| Maximaldruck (Herstellerangabe) | 30/100 | Skala 90–200 bar, mehr ist besser | Der Druck entscheidet, ob sich eine Verkrustung überhaupt löst — unter etwa 100 bar bleibt vergraute Terrassenfuge vergraut, und daran ändert auch mehr Zeit nichts. Wir werten hier ausdrücklich den Maximaldruck und nicht den Arbeitsdruck, und der Grund ist unangenehm: Den Maximaldruck nennen alle sechs Hersteller, den Arbeitsdruck nur zwei. Eine Spalte, in der vier von sechs Feldern leer bleiben, misst nichts — also werten wir die vergleichbare Zahl und sagen dazu, was sie wert ist. Sie ist ein Spitzenwert, kein Betriebswert: Einhell beziffert für dasselbe Gerät 170 bar zulässigen Druck und 120 bar Arbeitsdruck, Kränzle 160 bar Überdruck und 130 bar Arbeitsdruck. Die Hersteller nennen ihren Höchstwert außerdem unterschiedlich („max. Druck“, „max. zulässiger Druck“, „Überdruck“) — er beschreibt in allen drei Fällen die Obergrenze, nicht die Arbeitsleistung. Unsere Skala deckt das Spektrum der Haus- und Gartengeräte ab (rund 90 bis 200 bar); Profigeräte mit 250 bar sind nicht Teil dieses Vergleichs. |
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| Maximale Fördermenge | 30/100 | Skala 300–700 l/h, mehr ist besser | Die Wassermenge ist die Hälfte der Reinigungsleistung, die auf keiner Verpackung groß steht. Der Strahl trägt den gelösten Schmutz weg und kühlt die Fläche; wer viel Druck, aber wenig Wasser hat, muss jeden Quadratmeter mehrfach überfahren. Die Hersteller machen das selbst sichtbar, nur an unauffälliger Stelle: Kärcher gibt für den K 2 Power Control Home 360 l/h und eine Flächenleistung von 20 m²/h an, für den K 5 Power Control Flex 500 l/h und 40 m²/h — doppelte Flächenleistung bei 35 bar mehr Druck und 140 l/h mehr Wasser. Deshalb wiegt dieses Kriterium bei uns genauso schwer wie der Druck. Zwei Einschränkungen legen wir offen: Es ist ein Maximalwert, und Nilfisk ist der einzige Hersteller im Feld, der zusätzlich den nach Norm gemessenen Wert nennt (qiec) — der liegt beim Core 140-8 bei 348 statt 465 l/h. Wo ein Hersteller die Fördermenge nur in Litern pro Minute angibt (Bosch, Makita), steht bei uns „k. A.“: Wir rechnen Herstellerangaben nicht um. |
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| Länge des Hochdruckschlauchs | 20/100 | Skala 3–15 m, mehr ist besser | Die Schlauchlänge bestimmt den Arbeitsradius um den Wasseranschluss und ist das Kriterium, über das sich Käufer nach dem Kauf am häufigsten ärgern — sie steht klein im Datenblatt und entscheidet trotzdem, ob man das Gerät alle fünf Minuten versetzen muss. Der Unterschied im Feld ist erheblich: 5 Meter beim Kärcher K 2 Power Control Home gegen 12 Meter beim Nilfisk Premium 190-12. Zwei Punkte gehören dazu: Ein längerer Schlauch kostet etwas Druck an der Düse, und Verlängerungen sind bei den meisten Systemen zwar erhältlich, aber an das jeweilige Kupplungssystem gebunden. Kränzle nennt für den K 1050 TST auf der Produktseite keine Schlauchlänge — dort steht „k. A.“, und das Kriterium geht neutral mit 5,0 von 10 Punkten ein. |
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| Gerätegewicht (Herstellerangabe) | 10/100 | Skala 4–35 kg, weniger ist besser | Ein Hochdruckreiniger wird getragen: aus dem Keller, über die Kellertreppe, um das Haus herum. Zwischen 4 und 30 Kilogramm liegt in diesem Feld der Unterschied zwischen „nimmt man kurz mit“ und „bleibt stehen, wo es steht“. Wir gewichten das Gewicht bewusst niedrig und werten es mit Vorbehalt, weil es zwei gegenläufige Dinge misst: Leichtbau erleichtert den Transport, aber schwer sind vor allem die Bauteile, die ein Gerät langlebig machen — Metallpumpe, Messing-Zylinderköpfe, langsam drehender Induktionsmotor. Der Nilfisk Premium 190-12 und der Kränzle K 1050 TST verlieren hier Punkte für genau die Technik, die sie im Dauerbetrieb überleben lässt; beide haben dafür ein Fahrwerk. Die Hersteller definieren die Angabe außerdem leicht unterschiedlich (Kärcher „ohne Zubehör“, Einhell „Produktgewicht“, Kränzle „Gewicht“). |
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| Maximale Zulauftemperatur | 10/100 | Skala 40–60 °C, mehr ist besser | Die zulässige Zulauftemperatur sagt zwei Dinge auf einmal: ob man warmes Wasser anschließen darf — was Fett und Öl deutlich besser löst als kaltes — und wie hitzefest Dichtungen, Ventile und Pumpenkopf ausgelegt sind. 40 °C ist der Standard und in diesem Feld der Wert von vier der fünf Geräte mit Angabe; nur der Nilfisk Premium 190-12 lässt 60 °C zu. Das ist kein Nebendetail, sondern der einzige Punkt, an dem sich in dieser Spalte überhaupt etwas unterscheidet — und ein Hinweis darauf, welches Gerät für Werkstatt und Fahrzeugreinigung gebaut ist. Wer den Zulauf über den Warmwasseranschluss speisen will, muss vorher genau hier nachsehen: Zu heißes Wasser zerstört die Dichtungen, und das ist kein Garantiefall. Kränzle nennt für den K 1050 TST keinen Wert; dort steht „k. A.“. |
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| Arbeitsdruck (nur wo der Hersteller ihn nennt) | 0/100 | Skala 80–160 bar, mehr ist besser | Das ist die Zahl, mit der man tatsächlich reinigt — und sie bekommt bei uns null Punkte, weil sie in vier von sechs Datenblättern schlicht nicht vorkommt. Ein Kriterium, das zwei Geräte bewertet und vier neutral durchreicht, wäre keine Messung, sondern eine Punkteverteilung nach Auskunftsfreude. Wir führen die Spalte trotzdem mit, weil sie das Wichtigste dieser Kategorie sichtbar macht: Einhell nennt für den TE-HP 170 einen Arbeitsdruck von 120 bar bei 170 bar zulässigem Druck — die Modellnummer trägt also den Wert, mit dem nie gearbeitet wird. Kränzle vermarktet den K 1050 TST umgekehrt über die 130 bar Arbeitsdruck und nennt die 160 bar nur als Überdruck. Wer zwei Geräte vergleicht und bei einem den Arbeitsdruck, beim anderen den Maximaldruck liest, vergleicht Zahlen, die 30 bis 50 bar auseinanderliegen. |
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| Leistungsaufnahme | 0/100 | Skala 1.200–3.500 W, mehr ist besser | Watt ist das, was hineingeht, nicht das, was herauskommt — deshalb zählt diese Angabe bei uns null Punkte, obwohl sie in jeder Produktbeschreibung fett gedruckt steht. Was am Strahlrohr ankommt, ist Druck mal Wassermenge; die Leistungsaufnahme sagt vor allem, was die Stunde Reinigen an Strom kostet und ob die Haushaltssicherung mitspielt (der Nilfisk Premium 190-12 zieht 12,6 A und liegt damit nahe an dem, was ein 16-A-Kreis mit anderen Verbrauchern noch verträgt). Dazu kommt ein praktisches Problem, das den Vergleich zusätzlich erschwert: Kärcher und Kränzle geben die Leistung in Kilowatt an, Nilfisk und Einhell in Watt. Weil wir Herstellerangaben nicht umrechnen, bleiben drei Felder dieser Spalte leer. |
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