinnvoll sind Granulatboxen dort, wo kein Strom liegt und wenig Luftvolumen zu behandeln ist: Wohnwagen in der Winterpause, Schrank, Bootskajüte. Zu beachten ist, dass die entstehende Salzlauge ätzend wirkt und ein umgekipptes Gefäß Böden und Metall dauerhaft beschädigt.
Wie dieser Vergleich entstanden ist
Für die Kategorie Luftentfeuchter haben wir 6 Produkte über 7 Kriterien rein rechnerisch verglichen — das größte Einzelgewicht trägt Entfeuchtungsleistung bei 30 °C / 80 % r. F. mit 30 von 100 Punkten, Preise sind Circa-Angaben mit Stand September 2026. Im Labor getestet haben wir nichts, und 5 fehlende Herstellerangaben stehen als „k. A.“ in der Tabelle, statt still ergänzt zu werden. Produkte, die uns mehr Provision bringen, stehen deshalb nicht weiter oben. Ausführlich: So bewerten wir →
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