Diese Punkte lassen sich am Datenblatt oder in der Produktbeschreibung nachprüfen — unabhängig davon, welches Produkt Du am Ende wählst.
Den Aufstellraum vor dem Gerät prüfen
Worauf achten: Rauminhalt (üblich sind je nach Gerät ab etwa 13 Kubikmetern), Temperatur im Winter und die Frage, ob der Raum beheizt wird.
Warum: Das Gerät entzieht der Raumluft Wärme — es kühlt und entfeuchtet den Aufstellraum spürbar. In einem Keller ist das meist ein Nebeneffekt, den man gern nimmt. In einem beheizten Hauswirtschaftsraum arbeitet die Wärmepumpe gegen die Heizung, und der schöne Wirkungsgrad auf dem Etikett wird still aufgefressen. Zu kalt darf es auch nicht sein: Unter der Einsatzgrenze des jeweiligen Geräts (oft um +6 Grad) schalten viele Geräte auf den elektrischen Heizstab um — und der arbeitet dann wieder mit rund hundert Prozent statt mit hundertfünfzig.
Das Lastprofil zum eigenen Haushalt wählen
Worauf achten: Im Datenblatt steht ein Buchstabe: M, L, XL. Die Geräte dieser Seite tragen L oder XL und werden getrennt gewertet.
Warum: Das Profil ist das genormte Zapfmuster, für das gemessen wird — L entspricht grob vier Personen mit Duschen und gelegentlichem Baden. Ein Gerät, das für den eigenen Bedarf zu groß ist, kostet unnötig Kaufpreis und Stellfläche; eines, das zu klein ist, schaltet häufiger den Heizstab zu und verliert genau den Vorteil, für den man es gekauft hat. Wichtig für den Vergleich: Wirkungsgrade aus verschiedenen Profilen darf man nicht nebeneinanderlegen.
Die Schallleistung ernst nehmen, wenn der Keller Wohnraum ist
Worauf achten: Die Registerangabe in unserer Tabelle — 47 bis 59 dB(A) in diesem Feld. Prospektwerte nennen oft den Schalldruck in einem Meter Abstand, das ist eine andere Größe.
Warum: Die Maschine läuft mehrere Stunden am Tag, oft nachts. In einem massiven Kellergeschoss unter einem Altbau merkt das niemand. In einem ausgebauten Untergeschoss, einem Hauswirtschaftsraum neben der Küche oder einem Reihenhaus mit dünner Trennwand ist es der Punkt, über den später gestritten wird. Zwölf Dezibel Unterschied im Feld entsprechen grob dem Sechzehnfachen an Schallleistung.
Nach dem Kältemittel fragen
Worauf achten: Steht NICHT im EU-Register. Beim Hersteller nachsehen: R290 (Propan, Treibhauspotenzial 3) oder ein fluoriertes Kältemittel wie R134a (1.430) oder R513A (631).
Warum: Die F-Gase-Verordnung (EU) 2024/573 fährt die verkehrsfähige Menge fluorierter Kältemittel stufenweise herunter. Das macht bestehende Geräte nicht illegal, verteuert aber über die Jahre das Nachfüllen im Wartungsfall — bei einem Gerät, das zwanzig Jahre stehen soll, ist das eine reale Rechnung. Propan ist die zukunftssichere Wahl, dafür brennbar: Es gelten Vorgaben zu Mindestraumgröße und Aufstellung. In diesem Feld weisen zwei Geräte — beide von Viessmann — das Kältemittel schon in ihrer Registerkennung aus.
Auf die Ansteuerung für Photovoltaik achten
Worauf achten: Ein Eingang für ein Überschuss-Signal (potentialfreier Kontakt, SG-Ready oder eine Anbindung an den Wechselrichter). Steht ebenfalls nicht im Register.
Warum: Wer eine Solaranlage hat, kann den Speicher mittags mit eigenem Strom aufheizen — das ist die billigste Batterie im Haus, weil Wärme sich gut speichern lässt und Strom nicht. Ohne passenden Eingang läuft die Wärmepumpe nach ihrem eigenen Zeitplan und zieht den Strom womöglich nachts aus dem Netz. Der Aufpreis für die Ansteuerung ist klein gegenüber dem, was sie über die Laufzeit einspart.